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Auseinandersetzungen mit der Darstellungsweise der Frau im Werk Edgar Degas`

Title: Auseinandersetzungen  mit der Darstellungsweise der Frau  im Werk Edgar Degas`

Term Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Müller (Author)

Art - Painting
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Die vorliegende Hausarbeit wurde im Rahmen des Hauptseminars Impressionismus unter der Leitung von Dr. phil. habil. Beatrix Nobis erarbeitet. Ich habe mich entschieden, meine Hausarbeit über das Frauenbild bei Degas zu schreiben, weil es mir gefällt, dass er nie versuchte, die Porträtierte in ihren Goldstunden zu zeigen, sondern vielmehr den gewissen Moment der vermeintlichen Unbeobachtetheit, den Moment vor dem eigentlichen Ereignis zu zeigen. Er versucht nicht, ein Individuum in der Perfektion seiner selbst zu zeigen, er zeigt sie vielmehr die ehrliche, ungeschliffene Wahrheit, die vielerlei Ebenen besitzt. Der Maler wollte seine individuelle Sicht der Wirklichkeit zum Ausdruck bringen. Es war die Zeit, als der Impressionismus aufkam, als Degas seine künstlerische Tätigkeit begann. Er ließ sich von dieser Stilrichtung zwar beeinflussen, jedoch entwickelte er eine eigene Bildkomposition, die er insbesondere durch Farb- und Lichtwirkungen auslegte. Er stellte sich gegen alte Kompositionsschemata und wollte sich keinen gewohnten Konventionen beugen. Sein Ziel war es, dass Flüchtigkeit und Konstruktion, Schein und Wahrheit, Fiktion und Desillusion ununterscheidbar werden1 . Degas war ein Großstadtmensch. Es war sein Bedürfnis, von Menschen, vom urbanen Leben umgeben zu sein, stets musste er, der Psychologe, Menschen beobachten können.2 Insbesondere Frauen stellte er mit Vorliebe dar, sie waren für ihn ein ideales Studienobjekt, obgleich er selbst nie verheiratet war. Warum ich selbst nie geheiratet habe? (…) Da ist die Liebe und da die Malerei. Und wir haben doch nur ein Herz.3 Das leidenschaftliche Verhältnis zu Frauen beschränkt sich auf seine künstlerische Auseinandersetzung mit ihnen. Auf die bei den Impressionisten gebräuchlichen Naturdarstellungen verzichtete er fast ausschließlich. Zwar bediente er sich der Pleinair-Malerei, doch liegt der Fokus in der menschlichen Interaktion.
Die Langeweile überkommt mich rasch beim Betrachten der Natur. - Ich habe kein Verlangen, nach der Natur zu zeichnen. 4 Der Augenmerk dieser Arbeit liegt auf der subtilen Beobachtungsgabe, die Edgar Degas bei der Frauen-Darstellung zugrunde legt. Da der Schwerpunkt auf seinem künstlerischen Schaffen liegt, werden biografische Daten nur peripher behandelt, bzw. lediglich dann erwähnt, wenn es für die Auseinandersetzung eines bestimmten Werkes relevant erscheint.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Frauen der Arbeit

II.I Die Büglerinnen

II.II Die Wäscherinnen

II.III Die Prostituierten

III. Frauen der Bühne

III.I Balletttänzerinnen

III.II Sängerinnen

IV. Frauen im Alltag

IV.I Augenblicke der Freude

IV.II Melancholische Momente

V. Frauen bei der Toilette

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die künstlerische Auseinandersetzung von Edgar Degas mit der Darstellung der Frau in seinem Werk, wobei der Fokus auf der subtilen Beobachtungsgabe und der psychologischen Tiefe seiner Porträts liegt. Die Autorin analysiert, wie Degas jenseits konventioneller Idealisierung den Moment des alltäglichen, oft unbemerkten Lebens einfängt.

  • Analyse der sozialen Facetten der Frau in Degas' Werk (Arbeiterinnen, Tänzerinnen, Alltagsszenen).
  • Untersuchung der psychologischen Wirkung und der besonderen Licht- und Farbgestaltung.
  • Betrachtung von Degas' Entwicklung von der Malerei hin zu Pastell und Fotografie.
  • Dekonstruktion des Frauenbildes zwischen Realität, Melancholie und künstlerischer Inszenierung.

Auszug aus dem Buch

II.I Die Büglerinnen

Degas` erstes Bild, welches sich mit dem Sujet der Büglerin beschäftigt, entstand 1869. Es zeigt das Berufsmodell Emma Daubigny, welche mitten in der Bewegung inne hält und den Betrachter anschaut. Ihr Blick wirkt müde und leer. Die unvollendeten Linien der skizzierten Arme verdeutlichen, dass der kurze Moment des Ausspannens im nächsten Augenblick durchbrochen werden kann. Das Gesicht der Büglerin ist als einziges Bildelement in detail ausgeführt, Körper, Bügeltisch und die Wäschelaken wirken verschwommen, der Fokus liegt ihrem Gesichtsausdruck.

