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Die Wiedervereinigungspolitik Konrad Adenauers

Title: Die Wiedervereinigungspolitik Konrad Adenauers

Term Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa Brill (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Mit dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit Konrad Adenauers Wiedervereinigungspolitik überhaupt das Ziel eines wiedervereinigten Deutschlands beabsichtigte. Welche Priorität hatte die Wiedervereinigung in seinem politischen Handeln.
Benutzte er das Offenhalten der Deutschen Frage vielmehr, um seine eigentlichen Ziele, die Erringung der Souveränität der Bundesrepublik und die Eingliederung in den Westen zu erreichen? Oder war seine umstrittene Politik der Westbindung der einzige Weg sein Ziel die Souveränität zu erreichen und glaubte er wirklich, dass nur durch Erringung der Freiheit eine anschließende Wiedervereinigung überhaupt möglich war. War es also die einzig richtige Möglichkeit, die Adenauer wählen konnte?
Zuerst möchte ich mich mit den praktischen Schritten von Adenauers Politik seit seinem Amtsantritt in Sachen Wiedervereinigung contra Westbindung beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen dabei die abgeschlossenen Verträge und Schritte in die westliche Gemeinschaft.
Anschließend geht es darum, Adenauers Einstellung zur Wiedervereinigung näher zu untersuchen, hat er Versuche unternommen, sie herbeizuführen oder zielten nicht alle seine Vorgehen auf eine Vertiefung der Teilung ab? Welche Theorien und Motive lagen seinem
Handeln zugrunde? Am Ende folgt ein Fazit, in dem die Leitfragen „Wollte Konrad Adenauer die Spaltung Deutschlands?“ und „Wie wichtig war ihm die Wiedervereinigung?“ beantwortet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Westpolitik als Sicherheitspolitik

3. Westintegration vor Wiedervereinigung

4. Fazit und Thesen

5. Quellen und Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wiedervereinigungspolitik von Konrad Adenauer und geht der zentralen Forschungsfrage nach, inwieweit Adenauers Fokus auf die Westintegration das Ziel einer nationalen Einheit beabsichtigte oder ob die Westbindung zur Vertiefung der deutschen Teilung beitrug. Dabei wird analysiert, ob Adenauer die Wiedervereinigung als vorrangiges Ziel betrachtete oder sie der Erlangung der Souveränität und Sicherheit der Bundesrepublik unterordnete.

  • Politische Strategie der Westintegration und deren Auswirkungen auf die Teilung Deutschlands.
  • Analyse von Adenauers Motiven im Kontext des Kalten Krieges und der Bedrohung durch die Sowjetunion.
  • Untersuchung verschiedener theoretischer Ansätze (Magnettheorie, Krisentheorie, etc.) in Adenauers Außenpolitik.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These, Adenauer habe die nationale Einheit nicht angestrebt.
  • Bewertung des Verhältnisses von Freiheit, Souveränität und Wiedervereinigung in der frühen Adenauer-Ära.

Auszug aus dem Buch

3. Westintegration vor Wiedervereinigung

Doch auch für Adenauer stand als grundlegende politische Verpflichtung fest die Wiedervereinigung anzustreben. Er schuf auch bereits 1949 ein gesamtdeutsches Ministerium, um Kritiker abzuwehren, er würde in Wirklichkeit keine Wiedervereinigung wollen.

