Die Alemannen bis zum Jahr 259/260 n. Chr.


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
31 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
I.1 Quellenproblematik
I.2 Definition der Fragestellung

II. Das Imperium Romanum von 235-259/260 n. Chr
II.1 Einordnung in den historischen Kontext: Die römische Reichskrise (235-284 n. Chr.)
II.2 Der Untergang des obergermanisch-raetischen Limes (233-259/260 n. Chr.)
II.2.1 Erster großer Einfall unter Alexander Severus und Maximinus Thrax
II.2.2 Weitere Germaneneinfälle in der Zeit von Gordian III. und Philippus
II.2.3 Weitere Vernachlässigung der Grenzverteidigung
II.2.4 Zusammenfassung der Zeit von Gordian III. bis Aemilianus
II.2.5 Die gemeinsame Regentschaft von Valerianus und seinem Sohn Gallienus
II.2.6 Kaiser Gallienus im Jahr 260 n. Chr

III. Die Alemannen: Herkunft und Ethnogenese
III.1 Aus Sicht der schriftlichen Quellen
III.2 Mit Einbeziehung der Archäologie

IV. Zusammenfassung

V. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Quellenproblematik

Unternimmt man den Versuch, die Geschichte der Alemannen von ihrer ersten umstrittenen Erwähnung1 bei Cassius Dio, „Antoninus zog gegen die Alemannen, erkaufte aber den Sieg, oder was so aussah, mit Geld.“2, bis zum Jahr 259/260 n. Chr. zu erfassen und zu rekonstruieren, so stellt man innerhalb kurzer Zeit fest, dass man sich hier mit einer Aufgabe betraut hat, die nicht leicht zu bewältigen ist. Ursache, die die Darstellung der alemannischen Geschichte im 3. Jahrhundert n. Chr. erschweren, ist die große Armut an schriftlichen Quellen aus dieser Zeit. Aus diesem Zeitraum kann die Geschichtswissenschaft nur auf sehr wenige schriftliche Überlieferungen zurückgreifen, die allesamt von römischen Historikern verfasst wurden. Die Alemannen selbst überlieferten aus dieser Zeit keine schriftlichen Aufzeichnungen, die einen Einblick in die ihre Geschichte hätten geben können.

Der Geschichtswissenschaft bleibt daher nicht anderes übrig als auf die wenigen Aufzeichnungen der zeitgenössischen römischen Historiker Cassius Dio mit seiner „Römischen Geschichte“ und auf Herodianus mit seinem Werk „Geschichte des Kaisertums nach Marcus“ zurückzugreifen, um etwas über die Geschichte der Alemannen in Erfahrung zu bringen. Diese berichten allerdings nur bis einschließlich der Regierungszeit von Maximinus Thrax. Neben den zeitgenössischen Historikern gibt es darüber hinaus auch viele Erzählungen über die Zeit des 3. Jahrhunderts n. Chr. von nicht zeitgenössischen Geschichtsschreibern, u.a. von Aurelius Victor, von Zosimos, von dem byzantinischen Historiker Johannes Zonaras, aber auch von den Scriptores Historiae Augustae, von denen man Erkenntnisse über die Geschichte der Alemannen gewinnen kann. Allerdings sind diese Nacherzählungen vor allem in Bezug auf den Alemannenname3 immer kritisch zu betrachten, da ihre Erzählungen über das 3. Jahrhundert n. Chr. erst Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte danach verfasst wurden.

Aufgrund der großen Defizite an schriftlichen Quellen aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. liegt noch ein großer Schatten über den historischen Vorgängen und der Geschichte der Alemannen und deren Herkunft. Dennoch ist es der Forschung gelungen, diesen Schatten teilweise zu beseitigen. Wichtigste Hilfswissenschaft ist dabei die Archäologie. Durch ihre Zufallsfunde und die daraus resultierenden Erkenntnisse liefert sie der Geschichtswissenschaft wichtige Hinweise, die zur Aufarbeitung der alemannischen Geschichte von großer Bedeutung sein können. Münzfunde und Inschriften, wie z. B. der gefundene Siegesaltar in Augsburg 19924, können mehr Informationen über die historischen Vorgänge und über die Alemannen im 3. Jahrhundert n. Chr. geben.

