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Der CO2-Fußabdruck als Indikator für ein nachhaltiges Logistikmanagement

Titel: Der CO2-Fußabdruck als Indikator für ein nachhaltiges Logistikmanagement

Bachelorarbeit , 2010 , 69 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bruno Hartig (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Folgen des Klimawandels begegnen uns fast jeden Tag durch neue Schreckensmeldungen in den Nachrichten. Egal ob Überschwemmungen, Hurrikans oder Dürren, die Erderwärmung und daraus resultierenden Naturkatastrophen werden von menschlichen Aktivitäten verursacht, in dieser Tatsache sind fast alle Wissenschaftler einig.
Seitdem dies erwiesen ist und die Folgen unseres Handelns immer sichtbarer werden, sind in den vergangenen Jahrzehnten umweltpolitische Themen und Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Auch in der Politik ist der Umweltschutz ein Themenfeld, mit dem sich inzwischen alle Parteien intensiv auseinandersetzen. Das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll hat als Ziel, die Senkung der Treibhausgase um 8% gegenüber 1990. Darüber hinaus haben sich die EU-Länder verpflichtet die Emissionen bis 2020 sogar um 20 % zu senken. Seit ein paar Jahren rücken solche umweltpolitischen Themen auch immer mehr in den Blickpunkt von Unternehmen. Eine Unternehmenspolitik mit nachhaltig-ökologischen Gesichtspunkten ist heute schon fast unverzichtbar vor allem für große Konzerne, die am stärksten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, da eine immer größer werdende öffentliche Meinung mehr umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen fordert. Dies gilt vor allem auch für die Logistikbranche, die im großen Maße Verursacher von klimaschädlichen Gasen ist.
Doch kann in der Logistik eine nachhaltige und ökologisch orientierte Strategie gleichzeitig zu ökonomischen Erfolg führen? Gibt es dort einen Zielkonflikt und wie kann man beide Ziele in Einklang bringen? Welche Methoden gibt es, um die Umweltfreundlichkeit eines Logistikunternehmens zu messen? Ist an dieser Stelle der CO2-Fußabdruck ein geeigneter Indikator für Nachhaltigkeit? Dies alles sind Fragestellungen, mit denen sich Logistikunternehmen in der jetzigen Zeit vermehrt beschäftigen müssen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Motivation