In DIE BÜGLERIN wird nichts beschönigt, die hängenden Wäschestücke im Hintergrund zeigen ihr Arbeitsumfeld, die anstrengende Welt einer Büglerin im Paris des endenden 19. Jahrhunderts. Sie wird quasi von ihrer Welt umrahmt und eingenommen, die Reinigung der Wäsche bestimmt ihren Lebensunterhalt. Edgar Degas sucht in Bildern wie diesen hintergründige Einblicke in einen die Grenzerfahrungen eines fremden Alltags, er ist interessiert an den Nachtseiten des großstädtischen Lebens.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Autorin legt dar, dass sie den Fokus ihrer Analyse auf Degas' Fähigkeit zur subtilen Beobachtung legt, anstatt biographische Daten in den Vordergrund zu rücken.

II. Frauen der Arbeit: Dieser Abschnitt beleuchtet die Darstellung hart arbeitender Frauen, von Büglerinnen bis hin zu Prostituierten, wobei der Fokus auf dem sozialen Realismus und der Müdigkeit des Alltags liegt.

III. Frauen der Bühne: Hier werden die Balletttänzerinnen und Sängerinnen untersucht, wobei Degas' Interesse an der Entzauberung des glamourösen Bühnenlebens und der Konzentration auf intime, oft ungeschönte Momente hinter den Kulissen hervorgehoben wird.

IV. Frauen im Alltag: Dieser Teil betrachtet Frauen in privateren oder freizeitorientierten Kontexten, wobei der Kontrast zwischen freudigen Momenten und melancholischer Entfremdung herausgearbeitet wird.

V. Frauen bei der Toilette: Die Analyse der Aktstudien verdeutlicht Degas' Streben nach einer präzisen, beinahe voyeuristischen Erfassung des Körpers in unbeobachteten Momenten.

VI. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Degas ein vielfältiges, nicht idealisiertes Frauenbild geschaffen hat, das durch eine tiefgründige, sozialkritische Beobachtungsgabe geprägt ist.

Schlüsselwörter

Edgar Degas, Impressionismus, Frauenbild, Malerei, Pastell, Alltagsszenen, Paris, Porträtkunst, Realismus, Psychologie, Aktstudien, Bühnenleben, Sozialkritik, Darstellung, Lichtwirkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die künstlerische Darstellung der Frau im Werk von Edgar Degas und wie er soziale Schichten sowie intime Momente fernab der klassischen Idealisierung festhält.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt verschiedene Lebenswelten ab: arbeitende Frauen, Bühnenkünstlerinnen wie Tänzerinnen und Sängerinnen, Alltagsszenen und die Aktmalerei.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Degas' subtile Beobachtungsgabe dazu dient, psychologische Tiefen und die Realität hinter dem Schein urbanen Lebens sichtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse der Werke, gestützt durch Literaturrecherche und die Interpretation spezifischer Bildkompositionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden exemplarische Werke von Degas in thematischen Kapiteln eingehend interpretiert und in ihren historischen sowie künstlerischen Kontext eingeordnet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Realismus, Beobachtungsgabe, Entfremdung, Melancholie, Impressionismus und die soziale Vielfalt der Frauenbilder bei Degas.

Wie unterscheidet sich Degas' Darstellung von Tänzerinnen von der traditionellen Sichtweise?

Anstatt die Ballerina als ätherisches, ideales Wesen darzustellen, zeigt Degas sie oft in ermüdeten, ungeschickten oder privaten Posen hinter den Kulissen, was ihre menschliche Realität betont.

Welche Bedeutung spielt das Licht in Degas' Werk laut der Autorin?

Das Licht fungiert nicht nur als optisches Element, sondern als atmosphärisches Mittel, das dramatische Schatten wirft und die psychologische Stimmung der dargestellten Personen unterstreicht.

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Details

Title
Auseinandersetzungen mit der Darstellungsweise der Frau im Werk Edgar Degas`
College
University of Hildesheim
Grade
1,3
Author
Sarah Müller (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V163149
ISBN (eBook)
9783640782413
ISBN (Book)
9783640782581
Language
German
Tags
Auseinandersetzungen Darstellungsweise Frau Werk Edgar Degas`
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Müller (Author), 2009, Auseinandersetzungen mit der Darstellungsweise der Frau im Werk Edgar Degas`, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163149
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