Die Freiheit der Städte Nürnberg und Straßburg

Vergleichende Betrachtung der städtischen Freiheiten im Hinblick auf die Beziehung zum Kaiser und Reich im 16./17. Jahrhundert


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

43 Seiten, Note: gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zwischen poetischer Verklärung und parasitärer Wirklichkeit – Die Freiheit der Städte Nürnberg und Straßburg in der Beziehung zum Reichsoberhaupt Einleitung

2. Die Städte Nürnberg und Straßburg im 16./17. Jahrhundert Hauptteil
2.1. Terminologische Abgrenzung der Freien und Reichsstadt
2.2. Die Erlangung der Freiheit – Städtische Entwicklung im Mittelalter
2.2.1. Nürnberg – Das Zentrum Europas sowie Deutschlands
2.2.2. Straßburg – Von der bischöflichen Kontrolle zur Autonomie
2.3. Das Stadtregiment als innerstädtische Manifestation der äußeren Freiheiten
2.3.1. Regierung der städtischen Elite – Nürnberger Patriziat am Vorabend der Reformation
2.3.2. Straßburg als Paradebeispiel einer historisch gewachsenen, besseren Verfassung?
2.3.3. Die Ruhe vor dem Sturm – Versuch einer Zwischenbilanz
2.4. Die Politik gegenüber Kaiser und Reich zwischen 1525 und
2.4.1. Karl V. als Auftakt einer widersprüchlichen Regierungsform – Der Kaiser im Reich
2.4.2. Reformation und Dreißigjähriger Krieg als Bewährungsproben der städtischen Freiheit
2.4.2.1. Nürnbergs politischer Wankelmut während Reformation und Dreißigjährigem Krieg
2.4.2.2. Von der Romanae ecclesiae semper devota zur französisch königlichen Freistadt

3. Ein gleichberechtigtes Zusammenleben oder ein schmarotzerhaftes Mästen? Zusammenfassung und Fazit

4. Literaturverzeichnis

5. Abkürzungsverzeichnis

1. Zwischen poetischer Verklärung und parasitärer Wirklichkeit – Die Freiheit der Städte Nürnberg und Straßburg in der Beziehung zum Reichsoberhaupt Einleitung

„Augsburger Pracht, Venediger Macht, Nürnberger Witz, Straßburger G´schütz,

Und Ulmer Geld, Regieret die Welt.“ 1

Die Städte, die in diesem kurzen Poem des beginnenden 16. Jahrhunderts Erwähnung finden, vereinen bestimmte Charakteristika, die die politischen und gesellschaftlichen Machtmittel der Frühen Neuzeit darstellen. Die Augsburger Pracht spielt zweifellos auf die im Mittelalter entstandenen Sakralbauten an, die bis zum heutigen Tag den Charme und das Prestige der Stadt ausmachen und auf die hohe Frömmigkeit der Erbauer verweisen; mit der Venediger Macht würdigt der unbekannte Poet die wirtschaftliche Bedeutsamkeit der Handelsmetropole an der Adria; in eben diesem ökonomischen Verstehenshorizont ist ebenso das Ulmer Geld zu verstehen, womit auf das reichlich geprägte Münzgeld der Stadt und das florierende Bankwesen verwiesen wird. In den nachfolgenden Ausführungen soll es jedoch um die Städte Nürnberg und Straßburg gehen.

Auch wenn die Vermutung naheliegt den Nürnberger Witz mit einer komödiantischen Neigung, einem regen kulturellen Leben und mit profanen Vergnügungen in Verbindung zu bringen, meint der Autor wohl eher die Gewitztheit der Nürnberger Bevölkerung, d.h. die Fähigkeit, Ideen gewinnbringend umzusetzen. Durch die „[…] zentrale Lage innerhalb des europäischen Verkehrsnetzes und eine hohe Konzentration kluger Köpfe […]“2 hatte Nürnberg dazu die denkbar besten Voraussetzungen. Mit den Straßburgern Geschützen versinnbildlicht der Autor die Wehrfähigkeit und die strategische Wichtigkeit der elsässischen Stadt. „Mit seinen Mauern, Türmen und gedeckten Brücken [übernahm Straßburg] die Wacht am Rhein.“3 Diese Gegebenheiten verdankten sich dem scheinbar symbiotischen Verhältnis zwischen Reichsoberhaupt und städtischer Führung. Ausgestattet mit bestimmten Rechten und Privilegien, welche vom Kaiser verliehen wurden, konnten die Städte expandieren und wurden dadurch zu eigenständigem politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Handeln befähigt. Dieses Handeln wiederum kam dem Kaiser und dem Reich zugute, worauf von herrschaftlicher Seite aus mit neuen Rechten geantwortet wurde. Beide Städte – bedeckt man ihre Titulatur als Freie und Reichsstadt – waren lange Zeit Nutznießer dieser Symbiose. Sie konnten „frei“ und weitgehend „selbstständig“ im Rechtsverband des Heiligen Römischen Reiches agieren.