1.2. Gegenstand der Arbeit

2. Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Logistik

2.1. Bedeutung des Umweltschutzes in unser heutigen Gesellschaft

2.2. Bedeutung des Umweltschutzes für Logistikunternehmen

2.3. Ökologische Dimension in der Logistik

2.4. Auswirklungen der Logistik auf den Klimawandel

2.5. Auswirkungen des Klimawandels auf die Logistik

2.6. Verhältnis ökonomischer und ökologischer Ziele

2.7. Grüne Logistik

3. Der CO2 Fußabdruck

3.1. Ursprung des CO2-Fußabdrucks

3.1.1. Ökobilanz

3.1.2. Ökologischer Fußabdruck

3.2. Arten des CO2-Fußabdrucks

3.2.1. CO2-Fußabdruck eines Unternehmens

3.2.2. CO2-Fußabdruck einer Supply Chain

3.2.3. CO2-Fußabdruck eines Produktes

3.2.3.1. Bedeutung des PCF im Konsumgüterbereich

3.2.3.2. PCF im Logistikmanagement

3.2.3.3. Ziele des Product Carbon Footprinting

3.3. Berechnungsmethoden

3.3.1. Aktuelle Initiativen

3.3.2. Internationale Harmonisierung

4. Vorgehensweise und Beispiel für die Berechnung eines CO2-Fußabdrucks eines Produktes

4.1. Phase 1: Planungsphase

4.1.1. Zieldefinition und Produktauswahl

4.1.2. Lieferantenbindung

4.2. Phase 2

4.2.1. Prozessvisualisierung

4.2.2. Bestimmung von Systemgrenzen

4.2.3. Datensammlung und -ermittlung

4.2.3.1. Emissionsfaktoren

4.2.3.2. Activity-Daten

4.2.3.3. Primärdaten

4.2.3.4. Sekundärdaten

4.2.3.5. Datenquellen

4.2.4. Berechnung des CO2-Fußabdrucks

4.2.4.1. Berechnung der Emissionen für die Zutaten

4.2.4.2. Berechnung der Emissionen für das Backen

4.2.4.3. Berechnung der Emissionen für den Transport

4.2.4.4. Ergebnis der Berechnung

4.2.4.5. Berechnung bei einer variablen Supply Chain

4.3. Phase 3

4.3.1. Ergebnisse validieren

4.3.2. Einsparpotentiale

4.3.3. Kommunikation des CO2-Fußabdrucks

5. Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Fußabdrucks

5.1. Energiebereich

5.2. Grüne Beschaffung

5.3. Produktionsbereich

5.4. Transportbereich

5.4.1. Optimierung der Auslastung

5.4.2. Vermeidung von Leerfahrten

5.4.3. Lokale Beschaffung

5.4.4. Verlagerung auf andere Verkehrsträger

5.4.5. Einsatz von Telematiksystemen

5.5. Aktuelle Maßnahmen von Logistikunternehmen

6. Der CO2-Fußabdrucks als Nachhaltigkeitsindikator in der Logistik

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den CO2-Fußabdruck als geeigneten Indikator für Nachhaltigkeit innerhalb der Logistikbranche. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Logistikunternehmen ihre Umweltfreundlichkeit messen können und ob ein Zielkonflikt zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und ökonomischem Erfolg besteht, insbesondere vor dem Hintergrund steigender regulatorischer und gesellschaftlicher Anforderungen an den Klimaschutz.

  • Methoden zur Messung und Berechnung von CO2-Emissionen in der Logistik
  • Analyse des Einflusses von Logistikprozessen auf den Klimawandel
  • Erstellung einer exemplarischen CO2-Fußabdruck-Berechnung für ein Produkt (PCF)
  • Identifikation von Strategien und Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes
  • Evaluation des CO2-Fußabdrucks als Nachhaltigkeits- und Managementindikator

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Prozessvisualisierung

In einem ersten Schritt ist das Ziel alle Prozesse, Materialien und Aktivitäten, die mit der Herstellung des Produktes zu tun haben zu identifizieren. Durch den Aufbau einer Prozessübersicht aller betrieblichen Abläufe verschafft man sich einen Überblick über alle Vorgänge, die zum Lebenszyklus eines Produktes gehören. Unter einem betrieblichen Prozess versteht man eine „zusammengehörige Abfolge von Tätigkeiten zum Zweck einer Leistungserstellung“ mit einem klar definiertem In und Output. Vor allem dieser In- und Output jedes einzelnen Prozesses ist bei der weiteren Berechnung sehr wichtig.

Falls es im Unternehmen nicht schon detaillierte Prozessdiagramme oder –Beschreibungen zum Produktlebenszyklus gibt, ist eine passende Methode zur Identifizierung der Prozesse ein Brainstorming mit den Mitarbeitern bzw. Abteilungsleitern, die an der Herstellung des Produktes mitwirken. In einem ersten Schritt sollte man zuerst eine „funktionelle Einheit“ definieren, bevor man die Zutaten für das Produkte und alle Prozesse und Produktionsabläufe auflistet. Für das Beispiel der Croissantherstellung könnten die Ergebnisse eines Brainstormings folgendermaßen aussehen:

1. Definieren einer „funktionellen Einheit“:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Logistikunternehmen und stellt die Fragestellung zur Eignung des CO2-Fußabdrucks als Indikator vor.

2. Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Logistik: Hier werden die ökologischen Herausforderungen für die Logistik, das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie sowie das Konzept der "Grünen Logistik" erörtert.

