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Strukturaler Ansatz der Organisationsentwicklung

Titel: Strukturaler Ansatz der Organisationsentwicklung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lasse Walter (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Organisationsentwicklung ist, nachdem sie lange Zeit eine exklusive
Domäne der Unternehmen war, mit zunehmender Bedeutung in den Bereich
der Schulen vorgedrungen. Dieses war der Anlass, in dem Seminar „Systemdidaktik
als wirtschaftspädagogischer Ansatz der Organisationsentwicklung“
das Thema in seiner ganzen historischen Vielfalt und seinen verschiedenen
methodischen Zugängen zu erarbeiten.1 Die bekannten Techniken der
Organisationsentwicklung lassen sich bezüglich der Ausrichtung der Techniken
unterscheiden:2
1. Am individuellen Verhalten orientierte Techniken
2. Strukturorientierte Organisationsentwicklungs-Techniken
3. An sozialen Beziehungen orientierte Techniken
4. Integrierte Ansätze der Organisationsentwicklung
Die Techniken, die sich am individuellen Verhalten orientieren, basieren auf
dem Modell von Kurt Lewin, in dem in einem Drei-Phasen-Schema die
Veränderung der Individuen abgebildet werden.3 Dieses Schema wird in
Kapitel drei im Zusammenhang mit der Optimierung der Arbeitssituation
durch Organisationsentwicklung genauer erläutert. Die an sozialen Beziehungen
orientierten Organisationsentwicklungstechniken konzentrieren sich
auf Gruppen und die Dynamik in der Gruppe. Es wird der Prozess betrachtet,
der sich vom ersten Zusammentreffen einzelner Personen bis zum Beschluss
des gemeinsamen Vorhabens entwickelt und immer wieder neu gestaltet.
4 Die strukturorientierten Organisationsentwicklungstechniken hingegen
betrachten vorrangig die Wirkungen struktureller Regelungen auf die
Organisationsmitglieder. [...]

1 Vgl. Dr. Volker Bank, Informationsblatt zum Seminar „Systemdidaktik als wirtschaftspädagogischer
Ansatz der Organisationsentwicklung“, Wintersemester 2002/2003, Christian-
Albrechts-Universität Kiel, Institut für Pädagogik, Lehrstuhl für Berufs- und Wirtschaftspädagogik.
2 Vgl. Kieser, Prof. Dr. A., Krüger, Dipl.-Kfm. M., Röber, Dipl.- Kfm., Dipl.- Soz. M.:
Organisationsentwicklung: Ziele und Techniken, WiSt, Heft 4, Mannheim, April, 1979, S.
149-155.
3 Vgl. Becker, Dr. H.: Organisationsentwicklung als Ausbildungs- und Problemlösungsstrategie
in Trepesch, K.: Organisationsentwicklung in Europa (Hrsg.), Band 1B, Verlag Paul
Haupt Bern und Stuttgart, Aachen, 1978, S. 628.
4 Vgl. Antonia Kohse, Handout zum Referat „Gruppendynamik“, Seminar „Systemdidaktik
als wirtschaftspädagogischer Ansatz der Organisationsentwicklung, Kiel, Wintersemester
2002/2003.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Pragmatische Elemente in der Organisationstheorie

3 Optimierung der Arbeitssituation durch Organisationsgestaltung

4 Probleme der Einführung struktureller Regelungen

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenfelder

Das Hauptziel dieser Seminararbeit ist die Untersuchung des strukturalen Ansatzes der Organisationsentwicklung, um unternehmerische Strukturen zur Bewältigung betriebswirtschaftlicher Probleme zu gestalten. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie durch gezielte Strukturveränderungen ein Anstoß gegeben werden kann, der Organisationsmitglieder dazu animiert, selbst Lösungen zu entwickeln, anstatt lediglich strikte Vorgaben umzusetzen.

  • Grundlagen der pragmatischen Organisationstheorie
  • Optimierung der Arbeitssituation durch Organisationsentwicklung
  • Methodische Gestaltung unternehmerischer Strukturen
  • Identifikation und Bewältigung von Einführungsproblemen
  • Harmonisierung ökonomischer und individueller Ziele

Auszug aus dem Buch

Die Gestaltungsziele als Ausgangspunkt

Die Gestaltungsziele sind der Ausgangspunkt für die Lösung von Organisationsproblemen, denn nur ein genau formuliertes Gestaltungsziel macht erst eine Problemidentifikation möglich. Es ist notwendig normative Aussagen zu formulieren, die einen gewünschten, anzustrebenden, zukünftigen Zustand der Realität beschreiben, um eine Auswahl und Bewertung von Lösungsalternativen zu ermöglichen. Dabei lassen sich kollektive und individuelle Ziele unterscheiden. Kollektive Ziele werden als solche bezeichnet, weil es sich hierbei um übergeordnete Ziele handelt, die sich auf das ganze System und deren Erhalt inklusive aller darin enthaltenen Systemmitglieder beziehen. Zu diesen Systemmitgliedern zählen z.B. im System einer Unternehmung sowohl Kapitalgeber und Vorstand, wie auch Mitarbeiter.

