Aufgaben und Kompetenzen für ein neues Pflegeverständnis

Konsequenzen für die Ausbildung und die Tätigkeit von zukünftigen Pflegexperten


Hausarbeit, 2008

33 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pflege im Fokus eines Wachstumsmarktes: Chancen einer Branche
2.1 Alter im Zentrum des Pflegebedarfs
2.2 Fokussierung von Demenz
2.3 Verschiebung des Pflegebedarfs in den extramuralen Bereich
2.4 Wandel der sozialen Strukturen
2.5 Nachfragesteigerung von Pflege (-produkten und -leistungen)

3. Neue Qualifikationsfelder: Verzahnung von Fachexpertise und Management
3.1 Kooperation und Koordination
3.2 Organisations- und Personalentwicklung
3.3 Rollendefinitionen für innovative Versorgungsangebote

4. Kompetenzbildung und Qualifizierung: Warum eine duale Ausbildung?
4.1 Pflegeausbildung im internationalen Vergleich
4.2 Hintergründe zur dualen Ausbildung
4.3 Merkmale der dualen Ausbildung
4.4 Potenziale der dualen Ausbildung

5. Die berufliche Perspektive: Konkrete Einsatzfelder der Absolventen
5.1 Das Pflegeexpertentum in der US-Pflege
5.2 Geschäfts- und Tätigkeitsfelder im Bereich der Gesundheitsversorgung
5.3 Ausgewiesene Tätigkeitsfelder durch die Ausbildungsstätten

6. Die Integrierte Versorgung: Potenziale für Pflegefachkräfte
6. 1 Entlassungsmanager
6.2 Patientenberater (Patientenedukation)
6.3 Case Manger
6.4 Netzwerkmanager

7. Fazit

8. Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Veränderung der Altersstruktur in Deutschland

Abb.2: Altersspezifische Prävalenz der Pflegebedürftigkeit nach SGB XI am 31.12.1998 nach Pflegestufe

Abb. 3: Kooperation und Koordination des Versorgungssystems

Abb. 4: Übersicht über mögliche Tätigkeitsfelder für Absolventen einer dualen Pflegeausbildung

Abb. 5: Implementation des EM-Prozess in den Pflegeprozess

1. Einleitung

Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen haben sich verändert. Das zukünftige Versorgungsverständnis ist von Arbeitsteilung und Kooperation geprägt. Prozesshaftes Denken, welches ein ganzheitliches Versorgungskontinuum anstrebt steht im Mittelpunkt der künftigen Patientenbehandlung. Hieraus erwächst die Konsequenz, dass sich die Gesundheitsberufe neu definieren.[1] Die Professionalisierung der Pflege steht seit vielen Jahren in dieser Diskussion. Im Rahmen von gesellschaftspolitischen Veränderungen und den damit einhergehenden Anforderungen wächst der Druck nach einer eindeutigen und neuen Positionierung im gesamten Versorgungsspektrum.[2]

Ein entscheidender Faktor in der aktuellen Entwicklung des Gesundheitswesens ist die Verknappung der Ressourcen.[3] Die Ursachen hierfür liegen in diversen Entwicklungen. Die demographischen Veränderung, das sich wandelnde Krankheitsspektrum und der medizinisch­technische Fortschritt führen zukünftig weiter zu einem Kostenanstieg. Maßnahmen zur Kostendämpfung stehen seit drei Jahrzehnten im Zentrum der Reformbemühungen. Von den siebziger bis Mitte der neunziger Jahre wurden von der Politik vornehmlich Aktivitäten zur Kostenreduktion auf der Ausgabenseite eingesetzt. Erst mit dem Gesundheitsstrukturgesetz von 1992[4] und der Gesundheitsreform 2000[5] begann ein Paradigmenwechsel: Fokus wurde auf Steigerungen der Einnahmenseite und auf Anreizstrukturen zu mehr Effizienz und Effektivität im Gesundheitswesen gelegt.[6] Neben der Kostenseite werden Szenarien der Über-, Unter- und Fehlversorgung aufgezeigt. So stellt sich heute vielerorts die Frage, ob in Zukunft - insbesondere in ländlichen Regionen - die medizinische Versorgung nach heutigen Maßstäben weiter gewährt werden kann.[7]

