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Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Bildungsniveau und dem Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung?

Titel: Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Bildungsniveau und dem Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung?

Seminararbeit , 2010 , 27 Seiten , Note: 1

Autor:in: Natalie Beißmann (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Bildungsniveau der Wiener Wohnbevölkerung, vor allem jenes der Frauen, ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen und es zeichnet sich ab, dass sich dieser Trend weiterhin fortsetzt. Der Anteil jener Personen die lediglich über einen Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung verfügen hat sich zwischen 1981 und 2008 um 15,6 Prozentpunkte verringert. Im Gegenzug hat sich die Anzahl der Tertiärabschlüsse im selben Zeitraum fast verdreifacht. Verfügten im Jahr 1981 nur 7,8 % der WienerInnen über einen Tertiärabschluss, so waren es 2008 bereits 22,3 %. Allerdings lag auch im Jahr 2008 das Bildungsniveau der Frauen immer noch unter dem der männlichen Wohnbevölkerung.

Beim Einkommen zeigt sich, dass Frauen immer noch rund ein Drittel weniger Verdienen als Männer. Einerseits liegt dies daran, dass mehr Frauen als Männer Teilzeit und in Niedrig-Lohnbranchen arbeiten. Andererseits bleiben Spitzenpositionen Frauen oft verwehrt. Weiters sind in Bezirken mit hohem Bildungsniveau die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Jahresdurchschnittsnettoeinkommen überdurchschnittlich groß.

Es kann gesagt werden, dass das Bildungsniveau und das Jahresdurch-schnittsnettoeinkommen miteinander korrelieren. In jenen Wiener Gemeindebezirken in denen das Bildungsniveau überdurchschnittlich hoch war konnte auch ein über dem Durchschnitt liegendes Jahresnettoeinkommen vorgewiesen werden. Umgekehrt herrscht in ein-kommensschwachen Bezirken ein eher niedriges Bildungsniveau vor.
Damit berühren wir den Aspekt, dass durch ein hohes Bildungsniveau sich die Chancen auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz erhöhen. Andererseits führt ein niedriges Bildungsniveau zu weniger Perspektiven am Arbeitsmarkt. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit eine weniger gut bezahlte Arbeit anzunehmen.

Bildung ist der Schlüssel zur Tür der gut bezahlten und hoch qualifizierten Arbeit!

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Was ist eine Stadt?

3. Die Stadt Wien

4. Bildungsniveau der Wiener Bevölkerung

4.1. Wien ist anders

4.1.1. Reifeprüfungsquote

4.1.2. Studienquote

4.2. Bildungsniveau der Wiener Wohnbevölkerung nach Gemeindebezirken im Jahr 2001

4.3. Anstieg des Bildungsniveaus

4.4. Geschlechtsspezifische Unterschiede im Bildungsniveau

5. Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung

5.1. Brutto vs Netto

5.2. Jahesdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung nach Gemeindebezirken

5.3. Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede im Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung?

6. Armut in städtischen Räumen

7. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau und dem Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung im Zeitraum von 2001 bis 2008. Dabei wird analysiert, ob eine Korrelation zwischen der formalen Bildung und dem ökonomischen Erfolg der Einwohner besteht und welche Rolle geschlechtsspezifische Unterschiede dabei spielen.

  • Historische Entwicklung des Bildungsniveaus in Wien
  • Strukturelle Unterschiede des Bildungsniveaus nach Gemeindebezirken
  • Analyse des Jahresdurchschnittseinkommens der Wiener Bevölkerung
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Differenzen bei Bildung und Einkommen
  • Armutsaspekte in städtischen Lebensräumen

Auszug aus dem Buch

4.1. Wien ist anders

In der Bundeshauptstadt liegt das Bildungsniveau weit über dem österreichischen Durchschnitt. Diese Tatsache wird auch durch das aktuelle Bildungsverhalten der Wiener Bevölkerung untermauert. Im Jahr 2008 besaßen 13,8 % der Österreicher zwischen 25 und 65 Jahren einen Tertiärabschluss, in Wien hingegen waren es 22,3 %. (Bönisch et. al., 2010)

Die Autoren haben festgestellt, dass im Bundesländervergleich der Anteil an unter 20-Jährigen mit 19,4 % etwas unterdurchschnittlich ist. Allerdings muss man beachten, dass dieser Anteil in den letzten Jahren ziemlich stabil blieb und in den anderen Bundesländern oftmals starke Rückgänge zu verzeichnen waren. (Bönisch et. al., 2010)

Ebenfalls blieb in Wien die Anzahl der Erstklässler/Innen zwischen den Schuljahren 1998/1999 und 2008/2009 als einziges Bundesland konstant. Dies geht aus der Graphik von Seite 7 hervor. In allen anderen Bundesländern hatte man starke Rückgänge zu verzeichnen. In der Bundeshauptstadt hat eine Volksschulklasse durchschnittlich 22,6 Kinder. Im Bundesländervergleich ist das relativ viel.