Doch der Weg, um diese zu erlangen, war für Adenauer allein durch eine strikte Westbindung, also eigentlich eine Vertiefung der Teilung möglich. Er stützte seine Überlegungen und Schritte auf verschiedene Theorien: Als erste Theorie die „globale Entspannungstheorie“, die besagte, dass durch die Verknüpfung der deutschen Frage in den allgemeinen, herrschenden Ost-West Konflikt, eine Lösung dieser Frage erst dann entstehen könnte, wenn die Furcht auf beiden Seiten abgebaut die Spannungen abgeklungen sind. Desweiteren als zweite die „Abrüstungstheorie“, denn für Adenauer war die Wiedervereinigung erst möglich, wenn eine allgemeine Abrüstung erfolgt war, hauptsächlich bezüglich der Atombombe. So äußerte er sich am 03.06.1955: „Die Entspannung kann nur dann eintreten, wenn eine wirkliche Abrüstung erfolgt. Man kann doch nicht von einer Entspannung unter den Völkern reden, wenn sie sich gegenüberstehen, jeder mit einer Bombe in der Hand….“ Die dritte Theorie war die sogenannte „Krisentheorie“. Adenauer war nämlich der Überzeugung, dass die Sowjetunion unter starkem wirtschaftlichem Druck stand, hauptsächlich durch die Schwächen der Planwirtschaft, er ging deshalb von einem baldigen Bedarf der sowjetischen Wirtschaft an westlichem Kapital und Technologie aus. Die vierte Theorie war die „Frustrationstheorie“, die ähnlich der „Magnettheorie“ davon ausging, dass der Westen einig und stark sein müsse als Gegenpol zur Sowjetunion. Denn nur, wenn der Westen stärker als die Sowjetunion werden würde, könnte man deren Herrschaftsgelüste frustrieren, die durch ein Gemisch aus Kommunismus und Nationalismus bestimmt seien. Erst dann würde die Sowjetunion erkennen, dass sie nach außen nicht weiterkomme, ein Prozess des Umdenkens finde statt und eine Wendung nach innen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die fachwissenschaftliche Kontroverse um Adenauers Wiedervereinigungspolitik dar und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die forschungsleitenden Fragestellungen der Arbeit.

2. Westpolitik als Sicherheitspolitik: Hier werden die außenpolitischen Schritte Adenauers analysiert, die darauf abzielten, durch die Anbindung an den Westen Souveränität und Sicherheit für die Bundesrepublik zu gewinnen.

3. Westintegration vor Wiedervereinigung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen von Adenauers Politik beleuchtet, insbesondere seine Priorisierung der Westbindung gegenüber einer unmittelbaren Wiedervereinigung.

4. Fazit und Thesen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Westintegration für Adenauer das primäre Mittel zur Erlangung der staatlichen Freiheit war, während die Wiedervereinigung als langfristiges Fernziel bestehen blieb.

5. Quellen und Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primärquellen und die wissenschaftliche Fachliteratur auf, die der Analyse zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Konrad Adenauer, Westintegration, Wiedervereinigung, Bundesrepublik Deutschland, Souveränität, Deutsche Frage, Kalter Krieg, Westbindung, Magnettheorie, Sicherheitspolitik, Außenpolitik, Teilung Deutschlands, DDR, Souveränitätserlangung, Ost-West-Konflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Adenauers Wiedervereinigungspolitik und analysiert, warum er die Integration der Bundesrepublik in den Westen als Priorität gegenüber einer direkten Wiedervereinigung setzte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Adenauers Außenpolitik, der Prozess der Souveränitätsgewinnung, der Umgang mit der Deutschen Frage und das Spannungsfeld zwischen Westbindung und der nationalen Einheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Adenauers Politik die Teilung Deutschlands vertiefte und ob die Wiedervereinigung tatsächlich ein ernsthaftes Ziel oder eher ein innenpolitisches Instrument war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Biographien, historischen Dokumenten, Regierungserklärungen und der Auswertung kontroverser fachwissenschaftlicher Debatten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den praktischen politischen Schritten (z.B. Petersberger Abkommen, NATO-Beitritt), den theoretischen Überlegungen Adenauers und den Auswirkungen der Westintegration auf die deutsche Teilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Westintegration, Souveränität, Wiedervereinigungspolitik, Kalter Krieg und das Misstrauen gegenüber dem deutschen Nationalismus.

Warum lehnte Adenauer eine Neutralisierung Deutschlands ab?

Adenauer fürchtete, ein neutrales Deutschland würde instabil und erneut radikalen politischen Kräften zum Opfer fallen; zudem misstraute er der politischen Reife des deutschen Volkes für eine Sonderrolle zwischen den Blöcken.

Welche Bedeutung hatte die sogenannte „Magnettheorie“ für Adenauer?

Die Magnettheorie besagte, dass eine wirtschaftlich und politisch prosperierende Bundesrepublik im Westen eine so hohe Anziehungskraft entwickeln würde, dass sie letztlich auch den sowjetisch besetzten Teil Deutschlands zu einer Wiedervereinigung bewegen könnte.

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Details

Title
Die Wiedervereinigungspolitik Konrad Adenauers
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Deutsche Frage
Grade
1,3
Author
Lisa Brill (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V163502
ISBN (eBook)
9783640908172
ISBN (Book)
9783640908455
Language
German
Tags
wiedervereinigungspolitik konrad adenauers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Brill (Author), 2009, Die Wiedervereinigungspolitik Konrad Adenauers , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163502
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