Gesunde Ernährung in der Grundschule. Praktikumsbericht mit Stundenentwurf zum Thema "Gesund Ernährung in der Grundschule"


Hausarbeit, 2010
18 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die X-Schule Y
2.1 Das Konzept der offenen Ganztagsschule (OGS)

3. Unsere Klasse – „Die Luchse“

4. Unser Unterrichtsentwurf – Ideenfindung
4.1 Relevanz des Themas „Ernährung“ im Unterricht
4.2 Thematische Einbettung des Themas „Ernährung“ in den Lehrplan
4.3 Materialsammlung für unsere Unterrichtsstunde
4.4 Aufbau der Unterrichtsstunde

5. Abschlussüberlegungen

6. Verwendete Literatur

1. Einleitung

Bei den wöchentlichen Hospitationen in der Luchs- Klasse der X-Schule Y ist mir aufgefallen, wie viele Kinder in der Frühstückspause äußerst fragwürdige Pausensnacks hervorgezaubert haben. Von Schokobrötchen bis Chips war alles vertreten. Das hat mich sehr verwundert, sollte man doch heutzutage besser um die Notwendigkeit einer gesunden Ernährung, gerade im Kindesalter bescheid wissen. So wird zum Beispiel in vielen TV-Formaten eine tägliche Rubrik diesem Thema gewidmet. Schnell war die Idee geboren, eine Unterrichtsstunde zu genau diesem Thema zu entwickeln, um den Kindern, Alternativen aufzuzeigen, die gesund und lecker sind. Um diese Ideenfindung und Umsetzung geht es in der vorliegenden Hausarbeit. Zunächst stelle ich die Schule vor, sowie das Konzept der offenen Ganztagsschule, welches ein entscheidender Unterschied ist, zu mir bis dato bekannten Grundschulen. Im Anschluss beschreibe ich die Klasse, an deren Unterricht wir teilnehmen durften und die unsere „Unterrichtsexperimente“ ganz toll und kooperativ mitgemacht haben. Im Anschluss daran wird unsere Unterrichtsstunde thematisiert, wie wir zu der Idee gekommen sind, warum das Thema so relevant ist und wie es sich in den Lehrplan einbetten lässt. Zudem lasse ich die Stunde Revue passieren, wie ich sie persönlich erlebt habe, wo unser Konzept funktioniert hat und was man hätte anders machen können. Abschließend stelle ich Überlegungen an, wie sich das Thema „Ernährung“ in der Grundschule von der ersten bis zur vierten Klasse stetig auffrischen lässt. Denn die Gesundheit und die Möglichkeit eines ebensolchen Aufwachsens der Kinder sollten all denen am Herzen liegen, die zum Aufwachsen der kleinen Menschen maßgeblich beitragen, also eben nicht nur das Elternhaus, sondern auch die Pädagogen der Grundschule.

2. Die X-Schule Y

„Kinder sind der Schlüssel zur Zukunft“, so das Motto der X-Grundschule in Y. In insgesamt 11 Klassen werden ca. 260 Kinder unterrichtet und auf die weitere schulische Laufbahn vorbereitet. Die Schule stellt sich unter folgenden Kernaussagen vor: „Das Kind als Mittelpunkt des Lernens“ ; bedeutet, dass jedes Kind individuell nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten gefördert und gefordert werden soll. Die Schule legt großen Wert darauf, jedes Kind mit seinem Leistungsstandard entsprechenden Aufgabentypen zu fördern. Dies ist beispielsweise in Deutsch und Mathe möglich. Die Schülerinnen und Schüler (SuS) haben immer die Möglichkeit, sich der Bearbeitung von Aufgaben zuzuwenden, die ihren Leistungsstandards entsprechen, auch wenn diese über das durchschnittliche Leistungsniveau der Klasse hinausgehen. Besonders wird in der Schule Wert auf ein umfangreiches „Förderkonzept“ gelegt: Wichtig ist an dieser Stelle die solide Entwicklung der Basisqualifikationen, auf die alles Lernen aufbaut (Laute hören können, sich gut konzentrieren und aufmerksam sein können, eine gute Mengenvorstellung entwickeln können, ). Kinder, die sich diese Grundqualifikationen schneller aneignen als andere, werden mit anspruchsvollen Aufgabentypen gefördert, z.B. in eigenen Fordergruppen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit für die SuS, am Unterricht höherer Klassenstufen teilzunehmen.

Fördern und Fordern ist ein wichtiges Prinzip jeder Unterrichtsstunde. Aufgabenstellungen sind so zu finden, dass sie beides zulassen. Vor diesem Hintergrund findet Fördern und Fordern nicht nur in kleinen Gruppen außerhalb des Kernunterrichts statt, sondern immer auch während des „normalen“ Unterrichts.

