Business Intelligence vs. Self Service Business Intelligence

Was leisten Tools wie PowerPivot 2010 und XLCubed?


Hausarbeit, 2010
26 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Abgrenzung des Untersuchungsbereichs
1.2 Aufbau der Ausarbeitung

2 Überblick über die bisherigen Lösungsansätze

3 Vorstellung neuer Lösungsansätze
3.1 Einführung in PowerPivot 2010
3.1.1 Beschreibung
3.1.2 Wesentliche Funktionalität
3.1.3 Verbesserungen zur Vorgängerversion
3.1.4 Service
3.1.5 Schnittstellen
3.2 Einführung in XLCubed
3.2.1 Beschreibung
3.2.2 Wesentliche Funktionalität
3.2.3 Verbesserungen zur Vorgängerversion
3.2.4 Service
3.2.5 Schnittstellen
3.3 Kernkompetenzen der neuen Lösungsansätze

4 Gegenüberstellung und Bewertung

5 Schlussbetrachtungen

Literatur und Quellen

A Leistungsvergleich

Bewertungskriterien

Aufbau und Ablauf des Vergleichs

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2.1 Business Intelligence Ordnungsrahmen

Abbildung 3.1 Screenshot eines Excel-Datenblatts mit eingebetteter PowerPivot Feldliste

Abbildung 3.2 Screenshot einer Ausgabe mit PowerPivot 2010

Abbildung 3.3 Pivot-Tabelle / Pivot-Chart erstellen. Excel 2003 und 2007 im Vergleich

Abbildung 3.4 Datenimportmöglichkeiten für PowerPivot 2010

Abbildung 3.5 Darstellung der Abhängigkeit von Produkten und Regionen

Abbildung 3.6 Beispiel eines in XLCubed erzeugten Dashboards

Abbildung 3.7 Beispiel eines MicroCharts

Abbildung 3.8 Neuerungen MicroCharts

Tabellenverzeichnis

Tabelle 4-1 Kriterienbasierte Gegenüberstellung BI und Self BI

Tabelle A-1 Bewertungskriterien und Gewichtung

1 Einleitung

Das vorliegende Dokument wurde als Gruppenarbeit im Rahmen des Masterstudiengangs Service Management an der Fachhochschule Gelsenkirchen am Standort Bocholt im Wintersemester 2010/2011 erstellt. Es dient als Teilprüfungsleistung zum Wahlpflichtfach IT Management.

1.1 Abgrenzung des Untersuchungsbereichs

Die schnelllebigen globalen Märkte stellen Unternehmen täglich vor die wiederkehrende Aufgabe, die hereinbrechende Flut an qualitativen Informationen und quantitativen Daten aufzunehmen, zu verarbeiten und zeitnah richtige Entscheidungen zu treffen. Im Bereich der quantitativen Daten haben Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS)1 die Aufgabe, komplexe Zusammenhänge in Datenbeständen zu erkennen, zu analysieren und so aufzubereiten, dass sie für den "information worker"2 verständlich und nutzbar sind. Neben modellorientierten Konzepten wie Online Analytical Processing (OLAP)3 stehen auch datenorientierte Ansätze wie Data Warehouse (DW)4 oder Business Intelligence (BI)5, um den täglichen Bedarf an komplexen Abfragen und Reportings zu erfüllen. All diesen Ansätzen ist es gemein, dass es sich weitgehend um kostenintensive Spezialistenwerkzeuge handelt, deren Funktionsmächtigkeit die vorhandenen Problemstellungen in kleinen und mittelständigen Unternehmen oftmals um ein Vielfaches übererfüllen.