I.2 Definition der Fragestellung

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde die Auffassung vertreten, dass die Alemannen als ein starker Germanenstamm den Limes durchbrochen haben und dadurch dessen Untergang besiegelt haben. So schreibt Hubert Jänichen: „Endgültig wurde der Limes 259/260 durchbrochen, in einem gewaltigen Ansturm, der über die Alpen nach Norditalien führte.“5 Und Rudolf Much war der Meinung, dass die Alemannen aufgrund der „bewundernswerten Triebkraft ihres Stammes“6 den Limes durchbrochen und zum Fall gebracht haben.

Diese Auffassungen gelten in der heutigen Geschichtswissenschaft allerdings als überholt und veraltet. Dies soll nun dargestellt werden. Es soll die Frage beantwortet werden, ob der Limesdurchbruch des Alemannenstammes im Jahr 259/260 n. Chr. eine Fiktion von Jänichen und Much oder ob dies eine historische Tatsache ist.

Um nachvollziehen zu können, was sich im Jahr 259/260 n. Chr. am obergermanisch- rätischen Limes ereignete, ist es unausweichlich den näheren historischen Kontext zu kennen, in dem der anscheinende „Limesdurchbruch“ der Alemannen eingebettet ist. Anschließend sollen die Geschehnisse am obergermanisch-rätischen Limes, die den Großteil dieser Arbeit einnehmen, soweit es geht rekonstruiert werden. Um einen guten Überblick über den Entwicklungsverlauf am obergermanisch-rätischen Limes zu erhalten, werden die einzelnen Vorgänge am Limes unter den in dieser Zeit regierenden römischen Kaiser behandelt, die maßgeblich an den Geschehnissen am obergermanisch-rätischen Limes beteiligt waren. Aufgrund des dürftigen Informationsgehaltes der schriftlichen Quellen von nichtzeitgenössischen Historikern über die Ereignisse am obergermanisch-rätischen Limes nach der Zeit von Maximinus Thrax - zuvor berichtete Herodianus ausführlich über die römischen Feldzüge in den Provinzen Germania Superior und Raetia - ist es notwendig, zum einen archäologische Erkenntnisse mit einzubauen, zum anderen aber auch andere erwähnte Feldzüge der römischen Kaiser aufzufassen und hinzu zu ziehen, die uns erlauben können, Rückschlüsse auf die militärische Situation am obergermanisch-rätischen Limes zu ziehen.

Nach Abschluss der Rekonstruktion soll noch geklärt werden, ob man von einem Alemannenstamm im Jahr 259/260 n. Chr. und davor sprechen kann. Dabei soll auch der Aspektpunkt der alemannischen Ethnogenese, die einem Alemannenstamm logischerweise vorausgehen muss, nicht außer Acht gelassen werden.

II. Das Imperium Romanum von 235 - 259/260 n. Chr.

II. 1 Einordnung in den historischen Kontext: Die römische Reichskrise (235-284 n. Chr.)

Bei der römischen Reichskrise des 3. Jahrhunderts (235-284 n. Chr.) handelt es sich um eine Epoche in der römischen Kaiserzeit, die mit der Ermordung des Kaisers Alexander Severus und der damit endeten severischen Dynastie und der Ausrufung von Maximinus Thrax zum römischen Kaiser beginnt und erst mit dem zwanzigjährigen Herrschaftsantritt von Kaiser Diocletian endet.7

