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Kinder und Konsum in der Marktwirtschaft

Title: Kinder und Konsum in der Marktwirtschaft

Seminar Paper , 2004 , 14 Pages

Autor:in: Sabine Meisel (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Wir leben in einer „sozialen“ Marktwirtschaft:„ Der Zwang zum Shopping ist vor allem moralischer Natur. Sich der Gesellschaft gegenüber verantwortungsbewusst zu verhalten, bedeutet heute für das Individuum, soviel wie nur möglich zu kaufen – unabhängig davon, ob es das will oder nicht.“ in Shopping 55/2002 Ein wirklich provokanter Satz.
In unserer Gesellschaft ist deshalb das Synonym von Glück: Geld und das von Sein: Haben. Der historisch neue Hedonismus, besonders der sich ausbreitenden sozial mobilen Mittelschichten steht genau im Zentrum der Leistungsanforderungen dieser Gesellschaft
Vor ein paar Tagen wurde trotz kleinerer Widerstände der neuen Bundesländer das Gesetz zur Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe SGB II, die Grundsicherung für Arbeitslose, beschlossen. Die abwehrende Haltung der neuen Bundesländer wurde nur mit der sinkenden Kaufkraft begründet! Genau darum geht es in Marktwirtschaften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wandel

3. Armut

4. Kinder und Marken

5.Schlussbetrachtung:

6.Literaturhinweise

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den soziokulturellen Druck zum Konsum in der modernen Marktwirtschaft, insbesondere im Kontext von Kindern und Jugendlichen, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichem Wandel, Armut und der prägenden Rolle von Marken.

  • Der Zusammenhang zwischen Konsumverhalten, Glücksstreben und sozialer Identität.
  • Die Auswirkungen von Armut und der Druck gesellschaftlicher Teilhabe durch Konsum.
  • Die psychologische Bedeutung von Marken als Strukturgeber in einer individualisierten Gesellschaft.
  • Der Einfluss von Werbung auf die kindliche Identitätsbildung und das Familienleben.
  • Die systemkritische Betrachtung der Abhängigkeit zwischen ökonomischem System und Konsumzwang.

Auszug aus dem Buch

4. Kinder und Marken

Erziehung diente lange Zeit dazu Kinder vor unmäßigem Konsum zu bewahren. Heute wird mehr auf die Beziehungsebene als auf die Erziehung geachtet, sprich wir wollen es uns doch nicht mit unseren Kindern verderben. Wir möchten sie fördern, demokratisch mit ihnen umgehen und nicht wie früher disziplinieren. Eine für die Werbeindustrie förderliche Haltung. Kinder sind somit nicht nur eine Top-Zielgruppe mit eigener beträchtlicher Kaufkraft, sondern bestimmen auch die Kaufentscheidungen ihrer Eltern mit. Vgl. Unverzagt/ Hurrelm. 2001: 76

Marken zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Psyche der Verbraucher eine Monopolstellung innehaben. Dieses Charakteristikum wurde bereits 1939 postuliert. (vgl. Hellmann 2003:97) Die heutigen Eltern und ihre Kids bestätigen das millionenfach. Was bietet denn eine Marke, was andere nicht besitzen? Eine Marke wird durch ihre Kommunikationsleistung ausgezeichnet und sie besitzt Persönlichkeit, wenn ihre Kommunikation Kontinuität beweist. (vgl. Hellmann 2003: 89ff)

Kleidung ist schon lange nicht mehr durch die Eigenschaft von wärmendem Verhüllen definiert. Nicht von ungefähr stammen so alte Sprichwörter wie „Kleider Machen Leute“. Auch früher stand Kleidung für ein bestimmtes soziales Milieu ( besonders deutlich bei der Arbeitermütze und dem Zylinder). Nur ist heute die Werbung als Verführer und Manipulator zur Stelle, die schon auf Kleinkinder wirkt. Die Werbung beschreibt sich am besten selbst mit ihrer Aida-Formel: Attention, Interest, Desire und Action. Werbung ist die Motivationsmaschine für die Kaufentscheidung, sie ist beeinflussende Kommunikation. . vgl. Hellmann: 234f

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den moralischen Zwang zum Konsum in unserer Gesellschaft und zeigt auf, wie das Streben nach Glück zunehmend durch materielle Besitztümer definiert wird.

