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Die Bedeutung und Rechtswirkung von Tarifverträgen

Titre: Die Bedeutung und Rechtswirkung von Tarifverträgen

Dossier / Travail , 2010 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sandra Stevanovic (Auteur)

Gestion des ressources humaines - Divers
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Heutzutage spielen Tarifverträge in Deutschland eine entscheidende und bedeutende Rolle im Arbeitsrecht. Tarifverträge regeln die Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen und sind damit das wichtigste Instrument zur Sicherung der Arbeitsplätze und der Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Tarifverträge gibt es in den verschiedensten Branchen, beispielsweise im öffentlichen Dienst, Handwerk, Gaststättengewerbe etc. Gerade nach der erst kürzlich stattgefundenen Wirtschaftskrise ist die Festlegung der Löhne für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber von enormer Bedeutung. Auf der einen Seite möchten die Unternehmen Kosten einsparen, vor allem jetzt nach zahlreichen Verlusten durch die Wirtschaftskrise. Desweiteren sind auch die Lohnkosten in den letzten Jahrzenten stark gestiegen. Auf der anderen Seite will der Arbeitnehmer ein höheres Einkommen erzielen. Die Wirtschaftskrise wird demnach wesentlich die Tarifverträge beeinflussen und damit auch viele wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Größen wie Einkommensverteilung und Finanzierung der sozialen Sicherung.
Trotz dieser immensen Bedeutung sind fundierte Kenntnisse über diese Komplexität der vielfältigen juristischen und ökonomischen Aspekte wenig verbreitet. Auch der Gesetzgeber begnügt sich mit der Festlegung von Rahmenbedingungen, um den Tarifparteien weit reichende Autonomie bei der Festlegung der Löhne und Arbeitsbedingungen einzuräumen. Diese Autonomie führte in den letzten Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen der Tarifparteien, welche in den Medien und der Öffentlichkeit gewöhnlich auf große Aufmerksamkeit stoßen.

Ziel des Assignments ist es, die Bedeutung von Tarifverträgen und dessen Rechtswirkungen näher zu beleuchten. Aufgrund der zahlreichen Rechtsvorschriften und der Autonomiefreiheit ist das Thema sehr komplex. Daher wird zuerst der Begriff des Tarifvertrages und dessen Historie betrachtet. Dann wir der Tarifvertrag nach Arten unterschieden und kurz erläutert, bevor Ausführungen zu Rechts- und Nachwirkungen folgen. Beendet wird das Thema mit einem aktuellen Praxisbeispiel und einem Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Zielsetzung des Assignments

2. Tarifvertragsrecht

2.1 Definition Tarifvertrag

2.2 Historie des Tarifvertrags

2.3 Arten von Tarifverträgen

2.4 Rechtswirkungen von Tarifverträgen

2.4.1 Normativer Teil von Tarifverträgen

2.4.2 Schuldrechtlicher Teil von Tarifverträgen

2.5 Nachwirkung von Tarifverträgen

3. Praxisbeispiel

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieses Assignment beleuchtet die grundlegende Bedeutung von Tarifverträgen im deutschen Arbeitsrecht sowie deren komplexe Rechtswirkungen. Dabei wird analysiert, wie diese Verträge als Instrumente der Mitbestimmung und zur Festlegung von Mindeststandards fungieren, um den Ausgleich zwischen den Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld zu gewährleisten.

  • Struktureller Aufbau und Definition von Tarifverträgen
  • Rechtliche Grundlagen und Historie der Tarifautonomie
  • Unterscheidung zwischen normativem und schuldrechtlichem Teil
  • Analyse des Günstigkeitsprinzips und der Friedenspflicht
  • Praxisnahe Anwendung am Beispiel der Fraport AG

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Normativer Teil von Tarifverträgen

Der normative Teil von Tarifverträgen enthält Rechtsnormen, die den Inhalt, Abschluss und Beendigung der individuellen Arbeitsverhältnisse zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber regeln. Dazu gehören die Inhalts- (Arbeitsentgelt), Abschluss- (Formvorschriften) und Betriebsnormen (Sozialeinrichtungen) sowie betriebsverfassungsrechtliche Normen (Konkretisierung Mitbestimmung Betriebsrat) und Normen über gemeinsame Einrichtungen (Betriebliche Altersversorgungsleistungen). Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich die normativen Regelungen auf bestehende Arbeitsverhältnisse auszuüben, vorausgesetzt Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind tarifgebunden. Die Tarifgebundenheit ist in § 3 TVG geregelt. Demnach sind alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber an den Tarifvertrag gebunden, wenn sie Mitglied einer Tarifvertragspartei sind. Die Bindung beginnt, wenn eine Partei Mitglied in der Tarifvertragspartei ist und endet mit Ablauf des Tarifvertrages.

