Fremdwährungsanleihen - Ein Überblick über Emerging Market Bonds und Doppelwährungsanleihen


Studienarbeit, 2010
19 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1 Einleitung

2 Arten und Merkmale
2.1 Doppelwährungsanleihen
2.2 Emerging Market Bonds

3 Chancen- und Risikoanalyse
3.1 Chancenanalyse
3.2 Risikoanalyse

4 Zielgruppe

5 Abschließende Würdigung/Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Cashflows einer Doppelwährungsanleihe

Abb. 2 Erträge südafrikanischer Anleihen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Fremdwährungsanleihen, gerade wenn es sich um Staatsanleihen von Schwellenländern handelt, versprechen vor allem eines: Hohe Renditen. Dies ist zum einen durch das oftmals schlechte Rating und zum anderen durch das Währungsrisiko bedingt. Allerdings gibt es einen kaufmännischen Grundsatz, dass mit hohen Renditen meistens auch hohe Risiken verbunden sind.

Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit zeigt, dass ein solches Invest­ment durchaus schiefgehen kann und die hohen Risikoaufschläge für solche Anleihen gerechtfertigt sind: Argentinien.

Ende 2001 musste Argentinien nach drei Jahren schwerer Rezession den Staatsbankrott eingestehen und stoppte alle Zahlungen an etwaige Gläubi­ger. Der heimische Peso[1] wurde drastisch abgewertet.

Erst im Jahr 2005 gab es von Seiten der Argentinischen Regierung ein An­gebot an die Gläubiger in aller Welt, sie sollten hierbei auf 70% ihrer Forde­rungen gegen das Land verzichten. In diesem Jahr gab es ein neuerliches Angebot an die verbliebenen Gläubiger, die das Angebot von 2005 ausge­schlagen hatten. Aber auch das neue Angebot sieht Verluste von bis zu 70% des eingesetzten Kapitals vor.

Anleger die also in Argentinische Staatsanleihen, sogenannte Emerging Market Bonds[2], investiert haben, haben also überwiegend enorme Verluste durch ein solches Investment realisiert. Die Kleinanleger, die dies betraf oder immer noch betrifft, kommen vor allem aus Deutschland und Italien.

In dieser Arbeit sollen Emerging Market Bonds und Doppelwährungsanleihen näher analysiert werden, um zu ermitteln, was diesen Typ von Anleihen aus­zeichnet und welche Chancen bzw. Risiken grundsätzlich damit verbunden sind.

Hierzu werden im zweiten Kapitel die Merkmale von zwei verschiedenen Ar­ten von Fremdwährungsanleihen herausgearbeitet. Im dritten Kapitel wird eine ausführliche Chancen- und Risikoanalyse durchgeführt, um zu zeigen welches Profil für Fremdwährungsanleihen charakteristisch sind. Im vierten Kapitel wird analysiert für welche Anlegergruppen bzw. Investoren Fremd­währungsanleihen interessant sind und welche Risikoeinstufung für Anleger, die ein solches Investment planen, gegeben sein sollte. Abschließend soll eine Zusammenfassung der Ergebnisse erfolgen und ein Fazit gezogen wer­den.

2 Arten und Merkmale

2.1 Doppelwährungsanleihen

Doppelwährungsanleihen sind entstanden, weil vor allem US-amerikanische Unternehmen darum bemüht waren ihre Kapitalkosten zu senken. Hierzu wurde Kapital in Niedrigzinsländern in US-$ aufgenommen. Anfang der 1980er Jahre wurde deshalb die erste Doppelwährungsanleihe in Schweizer Franken (Sfr) und US-Dollar (US-$) begeben, da die Zinsdifferenz bis zu 6% bei Kapitalanlagen in der Schweiz bzw. den USA betrug.[3]

Doppelwährungsanleihen sind Festzinsanleihen[4] ähnlich, da vor der Emissi­on die Laufzeit, der Ausgabekurs, der Zinssatz und der Rückzahlungskurs festzulegen sind. Bei einer Doppelwährungsanleihe müssen allerdings zu­sätzlich der Ausgabekurs und die Zinszahlung in A-Währung, beispielsweise Sfr, und die Rückzahlung in B-Währung, beispielsweise US-$, festgelegt werden.[5] Der Wechselkurs der Fremdwährung wird hierbei bei Emission der Anleihe in der Anleihespezifikation festgelegt.

Der Emittent emittiert also auf einem Kapitalmarkt, an dem ein niedriges Zinsniveau vorherrscht eine Anleihe in einer Währung, auf dessen Kapital­markt ein hohes Zinsniveau vorliegt. Die vorher als A-Währung bezeichnete Währung ist also die Niedrigzinswährung[6] und die vorher als B-Währung be­zeichnete Währung ist die Hochzinswährung[7].

[...]


[1] Der argentinische Peso ist die Landeswährung in Argentinien.

[2] Siehe Kap. 2.2.

[3] Vgl. Walz/Menichetti (1987), S.552.

[4] Bei Festzinsanleihen verpflichtet sich der Emittent dem Anleihegläubiger den vertraglich festgelegten Zins bis zum Ende der Laufzeit zu zahlen und den Nennwert zum Ende der Laufzeit zu­rückzuzahlen.

[5] Vgl. Wöhe (2008), S. 601 u. 602; Steiner/Bruns (2007), S. 134.

[6] Niedrigzinswährung = Währung am Kapitalmarkt mit niedrigem Zinsniveau.

[7] Hochzinswährung = Währung am Kapitalmarkt mit hohem Zinsniveau.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Fremdwährungsanleihen - Ein Überblick über Emerging Market Bonds und Doppelwährungsanleihen
Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Berufsakademie Hannover  (Bankwirtschaft)
Note
2,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V163414
ISBN (eBook)
9783640792603
Dateigröße
705 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fremdwährungsanleihen, Doppelwährungsanleihen, Emerging Market Bonds, Anleihen
Arbeit zitieren
Hendrik Dieckmann (Autor), 2010, Fremdwährungsanleihen - Ein Überblick über Emerging Market Bonds und Doppelwährungsanleihen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163414

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