In der Zeit des technischen Fortschritts, der demographischen Entwicklung, der
Finanzkrise und der Globalisierung geraten Arbeitnehmer und Arbeitgeber unter
einen immer weiter ansteigenden Druck. Es werden höhere Erwartungen an sie
gestellt. Diesen Anforderungen können Mitarbeiter nur gerecht werden, wenn sie
zusammen mit dem Unternehmen einen gemeinsamen Weg finden, ein
Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben herzustellen. Gelingt es ihnen, diese
Balance zu finden, werden sie motivierter und engagierter an die Erledigung ihrer
Aufgaben gehen und somit die hohen Erwartungen des Arbeitgebers und der
Gesellschaft stillen.
In dieser Ausarbeitung werden wir zunächst die Begriffe Work-Life-Balance und
familiengerechte Arbeit definieren, um dann die Notwendigkeit solcher
personalpolitischen Instrumente klären zu können. Wir werden Unterschiede und
Schwierigkeiten dieser Konzepte erarbeiten. Anhand einiger Maßnahmen werden wir
die Work-Life-Balance näher erläutern und durch das Auditierungsverfahrens werden
wir die Frage, „Wie familienfreundlich ist ein Unternehmen?“, klären
Inhaltsverzeichnis der Seminararbeit
Einleitung
Work-Life-Balance
Begriff Work
Begriff Life
Begriff Balance
Definition Work-Life-Balance
Definition familiengerechte Arbeit
Unterschiede W-L-B und familiengerechte Arbeit
Notwendigkeit
Schwierigkeiten, Grenzen, Risiken
W-L-B Maßnahmen
Maßnahmen zu intelligenten Verteilung der Arbeitszeit im Lebensverlauf und zu einer ergebnisorientierten Leistungserbringung
Maßnahmen zur Flexibilisierung von Zeit und Ort der Leistungserbringung
Maßnahmen, die auf Mitarbeiterbindung zielen
Auditierungsverfahren: Wie familienfreundlich ist ein Unternehmen?
Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht das Konzept der Work-Life-Balance und der familiengerechten Arbeit als personalpolitische Instrumente. Ziel ist es, die Notwendigkeit dieser Ansätze angesichts steigender Anforderungen in der modernen Arbeitswelt zu beleuchten, konzeptionelle Unterschiede zu erarbeiten und praktische Maßnahmen sowie Auditierungsverfahren zur Bewertung der Familienfreundlichkeit in Unternehmen aufzuzeigen.
- Grundlagendefinition von Work, Life und Balance
- Differenzierung zwischen Work-Life-Balance und familiengerechter Arbeit
- Analyse der Notwendigkeit von Personalmaßnahmen zur Gesundheits- und Leistungsförderung
- Praktische Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung und Mitarbeiterbindung
- Auditierungsverfahren zur strategischen Unternehmensentwicklung
Auszug aus der Seminararbeit
Der Begriff Work
Der Begriff „Work“ bedeutet übersetzt „Arbeit“ und ist aus dem Althochdeutsch „Mühe“ oder „Plage“ entstanden. Er ist ein Instrument zur Existenzsicherung und wird nach Gabler wie folgt interpretiert: Arbeit ist eine „zielgerichtete, soziale, planmäßige und bewusste, körperliche und geistige Tätigkeit.“
In der Arbeitswelt geht es nur um Sachverhalte, die für den Beruf oder die berufliche Stellung von Nutzen sind. Private Angelegenheiten, wie Schwangerschaft und die daraus resultierenden Elternzeit oder Krankheit werden als störend angesehen und stellen Kosten für das Unternehmen dar.
Heutzutage ist die Arbeit für viele Menschen nicht einfach nur noch eine Möglichkeit der Existenzsicherung, sie ist auch ein Faktor geworden, der Spaß machen soll, da wir die Hälfte unseres Lebens bei der Arbeit verbringen. Die Menschen wollen motiviert, unterhalten und gefördert werden und möchten mit der Arbeit einen Ort, an dem sie Freundschaften finden und sich verwirklichen können. Sie wollen wahrgenommen und respektiert werden.
Die Arbeit unterteilt sich in die drei Bereiche Arbeitszeit, Arbeitsaufgaben und Arbeitsort.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung thematisiert den steigenden Druck auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch globale und demographische Veränderungen und führt in die Relevanz einer Balance zwischen Beruf und Privatleben ein.