Zukünftig wird den Akteuren des Gesundheitswesens ein hohes Veränderungspotenzial abverlangt. Neue und innovative Versorgungsformen wie die Integrierte Versorgung werden zwangsläufig neue Anforderungen an das Profil der Gesundheitsberufe stellen. Der Pflege als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen kommt hier eine besondere Rolle zu.[8] Ohne Pflege würde es der Medizin nicht möglich sein, eine kontinuierliche Versorgung zu gewähren. Durch ihr professionelles und strukturiertes Handeln leistet die Pflege einen erheblichen Beitrag zu einem ganzheitlichen Versorgungsansatz.[9] Sie unterstützt die Überbrückung der Sektoren, denn Pflege agiert im ambulanten wie stationären Sektor. Durch die Planung und Organisation der stationären Nachsorge, kompensiert sie schon heute Diskontinuitäten, so gleicht sie beispielsweise infrastrukturelle Defizite zwischen den Sektoren aus.[10]

Die historisch gewachsene Segmentierung verhindert eine bedarfsgerechte Versorgung der Patienten. Fehlende Kooperationen zwischen den Leistungsteilbereichen führen zu Ineffizienzen, woraus nicht nur institutionelle und volkswirtschaftliche Ressourcenverschwendung sondern auch Qualitätseinbussen für den einzelnen Patienten in der Versorgung erwachsen.

Wo liegen hier die Entwicklungspotentiale und Qualifizierungsbedarfe? Die Medizin, die Pflege und andere Heil- und Hilfsberufe befinden sich in einer anhaltenden Professionalisierungsdiskussion. Das Hauptziel der aktuellen Akademisierung ist die Qualifizierung für institutionsgebundene Führungstätigkeiten. In dem neuen Verständnis der Gesundheitsversorgung - sektorenübergreifende Netzwerke unterschiedlicher Akteure - kann die Grundlagenausbildung der Pflege das Wissens- und Verständnisfundament für Managementtätigkeiten in Versorgungsnetzen bilden. Jedoch muss ein größerer Fokus auf betriebswirtschaftliche, organisatorische und die entsprechenden Schlüsselqualifikationen gelegt werden. Pflege kann neue Strukturen mitgestalten, wenn sie zukünftig mehr Verantwortung in der Organisation und Steuerung der Behandlung übernimmt.

2. Pflege im Fokus eines Wachstumsmarktes: Chancen einer Branche

2.1 Alter im Zentrum des Pflegebedarfs

Der Pflegesektor ist und bleibt ein „Wachstumsmarkt“, die Bevölkerung überaltert und die Geburtenrate sinkt. Die Verschiebung der Alterspyramide von einem „Pyramide“ hin zu einem „Pilz“ zeigt, die sich drastisch veränderte Altersverteilung in Deutschland (s. Abb.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Veränderung der Altersstruktur in Deutschland [11]

Allein diese demographischen Veränderungen lassen erkennen, dass sich der Pflegemarkt in Deutschland weiter entwickeln wird.[12] Die Menschen in Deutschland werden nicht nur älter, sondern sie leben gesundheitsbewusster als vor einigen Jahrzehnten, zeigen mehr Interesse für die eigenen Krankheitsgeschichten und sind allgemein viel informierter über gesundheitsrelevante Aspekte. Hieraus lässt sich ein längeres, gesünderes und selbstbestimmtes Leben der Durchschnittsbevölkerung ableiten. Die Wissenschaft versucht diese Zusammenhänge über zwei theoretische Konstrukte zu erklären, die Kompressionsthese und die Medikalisierungsthese. Nach der Kompressionsthese verlängert sich die Lebenserwartung bei gleichzeitiger Verkürzung der Morbiditätsphase, d.h. die Menschen werden gesünder älter und leiden erst kurz vor ihrem Ableben an chronisch-irreversiblen Krankheiten. Allgemein wird diese Theorie in diesem Kontext als eher positiv bewertet. Die Medikalisierungsthese dagegen geht davon aus, dass die Gesamtmorbidität (Krankheitsgeschehen) eher zunimmt, d.h. durch die sich weiterentwickelnde kurative Medizin gelingt es immer besser, die mit chronischen Krankheiten einhergehenden Komplikationen und Bedürftigkeiten auszugleichen bzw. zu kompensieren. Das Leben wird demnach durch medizinische Interventionen erfolgreich verlängert, das Voranschreiten der eigentlichen Krankheit kann jedoch nicht aufgehalten werden. Somit verlängert sich neben der Lebenserwartung auch die Morbiditätsdauer. Dies gibt einen Erklärungsansatz für den zukünftigen Anstieg des Anteils älterer kranker und pflegebedürftiger Menschen in Relation zur Gesamtbevölkerung.[13]