In der Unterstufe der allgemein bildenden höheren Schulen (kurz AHS genannt) und den Hauptschulen sind die Schülerzahlen bis Ende der 1980er-Jahre beachtlich gesunken. Waren es im Schuljahr 1980/1981 noch 72.768 Schüler/Innen die eine der beiden Schulformen besuchten, so waren es im Schuljahr 1989/1990 nur mehr noch rund 50.000 Schüler/Innen. Jedoch steigen die Schülerzahlen seit Anfang der 1990er-Jahre wieder an. (Bönisch et. al., 2010) Auf die Gründe des Rückgangs gehen die Autoren nicht näher ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Kurze Zusammenfassung der Hauptergebnisse, die eine positive Korrelation zwischen Bildungsniveau und Einkommen feststellt.

2. Was ist eine Stadt?: Erläuterung der Schwierigkeiten bei der Definition des Stadtbegriffs und Vorstellung verschiedener Kriterien zur Klassifizierung von Siedlungen.

3. Die Stadt Wien: Historischer und geographischer Überblick über die Stadt Wien und deren strukturelle Untergliederung in 23 Gemeindebezirke.

4. Bildungsniveau der Wiener Bevölkerung: Analyse der Bildungssituation in Wien, inklusive historischer Vergleiche, Bezirksanalysen und geschlechtsspezifischer Differenzen.

5. Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung: Definition relevanter Einkommensbegriffe sowie Analyse der Einkommensverteilung auf die Wiener Gemeindebezirke unter Berücksichtigung des Geschlechts.

6. Armut in städtischen Räumen: Diskussion der Definition von Armut und deren Auswirkungen auf soziale Kontakte und räumliche Segregation in städtischen Umgebungen.

7. Conclusio: Zusammenführung der Ergebnisse, die den Bildungsstand als entscheidenden Faktor für berufliche Perspektiven und das Einkommensniveau bestätigt.

Schlüsselwörter

Wien, Bildungsniveau, Jahresdurchschnittseinkommen, Korrelation, Gemeindebezirke, Tertiärabschluss, Geschlechtsunterschiede, Arbeitsmarkt, Armut, Humankapital, Stadtentwicklung, Statistik, Einkommensarten, Bildungsbeteiligung, Soziale Segregation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der schulischen/akademischen Bildung und dem durchschnittlichen Jahreseinkommen der Einwohner von Wien im Zeitraum 2001 bis 2008.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind das Bildungsniveau in verschiedenen Bezirken, die Einkommensstruktur nach Bezirken, geschlechtsspezifische Unterschiede bei Bildung und Gehalt sowie die soziale Komponente von Armut in der Stadt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, empirisch aufzuzeigen, ob ein höheres Bildungsniveau mit einem höheren Einkommen in der Wiener Bevölkerung korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin verwendet eine deskriptive statistische Analyse, basierend auf Sekundärdaten von Institutionen wie der Statistik Austria und dem Stadtentwicklungsplan der Stadt Wien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bildungssituation (inklusive Quoten wie Reifeprüfung und Studium) und die Analyse der Einkommensverhältnisse (brutto/netto, Bezirksvergleich und Geschlechterdifferenzen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wien, Bildungsniveau, Einkommen, Korrelation, geschlechtsspezifische Unterschiede, Humankapital und städtische Strukturen.

Wie unterscheiden sich die Wiener Gemeindebezirke in Bezug auf das Einkommen?

Es zeigen sich deutliche Unterschiede: Bezirke wie die Innere Stadt oder Hietzing weisen ein überdurchschnittliches Nettoeinkommen auf, während andere Bezirke wie Fünfhaus oder Favoriten deutlich niedrigere Durchschnittswerte erzielen.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei den untersuchten Faktoren?

Es bestehen signifikante Unterschiede: Männer verdienen im Durchschnitt deutlich mehr als Frauen, wobei dieser Gehaltsunterschied in einkommensstarken Bezirken oft sogar noch stärker ausgeprägt ist.

Wie begründet die Autorin das Bildungsgefälle zwischen Frauen und Männern?

Die Autorin führt dies unter anderem auf die geschlechtsspezifische Berufswahl und gesellschaftliche Hürden (wie die "Gläserne Decke") zurück, betont jedoch, dass Frauen im akademischen Bereich stark aufgeholt haben.

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Details

Titel
Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Bildungsniveau und dem Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung?
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Anthropologie)
Veranstaltung
300024 VO+SE Einführung in wissenschaftliches Lesen und Schreiben - Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit
Note
1
Autor
Natalie Beißmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V163174
ISBN (eBook)
9783640773275
ISBN (Buch)
9783640773282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jahresdurchschnittseinkommen Wien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalie Beißmann (Autor:in), 2010, Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Bildungsniveau und dem Jahresdurchschnittseinkommen der Wiener Bevölkerung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163174
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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