Die im Tarifvertrag geltenden Rechtsnormen gelten unmittelbar und zwingend für Mitglieder. Sie entfalten gesetzesgleiche Wirkung, dies wird unter „normativ“ verstanden. Unmittelbar bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Regelungen automatisch jedes Arbeitsverhältnis erfassen. Zwingend hingegen bedeutet hier, dass eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht das Arbeitsverhältnis verschlechtern kann, wenn tarifvertraglich bessere Bedingungen anzuwenden sind. Grundsätzlich sind die bereits bestehenden Gesetze bei der Vereinbarung von Tarifverträgen zu beachten. Ein Tarifvertrag darf weder gegen das Grundgesetz noch gegen andere Gesetze verstoßen. Es dürfen nur abweichende Regelungen getroffen werden, wenn diese zugunsten des Arbeitsnehmers erfolgen. Dies wird durch das sogenannte Rang- und Günstigkeitsprinzip ermöglicht. Beide Begriffe müssen dabei differenziert betrachtet werden, da sie vielfach synonym verwendet oder falsch ausgelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz von Tarifverträgen als Instrumente der Arbeitsplatzsicherung ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2. Tarifvertragsrecht: Hier werden die juristischen Grundlagen, die historische Entwicklung sowie die systematische Unterscheidung zwischen normativem und schuldrechtlichem Teil eines Tarifvertrags erläutert.

3. Praxisbeispiel: Das Kapitel veranschaulicht die theoretischen Inhalte anhand der Tarifverhandlungen bei der Fraport AG und deren Auswirkungen auf die Belegschaft.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Tarifverträge als Mindeststandards zusammen und bewertet die Auswirkungen aktueller Arbeitskämpfe auf die Unternehmen.

Schlüsselwörter

Tarifvertrag, Tarifautonomie, Arbeitsrecht, Tarifvertragsgesetz, Normativer Teil, Schuldrechtlicher Teil, Friedenspflicht, Günstigkeitsprinzip, Fraport AG, Arbeitskampf, Tarifbindung, Mitbestimmung, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Flächentarifvertrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle und den rechtlichen Auswirkungen von Tarifverträgen innerhalb des deutschen Arbeitsrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition, die historische Entwicklung, die verschiedenen Arten von Tarifverträgen sowie deren spezifische Rechtswirkungen und das Prinzip der Nachwirkung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Rechtsvorschriften und der Tarifautonomie verständlich darzulegen und die Bedeutung der normativen sowie schuldrechtlichen Tarifbestandteile zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Literaturanalyse in Kombination mit einer praxisorientierten Fallstudie am Beispiel der Fraport AG.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Tarifvertragsrechts und eine praxisbezogene Analyse, die zeigt, wie Tarifverträge in einem realen Unternehmensumfeld wirken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Tarifautonomie, Tarifbindung, Arbeitskampf, normativer Teil und Günstigkeitsprinzip.

Warum spielt das Günstigkeitsprinzip eine wichtige Rolle?

Das Günstigkeitsprinzip stellt sicher, dass vom Tarifvertrag nur dann abgewichen werden darf, wenn die Regelung für den Arbeitnehmer vorteilhafter ist.

Welche Bedeutung hat die Friedenspflicht im schuldrechtlichen Teil?

Die Friedenspflicht verpflichtet die Tarifparteien, während der Laufzeit des Vertrages auf Arbeitskampfmaßnahmen wie Streiks zu verzichten.

Was geschieht nach Ablauf eines Tarifvertrages?

Gemäß § 4 Abs. 5 TVG entfaltet der Tarifvertrag eine Nachwirkung, wodurch die Bestimmungen so lange gelten, bis ein neuer Vertrag abgeschlossen wird.

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Résumé des informations

Titre
Die Bedeutung und Rechtswirkung von Tarifverträgen
Université
AKAD University of Applied Sciences Leipzig
Cours
PER06 Arbeitsrecht
Note
1,3
Auteur
Sandra Stevanovic (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
14
N° de catalogue
V162969
ISBN (ebook)
9783640777198
ISBN (Livre)
9783640777068
Langue
allemand
mots-clé
Arbeitsrecht Rechtswirkungen normativer Teil schuldrechtlicher Teil Nachwirkung Tarifvertragsgesetz Tarifautonomie Tarifbindung Günstigkeitsprinzip Rangprinzip Bedeutung und Rechtswirkung von Tarifverträgen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sandra Stevanovic (Auteur), 2010, Die Bedeutung und Rechtswirkung von Tarifverträgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162969
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Extrait de  14  pages
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