3. Der CO2 Fußabdruck: Dieses Kapitel definiert den Begriff des CO2-Fußabdrucks, grenzt ihn von Ökobilanzen ab und stellt verschiedene Arten sowie Berechnungsmethoden und internationale Initiativen vor.

4. Vorgehensweise und Beispiel für die Berechnung eines CO2-Fußabdrucks eines Produktes: Anhand eines konkreten Praxisbeispiels einer Bäckerei wird eine detaillierte Anleitung zur Berechnung eines Produkt-CO2-Fußabdrucks (PCF) nach PAS 2050 gegeben.

5. Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Fußabdrucks: Es werden praxisnahe Handlungsfelder wie Energieeffizienz, grüne Beschaffung, Transportoptimierung und der Einsatz von Telematiksystemen zur Reduzierung von Emissionen vorgestellt.

6. Der CO2-Fußabdrucks als Nachhaltigkeitsindikator in der Logistik: Dieses Kapitel diskutiert die Eignung des CO2-Fußabdrucks als messbare Kenngröße für Umweltbelastung und Nachhaltigkeitsmanagement in der Logistik.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung standardisierter Verfahren für die Branche gegeben.

Schlüsselwörter

CO2-Fußabdruck, Grüne Logistik, Nachhaltigkeit, Logistikmanagement, Klimawandel, Treibhausgase, PCF, CO2e, Ökobilanz, Supply Chain, Emissionsfaktoren, Transportoptimierung, Umweltschutz, PAS 2050, Produktlebenszyklus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Relevanz des CO2-Fußabdrucks als Indikator, um die Nachhaltigkeit und Umweltbelastung innerhalb der Logistikbranche messbar zu machen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die ökologische Dimension der Logistik, die Berechnungsmethodik von CO2-Emissionen und Strategien zur Emissionssenkung in der Wertschöpfungskette.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit der CO2-Fußabdruck ein geeignetes Instrument für Unternehmen ist, um ökologische Ziele transparent zu machen und in Einklang mit ökonomischem Erfolg zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Nachhaltigkeit in der Logistik sowie der Anwendung der PAS 2050-Methode in einer beispielhaften Fallrechnung für ein Konsumgüterprodukt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Umweltschutzes, die methodische Herleitung des CO2-Fußabdrucks sowie eine praktische Schritt-für-Schritt-Berechnung an einem Croissant-Beispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie CO2-Fußabdruck, Grüne Logistik, Nachhaltigkeit, PCF, Supply Chain und Emissionsoptimierung beschreiben.

Wie wird die "funktionelle Einheit" im Berechnungsbeispiel bestimmt?

Für die Berechnung im Praxisbeispiel wurde eine funktionelle Einheit von einem Kilogramm Croissants festgelegt, um die Berechnungsgrundlagen gegenüber der üblichen Einzelstück-Betrachtung zu vereinfachen.

Welche Rolle spielen Lieferanten bei der Berechnung des CO2-Fußabdrucks?

Lieferanten sind für die Datengewinnung unabdingbar, da sie die direkten Informationen für die Produktions- und Anbauprozesse liefern, die in die Gesamtemissionsbilanz einfließen.

Warum ist die internationale Standardisierung bei der CO2-Messung so wichtig?

Eine Standardisierung ist entscheidend, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen verschiedenen Unternehmen zu gewährleisten und die Verlässlichkeit der Umweltkennzahlen für den Endverbraucher zu erhöhen.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der CO2-Fußabdruck als Indikator für ein nachhaltiges Logistikmanagement
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes  (Deutsch-Französisches Hochschulinstitut)
Note
1,3
Autor
Bruno Hartig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
69
Katalognummer
V163401
ISBN (eBook)
9783640781799
ISBN (Buch)
9783640781645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CO2-Fußabdruck Indikator Logistikmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bruno Hartig (Autor:in), 2010, Der CO2-Fußabdruck als Indikator für ein nachhaltiges Logistikmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163401
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Leseprobe aus  69  Seiten
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