Doch waren Witz und Geschütz wirklich ausreichend, um die städtische Freiheit auf Dauer zu gewährleisten oder sollte man sie vielmehr als prophetische Vorwegnahme des unabwendbaren Niederganges verstehen, der sich bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts abzuzeichnen begann?

In den konfessionellen und politischen Wirren jener Zeit, die im Dreißigjährigen Krieg kulminierten und die den gesamten europäischen Kontinent erfassten, verloren beide Städte schrittweise ihre Freiheiten. Die unbedingte Treue gegenüber dem deutschen Kaisertum während der Phase religiöser Neufindung und die wankelmütige Bündnispolitik des Rats – beide Verhaltensweisen ließen die poetisch gelobte Gewitztheit in einen schieren Aberwitz aufgehen – manövrierten Nürnberg bis 1648 in das politische Abseits. Auch die Wehrfähigkeit Straßburgs, die sich an der Wende zum 17. Jahrhundert bereits als Unnachgiebigkeit manifestiert hatte, konnte nicht verhindern, dass die Stadt 1681 unter französische Gewalt geriet.

Wie „frei“ und „selbstständig“ waren die Städte Nürnberg und Straßburg wirklich in der Frühen Neuzeit; worauf gründete sich diese Freiheit bzw. diese Freiheiten und warum waren sie scheinbar nicht stabil genug, um aus den Wirren der Zeit unbeschadet hervorzugehen? Weshalb griffen der Kaiser und die Reichsinstanzen nicht ein, um den Niedergang beider Städte zu verhindern? Waren Reich und Kaiser überhaupt zum Schutz der Städte in der Lage oder waren sie vielmehr ein Teil der Probleme, die Nürnberg und Straßburg zu Fall brachten?

In den nachfolgenden Ausführungen, die versuchen auf diese Fragen Antworten zu finden, soll die These vertreten werden, dass es zwischen den Instanzen Stadt und Kaiser nur dann eine gleichberechtigte und beiderseitig vorteilhafte Partnerschaft gab, solange die Situation im Reich stabil blieb. Verschoben sich jedoch die äußeren Bedingungen, wandelte sich die Beziehung zwischen dem Kaiser und den ihm unterstellten Städten sehr schnell. Aus einem symbiotischen wurde dann ein parasitäres Verhältnis, das den schwächeren Wirt bis zum politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Tode auslaugen konnte.

2. Die Städte Nürnberg und Straßburg im 16./17. Jahrhundert Hauptteil

Bevor jedoch in das eigentliche Thema eingestiegen werden kann, erscheint zu Beginn eine terminologische Differenzierung der unterschiedlichen Stadttypen sowie eine Beleuchtung der jeweiligen städtischen Vorgeschichte angebracht zu sein.

2.1. Terminologische Abgrenzung der Freien und Reichsstadt

„Aus politischer und verfassungsrechtlicher Sicht bildeten die Reichsstädte die wichtigste Gruppe unter den […] deutschen Kommunen.“4 Unter dem Terminus Reichsstadt werden all jene Städte subsumiert, die unmittelbar dem König bzw. dem Kaiser sowie dem Reich unterstanden. Da sie somit keinem Landesherren untertänig waren, sondern allein das Reichsoberhaupt als Stadtherren über sich hatten, zählten sie zu den reichsunmittelbaren Reichsständen und waren auf den Hof- und Reichstagen mit einer eigenen Kurie vertreten.

Beide Charakteristika – Reichsstandschaft und Reichsunmittelbarkeit – wurden vom Stadtrat vertreten, der dadurch im städtischen Territorium die Landeshoheit ausüben konnte.5 Zwischen der Reichsstadt und dem Stadtherren bestanden gegenseitige Rechte und Verpflichtungen: die Stadtbürger mussten dem Kaiser huldigen, die Stadt als Ganzes war im Kriegsfall zur Heeresfolge verpflichtet und sie musste Reichssteuern und außerordentliche Geldleistungen (z.B. zinslose Darlehen) erbringen, wovon der Kaiser v.a. in Krisenzeiten exzessiven Gebrauch machte. Im Gegenzug erhielt die Stadt dafür Rechtssicherheit und Schutz durch den Kaiser sowie bestimmte Privilegien und prestigeträchtige Aufgaben – so wurden die Reichskleinodien lange Zeit in Nürnberg aufbewahrt6 – außerdem genossen die Städte ein hohes Maß an Autonomie. So konnten sie eine eigenständige Außenpolitik betreiben; sie konnten außerdem ihre internen Belange selbstständig organisieren und verwalten, wodurch ihnen sogar das Recht zugestanden wurde, ihre Bürger an politischen Entscheidungen partizipieren zu lassen.7

