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Kindeswohl und Elternrechte und -pflichten

Title: Kindeswohl und Elternrechte und -pflichten

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Veronika Weigel (Author)

Pedagogy - Family Education
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Summary Excerpt Details

Im Seminar „Moderne Kindheiten“ wurden viele Aspekte unter dem Schwerpunkt der Kindheit angesprochen und bearbeitet. Diese Themen haben mich aber weiterführend auf andere Fragen gebracht. Mich beschäftigen die Fragen: Was ist mit dem Wohl des Kindes? Wer ist verantwortlich für das Wohl des Kindes? Und welche Rechte und Pflichten haben die Kinder?

Um diese Fragen zu beantworten, haben ich mich für meine Hausarbeit das Thema Kindeswohl und Elternrechte- und pflichte ausgesucht. Elternrechte –und pflichte gehören unzertrennlich zu der Auseinandersetzung mit dem Wohl des Kindes. Da die Eltern die Hauptverantwortlichen für das Wohl ihres Kindes sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Elternrecht und die elterliche Sorge

2.1 Die Elternrechte und –pflichten ( Artikel 6 GG)

2.2 Die elterliche Sorge ( § 1626 BGB)

2.2.1 § 1626 BGB: Grundsätze der elterlichen Sorge

2.2.2 Inhalt und Grenzen der Personensorge: § 1631 BGB als inhaltliche Ergänzung zu § 1626

3. Kindeswohl

3.1 Begriffsdefinition Kindeswohl

3.2. Inhalte des Kindeswohls gem. § 1666 BGB

3.2.1 Kindeswohl aus psychosozialer Sicht

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der verfassungs- und zivilrechtlichen Ausgestaltung des Elternrechts im Verhältnis zum staatlichen Wächteramt sowie der Definition und Sicherung des Kindeswohls. Ziel ist es, die rechtlichen Grundlagen der elterlichen Sorge und deren Grenzen bei Kindeswohlgefährdung zu analysieren.

  • Verfassungsrechtliche Verankerung des Elternrechts (Art. 6 GG)
  • Strukturen und Pflichtcharakter der elterlichen Sorge (§ 1626 BGB)
  • Inhalte und Grenzen der Personensorge (§ 1631 BGB)
  • Rechtliche Definition und psychosoziale Dimension des Kindeswohls
  • Staatliche Interventionsmöglichkeiten bei Kindeswohlgefährdung (§ 1666 BGB)

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsdefinition Kindeswohl

In den Vorschriften des Familienrechts im BGB und im SGB VIII taucht immer wieder der Begriff des Kindeswohls auf. Die Bedeutung des Kindeswohls liegt in der Entwicklungsförderung und Erziehung eines Kindes zu einer gemeinschaftsfähigen und eigenverantwortlichen Person. Das ist in § 1 Abs. 1 SGB VIII als Recht eines jeden jungen Menschen festgeschrieben. Hierbei entscheiden lediglich die Belange des Kindes. Die moralischen Anrechte von Eltern finden keine Beachtung.

DETTENBORN beschreibt den Begriff des Kindeswohls aus wissenschaftstheoretischer Sicht als definitorische Katastrophe. Die Beschreibung begründet er mit der Tatsache, dass der Begriff als rechtlicher Schlüsselbegriff dient, aber an keiner Stelle im rechtlichen Regelwerk genau definiert ist. Somit ist der Begriff zu ungenau für eine klare Orientierung und Auslegung. Der Maßstab richtet sich hier am richterlichen Wohlwollen. Weiter kommt der Kindeswohlbegriff in mehreren Gebrauchskontexten vor und soll damit verschiedenen Zielen und Anforderungen dienen.