Work-Life-Balance: In diesem Kapitel werden die Begrifflichkeiten Work, Life und Balance einzeln definiert, um das Verständnis für das übergeordnete Konzept des Ausgleichs zwischen Arbeit und Freizeit zu schärfen.
Definition Work-Life-Balance: Hier wird der theoretische Rahmen für das Arbeit-Leben-Gleichgewicht-Modell gesetzt und anhand des Lebensrads visualisiert.
Definition familiengerechte Arbeit: Das Kapitel erläutert die besondere Stellung der Familie im Berufsleben und die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Familienförderung angesichts des Fachkräftemangels.
Unterschiede W-L-B und familiengerechte Arbeit: Diese Sektion arbeitet die konzeptionellen Differenzen zwischen einem breiten Work-Life-Gleichgewicht und der spezifisch familienorientierten Unternehmenspolitik heraus.
Notwendigkeit: Das Kapitel beleuchtet gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen eines Ungleichgewichts, wie Burnout, und leitet daraus Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter ab.
Schwierigkeiten, Grenzen, Risiken: Hier werden die Herausforderungen wie Kostenaufwand und die Gefahr einer Entgrenzung der Arbeit kritisch hinterfragt.
W-L-B Maßnahmen: Dieser Abschnitt klassifiziert konkrete Maßnahmen in drei Bereiche: Arbeitszeitverteilung, Flexibilisierung von Zeit und Ort sowie Strategien zur Mitarbeiterbindung.
Auditierungsverfahren: Wie familienfreundlich ist ein Unternehmen?: Das Kapitel beschreibt den Prozess des Audits „Beruf und Familie“ der HERTIE-Stiftung als kontinuierliches Verbesserungsinstrument.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Work-Life-Balance eine wichtige, aber individuell komplexe Unternehmensstrategie darstellt, die idealerweise mit der familiengerechten Arbeit harmonisiert werden sollte.
Schlüsselwörter
Work-Life-Balance, familiengerechte Arbeit, Personalpolitik, Arbeitszeitflexibilisierung, Mitarbeiterbindung, Gesundheitsmanagement, Lebensrad, Work-Life-Konzept, Audit Beruf und Familie, Unternehmenskultur, Leistungssteigerung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Sabbatical, Demographischer Wandel, Fachkräftemangel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Work-Life-Balance und familiengerechter Arbeit als zentralen Aspekten einer modernen Personalpolitik.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Begriffsdefinitionen, die Notwendigkeit einer gesunden Work-Life-Balance, praktische Maßnahmen der Umsetzung und Zertifizierungsverfahren für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Nutzen und die Herausforderungen von Maßnahmen aufzuzeigen, die darauf abzielen, Privat- und Berufsleben effizient und gesundheitsfördernd in Einklang zu bringen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten und Modellen aus der Personalwirtschaft.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Maßnahmen zur Arbeitszeitgestaltung, zur Flexibilisierung sowie Strategien der Mitarbeiterbindung und stellt das Auditierungsverfahren der HERTIE-Stiftung vor.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Work-Life-Balance, familienorientierte Personalpolitik, Arbeitszeitflexibilisierung und Mitarbeiterbindung definieren.
Wie unterscheidet sich die familiengerechte Arbeit vom allgemeinen Work-Life-Balance-Konzept?
Während Work-Life-Balance das gesamte Privatleben inklusive Freizeit und Hobbys umfasst, fokussiert die familiengerechte Arbeit speziell auf die Bedürfnisse von Familien und Angehörigen.
Was beinhaltet das „Lebensrad“ als Modell?
Das Lebensrad dient als grafische Darstellung der verschiedenen Lebensbereiche wie Karriere, Geld, Gesundheit und Familie, deren Ausgewogenheit einen Indikator für ein ausbalanciertes Leben darstellt.
Warum ist die Implementierung dieser Konzepte für Unternehmen riskant?
Es bestehen Risiken durch hohe Implementierungskosten, organisatorische Schwierigkeiten und die Gefahr, dass Arbeitnehmer die Maßnahmen als ungewollten Eingriff in ihr Privatleben interpretieren.
Welchen Zweck erfüllt das Audit „Beruf und Familie“?
Es dient als kontinuierlicher Prozess zur Ermittlung des familienfreundlichen Status quo im Unternehmen und zur Ableitung systematischer Verbesserungsziele.
- Quote paper
- Mandy Jantzen (Author), 2010, Work-Life-Balance und familiengerechte Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162948