Die Gruppe der Reichsstädte war während der Frühen Neuzeit heterogen, d.h., dass nicht nur interregionale Handelsmetropolen oder Finanzplätze (z.B. Hamburg, Frankfurt/Main), sondern auch Klein- und Kleinststädte (z.B. Rothenburg ob der Tauber) dazu gehörten. Die Größe oder gar die Einwohnerzahl war kein hinreichendes Kriterium bei der Vergabe der Reichsstadt-Titulatur. Politische, militärstrategische, rechtliche und v.a. ökonomische Gründe waren entscheidender. Die von ihnen zu erbringenden, überproportional hohen Abgaben stilisierten die Gruppe der Reichsstädte bald zur Stütze des Reiches.8 So verwundert es nicht, dass sich unter den zehn bedeutendsten Kommunen im Reich mehrere Freie und Reichsstädte befanden, was den hohen Stellenwert dieser Stadttypen unterstrich.9 Doch trotz dieser Bedeutsamkeit für das Reich wurde den Reichsstädten lange Zeit – v.a. durch die Kurien der Fürsten und Kurfürsten – eine Gleichberechtigung versagt. Auf den Reichstagen besaßen die Städte zwar ein Teilnahmerecht, aber das entscheidende Stimmrecht wurde ihnen erst 1648 im Zuge des Westfälischen Friedens zugestanden. Zu diesem Zeitpunkt jedoch war der Zenit der reichsstädtischen Bedeutsamkeit bereits überschritten, weshalb sich die Reichsstädte auf den Reichstagen des letzten Drittels des 17. Jahrhunderts immer mehr zurückzogen.10 Dass die Rolle der Reichsstädte immer mehr zurückging, wird auch bei der Betrachtung der Reichsmatrikel deutlich. Für das Jahr 1521 gibt sie noch 85 Reichsstädte an, wovon bis zum Ende des 17. Jahrhunderts nur noch 51 übrig waren. Einige Städte waren zur Schweizerischen Eidgenossenschaft übergetreten (z.B. Zürich), gingen an andere Nationen über (z.B. fällt Straßburg an Frankreich) oder waren von größeren Reichsterritorien einverleibt worden (z.B. fällt Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg).11

Im Gegensatz zu den Reichsstädten, zu denen bekanntlich Nürnberg zu zählen war, gab es noch die sog. Freien Reichsstädte . Diese Differenzierung „[ist] entwicklungsgeschichtlich bedingt und erscheint in der neuzeitlichen Realität kaum von Belang [gewesen zu sein].“12 Ehemalige Bischofsstädte, die ihren Stadtherrn abschütteln konnten, gehörten in diese Gruppe. Solche Städte – darunter Straßburg – unterstellten sich unter denselben Konditionen wie die Reichsstädte anschließend dem Kaiser.13 Auch die territorialen Gegebenheiten können Ursache für die unterschiedliche Terminologie gewesen sein. Denn während die Reichsstädte durchgehend auf Reichsland entstanden oder Teile eines Territoriums waren, über die das Reichsoberhaupt schon im Mittelalter die Landeshoheit beanspruchte, waren die Bischofsstädte im Besitz der Kirche. Bedenkt man jedoch, dass bis ins Hochmittelalter eine enge Verbindung zwischen Kirche und weltlicher Herrschaft bestand und dass der König bzw. Kaiser von der Grundhaltung geprägt war, in allen Belangen Mitverantwortung zu tragen, erscheint es zumindest fraglich, ob die Bischofsstädte ausschließlich der direkten geistlichen Diktion unterstanden, ohne dass die königliche Herrschaft involviert war. Anhand etlicher Städte weist Gisela Möncke nach, dass in den Bischofsstädten eher von einer geteilten Stadtherrschaft ausgegangen werden muss.14

Oftmals wurde in der Wissenschaft versucht, den Freien Reichsstädten in Abgrenzung zu den restlichen Reichsstädten Eigenschaften zuzuschreiben, die sie jedoch objektiv betrachtet gar nicht oder nicht ausnahmslos besaßen. Basel, Straßburg, Speyer, Worms, Mainz, Köln und Regensburg waren pro forma von der Reichssteuer ausgenommen. Doch daraus darf nicht geschlossen werden, dass sämtliche Freistädte dieses Privileg besaßen, da es „[…] eine ganze Reihe von Bischofs- und Reichsstädten, meist an der [Reichs]peripherie gelegen [gab], für die ebenfalls keine regelmäßigen Jahressteuern […] belegt sind, ohne daß sie deshalb zu den freien Städten gezählt wurden.“15 Auch wurde den Freien Reichsstädten nachgesagt, dass sie im Gegensatz zu den anderen Reichsstädten von der Heeresfolge ausgenommen waren. Dieses Recht mag ihnen durchaus zugestanden haben, doch haben sie nicht darauf beharrt, wenn sie um Hilfe ersucht wurden.16 Noch etliche weitere Beispiele (z.B. Huldigungseid) ließen sich an dieser Stelle heranziehen, doch bleibt der Konsens bestehen, dass der Besitz bestimmter Privilegien und Vorrechte – die man als Differenzierungsmerkmal gegenüber den übrigen Reichsstädten heranziehen könnte – eher als Programm, denn als freistädtische Wirklichkeit aufgefasst werden muss.17 Bei der Unterscheidung zwischen den Freien und Reichsstädten handelt es sich also um eine rein quantitative Differenzierung, die kaum Rückschlüsse auf den jeweiligen Aktionsradius der Städte ziehen lässt.18