Das allgemeine Umdenken in der Art der IT-Unterstützung von technologieorientierten ITBereichen zu kundenorientierten IT-Services6 hat eine Verschiebung der Funktionen vom Spezialisten zum Endanwender bewirkt. Daraus resultierende Konzepte wie Self Service Business Intelligence (oder kurz Self BI) stellen erste alltagstaugliche Ansätze zur kostengünstigen und bedarfsgerechten Analyse und Präsentation komplexer Datenbestände dar. Gutierrez (2006) charakterisiert die wesentliche Zielsetzung wie folgt:

" Empowering the business users to access information they need, on-demand, without impact to IT "7

Den Unternehmen stehen somit heutzutage zwei wesentliche Lösungsansätze zum Erfüllen des täglichen Informationsbedarfs zur Verfügung:

- Dezidierte Spezialwerkzeuge, um die Arbeit von Spezialisten und Fachabteilungen zu unterstützen
- Erweiterungen von Büroanwendungen, um die Funktionen direkt dem Endanwender zur Verfügung zu stellen

In dieser Ausarbeitung wird untersucht, ob Lösungsansätze nach Self BI realistische Alternativen zu den am Markt erhältlichen Spezialwerkzeugen darstellen. Dazu werden die

Erweiterungen ( engl. Add-In) PowerPivot 20108 und XLCubed9 zum

Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel 201010 herangezogen. Wesentliche Absicht dieses Dokuments ist es,

- die Produkte PowerPivot 2010 und XLCubed umfassend vorzustellen und in ihrer jeweiligen Funktionalität aussagekräftig zu beschreiben,
- eine Bewertung der vorgestellten Produkte abzugeben sowie
- eine Gegenüberstellung mit herkömmlichen BI-Lösungsansätzen anzustellen.

Der strukturierte Leistungsvergleich von PowerPivot 2010 mit XLCubed wurde bei einer nachträglichen thematischen Neuorientierung aus technischen Gründen verworfen. Das dafür erarbeite Vergleichskonzept ist der Vollständigkeit halber als Anlage A beigefügt.

Nach dieser Einführung befasst sich das zweite Kapitel mit der überblicksartigen Vorstellung bisheriger BI-Lösungsansätze. Es erfolgt eine einführende Charakterisierung, Einordnung und Kategorisierung. Das anschließende dritte Kapitel stellt die Self BI-Tools PowerPivot 2010 und XLCubed umfassend vor und beleuchtet die wesentlichen gemeinsamen Fähigkeiten und Funktionen von Self BI-Werkzeugen. Im vierten Kapitel werden die traditionellen Lösungskonzepte den neuen Ansätzen gegenübergestellt und es werden die jeweiligen Stärken und Schwächen aus verschiedenen Betrachtungswinkeln verglichen. Das fünfte und letzte Kapitel rundet die Ausarbeitung mit den Schlussbetrachtungen thematisch ab.

2 Uberblick uber die bisherigen Lösungsansätze

Business Intelligence nach Kemper et al. (2006) ist " ein integrierter, unternehmensspezifischer, IT-basierter Gesamtansatz zur betrieblichen Entscheidungs- unterst ü tzung "11. BI-Systeme sind vertikal in die Systemlandschaft eines Unternehmens integrierte analytische Informationssysteme. Sie arbeiten mit aggregierten und standardisierten quantitativen Daten und qualitativen Informationen, die entweder aus horizontal integrierten Transaktionssystemen entlang der Wertschöpfungskette des Unternehmens oder aus externen Quellen stammen. Grothe/Gentsch (2000) führen die Prozessschritte der Bereitstellung, der Entdeckung und der Kommunikation12 ein, um den analytischen Prozess des Umwandelns von fragmentierten Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in " handlungsgerichtetes Wissen ü ber die F ä higkeiten, Positionen, Handlungen und Ziele der betrachteten internen oder externen Handlungsfelder "13 zu strukturieren. Kemper et al. (2006) beschreiben mit dem in Abbildung 2.1 skizzierten dreischichtigen BI-Ordnungsrahmen ein generisches Konzept zum Ableiten und Entwerfen von unternehmensspezifischen Lösungen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1 Business Intelligence Ordnungsrahmen14

Neben der konzeptionellen Einteilung anhand des obigen Ordnungsrahmens werden BI- Systeme auf operativer Ebene in die Bereiche Frontend und Backend unterteilt. Frontend- Tools sind nach dieser Gliederung Anwendungen, die sich am vorderen Ende des BI-Systems befinden und mit denen der Endanwender unmittelbaren Kontakt hat. Im Backend werden hingegen alle Serviceanteile wie Datenmanagement, -aufbereitung und -modellierung, temporale und persistente Datenhaltung oder auch die Administration und Systempflege operativ zusammengefasst. Das Backend eines BI-Systems wird durch IT-Fachpersonal betreut, wohingegen der Endanwender mit diesen Werkzeugen im alltäglichen Geschäft keinen Kontakt hat.

