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Zwischen Familie und Beruf? Die Stellung von Frauen im geteilten Deutschland

Titre: Zwischen Familie und Beruf? Die Stellung von Frauen im geteilten Deutschland

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christian Töreki (Auteur)

Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“

Willy Brandts Äußerung vom November 1989 vor dem Schöneberger Rathaus suggeriert einen Prozess, der Verschmelzung zweier Teile, die auseinander gerissen wurden und nun wieder zusammen wachsen. Dies impliziert aber, dass zusammenwächst, was auch zusammen passt. Ob nun die Geschichte der beiden Staaten eher durch die Betonung der Gemeinsamkeiten oder der Unterschiede gekennzeichnet ist, wirft heute Forschungskontroversen auf.
Diese Hausarbeit soll die Stellung der Frauen zwischen Familie und Beruf in der DDR und BRD im historischen Vergleich untersuchen und somit analysieren, ob eher teilende oder verflechtende Elemente zwischen beiden Staaten vorherrschen. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, wie die Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf realisierten.
Zunächst erfolgt eine Beschreibung der Rahmenbedingungen, in denen Frauen in der DDR und der BRD lebten. Anschließend erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Teilzeitproblematik im geteilten Deutschland. Den Abschluss der Hausarbeit bildet ein Vergleich, in welchem Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden deutschen Staaten herausgearbeitet werden.
Das Thema ist auch noch heute von aktueller Bedeutung. Die Diskussionen über eine Ausweitung des Kinderbetreuungsangebotes und die Einführung des Elterngeldes verursachte vor allem in der alten Bundesrepublik auch Streit darüber, welche Funktion die Frau in der Familie wahrnehmen soll. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder auf die Erfahrungen in der ehemaligen DDR hingewiesen, so dass die Entwicklungen in diesem Bereich bis heute nachwirken. Auch heute muss die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen vor allem in konservativen Kreisen dafür werben, dass es neben dem Hausfrauenideal der alten Bundesrepublik andere Lebensmodelle von Frauen gibt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gemeinsame Ausgangslage für Frauen in Ost und West

3. Frauen in der DDR

3.1 Rahmenbedingungen

3.2 Teilzeit in der DDR

4. Frauen in der BRD

4.1 Rahmenbedingungen

4.2 Teilzeit in der BRD

5. Vergleich

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Stellung der Frau im Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf in der DDR und der BRD im historischen Vergleich, um zu analysieren, ob eher teilende oder verflechtende Elemente zwischen den beiden Staaten überwogen und wie Frauen die Vereinbarkeit dieser Lebensbereiche praktisch realisierten.

  • Historische Analyse der Erwerbsbiografien von Frauen in Ost und West nach 1945.
  • Untersuchung der staatlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Grundlagen zur Gleichberechtigung.
  • Diskussion der Teilzeitproblematik als Lösungsansatz zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Vergleich der Rollenbilder und der praktischen Umsetzung der Frauenförderung in beiden politischen Systemen.
  • Reflektion über die Kontinuität und das Nachwirken dieser Erfahrungen in der heutigen Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3.2 Teilzeit in der DDR

Vollbeschäftigung sollte in der DDR als moralische Pflicht gelten und unerwünschte Kompromisslösungen, die vor allem Frauen in Anspruch nahmen, auf Ausnahmefälle beschränkt werden. Frauen mussten unwiderlegbare Gründe vorweisen, um verkürzt arbeiten zu können. Partei und Staat starteten Kampagnen in den Medien, insbesondere in der Frauenillustrierte „Für Dich“ gegen die ungeliebte Arbeitsform. Jedoch war bekannt, dass Frauen großes Interesse an der Teilzeitarbeit zeigten. Obwohl man sich zur Vollzeitarbeitstätigkeit von Frauen bekannte, gab es Bestrebungen, die Teilzeit kontrolliert zu fördern. Die Ausdehnung dieser wurde offiziell als Notlösung betrachtet. Die Frauen im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund und in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands sahen ihre Politik gefährdet, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen, die Vollzeit arbeiten, zu verbessern. Es widersprach ihnen auch, Frauen für ungelernte Aushilfsarbeiten, die wenig Qualifikation versprachen, zu mobilisieren.