2.2. Die Erlangung der Freiheit – Städtische Entwicklung im Mittelalter

Trotz der Schwierigkeit einer absoluten terminologischen Differenzierung waren die Freien und Reichsstädte Instanzen, die in einem engen Verhältnis zum Reich und dessen Oberhaupt standen. Lange Zeit war dieses Verhältnis für beide Parteien durchaus gewinnbringend. Erst größere Unabhängigkeit gegenüber dem Kaiser und dem Reich – v.a. in Fragen der Huldigungsverpflichtung und der Abgabenfrage – bei. Vgl. ANDREAS, Willy: Wende, Seite 14. mit den kulturellen, ökonomischen und politischen Veränderungen des 16. Jahrhunderts veränderten sich die Voraussetzungen, auf denen die Beziehung zwischen Stadt und Kaiser ruhte. Um diese Entwicklung nachzeichnen zu können, ist im Hinblick auf die zugrundeliegende Fragestellung ein Blick in die mittelalterliche Stadtgeschichte Nürnbergs und Straßburgs nötig.

2.2.1. Nürnberg – Das Zentrum Europas sowie Deutschlands

„Norinberga centrum Europe simul atque Germanie.“ 19 Mit diesem Ausspruch umschrieb Johannes Cochlaeus (1479-1552) die Bedeutung der Stadt an der Pegnitz.

Nürnberg ging als königliche Gründung auf Konrad II. (990-1039) zurück, der als Ersatz für den an das Bistum Bamberg abgetretenen Königshof Fürth am südlichen Pegnitzufer einen neuen Königshof anlegen ließ.20 Bedingt durch die günstige geografische Lage, über die abermals Johannes Cochlaeus seine Leser informiert, siedelten sich um den jungen Königshof alsbald Handwerker und Händler an.21 Auch den Herrschern blieb die zentrale Lage nicht verborgen, sodass sich im gesamten Hoch- und Spätmittelalter die Aufenthalte der jeweiligen Kaiser sowie die Anzahl der in Nürnberg abgehaltenen Hoftage häuften.22 Erst unter Karl IV. (1326-1378) gingen die Aufenthalte allmählich zurück.

In Ermangelung eines zentralen Regierungssitzes brauchte der Herrscher einen Anlaufpunkt, von dem aus er in möglichst kurzer Zeit die Brennpunkte seines Reiches aufsuchen und gegebenenfalls eingreifen konnte. Heinrich III. (1017-1056) verlieh der Stadt Nürnberg um 1050 das Marktrecht, das als Motor des wirtschaftlichen Aufstieges angesehen werden kann. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte die Stadt jedoch noch zum Territorium der Grafschaft außergewöhnlich oft an der Pegnitz. Elfmal begegnet Nürnberg im Itinerar Konrads III. (1093-1152), Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) weilt dreizehnmal dort, für Friedrich II. (1194-1250) sind fünfzehn Aufenthalte belegt und Ludwig IV. der Bayer (1281-1347) sucht Nürnberg ganze siebenundsiebzigmal auf, was bei einer Gesamtlänge von 1022 Tagen […] 8,5% seiner Regierungszeit entspricht.“ WEIß, Dieter J.: Krone, Seite 24/ Vgl. GOEZ, Werner: Nürnberg – Kaiser und Reich. In Günther SCHUHMANN (Hrsg.): Nürnberg – Kaiser und Reich.

Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg 20. September bis 31. Oktober 1986, Neustadt an der Aisch 1986, Seite 12.