Bei der Einführung von BI-Systemen spielen die hohen Kosten eine bedeutende und hemmende Rolle.15 So müssen neben Ausgaben für die physikalische IT-Infrastruktur und Personalkosten vor allem die Lizenzkosten der einzuführenden Systeme eingeplant werden. Diese können je nach Unternehmensgröße und gewähltem Lizenzmodell die 100.000 Euro- Marke überschreiten. Selbst kleine und mittelgroße Unternehmen müssen mit Ausgaben um 30.000 Euro für grundlegende BI-Architekturen rechnen.16

Eine Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts BARC17 ermittelt, dass BI-Lösungen weltweit von rund 150 Anbietern vertrieben werden, die 2009 in Deutschland einen Umsatz von 816 Millionen Euro erreichen konnten. Der deutsche Markt wird zunehmend durch wenige große Firmen (Oracle, SAP, IBM, SAS und Microsoft) dominiert, die zusammen einen Marktanteil von 60,6% (Vorjahr: 57%) aufweisen. Der Branchenprimus Oracle erreicht hier einen Marktanteil von 14,6% mit nur knappem Vorsprung vor SAP mit 13,3%. Der Umsatz mit BI-Anwenderwerkzeugen (Frontends) und -Applikationen stieg um 6% auf 474 Millionen Euro, wohingegen der Backend/Datenmanagement-Bereich um 10% auf 342 Millionen Euro anwuchs. Die Konzentration auf wenige Großanbieter ist dabei im Bereich des Backend ausgeprägter als es bei BI-Anwenderwerkzeugen der Fall ist. Für 2010 werden 10 bis 15% Marktwachstum erwartet. BARC schätzt zudem, dass in 2012 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz mit BI-Software im deutschen Markt erzielt werden wird.18

3 Vorstellung neuer Lösungsansätze

Ziel dieses Kapitels ist es, aktuelle Self Business Intelligence Lösungen vorzustellen. Hierbei handelt es sich um das Microsoft Add-In-Tool PowerPivot 2010, welches im Abschnitt 3.1 vorgestellt wird, sowie das Konkurrenzprodukt XLCubed im Abschnitt 3.2. Beide Produkte werden hinsichtlich der wesentlichen Funktionalitäten, Verbesserungen zur Vorgängerversion, dem herstellerseitigen Service sowie möglichen Schnittstellen zu den gängigen Datenbanken beschrieben.

3.1 Einführung in PowerPivot 2010

PowerPivot 2010 ist ein kostenloses Add-In-Tool in Microsoft Excel 2010, mit dem eine große Menge an Daten mit hoher Geschwindigkeit in aussagekräftige Informationen ausgegeben werden können. Es ist nur für Microsoft Excel 2010 nutzbar. Der Leistungsumfang zu früheren Excel-Pivot-Funktionen wurde immens verbessert.19 Mit dieser Version können über 100 Millionen Datensätze und damit weitaus mehr als in Microsoft Excel aufgenommen und deutlich komprimiert werden. Es ist für die Fälle gedacht, bei denen Endanwender selber schnell und mit wenig Aufwand Analysen auf Zahlenmaterial durchführen wollen, auf das sie Zugriffsrecht haben. In Microsoft Excel ist es unter der Registerkarte „PowerPivot“ zu finden. Um die Daten einer Datenbank zu importieren, muss das „PowerPivot Window“ in der Gruppe „Launch“ angeklickt werden.20