Ein wesentliches Merkmal der 49jährigen römischen Reichskrise ist die prekäre Lage an den römischen Reichsgrenzen. Diese wurden an mehren unterschiedlichen Stellen durch barbarische Aggressoren, die immer wieder versuchten ins Reichsgebiet einzudringen, permanent militärisch bedroht und verwickelten die römischen Legionen in ständige Abwehrkämpfe. Im Westen des Imperii Romani standen die Provinzen Raetia, Germania Superior und Germania Inferior unter ernsthafter Bedrohung. Am Niederrhein standen die Römer immer wieder den Franken entgegen, die Teile von Gallien in Atem hielten. Zugleich waren die Römer am Oberrhein damit beschäftigt die Alemannen zurückzuhalten, die immer wieder Plünderungszüge ins Reichsgebiet unternahmen und sogar bis nach Norditalien vordrangen.8 Keine bessere Lage zeichnete sich an der Donaugrenze ab. Dort waren es überwiegend die Goten, die den Römern trotzen. Immer wieder drangen diese auf die Balkaninsel vor und verwüsteten die illyrischen Provinzen. Im Jahr 262 stießen diese bis nach Ionien, Troas, Lydien und Phrygien vor.9 Neben den Goten, die gewissermaßen durch ihre Angriffe auch für andere Germanenstämme das Tor zu den römischen Provinzen geöffnet haben, wurden die Donauprovinzen auch von anderen Völkern heimgesucht. Den Karpen und Burgundern gelang es nach Kleinasien vorzustoßen. Im Jahr 256 mussten die bithynischen Städte Nikomedien, Nikaia und Prusa schwere Plünderungen hinnehmen.10 Auch die Heruler mischten in diesen Kämpfen mit. Sie stießen bis in die Peloponnesos vor. Athen, Korinth, Sparta und Argos wurden um 267 geplündert.11 Während die Barbaren im Westen und Nordosten das Imperium Romanum nicht zur Ruhe kommen lassen, formierte sich im Osten an der Euphratgrenze eine neuer aggressiver Gegner. In Parthien fiel Ardashir I. ein und stürzte im Jahr 226 n. Chr.12 den parthischen Großkönig Artabanos V., der zur Dynastie der Arsakiden gehörte. Die neue Dynastie der Sassaniden war darauf bedacht, dass die alten persischen Grenzen wiederhergestellt werden.13 Dazu bedurfte es aber der Annektierung der östlichen römischer Provinzen bis hin zum Ägäischen Meer. Es kam daher immer wieder zu Kämpfen in den römischen Provinzen Syria, Armenia und Mesopotamia14. Ein erster Angriff der neuen persischen Machthaber ereignete sich noch unter Alexander Severus.15 Einen zweiten Feldzug unternahm Gordian III. im Jahr 244.16 Unter Valerian wurde der 3. römisch­persische Kampf ausgefochten, der bis dahin eine der bittersten Niederlagen für das römische Heer war. Valerian geriet nach dem römischen Debakel in Gefangenschaft.17 Über Jahrzehnte hinweg sollte auch im Osten keine Ruhe einkehren. Erst unter Diocletian konnten die Konflikte gelöst werden.18 Die Konfrontationen an den römischen Reichsgrenzen hatten unübersehbare Folgen für die Grenzverteidigung am obergermanisch-rätischen Limes. Um immer wieder eine schlagkräftige Armee den eindringenden Germanenstämmen entgegen zu stellen, wurden oft starke römische Verbände von der Rhein- und Donaugrenze in die momentan hochbrisante Regionen verlegt.19