Hirschberg/Sulzbach, wodurch das ökonomische Fortkommen eingeschränkt wurde.23 1065 löste Heinrich IV. diese Zugehörigkeit und etablierte somit ein separates Nürnberger Reichsgut, das zu einem eigenen Hochgerichts- und Verwaltungsbezirk umgeformt wurde – Nürnberg wurde zur Burggrafschaft. Um 1190 versuchte das schwäbische Grafengeschlecht der Hohenzollern, das sich der zentralen Stellung Nürnbergs bedienen wollte, die Burggrafschaft zu übernehmen. Bis zum Ende des 12. Jahrhunderts gelang ihnen dies teilweise. Sie konnten vornehmlich die militärischen Belange der Stadt regeln, während der seit 1173/74 belegte Reichsschultheiß die Verwaltung und Gerichtsbarkeit der Stadt innehatte.24 Um einen Machtzuwachs der Zollern zu vereiteln, erfolgte in den kommenden Jahrzehnten ein Ausbau der Stadtbefestigung. Vordergründig ging es dabei zwar um die Absicherung und die Erweiterung der städtischen Autonomie, aber dieser Schritt machte Nürnberg ebenso attraktiver für das Reichsoberhaupt, da von gut befestigten Mauern ein hohes Maß an Schutz und Sicherheit ausgestrahlt wurde.25 Dies mag auch einer der Beweggründe Friedrichs II. gewesen sein, der Stadt 1219 mit dem sog. Großen Freiheitsbrief ein erstes umfangreiches Stadtprivileg zukommen zu lassen. Dieses Privileg sicherte den Nürnberger Bürgern den alleinigen Schutz des Kaisers zu und garantierte ihnen obendrein zoll- und münzpolitische Vorteile, durch welche der Handel innerhalb der Stadt intensiviert werden konnte. Der Freiheitsbrief machte die Stadt vollends zur Reichsstadt.26

Die schlussendliche Bindung Nürnbergs an die Kaiser erfolgte 1356 mit der Goldenen Bulle. Diese bestimmte Nürnberg zum Ort des ersten Reichstages eines jeden neugewählten Königs bzw. Kaisers. Die Stadt wurde dadurch – neben dem Krönungsort Aachen und dem Wahlort Frankfurt/Main – die dritte reichsrechtlich dem Königtum verbundene Stadt.27 König Sigismund (1368-1437), der in Nürnberg geboren worden war, übergab der Stadt 1423 die Reichskleinodien zur ewigen Aufbewahrung, da er glaubte, dass sie in der gut befestigten Stadt sicherer wären – Nürnbergs reichsrechtliche Bindung wurde dadurch zementiert.28

Diese Stellung rief jedoch auch Neider auf den Plan, v.a. die Zollern, mit denen die Nürnberger bis weit ins 17. Jahrhundert in mehrere Auseinandersetzungen gerieten. Zu nennen wären hier der 1./2. Markgrafenkrieg (1449/50, 1452-1455) sowie der Landshuter Erbfolgekrieg (1504/05).29 Trotz großer Verluste konnte die Reichsstadt infolge dieser kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Territorium und ihren Einfluss weiter ausbauen.30 Zu einem gewichtigen Teil lag dies an der wirtschaftlichen Kraft, über welche die Stadt verfügte.

Der städtische Reichtum und die Prosperität ruhten dabei auf zwei Säulen: dem Fernhandel und der Geschicklichkeit der Handwerker.31 Dadurch, dass in Nürnberg die wichtigsten Handels- und Verkehrsstraßen zusammenliefen, konnte die Stadt in umfangreiche Handelsbeziehungen treten.32 In Deutschland galt Nürnberg schon bald als wichtigster Umschlagsplatz, da hier Waren aus den südlichen Regionen eingeführt und in Nordländer weitervermittelt wurden. Außerdem unterhielten Nürnberger Händler rege Verbindungen auf der Iberischen Halbinsel, in Frankreich und Spanien33 sowie später auch nach Indien, Asien, Nordafrika und nach Südamerika.34 Neben den Handelsbeziehungen verfügte die Stadt in ihrem Territorium über Bergwerksbetriebe, sodass einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige die metallverarbeitende Branche geworden war.35 Von dem erwirtschafteten Reichtum profitierten auch das Reich und der Kaiser. Nürnberg gehörte nicht nur zu einer der höchst besteuerten Städte des Reiches, sondern hatte auch stets einen „[…] offenen Geldbeutel für die dringenden Bedürfnisse [des Kaisers].“36 Solange dieser Umstand bestand, wuchsen Nürnbergs rechtliche Befugnisse. Neben der Handels- und Reichsfreiheit sowie der Reichsunmittelbarkeit zählten noch andere Rechte bzw. Privilegien zu den „[…] wichtigsten Gütern Nürnbergs“37, die es um jeden Preis zu bewahren und mehren galt.

Um 1239 erlang Nürnberg das Recht ein eigenes Stadtsiegel zu führen, auf dem – in Anlehnung an die enge Bindung zum Kaiser und Reich – der Königskopfadler zu sehen war.38 Seit 1313 oblagen dem Nürnberger Rat die Polizeiordnung sowie die Warenbesteuerung; unter der Regentschaft Ludwigs des Bayern wurde die Stadt ganze vierunddreißigmal privilegiert. Eines der wichtigsten Rechte, das Nürnbergs Autonomie und Freiheit für die kommenden Jahrhunderte fundieren sollte, verlieh Ludwig im Jahre 1315. Nürnberg wurde per privilegium de non evocando aus dem Zuständigkeitsbereich auswärtiger Gerichte gelöst und genoss nunmehr seine eigene Jurisdiktion.39 Ab 1385 kam das Amt des Reichsschultheißes in den Pfandbesitz der Stadt, wodurch das Ausmaß an innerstädtischer Selbstbestimmung weiter zunahm.40 Dezidiert wirtschaftlich konnotierte Privilegien erhielt die Stadt zwischen 1422-27. Sie bekam das Zoll- sowie das Münzregal zugeschrieben sowie die Erlaubnis zur Abhaltung einer Handelsmesse am Fest der Heiligen Lanze.41