2. Wandel: Das Kapitel beschreibt den historischen Wandel des Konsumverhaltens durch die Einführung des freien Wochenendes und die zunehmende Individualisierung, die den Menschen in eine marktabhängige Isolation führen kann.

3. Armut: Hier wird analysiert, wie sich das Armutsrisiko in die Mittelschicht ausgedehnt hat und wie gesellschaftliche Teilhabe heute primär über Konsummöglichkeiten definiert wird.

4. Kinder und Marken: Dieses Kapitel erläutert die psychologische Monopolstellung von Marken und wie diese als Identitätsanker für Jugendliche dienen, während Werbung gezielt die Kaufentscheidungen beeinflusst.

5.Schlussbetrachtung:: Die Autorin kritisiert die bestehende Konsumgesellschaft und hinterfragt das System, das von Suchtverhalten profitiert, während sie gleichzeitig die Notwendigkeit einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit dem Freiheitsverlust durch den Konsumzwang betont.

6.Literaturhinweise: Das Verzeichnis listet die verwendeten Quellen und Fachliteratur zur soziologischen Einordnung des Themas Konsum und Jugend.

Schlüsselwörter

Konsumgesellschaft, Marktwirtschaft, Kinderarmut, Markenidentität, Sozialisation, Konsumzwang, Werbung, Identitätsfindung, Individualisierung, Kaufkraft, Sozialarbeit, Konsumentenerziehung, Markenmanagement, Markentreue, Konsumverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich kritisch mit der Rolle des Konsums in der modernen Gesellschaft und wie dieser insbesondere das Leben von Kindern und Jugendlichen sowie deren familiäres Umfeld prägt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der gesellschaftliche Wandel, die Problematik der Armut im Kontext der Konsumgesellschaft, die psychologische Funktion von Markenartikeln und die manipulativen Aspekte der Werbeindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den systemischen Zwang zum Konsum und die damit verbundenen psychologischen und sozialen Folgen für das Individuum, speziell für Heranwachsende, aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung soziologischer und ökonomischer Erkenntnisse zum Konsumverhalten, ergänzt durch eine kritische sozialarbeiterische Reflexion.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des gesellschaftlichen Wandels, der Ausbreitung von Armut in die Mittelschicht und die tiefgreifende Untersuchung, wie Marken zur Strukturierung von Identität und zur Kaufentscheidung von Kindern und Eltern beitragen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Konsumzwang, Markentreue, soziale Teilhabe, Identitätsbildung, Werbemanipulation und die Ambivalenz der modernen Individualisierung.

Welche besondere Rolle spielen Marken laut der Autorin für Jugendliche?

Marken fungieren laut der Arbeit als eine Art "Scheinsicherheit" in einer unruhigen Welt, die den Jugendlichen ermöglicht, über Zugehörigkeitszeichen Gruppenidentität zu etablieren, auch wenn dieser Effekt kurzlebig ist.

Warum hinterfragt die Autorin die Rolle der Eltern beim Konsumverhalten?

Die Autorin argumentiert, dass Eltern oft ihren eigenen Konsumstil vorleben und aufgrund von Schuldgefühlen oder dem Wunsch nach Beziehungsnähe den Konsumwünschen ihrer Kinder nachgeben, statt Erziehung im Sinne eines bewussten Verzichts zu leisten.

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Details

Title
Kinder und Konsum in der Marktwirtschaft
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Author
Sabine Meisel (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V162894
ISBN (eBook)
9783640772650
ISBN (Book)
9783640773039
Language
German
Tags
Kinder Konsum Marktwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Meisel (Author), 2004, Kinder und Konsum in der Marktwirtschaft , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162894
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