Ein weiteres bedeutendes Merkmal der römischen Reichskrise ist die massive innerrömische Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Gegenkaiser. Aufgrund der stetig angespannte Lage an den römischen Außengrenzen und der ständigen Bereitschaft des römischen Heeres die Provinzen im Westen und Osten gegen plündernde Völker zu verteidigen, gewinnt das Militär eine immer einflussreichere Stellung innerhalb des Imperii Romani.20 Die Folgen dieses Einflusszuwachses waren die Ausrufung von Feldherrn aus den Reihen ihrer Legionen zum römischen Kaiser. Diese sogenannten „Soldatenkaiser“- die Zeit der Soldatenkaiser wird oft synonym für die römische Reichskrise verwendet21 - verdanken ihre Kaiserwürde allein der Zustimmung ihrer Legionen und waren auf diese, um die Macht des Kaiser auszuüben, auch angewiesen. Sobald der Feldherr von seinen Truppen zum Kaiser ausgerufen wurde, konsultierte er den Senat mit der Bitte, ihn als neuen römischen Kaiser anzuerkennen.22 Dabei blieb dem Senat häufig nichts anderes übrig als die Bitte zu erfüllen, da der neu ernannte Kaiser den Rückhalt des Heeres genoss. In den 49 Jahren der römischen Reichskrise gab es 22 Kaiser23, die allesamt durch das Militär an die Macht kamen und die Anerkennung des Senats erhielten. Daneben gab es noch eine Reihe weitere römischer Kaiser24, die zwar vom Heer zum Kaiser erhoben wurden, aber nicht die Zustimmung des Senats erreichten. Die stetigen Herrscherwechsel, allein im Jahr 238 n. Chr. gab es 6 verschiedene Kaiser25, wirkte sich nachhaltig negativ auf die Verteidigung der römischen Außengrenzen aus. Hat ein vom Heer zum Kaiser ausgerufener Feldherr erstmals die Zustimmung des Senats erfahren, so war er der legitime römische Kaiser und musste seine Macht gegenüber anderen gleichzeitig erhobenen römischen Kaiser verteidigen.26 Dabei gingen die Soldatenkaiser, um ihren Konkurrenten zu beseitigen, militärisch vor. Sie schreckten nicht zurück, starke Truppenverbände aus hochbrisanten Regionen abzuziehen, um ihren Konkurrenten auszuschalten. Die Folgen dieser Aktionen waren nicht zu übersehen. Die Grenzgebiete wurden militärisch entblößt und boten den barbarischen Aggressoren unter besten Umständen, Plünderungen im Reichsgebiet vorzunehmen.

II.2 Die Der Untergang des obergermanisch-rätischen Limes (233-259/260 n. Chr.)