Die aufgeführten Rechte erleichterten v.a. das politisch-ökonomische Agieren der Stadt, sodass sich ihr Reichtum stetig mehrte. Mit den erwirtschafteten Überschüssen sowie mit dem 1498 von Kaiser Maximilian I. (1459-1519) zugestandenen Recht, Kredite zu vergeben und eine Leihanstalt einzurichten, konnte Nürnberg seinen Einfluss massiv ausdehnen.42

Wenn wir zusammenfassend nach den Gründen fragen, warum und wodurch Nürnberg seine Freiheiten erhielt, so sind die geographische Lage – die aus Verwaltungs- und Handelsgründen ideal schien –, die Befestigung der Stadt sowie der zu einem guten Teil dadurch bedingte wirtschaftliche Erfolg die vornehmlichsten Gründe. Nürnberg wurde infolgedessen zu einem verlässlichen „[…] Satelliten des deutschen Kaisertums.“43 Doch über kurz oder lang wird jeder Satellit einmal außer Betrieb genommen und von seinem Erbauer zerstört.

2.2.2. Straßburg – Von der bischöflichen Kontrolle zur Autonomie

„Innerhalb der übrigen Reichsstädte, deren rechtliche Merkmale es für sich in Anspruch nahm und verteidigte, blieb [Straßburg] stets etwas für sich.“44 Die unmittelbar oberhalb der Mündung der Ill in den Rhein gelegene Stadt ist seit dem 1. Jahrhundert belegt. Unter römischer Administration trug sie zu dieser Zeit den Namen Argentoratum und beherbergte die 8. römische Legion.45 Im 5./6. Jahrhundert wurde die Stadt ins Frankenreich eingegliedert.46 Zu dieser Zeit wurde Straßburg zum Bischofssitz erhoben, von dem aus die Straßburger Bischöfe bis 1262 die volle geistliche Kontrolle des unteren Elsass´ sowie eine Fülle an weltlichen Befugnissen innehatten. Für ihre Reichstreue und Romverbundenheit erhielten sie unter den Ottonen die Grafengewalt, das Münzrecht, Zollfreiheit und die Gerichtsbarkeit in und über die Stadt Straßburg, wodurch alle städtischen Verwaltungsinstanzen der bischöflichen Kontrolle unterstanden.47 Von dieser Kontrolle suchten sich die Straßburger Bürger im 12./13. Jahrhundert zu lösen.48 Auch wenn dieser Wunsch die Rolle der Bischöfe negativ besetzt, muss man einräumen, dass die Stadt unter bischöflicher Administration stetig an Bedeutung gewann.

Straßburg, wäre es „[…] vom Himmel gefallen, […] hätte nicht besser können zu liegen kommen“49, war einer der bedeutendsten Übergänge am Oberrhein. Schon im Mittelalter galt es als Umschlagplatz für einheimische Erzeugnisse – v.a. für elsässischen Wein und Getreide. Der Elsässer Wein war ein begehrtes Produkt, das reißenden Absatz in England, Schweden und Dänemark fand. Als zweite Stütze des Straßburger Wohlstandes kann die Rheinschifffahrt angesehen werden, welche Straßburg lange Zeit kontrollierte.50 Etwaige wirtschaftliche Überschüsse kamen zu gleichen Teilen der Kirche sowie dem Reichfiskus zugute, aber auch die städtische Bevölkerung, v.a. die ortsansässigen Händler gingen nicht leer aus.

[...]


1 Zit. nach: LIENHARD, Marc/ WILLER, Jakob (Hrsgg.): Straßburg und die Reformation, Morstadt2 1982, Seite 101.

2 Vgl. dazu: http://www.nuernbergerwitz.eu/de/ausstellung.php.

3 ANDREAS, Willy: Straßburg an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, Leipzig 1940, Seite 16.

4 Vgl. ROSSEAUX, Ulrich: Städte in der Frühen Neuzeit, Darmstadt 2006, Seite 26.

5 Vgl. BRAND, Robert: Art. „Reichsstadt”. In Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 10, Seite 945.

6 Vgl. WEIß, Dieter J.: Des Reiches Krone – Nürnberg im Spätmittelalter. In: Helmut NEUHAUS (Hrsg.): Nürnberg. Eine europäische Stadt in Mittelalter und Neuzeit, Nürnberg 2000, Seite 23.