Des Weiteren ist das Kindeswohl kein empirischer Begriff mit beobachtbaren Faktoren, sondern ein hypothetisches Konstrukt. Zum besseren Verständnis soll, in Anlehnung an DETTENBORNS Ausführungen, der Kindeswohlbegriff näher beleuchtet werden. Aus juristischer Sicht ist der Kindeswohlbegriff ein unbestimmter Rechtsbegriff. Trotzdem bleibt das Kindeswohl Kernpunkt von „[…] gerichtlichen Entscheidungen, Jugendamtsaktivitäten, Sachverständigen Gutachten, Verfahrenspflegschaften, Umgangsbegleitungen usw.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin, sich im Rahmen des Seminars „Moderne Kindheiten“ mit der Verantwortung für das Wohl des Kindes sowie den Rechten und Pflichten von Eltern auseinanderzusetzen.

2. Das Elternrecht und die elterliche Sorge: Dieses Kapitel erörtert die verfassungsrechtliche Stellung des Elternrechts gemäß Art. 6 GG und detailliert die gesetzlichen Regelungen zur elterlichen Sorge (§ 1626 BGB) sowie deren inhaltliche Grenzen (§ 1631 BGB).

3. Kindeswohl: Hier wird der unbestimmte Rechtsbegriff des Kindeswohls definiert, seine rechtliche Bedeutung im Kontext von § 1666 BGB erläutert und aus einer psychosozialen Perspektive hinsichtlich kindlicher Grundbedürfnisse analysiert.

Schlüsselwörter

Kindeswohl, Elternrecht, elterliche Sorge, Personensorge, Kindeswohlgefährdung, Grundgesetz, BGB, Erziehung, staatliches Wächteramt, Kinderschutz, Grundbedürfnisse, Deprivation, Familienrecht, SGB VIII, Sorgerecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Elternrecht, der elterlichen Sorge und dem staatlichen Schutzauftrag für das Kindeswohl.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die elterliche Erziehungspflicht nach Art. 6 GG, die Ausgestaltung der Personensorge im BGB und die Definition sowie Sicherung des Kindeswohls.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären, unter denen Eltern ihr Erziehungsrecht ausüben, und aufzuzeigen, wann der Staat zum Schutz des Kindeswohls intervenieren darf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung juristischer Kommentare und gesetzlicher Vorschriften (BGB, GG, SGB VIII).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der elterlichen Sorge als Pflichtrecht, die Konkretisierung der Personensorge sowie eine detaillierte Erörterung des Kindeswohlbegriffs aus rechtlicher und psychosozialer Sicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kindeswohl, elterliche Sorge, staatliches Wächteramt und Erziehungsrecht definiert.

Welche Bedeutung hat § 1631 BGB für die Erziehung?

§ 1631 BGB konkretisiert die Personensorge und setzt die rechtliche Grenze für Erziehungsmaßnahmen, insbesondere durch das explizite Verbot von körperlichen Bestrafungen und entwürdigenden Maßnahmen.

Warum wird der Begriff des Kindeswohls als "definitorische Katastrophe" bezeichnet?

Weil der Begriff als zentraler Rechtsbegriff verwendet wird, jedoch im Gesetzestext keine präzise, empirisch messbare Definition besitzt und somit maßgeblich vom richterlichen Ermessen abhängt.

Wie definiert die Autorin die Grundbedürfnisse eines Kindes?

Basierend auf psychologischer Fachliteratur werden Bereiche wie Liebe und Zuwendung, stabile Bindung, Ernährung, Gesundheit sowie Schutz vor Ausbeutung und Bildung als essenzielle Voraussetzungen für das Kindeswohl hervorgehoben.

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Details

Title
Kindeswohl und Elternrechte und -pflichten
College
University of Osnabrück  (Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Course
Seminar: Moderne Kindheiten
Grade
1,7
Author
Veronika Weigel (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V163180
ISBN (eBook)
9783640792580
ISBN (Book)
9783640793044
Language
German
Tags
Kindeswohl Elternrechte Vernachlässigung Missbrauch Grundbedürfnisse Gesetze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Weigel (Author), 2006, Kindeswohl und Elternrechte und -pflichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163180
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