II.2.1 Erster größer Einfall unter Alexander Severus und Maximinus Thrax

Seit den 30er Jahren im 3. Jahrhundert kann man deutlich feststellen, dass die Grenzverteidigung am obergermanisch-rätischen Limes zunehmend schwächer wird. Die Stärke des Limes resultiert nicht primär aufgrund seiner Bauweise, sondern aufgrund der stationierten römischen Legionen im Hinterland27, die als Abschreckungs- und Vergeltungsinstrument fungierten und die Germanen davor abhalten sollte ins Reichsgebiet einzudringen. Da die Truppenstärke am Limes immer wieder vermindert wurden, um die Soldaten an anderen Stellen des Reiches Krieg führen zu lassen, wird der obergermanisch- rätische Limes immer wieder militärisch entblößt und die Verteidigung stark erschwert. Die deutlichen Folgen waren, dass es den Germanen immer wieder möglich war, den Limes zu durchdringen und sich ins römische Reichsgebiet zu begeben, um dort Plünderungszüge zu unternehmen. Ein solch erster großer Einfall ereignete sich unter dem jungen Kaiser Alexander Severus im Jahr 233. Dieser war im Osten des römischen Reiches mit den Sassaniden konfrontiert. Er begab sich daher mit starken Truppenverbänden der Rhein- und Donaugrenzen28 zur Euphratgrenze, um den persischen Gegner dort zu stellen. Den Germanen blieb dieser römische Truppenabzug nicht verheimlicht. Durch die militärische Schwächung der am obergermanisch-rätischen Limes stationierten Streitkräfte durften sie mit keinen größeren Vergeltungsmaßnahmen rechnen. Herodinanus berichtet von den Ereignissen: „Plötzlich beunruhigten Nachrichten und Briefe den Alexander und versetzten ihn in größerer Besorgnis; die mit der Verwaltung Illyriens Betrauten nämlich meldeten ihm, daß Germanen dabei seien den Rhein und die Donau zu überschreiten, das römische Reich zu verwüsten und die Lager, Städte und Dörfer an den Flußufem mit großer Streitmacht zu berennen;“29 Wie die Münzschätze zeigen, waren bei diesen Germaneneinfällen vor allem die Gebiete um Kempten betroffen. Daneben wurden auch die südlichen Gebiete der Provinz Germania Superior und die östlichen Gebiete in der Wetterau von den Germanen heimgesucht. Hingegen sind die Orte Augusta Vindelicum, Castra Regina und Mogontiacum nicht angegriffen worden.30 Hier nimmt man an, dass dort noch einige römische Truppenverbände stationiert waren, die die Germanen doch noch abschreckten, aber für großflächige Aktion nicht geeignet waren. Jedenfalls waren die römischen Streitkräfte bei diesem Germaneneinfall erheblich reduziert und dem Gegner nicht gewachsen, welcher eine besonders große Gefahr für das Römische Reich darstellte. Herodianus berichtet, dass das ganze römische Heer im Osten für den Kampf benötigt werde. „Also brauche man seine Gegenwart und das gesamte Heer, das mit ihm sei.“31 Völlig überrascht war Kaiser Alexander Severus daraufhin gezwungen den Perserfeldzug einzustellen32 und seine Streitmacht nach Norden abzukommandieren, obwohl dies nicht in seinem Sinne war, da er keinen Sieg gegen die Sassaniden errungen hatte. „Alexander gab also widerwillig und voll Unmut den Befehl zum Aufbruch, nur weil die dringende Notwendigkeit ihn dazu trieb...Er selbst zog in das Gebiet der Germanen mit den übrigen Truppen.“33 Dort angekommen, in Bretzenheim bei Mainz34, kam es zum Eklat, da Alexander Severus zögerte den Feldzug gegen die eingefallenen Germanen zu eröffnen. Er schickte zunächst Gesandte zu den Barbaren, um Friedensverhandlungen aufzunehmen. „Überdies beschloss er, eine Gesandtschaft zu den Germanen zu schicken und über Frieden zu verhandeln.“35 Diese Entscheidung sollte Alexander Severus Schicksal werden. Sein Vorgehen stößte bei seinen Truppen auf Unverständnis, haben sie doch schon gegen die Sassaniden keinen Sieg davongetragen und müssen nun auch noch gegen die Barbaren nachgeben. „Die Soldaten allerdings waren ärgerlich, daß eine sinnlose Verzögerung entstehe, und daß Alexander gar keine edle, tapfere Einstellung zum Krieg zeigte...“.36 Daraufhin wurde der junge Kaiser Alexander Severus von seinen eigenen Truppen ermordet.37 Als Nachfolger wählten die Truppen Maximinius Thrax zum Kaiser38, der als erster Soldatenkaiser in die römische Geschichte einging. Dieser konnte erst um 235/236 n. Chr.39, nachdem er auf die rechtsrheinische Seite übersetzte, mit äußerster Brutalität40 einen Sieg gegen die einfallenden Germanen erreichen. Höchst wahrscheinlich ereigneten sich unter Maximinus Thrax kurze Zeit später erneute Germaneneinfälle. Denn er zog an die mittlere Donau und bereitete im Winter 237/238 einen Feldzug gegen die Goten vor, die immer öfters zu einer bedeutenden Bedrohung wurden.41

[...]


1 Mehr dazu im Kapitel III.

2 Dio. LXXVII 13, 4-6.

3 Mehr dazu im Kapitel III.

4 Bakker, L.: Das Siegesdenkmal zur Juthungenschlacht des Jahres 260 n. Chr. aus Augusta Vindelicum, Stadt, Stadt Augsburg, Schwaben, in: Das archäologische Jahr in Bayern 1992, Stuttgart 1993, S.116.