7 Vgl. BRAND, Robert: Reichsstadt, Seite 946.

8 Vgl. Ebd.

9 Vgl. ROSSEAUX, Ulrich: Städte, Seite 8.

10 Vgl. BRAND, Robert: Reichsstadt, Seite 947.

11 Vgl. Ebd./ ROSSEAUX, Ulrich: Städte, Seite 28.

12 KNITTLER, Herbert: Die europäische Stadt in der Frühen Neuzeit. Institutionen, Strukturen, Entwicklungen, Wien 2000, Seite 113.

13 „Das waren Bischofsstädte, die sich von der Landesherrschaft des Bischofs zu befreien verstanden hatten und nunmehr den unmittelbaren Schutz des Reiches genossen.“ PLANITZ, Hans: Die deutsche Stadt im Mittelalter, Weimar5 1980, Seite 183f.

14 Vgl. MÖNCKE, Gisela: Zur Problematik des Terminus „Freie Stadt“ im 14. Und 15. Jahrhundert. In: Franz PETRI (Hrsg.): Bischofs- und Kathedralstadt des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Köln 1976, Seite 84f.

15 Zit. nach: Ebd., Seite 89f.

16 Vgl. Ebd., Seite 90.

17 Vgl. Ebd., Seite 94.

18 Willy Andreas vertritt eine andere Ansicht. Seiner Meinung nach handelt es sich bei der terminologischen Differenz beider Stadttypen auch um eine qualitative Andersartigkeit. So misst er den Freien Städten eine

19 Zit. nach: NEUHAUS, Helmut: Zwischen Realität und Romantik: Nürnberg im Europa der Frühen Neuzeit. In: DERS. (Hrsg.): Nürnberg. Eine europäische Stadt in Mittelalter und Neuzeit, Nürnberg 2000, Seite 43.

20 Vgl. WEIß, Dieter J.: Krone, Seite 24.

21 „[Nürnberg] liegt gleich weit von der Adria und von der Ostsee, was die Breite Europas ausmacht. Gleich ist auch die Entfernung zum Don und bis Cadiz, mit der man die Länge mißt. […] Außerdem ist sie fast gleich weit entfernt von Wien und Antwerpen der Länge nach, von Laibach in Kärnten und Lübeck in Sachsen der Breite nach.“ Zit. nach: NEUHAUS, Helmut: Nürnberg in der Frühen Neuzeit, Seite 45.

22 Für Konrad II. sind zwar nur zwei Besuche in der jungen Stadt belegt, doch seine Nachfolger residierten

23 Vgl. DIEFENBACHER, Michael: Art. „Nürnberg, Reichsstadt: Politische und soziale Entwicklung“. In: Historisches Lexikon Bayerns, http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45427 (18.08.2010), Seite 2.

24 Vgl. Ebd.

25 Vgl. GOEZ, Werner: Nürnberg und Kaiser, Seite 13.

26 Vgl. MAGEN, Ferdinand: Art. „Nürnberg“. In: Gerhard TADDEY (Hrsg.): Lexikon der deutschen Geschichte – Personen, Ereignisse, Institutionen. Von der Zeitenwende bis zum Ausgang des Zweiten Weltkrieges, Stuttgart21983, Seite 895.

27 Vgl. DIEFENBACHER, Michael: politische Entwicklung, Seite 3.

28 Vgl. WEIß, Dieter J.: Krone, Seite 23.

29 Obwohl die Politik Nürnbergs von Neutralität und weitgehender Nichteinmischung in militärische Aktionen gekennzeichnet war, beteiligte sich die Stadt bereitwillig am Landshuter Erbfolgekrieg. Das Landshuter Territorium würde bei Eroberung oder Erwerb die Einflussmöglichkeiten der Stadt massiv erweitern. Vgl. FRANZ, Eugen: Nürnberg, Kaiser und Reich. Studien zur reichsstädtischen Außenpolitik, München 1930 , Seite 61f.

30 Nürnberg besaß unter den deutschen Reichsstädten nunmehr das größte Territorium. Mit annähernd 1.200 km2 konnte sich die Stadt hinsichtlich ihrer Bedeutung durchaus mit kleineren Fürstentümern messen. Nur noch die Reichsstädte Bern, Ulm und Straßburg verfügten über ein vergleichbares Landgebiet. Vgl. dazu: DIEFENBACH, Michael: Art. „Nürnberg, Reichsstadt: Territorium“. In: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45857 (21.07.2010), Seite 1/ Vgl. MOGGE, Wilfried: Nürnberg und der Landsberger Bund (1556-1589). Ein Beitrag zur Geschichte des konfessionellen Zeitalters, Nürnberg 1976, Seite 35.

31 Vgl. DIEFENBACHER, Michael: politische Entwicklung, Seite 4.

32 Vgl. MOGGE, Wilfried: Landsberger Bund, Seite 36.

33 Vgl. SCHIEBER, Martin: Nürnberg. Eine illustrierte Geschichte der Stadt, München 2000, Seite 80.

34 Vgl. NEUHAUS, Helmut: Nürnberg in der Frühen Neuzeit, Seite 56f./ KNITTLER, Herbert: Europäische Stadt, Seite 259.

35 Vgl. GÜRSCHING, Heinrich: Die Unionspolitik der Reichsstadt Nürnberg vor dem Dreißigjährigen Kriege (1608-1618), München 1932, Seite 9.