In der ökonomischen Betrachtung zeigt eine Überalterung der Gesellschaft einen Anstieg der Gesamtausgaben des Gesundheitswesens an. Das Kostenwachstum resultiert aus der zunehmenden Inanspruchnahme von primären und sekundären Pflegeleistungen. So stehen den klassischen Pflegeprodukten (Pflege nach SGB XI) auch neue Angebote zur Seite, z.B. neue Wohnformen, die zunehmende Unterstützung pflegender Angehöriger und generelle Angebote zur Erhaltung der Selbstständigkeit sowie den Verbleib in der Häuslichkeit. Die zukünftig überproportional ansteigenden Zusatzbelastungen müssen vornehmlich von den Beitragszahlern der sozialen Sicherungssysteme (GKV) bzw. den älteren Bevölkerungsgruppen selbst getragen werden. Wie sich der Anteil an Pflegebedürftigen darstellt, zeigt sich in der folgenden Abbildung (s. Abb. 1).[14] Es ist zu erwarten, dass sich der Anteil zukünftig weiter erhöht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Altersspezifische Prävalenz der Pflegebedürftigkeit nach SGB XI am 31.12.1998 nach Pflegestufe (Ohne Härtefälle und Personen mit noch offener Pflegestufenzuordnung; Prävalenz im Alter von 65 bis 79 Jahren: 4,9 %, ab 80 Jahren: 30,7 %.)[15]

2.2 Fokussierung von Demenz

Fast die Hälfte der Pflegebedürftigen in Privathaushalten hat eine Demenz, wobei mit zunehmender Pflegestufe der Anteil stark ansteigt. Gleichzeitig ist die Demenz der mit Abstand wichtigste Grund für eine Heimaufnahme, und der Anteil demenzkranker Heimbewohner hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen. Derzeit sind über 60% der Heimbewohner von dieser Krankheit betroffen. Man kann davon ausgehen, dass in Deutschland etwa 400.000 demenziell erkrankte Menschen in Alten- und Pflegeheimen versorgt werden.[16] Die Demenz[17] gehört zu den häufigsten und folgenreichsten psychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter. In Deutschland leiden derzeit ca. eine Million Menschen an einer Demenz (bezogen auf die 65­Jährigen und Älteren). Die Inzidenz (Anzahl der Neuerkrankungen) beträgt im Laufe eines Jahres fast 200.000. Mit zunehmendem Alter steigt die Prävalenz (Häufigkeit demenzieller Erkrankungen) sehr stark an, von weniger als 2% bei den 65- bis 69-Jährigen auf über 30% bei den 90-Jährigen und Älteren. Bereits in den leichten bzw. frühen Erkrankungsstadien weisen die Betroffenen Einschränkungen in der selbstständigen Lebensführung auf. Der fortgeschrittene Krankheitsverlauf (mittelschweres oder schweres Demenzstadium) ist durch komplexe Funktionseinbußen gekennzeichnet, was eine umfassende Pflegebedürftigkeit und einen Beaufsichtigungsbedarf rund um die Uhr auslöst. Eine Heilung der Alzheimer-Demenz ist gegenwärtig nicht möglich. In den nächsten Jahrzehnten ist aufgrund der Zunahme älterer und hochbetagter Menschen mit einem beträchtlichen Anstieg der Zahl Demenzkranker zu rechnen, wobei ein hoher Anteil dauernder Aufsicht oder Pflege bedarf. Bleibt ein Durchbruch in der Prävention und Therapie dieser Erkrankung aus, so wird die Anzahl demenziell Erkrankter in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf über 1,4 Millionen, bis zum Jahre 2050 auf ca. 2,3 Millionen Demenzkranke ansteigen. Hausärzte (Allgemeinärzte und Internisten) und Pflegeexperten spielen in der Versorgung von Demenzkranken eine Schlüsselrolle. Demenzkranke leiden oft gleichzeitig an mehreren Krankheiten (Multimorbidität) und haben in der häuslichen Versorgung einen hohen Bedarf an Hausbesuchen.[18]