5 Kuhn, H.; Jänichen, H.: Alemannen, in: Beck, Heinrich; Jankuhn, Herbert; Kuhn, Hans (hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Bd. 1, Berlin 1973, S.139.

6 Geuenich, Dieter: Die Geschichte der Alemannen, Stuttgart2 2005, S.22.

7 Brecht, Stephanie: Die römische Reichskrise von ihrem Ausbruch bis zu ihrem Höhepunkt in der Darstellung byzantinischer Autoren, in: Dietz, Karlheinz (hrsg.): Althistorische Studien der Universität Würzburg, Bd. 1, Leidorf 1999, S. 25.

8 Bengtson, Hermann: Römische Geschichte - Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr., München 1973, S.335; Hartmann, Felix: Reichskrise und Herrscherwechsel. Untersuchungen zu den Ursachen und Konsequenzen der Herrscherwechsel im Imperium Romanum der Soldatenkaiserzeit (3. Jh. n. Chr.), Frankfurt am Main; Bern 1982, S.41.

9 Bengtson, S.334.

10 ebenda, S.334.

11 Brecht, S.26.

12 Hartmann, S.40.

13 Grant, Michael: Das Römische Reich am Wendepunkt. Die Zeit von Mark Aurel bis Konstantin, München 1984, S.28f.

14 ebenda, S.29; Brecht, S.28.

15 Zon. 12, 15-16.

16 Brecht, S.28.

17 Brecht, S.241.

18 Brecht, S.28.

19 Schallmayer, E.; Becker, M.: Limes, in: Beck, Heinrich; Geuenich, Dieter; Steuer, Heiko (hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Bd. 18, Berlin, New York2 2001, S.423f.

20 Brecht, S.28f.

21 Brecht, S.25.

22 Grant, S.15.

23 Bengtson, S.332.

24 Hartmann, S.63.

25 ebenda, S.63.

26 Auseinandersetzungen traten bei Gallus, Aemilianus, Valerianus sowie Gallienus auf.

27 Geuenich, S.21.

28 Schallmayer, Becker, S.423.

29 Herod., VI, 7, 2.

30 Schmidt, Michael: Der Donau- und raetische Limes in Südwestdeutschland, o. O, o. J., S.67.

31 Herod., VI, 7, 3.

32 Böttger, Burkhard; von Bülow, Gerda, u.a.: Die Römer an Rhein und Donau, Berlin3 1975, S.73.

33 Herod., VI, 7, 5.

34 Böttger, von Bülow, S.74.

35 Herod., VI, 7, 9; Die Römer an Rhein und Donau, S.74.

36 Herod., VI, 8, 3.

37 Zos. I, 13, 2 Zosimos spricht von Selbstmord, den Alexander beging, als er bemerkte, dass er bei der Flucht nach Rom seinen Truppen nicht entkommen konnte.

38 Hist. Aug., Maximine Duo, VII.

39 Schallmyer, Becker, S.424; Schmidt, S.68.

40 Johne, Klaus-Peter; Hartmann, Udo; Gerhardt, Thomas (hrsg.): Die Zeit der Soldatenkaiser, Bd. 1, Berlin 2008, S.166; Hist. Aug. , Maximine Duo XI, 7-6.

41 Alföldi, Andreas: Studien zur Geschichte der Weltkrise des 3. Jahrhunderts nach Christus, Darmstadt 1967, S.314; Böttger, von Bülow, S.78.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Die Alemannen bis zum Jahr 259/260 n. Chr.
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
31
Katalognummer
V163087
ISBN (eBook)
9783640770793
ISBN (Buch)
9783640771202
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alemannen, Römische Reichskrise, Soldatenkaiser, Limes, Ethnogenese
Arbeit zitieren
Bastian Keller (Autor), 2009, Die Alemannen bis zum Jahr 259/260 n. Chr., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163087

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