36 Vgl. FRANZ, Eugen: Kaiser und Reich, Seite 71,150, 175.

37 MOGGE, Wilfried: Landsberger Bund, Seite 32/ Die Privilegien waren jedoch keine unveräußerlichen Rechte, sondern konnten jederzeit wieder entzogen werden. Auch bei etwaigen Regierungswechseln mussten sie neu bestätigt werden, da sie sonst ihre Gültigkeit verloren. Vgl. FRANZ, Eugen: Kaiser und Reich, Seite 80.

38 Vgl. GOEZ, Werner: Nürnberg und Kaiser, Seite 14.

39 Vgl. WEIß, Dieter J.: Krone, Seite 24.

40 Vgl. ENDRES, Rudolf: Verfassung und Verfassungswirklichkeit in Nürnberg im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. In: Wilfried EHBRECHT: Verwaltung und Politik in den Städten Europas, Köln 1994, Seite 208.

41 Vgl. FLEISCHMANN, Peter: Rat und Patriziat in Nürnberg. Die Herrschaft der Ratsgeschlechter vom 13. bis zum 18. Jahrhundert, Nürnberg 2008, Seite 189/ WEIß, Dieter J.: Krone, Seite 28-31.

42 Vgl. SCHIEBER, Martin: Nürnberg, Seite 83/ So wurden Nürnberger Bürger und v.a. Mitglieder des städtischen Patriziats außerhalb der Reichsstadt mit Zusatzqualifikationen ausgestattet. Sie erhielten kaiserliche Adelsdiplome und einige wurden sogar zu Rittern geschlagen. Ein sehr prestigeträchtiges Beispiel erfolgte 1433: Zur Kaiserkrönung Sigismunds reisten mehrere Ratsherren nach Rom, um die Reichskleinodien zu übergeben. Auf der Tiberbrücke erhielten die Männer im Anschluss an die Krönungszeremonie den Ritterschlag. Vgl. WEIß, Dieter J.: Krone, Seite 34.

43 GÜRSCHING, Heinrich: Unionspolitik, Seite 1.

44 ANDREAS, Willy: Wende, Seite 7f.

45 Vgl. DEBUS, Karl Heinz: Art. „Straßburg“. In: Gerhard TADDEY (Hrsg.): Lexikon der deutschen Geschichte – Personen, Ereignisse, Institutionen. Von der Zeitenwende bis zum Ausgang des Zweiten Weltkrieges, Stuttgart2Seite 1203/ LIENHARD, Marc: Reformation, Seite 90.

46 Woher der Name Straßburg kommt, kann nicht mehr mit Bestimmtheit gesagt werden. Zum ersten Mal ist er bei Gregor von Tours (538-594) belegt: „urbs, quam Strateburgum vocant.“ Vgl. DEBUS, Karl Heinz: Straßburg, Seite 1203.

47 So oblag den Straßburger Bischöfen auch die Einsetzung von Beamten, Schultheißen, Burggrafen und Zöllnern, womit sie indirekt auch auf deren Arbeitsfelder einwirken konnten. Vgl. von BORRIES, Emil: Geschichte der Stadt Straßburg, Straßburg 1909, Seite 38.

48 Vgl. DEBUS, Karl Heinz: Straßburg, Seite 1202f.

49 ANDREAS, Willy: Wende, Seite 8.

50 Die Rheinschifffahrt von Basel bis Mainz lag in den Händen Straßburger Schiffer. Dies wird umso bedeutender, wenn man berücksichtigt, dass die wichtigste Welthandelsstraße von Venedig über die Alpenpässe, das Rheintal entlang bis zur Nordsee verließ. Vgl. von BORRIES, Emil: Geschichte Straßburgs, Seite 58.

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Details

Titel
Die Freiheit der Städte Nürnberg und Straßburg
Untertitel
Vergleichende Betrachtung der städtischen Freiheiten im Hinblick auf die Beziehung zum Kaiser und Reich im 16./17. Jahrhundert
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Stadtrepubliken? Die Freien und Reichsstädte im Reich
Note
gut
Autor
Jahr
2010
Seiten
43
Katalognummer
V163249
ISBN (eBook)
9783640774241
ISBN (Buch)
9783640774401
Dateigröße
661 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freiheit, Städte, Nürnberg, Straßburg, Vergleichende, Betrachtung, Freiheiten, Hinblick, Beziehung, Kaiser, Reich, Jahrhundert
Arbeit zitieren
Daniel Meyer (Autor), 2010, Die Freiheit der Städte Nürnberg und Straßburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163249

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Titel: Die Freiheit der Städte Nürnberg und Straßburg



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