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Eingliederung durch Erziehung

Einflussnahme des DDR-Staates auf seine Jugend

Titel: Eingliederung durch Erziehung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fabian Prante (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon früh erkannte die Führungsspitze der DDR die zentrale Rolle der Jugend für den neuen Staat. Bereits 1946 sah die SED die Notwendigkeit einer eigenen Jugendorganisation und gründete die Freie Deutsche Jugend (FDJ). Sie sollte nach der Staatsgründung andere – vor allem kirchliche – Einflüsse aus der Jugendfreizeitgestaltung zurückdrängen.
Dies war nur ein Aspekt von vielen um die Jugendlichen auf den Sozialismus vorzubereiten und zu guten Staatsbürgern zu erziehen. Weitere Vereinigungen, Veranstaltungen, Gesetze und Maßnahmen folgten. Nach außen gab sich die DDR jugendfreundlich. Durch gezielte Maßnahmen versuchte der zentralistische Staat seine Jugendlichen einzugliedern, auszurichten und zu erziehen. Waren diese Maßnahmen geeignet, um den Bedürfnissen der Jugendlichen nachhaltig gerecht zu werden?
In dieser Arbeit werden einige Aspekte der Einflussnahme (über Organisationen, Freizeitgestaltung, Bildungs- und Erziehungswesen sowie Medien) der ehemaligen ostdeutschen Regierung auf die Jugendlichen des Landes dargestellt. Es wird erläutert, inwieweit diese erfolgreich waren und wie die jungen Bürger des Staates darauf reagierten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Organisierte Freizeit
    • Aufnahme in die Volksgemeinschaft: Die Jugendweihe
    • FDJ
    • Aufbau- und Produktionsaktionen
    • Staatliche Propagandaveranstaltung: Die Weltjugendfestspiele 1973
  • Bildung- und Erziehungswesen
  • Medien
    • Zeitungen
    • Rundfunk
    • Fernsehen
  • Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Einflussnahme des DDR-Staates auf seine Jugend durch gezielte Maßnahmen zur Ein- und Umgliederung. Das Ziel ist es, die Strategien der DDR-Regierung in Bezug auf die Jugend, insbesondere in den Bereichen der Freizeitgestaltung, Bildung und Medien, zu analysieren und die Auswirkungen auf die Jugendlichen zu beleuchten.

  • Organisierte Freizeitgestaltung und staatliche Instrumentarien zur Einflussnahme auf die Jugend
  • Das Konzept der Jugendweihe und ihre Bedeutung im Kontext der Einbindung in die Volksgemeinschaft
  • Die Rolle der Freien Deutschen Jugend (FDJ) bei der politischen Sozialisation und der Vorbereitung auf das Leben in einer sozialistischen Gesellschaft
  • Das Bildungs- und Erziehungswesen als Instrument der Staatslenkung und Einflussnahme
  • Der Einfluss der Medien, insbesondere von Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, auf die Meinungsbildung der Jugend

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in das Thema der Ein- und Umgliederung von Jugendlichen in der DDR ein und stellt die Relevanz der Jugendpolitik dar. Im Fokus des zweiten Kapitels stehen Beispiele für die Arbeit in Organisationen und Instrumenten der Jugendpolitik, insbesondere im Bereich der Freizeitgestaltung. Hierbei wird die Jugendweihe und die FDJ als zentrale Elemente der staatlichen Jugendarbeit beleuchtet. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Bildungs- und Erziehungswesen, während das vierte Kapitel den Einfluss der Medien, insbesondere von Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, auf die Jugend in der DDR behandelt.

Schlüsselwörter

Jugend, DDR, Ein- und Umgliederung, Jugendpolitik, Jugendweihe, FDJ, Bildung, Erziehung, Medien, Propaganda, Sozialismus, Volksgemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielte die FDJ in der DDR?

Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) war die einzige staatlich zugelassene Jugendorganisation. Ihr Ziel war es, Jugendliche im Sinne des Sozialismus zu erziehen und andere Einflüsse, etwa durch die Kirche, zurückzudrängen.

Was war die Bedeutung der Jugendweihe?

Die Jugendweihe diente als staatliche Alternative zur christlichen Konfirmation oder Firmung. Sie war ein zentrales Instrument, um Jugendliche feierlich in die sozialistische Volksgemeinschaft einzugliedern.

Wie nutzte die DDR-Regierung die Freizeitgestaltung zur Erziehung?

Durch organisierte Freizeitaktivitäten, Aufbau- und Produktionsaktionen sowie Großveranstaltungen wie die Weltjugendfestspiele 1973 wurde versucht, die Jugendlichen politisch zu sozialisieren und an den Staat zu binden.

Welchen Einfluss hatten die Medien auf die Jugend in der DDR?

Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen waren staatlich kontrolliert und dienten als Propaganda-Instrumente, um das Weltbild der Jugendlichen im Sinne der SED-Führung zu formen.

Waren die Erziehungsmaßnahmen der DDR erfolgreich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Maßnahmen den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wurden und stellt fest, dass die Reaktionen der jungen Bürger vielfältig waren und nicht immer zur gewünschten nachhaltigen Eingliederung führten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eingliederung durch Erziehung
Untertitel
Einflussnahme des DDR-Staates auf seine Jugend
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar – Jugend und Politik in Deutschland: Von den Lützowschen Jägern zu den 68gern
Note
1,0
Autor
Fabian Prante (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V163690
ISBN (eBook)
9783640782734
ISBN (Buch)
9783640782772
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eingliederung Erziehung DDR Staat Jugend Einfluss Jugendweihe FDJ Freie Deutsche Jugend Medien Weltjugendfestspiele Zeitung Rundfunk
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Prante (Autor:in), 2009, Eingliederung durch Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163690
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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