Von der strikten Ablehnung der Teilzeit rückten einige Funktionärinnen jedoch bald ab und ließen sich auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema ein. Sie wurden zu engagierten Befürwortern von Teilzeitarbeit für Hausfrauen. Die Wandlung der Meinung beruhte vor allem auf der Vorstellung, dass dieses Instrument nicht als Lösung für das Arbeitskräfteproblem galt, das durch die Abwanderung vieler in die Bundesrepublik noch verstärkt wurde, sondern als Recht auf Arbeit für Hausfrauen, die nicht den ganzen Tag aus familiären Gründen arbeiten wollten oder konnten. Teilzeit wurde somit als Schlüssel zur Durchsetzung des Rechts auf Arbeit interpretiert und konnte somit auch von der Gewerkschaft vertreten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den historischen Kontext der deutschen Teilung dar und formuliert das Ziel, die Stellung der Frauen zwischen Familie und Beruf im Vergleich der Systeme zu untersuchen.

2. Gemeinsame Ausgangslage für Frauen in Ost und West: Dieses Kapitel beschreibt die demografischen und wirtschaftlichen Umbrüche nach 1945, die Frauen in beiden Teilen Deutschlands gleichermaßen in den Arbeitsprozess integrierten.

3. Frauen in der DDR: Das Kapitel beleuchtet das staatlich verordnete Ziel der Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die spezifischen Rahmenbedingungen und die Entwicklung der Teilzeitarbeit im Sozialismus.

4. Frauen in der BRD: Hier wird der Fokus auf die gesetzlichen Auseinandersetzungen um das Grundgesetz, die Rolle der Hausfrauenehe und die Entwicklung der Teilzeitarbeit in der alten Bundesrepublik gelegt.

5. Vergleich: Dieser Abschnitt stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Frauenpolitik und Lebenswirklichkeit der beiden Staaten einander gegenüber.

6. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass eine echte Gleichberechtigung in beiden Systemen nicht erreicht wurde und traditionelle Rollenmuster prägend blieben.

Schlüsselwörter

DDR, BRD, Frauenpolitik, Erwerbstätigkeit, Teilzeitarbeit, Gleichberechtigung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rollenverteilung, SED-Staat, Bundesrepublik, Frauenerwerbsarbeit, Hausfrauenehe, Geschichte, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Stellung von Frauen in der DDR und der BRD unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im geteilten Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den staatlichen Rahmenbedingungen für Frauenarbeit, der Entwicklung von Teilzeitmodellen und dem Vergleich der tatsächlichen Gleichberechtigung in beiden deutschen Staaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob eher trennende oder verflechtende Elemente zwischen den beiden deutschen Staaten in Bezug auf die Lebensmodelle und die Arbeitswelt von Frauen vorherrschten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen historischen Vergleich, der auf einer Auswertung von Fachliteratur, Protokollen und zeitgenössischen Dokumenten zur Frauenpolitik und Arbeitswelt basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Rahmenbedingungen und der Teilzeitproblematik, getrennt nach der Situation in der DDR und in der BRD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erwerbstätigkeit, Gleichberechtigung, DDR-Frauenpolitik, Hausfrauenmodell und Teilzeitarbeit.

Wie unterscheidet sich die Frauenförderung in der DDR von der in der BRD?

Während die DDR bereits früh staatliche Frauenförderungspläne entwickelte und massiv auf Integration in den Arbeitsprozess setzte, dominierte in der BRD lange Zeit das Ideal der Hausfrauenehe.

Welche Bedeutung hatte das Teilzeitmodell in beiden Staaten?

In beiden Staaten entwickelte sich Teilzeit zu einem Instrument, das Frauen half, den Balanceakt zwischen Familie und Beruf zu bewältigen, auch wenn dies von offiziellen Stellen teils als Notlösung oder widersprüchlich zur Vollbeschäftigung gewertet wurde.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Familie und Beruf? Die Stellung von Frauen im geteilten Deutschland
Université
Free University of Berlin
Note
2,0
Auteur
Christian Töreki (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
16
N° de catalogue
V163319
ISBN (ebook)
9783640777327
ISBN (Livre)
9783640777013
Langue
allemand
mots-clé
Zwischen Familie Beruf Stellung Frauen Deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Töreki (Auteur), 2007, Zwischen Familie und Beruf? Die Stellung von Frauen im geteilten Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163319
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Extrait de  16  pages
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