Dieses Konzept manifestiert sich bereits in der Eingangsstufe der 1. und 2. Klasse: So werden diese beiden Klassenstufen altersgemischt gemeinsam unterrichtet. Die Kinder lernen in diesem Konzept von- und miteinander, was ihnen den Erwerb von überschulischen Kompetenzen ermöglicht, in besonderem Maße die Sozialkompetenz. Dieses Konzept gliedert sich wunderbar in das Förder- und Forderungssystem der Schule, denn sowohl lernstarke, wie auch lernschwache Kinder profitieren durch diesen gemischten Unterricht.

Ein besonderes Augenmerk wird in der Schule auf den Erwerb der Lese- und Rechtschreibkompetenz gelegt. Durch den so genannten „Hamburger Test“ (Hamburger Schreibprobe und Hamburger Leseprobe) werden die Kinder in jährlichem Rhythmus hinsichtlich ihrer Entwicklung überprüft und gegebenenfalls in speziellen Fördergruppen betreut, falls sich Auffälligkeiten feststellen lassen. So können auch Kinder mit Lese- Rechtschreib- Schwäche dem normalen Schulunterricht folgen, da ihr Lern-Handicap berücksichtigt wird.

Im Falle eines Stundenausfalls ist es dem Kollegium der Schule ein wichtiges Anliegen, den SuS einen angemessenen Vertretungsunterricht zu bieten, anstatt die entsprechenden Stunden einfach ausfallen zu lassen. Gegebenenfalls werden die SuS anderen Lerngruppen zugeordnet, so dass kein Leistungsrückstand auftreten kann.

Die Schulzeit ist aufgeteilt in Kernunterrichtszeit von 8:40 bis 11:30 und eine „flexible Unterrichtszeit“, in der nicht alle Kinder beschult werden, 7:55 bis 8:40 und 11:30 bis 13:15. Um gerade berufstätigen Eltern hier die Möglichkeit einzuräumen, ihre Kinder in Betreuung zu geben, greift die Schule auf das Konzept der Offenen Ganztagsschule (OGS) zu.

2.1 Das Konzept der offenen Ganztagsschule (OGS)

Hinter der offenen Ganztagsschule steht folgendes pädagogisches Konzept:

1. Individuelle Förderung und Eröffnen von Lernchancen durch eine Pädagogik der Vielfalt, die konsequent die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler berücksichtigt, wie zum Beispiel Begabungen, Lernhaltung, die Lernumgebung im Elternhaus und Vorwissen aus der Lebenswelt
2. Veränderung von Unterricht und Lernkultur durch Verknüpfung von Unterricht, Zusatzangeboten und Freizeit über Vor- und Nachmittag, zum Beispiel Lösung vom 45-Minuten Takt, Raum für freien Unterricht und für Projekte
3. Soziales Lernen über verschiedene Altersgruppen hinweg durch Angebote, die das Leben und Lernen in Gemeinschaft, respektvollen Umgang miteinander und soziale Kompetenz fördert
4. Partizipation durch verbesserte Möglichkeiten der Mitentscheidung, Mitgestaltung und Mitverantwortung von Eltern und Schülern
5. Öffnung von Schule durch Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe, sozialen und kulturellen Einrichtungen und mit Betrieben vor Ort
6. Kreative Freizeitgestaltung durch Einbeziehung außerschulischer Angebote, zum Beispiel von Jugendhilfe, Musikschulen, Sportvereinen
7. Qualifizierung des Personals durch entsprechende Weiterbildungen für Schulleitung, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und außerschulische Partner[1]

In der Zeit von 7:55 bis 8:40 sowie 11:30 bis 13:15 wird in der Schule eine freiwillige, zusätzliche Betreuung angeboten. Zudem werden drei Gruppen a´25 Kinder geführt die in der Schule ein warmes Mittagsessen, sowie eine umfangreiche Nachmittagsbetreuung erhalten. Zu diesem Programm gehören unter anderem, Ballett, Judo, Töpfern, Lesen und Vorlesen usw. Die SuS, die in der OGS bleiben, können zudem ihre Hausaufgaben erledigen und haben jederzeit einen Ansprechpartner, falls sie Hilfe benötigen. Das Angebot der offenen Ganztagsschule richtet sich insbesondere an berufstätige Eltern. Die Kinder können bis maximal 16:30 in der OGS bleiben. Die nachmittägliche Betreuung findet in einem Anbau der Schule statt, dadurch ist ein schneller Austausch zwischen Lehrern und Erziehern möglich. Der Träger der OGS ist die AWO.

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Offene_Ganztagsschule (Stand 15.07.2010)

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Gesunde Ernährung in der Grundschule. Praktikumsbericht mit Stundenentwurf zum Thema "Gesund Ernährung in der Grundschule"
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V163554
ISBN (eBook)
9783640780389
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesunde, Ernährung, Grundschule, Praktikumsbericht, Stundenentwurf, Thema, Gesund
Arbeit zitieren
Anna- Lena Huchtmann (Autor), 2010, Gesunde Ernährung in der Grundschule. Praktikumsbericht mit Stundenentwurf zum Thema "Gesund Ernährung in der Grundschule", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163554

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