2.3 Verschiebung des Pflegebedarfs in den extramuralen Bereich

Die Entwicklung im Krankenhaussektor - seit der Einführung der DRG-Vergütung (2003) - wirkt sich maßgeblich auf den posthospitalen Pflegebereich aus. Krankenhäuser reduzieren ihre Bettenkapazitäten, um ihre Wirtschaftlichkeit nach oben zu korrigieren. Patienten mit einem zeitlich begrenzten bzw. nachhaltigen Pflegebedarf werden zunehmend schneller an nachsorgende Leistungserbringer abgegeben. Die Rekonvaleszenzphase (Genesung) wird sich vermehrt nach Hause, d.h. in eine häusliche Betreuung und Pflege von Personen nach operativen Eingriffen verlagern. Dies bedeutet für die Pflegenden, dass sie abwechselnd in beiden Bereichen - stationär wie auch ambulant - arbeiten. Pflegeheime werden kurz- und mittelfristig fast nur noch Bewohner aufnehmen, deren Verbleib in der häuslichen Umgebung gefährdet ist. Gründe können darin liegen, dass die häusliche Betreuung zu aufwändig, zu teuer oder aus anderen Aspekten nicht möglich ist (keine oder fehlende Bereitschaft der Angehörigen zur Übernahme der Pflegeaufgaben). Dies betrifft vor allem chronisch schwer kranke und demenziell erkrankte alte Menschen.[19] Zugleich werden Pflegeheime für eine so genannte „subakute“ Versorgung zuständig sein und deshalb partiell Krankenhäuser in der Grundversorgung ersetzen. Das betrifft vor allem die Bereiche Infusionstherapie, künstliche Ernährung, Frührehabilitation und postoperative Wundversorgung.[20]

2.4 Wandel der sozialen Strukturen

Der Anstieg des Anteils älterer und pflegebedürftiger Menschen ist eingebunden in gesellschaftliche Veränderungen. Die traditionell gewachsenen Familienstrukturen unterliegen seit Jahren einem Wandel. In Deutschland lag der Schwerpunkt der Versorgung pflegebedürftiger älterer Menschen im Rahmen der Familie, insbesondere bei den Ehefrauen, Töchtern und Schwiegertöchtern. Familienforscher, Epidemiologen und Gerontologen diskutieren seit einiger Zeit Faktoren, die eine Schwächung dieses familiären Unterstützungspotenzials erwarten lassen. Hierzu zählen vor allem eine stärkere Erwerbsbeteiligung der Frauen, rückläufige Geburtenzahlen (hieraus resultiert eine ungünstigere Eltern-Kinder-Relation), Anstieg der Scheidungsraten sowie eine geringere Bereitschaft der Kinder, familiäre Pflege zu leisten.[21] Zusammengefasst ergeben sich aus diesen Veränderungen folgende Trends:[22]

- Die Grenzen der Familienpflege werden deutlicher und erkennbarer; insbesondere bei schwerer Pflegebedürftigkeit wird auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden müssen;
- neue Formen der Zusammenarbeit mit Angehörigen und Ehrenamtlichen - vor allem im ambulanten Bereich - werden notwendig, bei denen die Pflege zunehmend die Aufgaben der Moderation, Beratung und Information übernehmen wird (Stichwort: Pflege-Mix[23] );
- Altenpflegearbeit wird damit zu einem wichtigen Bestandteil innerhalb eines umfassenden Versorgungsangebotes und gerät damit stärker als in der Vergangenheit in die Rolle des Koordinators von Hilfebedarf.

2.5 Nachfragesteigerung von Pflege (-produkten und -leistungen)

Neben der steigenden Alterungsrate, als Prädiktor für Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI zeichnet sich eine weitere Veränderung im Pflegesektor ab. Die Pflegebedürftigen wollen trotz kognitiver und körperlicher Defizite ein weitestgehend selbstbestimmtes und selbstständiges Leben führen. Nicht alle individuellen Bedarfe werden über die Pflegeversicherung getragen.[24] Die ältere Generation sucht nach Kompensationsleistungen auf dem Markt.