3.1.1 Beschreibung

PowerPivot 2010 ermöglicht dem Benutzer „Self Business Intelligence“ und besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten:

- Das Add-In bietet eine eigene Benutzeroberfläche sowie eine eigene Multifunktionsleiste. Die importierten Datensätze werden in Relation zueinander gesetzt. Hierzu sind keine Kenntnisse über Datenbanksprachen wie T-SQL21 oder MDX22 nötig. Alle Ergebnisse können über die Microsoft Sharepoint Seite bereitgestellt werden.
- Mit dem Add-In für Microsoft Sharepoint 201023 können die erstellten Ergebnisse verwaltet, Rechte zugewiesen und weitere Analysen durchgeführt werden.
- Es stellt eine revolutionäre Speicherverwaltung unter dem Namen VertiPaq dar, welche eine spaltenbasierte Komprimierung der Daten vornimmt. Hierdurch ist die Verarbeitung großer Datensatzmengen möglich.24

[...]


1 Siehe dazu bsp. http://www.worldlingo.com/ma/enwiki/de/Decision_support_system

2 Microsofts zusammenfassender Begriff von charakteristischen IT-Nutzungsprofilen im Unternehmensalltag. Siehe dazu http://blogs.msdn.com/b/bowerm/archive/2005/01/06/347803.aspx

3 Siehe dazu bsp. http://olap.com

4 Siehe dazu bsp. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/56463/data-warehouse-v6.html

5 Siehe dazu bsp. http://businessintelligence.com

6 Vgl. Zarnekow (2007), S. 22

7 Siehe Gutierrez (2006), S. 1

8 Siehe http://www.powerpivot.com

9 Siehe http://www.xlcubed.com

10 Siehe http://office.microsoft.com/de-at/excel

11 Siehe Kemper et al. (2006), S. 8

12 Vgl. Grothe/Gentsch (2000), S. 20f

13 Siehe Grothe/Gentsch (2000), S. 19

14 Abbildung aus Kemper et al. (2006), S. 10

15 Vgl. http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-30350.html [Zugriff: 15.11.2010]

16 Vgl. Angebote zu Oracle-Produktpaketen (Client und Serverlizenzen) unter http://www.ise-lizenzen.de

17 siehe http://www.barc.de

18 Vgl. http://www.barc.de/de/marktforschung/research-ergebnisse/bi-softwaremarkt-2009.html [Zugriff: 14.11.2010]

19 Vgl.: http://www.lsp.at/Neuigkeiten/detail.php?id=239 [Zugriff: 23.10. 2010]

20 Vgl. http://kaykay27.blog.de/2009/12/10/excel-2010-powerpivot-7549650 [Zugriff: 25.10. 2010]

21 http://www.tsql.de/

22 Abkürzung für Managed DirectX

23 siehe http://sharepoint.microsoft.com/de-at/Seiten/default.aspx [Zugriff: 23.10. 2010]

24 Vgl. http://technet.microsoft.com/de-de/library/ee210639.aspx#IMBI [Zugriff: 25.10. 2010]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Business Intelligence vs. Self Service Business Intelligence
Untertitel
Was leisten Tools wie PowerPivot 2010 und XLCubed?
Hochschule
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen  (Fachbereich Wirtschaft)
Veranstaltung
Management betrieblicher Informationssysteme
Note
1,2
Autoren
Jahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V163391
ISBN (eBook)
9783640778126
ISBN (Buch)
9783640777778
Dateigröße
1458 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
PowerPivot 2010, Power Pivot 2010, Excel, Excel 2010, XLCubed, XL Cubed, Self-BI, BI, Business Intelligence, Software, Software-Technik, Software-Management, Software-Qualitätssicherung, Oracle, Software-Engineering, Produktionsmanagement, Management, KKV
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts (B.A.) Stefan Horak (Autor)Stefan Evers (Autor)Michael Lauber (Autor), 2010, Business Intelligence vs. Self Service Business Intelligence, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163391

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