Die kollektiven Ziele sind Bestand, Wachstum und z.B. die als Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und somit den Bestand die Anpassungsfähigkeit des Systems. Die individuellen Ziele beziehen sich auf die Ziele der einzelnen Systemmitglieder und sind somit teilweise mit den kollektiven Zielen identisch. Neben den quantifizierbaren Zielgrößen wie Gewinn und Produktivität sind auch qualitative Ziele wie individuelle Machtausdehnung, Arbeitszufriedenheit und Selbstverwirklichung zu nennen. Die quantifizierbaren Zielgrößen wurden in den letzten Jahrzehnten durch qualitative Größen ersetzt, da die Betriebswirtschaftslehre trotz ihres Strebens nach harten Entscheidungsdaten feststellen mußte, dass sogenannte weiche Faktoren, die bis dato noch nicht beobachtet wurden, stark den Unternehmenserfolg beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die historische Bedeutung der Organisationsentwicklung und Abgrenzung der verschiedenen methodischen Techniken.

2 Pragmatische Elemente in der Organisationstheorie: Analyse der grundlegenden Gestaltungsziele, Bedingungen und Wirkungen im Kontext einer pragmatischen Organisationstheorie.

3 Optimierung der Arbeitssituation durch Organisationsgestaltung: Darstellung des theoretischen Konstrukts zur Verbesserung der Arbeitssituation mittels gruppendynamischer Lernprozesse und praktischer Anwendungsbeispiele.

4 Probleme der Einführung struktureller Regelungen: Untersuchung der Widerstände und Konflikte zwischen ökonomischen Anforderungen und menschlichen Bedürfnissen bei der Implementierung von Strukturänderungen.

5 Zusammenfassung: Synthese des strukturalen Ansatzes als notwendiges Element zur Harmonisierung von Organisations- und Individualzielen.

Schlüsselwörter

Organisationsentwicklung, Strukturaler Ansatz, Arbeitssituation, Betriebswirtschaftslehre, Gestaltungswirkungen, Organisationsmitglieder, Problemlösungsstrategie, Gruppendynamik, Arbeitszufriedenheit, Hierarchisches Syndrom, Organisationsstruktur, Systemerhalt, Veränderungsprozess, Soziale Kompetenz, Unternehmenserfolg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem strukturalen Ansatz der Organisationsentwicklung und dessen Beitrag zur Gestaltung unternehmerischer Strukturen zur Lösung betriebswirtschaftlicher Herausforderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die pragmatische Organisationstheorie, die Optimierung der Arbeitssituation, die Gestaltung von Organisationszielen sowie die Analyse von Problemen bei der Einführung neuer Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Strukturveränderungen Organisationsmitglieder zu eigenständigen Problemlösungen motiviert werden können, um eine Harmonie zwischen ökonomischen Systemzielen und individuellen Mitarbeiterzielen zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Literatur zur Organisationsentwicklung sowie auf die Anwendung von Optimierungsschemata und Fallbeispielen zur Veranschaulichung der Wirkungsstrukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Organisationsgestaltung, die praktische Darstellung von Veränderungsprozessen mittels gruppendynamischer Ansätze sowie die kritische Reflexion auftretender Implementierungsprobleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind insbesondere Organisationsentwicklung, Strukturaler Ansatz, Arbeitszufriedenheit, Hierarchisches Syndrom und Organisationsstruktur.

Welche Bedeutung kommt dem Fallbeispiel "SAS" im Text zu?

Das Fallbeispiel der Softwarefirma SAS verdeutlicht, wie durch arbeitsplatzgestaltende Maßnahmen wie Freizeiteinrichtungen und eine Unternehmenskultur der Zusammengehörigkeit die Mitarbeiterbindung erhöht und die Fluktuationsrate gesenkt werden kann.

Was versteht der Autor unter dem "Hierarchischen Syndrom"?

Der Begriff beschreibt Probleme wie Kästchendenken, Informationsmonopole und bilaterale Kommunikation, die durch eine klassische hierarchische Struktur entstehen und die Effektivität von Organisationen einschränken.

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Details

Titel
Strukturaler Ansatz der Organisationsentwicklung
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Wirtschaftspädagogik)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Lasse Walter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V16355
ISBN (eBook)
9783638212359
ISBN (Buch)
9783656147855
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strukturaler Ansatz Organisationsentwicklung Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lasse Walter (Autor:in), 2003, Strukturaler Ansatz der Organisationsentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16355
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Leseprobe aus  18  Seiten
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