[...]


[1] Vgl. Gutachten des SVRKAIG 2007, S.69

[2] Vgl. Bollinger et al. 2006, S.77-84

[3] Vgl. Amelung & Schumacher 2004, S. 3

[4] Einführung bzw. Ausweitung des GKV-Wettbewerbs und die Einführung des RSA.

[5] Beschluss zur Krankenhausvergütung über DRG's.

[6] Vgl. Simon 2005, S. 45

[7] In erster Linie stellt die Wiederbesetzung von Hausarztsitzen die wahrscheinlich größte Herausforderung dar.

[8] Das Gesundheitspersonal gliederte sich 2006 wie folgt: 311.000 Ärzte, 66.000 Zahnärzte, 717.000 Gesundheits- und Krankenpfleger, 321.000 Altenpfleger, Vgl. Statistisches Bundesamt 2007

[9] Vgl. Schaeffer 2000, S. 13f

[10] Expertenstandard: Entlassungsmanagement in der Pflege, 2002

[11] Statistisches Bundesamt 2006

[12] Vgl. Winter von 2003, S. 7

[13] Vgl. Klever-Deichert et al. 2006, S. 81f

[14] Prognosen zur zukünftigen Zahl der Pflegebedürftigen sind mit vielen Unsicherheiten verbunden und die Spanne die sich in den unterschiedlichen Prognosen findet ist recht breit. Im Dritten Altenbericht der Bundesregierung (2001, S. 88) und im Endbericht der Enquete­Kommission „Demographischer Wandel“ (2002) finden sich jeweils tabellarische Übersichten zu unterschiedlichen Prognosen. In der Regel werden die altersspezifischen Pflegeprävalenzraten als konstant gesetzt - also die Anteile der zu einem bestimmten Zeitabschnitt Pflegebedürftigen im Vergleich zur gesamten Bevölkerung des gleichen Alters verändert sich in den Prognosen nicht. Die Raten oder Anteile werden dann an die prognostizierte Bevölkerungsstruktur angelegt. Vgl. Adolph 2003, S.4

[15] Dritter Altenbericht der Bundesregierung

[16] Vgl. Bickel 2005, S. 1 - 15

[17] Entsprechend der Definition nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ist Demenz ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Diese kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Vgl. Dilling et al. 1993

[18] Fratiglioni et al. 2000, S. 10 - 15; Vgl. Bickel 2005, S. 1 - 15

[19] Vgl. Neubauer 2002, S.165-170

[20] Vgl. Brandenburg 2002, S.135f

[21] Vgl. Schlussbericht der Enquête-Kommission „Demographischer Wandel“ 2002, S. 38-40 und Vgl. Henke et al. 2006, S. 30

[22] Vgl. Brandenburg 2002, S. 134f

[23] Pflegemix bzw. Mix an Pflegearrangements bezieht sich auf die Strukturierung der Pflege hinsichtlich der zu erwartenden Veränderungen. Künftig wird, nicht zuletzt bedingt durch demografische und gesellschaftliche Wandlungsprozesse, die Notwendigkeit steigen, Pflege als gesamtgesellschaftliches Thema zu begreifen. Die Vision die Pflege eines Menschen durch Angehörige, beruflich Pflegende und Freiwillige in einem „Mix“ so zu gestalten, dass sie personell, finanziell und vor allem menschlich leistbar bleibt stellt die Zielgröße dar. Vgl. Hasseler & Görres 2005, S. 39

[24] Vgl. Hasseler & Görres 2005, S.37

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Aufgaben und Kompetenzen für ein neues Pflegeverständnis
Untertitel
Konsequenzen für die Ausbildung und die Tätigkeit von zukünftigen Pflegexperten
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V163438
ISBN (eBook)
9783640777440
ISBN (Buch)
9783640776863
Dateigröße
747 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflege, Ausbildung, Kompetenzen, Qualifizierung, Duale Ausbildung, Pflegeexperte, Pflegeverständnis, Netzwerk, Professionalisierung, Gesundheitswesen
Arbeit zitieren
M.Sc. (PH and Admin.) Rajko Pflügel (Autor), 2008, Aufgaben und Kompetenzen für ein neues Pflegeverständnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163438

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