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Sanierung und Restrukturierung im deutschen Mittelstand

Instrumente und Maßnahmen zur Bewältigung der operativen Krise

Titel: Sanierung und Restrukturierung im deutschen Mittelstand

Diplomarbeit , 2010 , 92 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Wagner (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut einer von Roland Berger durchgeführten Umfrage stellt die Insolvenz, insbesondere für mittelständische Unternehmer, die schlechteste aller Sanierungsoptionen dar. Wenn erst einmal der Insolvenzantrag gestellt ist, gelingt es in den wenigsten Fällen bedeutende Kunden weiterhin ans Unternehmen zu binden, entscheidende Leistungsträger im Unternehmen zu halten und Aufträge planmäßig abzuarbeiten. Darüber hinaus ist die Insolvenz öffentlich immer noch mit dem „Stigma des Scheiterns“ behaftet und stellt eine persönliche Niederlage für den Eigentümer bzw. Unternehmer dar.

In einem ersten Schritt sollen demnach vorhandene Handlungsspielräume aufgezeigt werden, um insbesondere die drohende Insolvenz des Unternehmens abzuwenden. Ergänzend werden Wege aufgezeigt, das Krisenunternehmen mittel- bis langfristig wieder rentabel zu machen, damit es bei eventuellem Eintritt der nächsten Krisensituation aus einer Position der Stärke heraus handeln kann. Der Fokus der Sanierungs- und insbesondere der Restrukturierungsmaßnahmen richtet sich dabei weitestgehend auf das produzierende mittelständische Gewerbe. Der überwiegende Teil der Sanierungs- bzw. Restrukturierungsinstrumente und -maßnahmen ist prinzipiell jedoch auch auf andere Branchen (Dienstleistung, Handel etc.) übertragbar. Die dargelegten Instrumente und Maßnahmen hegen indes keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Um dem Anspruch des Praxisbezugs gerecht zu werden, wird im Laufe der Arbeit zudem auf erläuternde Praxisbeispiele zurückgegriffen.

Im nachfolgenden, einführenden Kapitel werden zunächst wesentliche theoretische und definitorische Grundlagen zum besseren Verständnis geliefert. Insbesondere das Untersuchungsobjekt „Deutscher Mittelstand“ wird zunächst allgemein und dann arbeitsspezifisch definiert.
Im dritten Teil, dem eigentlichen Hauptteil der Arbeit, werden – unter Berücksichtigung der spezifischen Besonderheiten mittelständischer Unternehmen – adäquate Maßnahmen, Instrumente und Aktionsfelder beschrieben, die zur Bewältigung einer operativen Krise in Betracht kommen. Hierbei stehen zunächst liquiditätsfördernde und eigenkapitalverbessernde Sanierungsmaßnahmen im Fokus, ehe im Anschluss weiterführende Restrukturierungsmaßnahmen erörtert werden. Der vierte und zugleich letzte Abschnitt soll einen Beitrag dazu liefern, die Unternehmenskrise nicht als Katastrophe und unternehmerischen Ausnahmezustand zu begreifen, sondern vielmehr als Chance zum Neubeginn zu sehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Allgemeine wirtschaftliche Situation und Insolvenzentwicklung in Deutschland

1.2 Der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft

1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Der deutsche Mittelstand – eine Definitionsbestimmung

2.2 Die Unternehmenskrise

2.2.1 Krisendefinitionen

2.2.2 Krisenursachen

2.2.3 Der typische Krisenverlauf

2.3 Krisenmanagement

2.4 Sanierung – Restrukturierung – Turnaround

2.4.1 Sanierung

2.4.2 Restrukturierung und Turnaround

3 Sanierung und Restrukturierung zur Bewältigung der operativen Krise

3.1 Vorgehensweise zur operativen Krisenbewältigung

3.2 Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapital- und Liquiditätssituation

3.2.1 Innerbetriebliche Maßnahmen

3.2.1.1 Kostensenkende Maßnahmen

3.2.1.2 Einnahmesteigernde Maßnahmen

3.2.1.3 Reduzierung der Mittelbindung im Anlagevermögen

3.2.1.4 Optimierung des Netto-Umlaufvermögens

3.2.2 Maßnahmen der Eigentümer

3.2.2.1 Kapitalsanierung durch Kapitalherabsetzung und -erhöhung

3.2.2.2 Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktrittserklärung

3.2.2.3 Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten

3.2.3 Maßnahmen der Kreditinstitute

3.2.3.1 Stillhaltevereinbarung und Stundungsabrede

3.2.3.2 Forderungsverzicht und Rangrücktrittserklärung

3.2.3.3 Umwandlung bestehender Forderungen

3.2.3.4 Bereitstellung von zusätzlichem Fremdkapital

3.3 Restrukturierungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Ertragssituation

3.3.1 Modifizierung der Produkt-Markt – Strategie

3.3.1.1 Prinzipielle strategische Handlungsmöglichkeiten im Sinne der Produkt-Markt – Matrix

3.3.1.2 Möglichkeiten zur verbesserten Marktdurchdringung

3.3.1.3 Möglichkeiten der Marktentwicklung

3.3.1.4 Aufgabe unattraktiver Märkte

3.3.2 Programm zur Kostensenkung

3.3.2.1 Prämissen zur Kostenreduzierung

3.3.2.2 Bedeutung des Kostenmanagements im Rahmen der Restrukturierung

3.3.2.3 Vorgehensweise und Maßnahmen zur Kostenreduzierung

4 Die Unternehmenskrise als Chance

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, geeignete Instrumente und Maßnahmen zur Sanierung und Restrukturierung aufzuzeigen, um mittelständische Unternehmen aus einer existenzbedrohenden Krisensituation zu führen. Dabei steht die Aufrechterhaltung finanzieller Handlungsspielräume zur Abwendung der Insolvenz im Vordergrund, gefolgt von Maßnahmen zur langfristigen Gesundung.

  • Abgrenzung und Definition des deutschen Mittelstands.
  • Analyse von Krisenursachen und typischen Krisenverläufen.
  • Darstellung operativer Sanierungsmaßnahmen zur Liquiditätssicherung.
  • Strategische Restrukturierungsansätze zur nachhaltigen Stabilisierung der Ertragssituation.
  • Betrachtung der Unternehmenskrise als Ausgangspunkt für einen unternehmerischen Neuanfang.

Auszug aus dem Buch

Die Unternehmenskrise als Chance

Bei allen Gefahren und negativen Auswirkungen, die unweigerlich zum Wesen einer Unternehmenskrise gehören und die im Falle einer nicht mehr beherrschbaren Unternehmenskrise sogar in der Insolvenz enden können, verstellt sich häufig der Blick auf die positiven Aspekte einer krisenbehafteten Situation.

Im Überlebenskampf ist es auch nur natürlich, eine Krise mit negativen Empfindungen zu assoziieren und diese auch entsprechend wahrzunehmen. Oftmals geht eine existenzbedrohende Krise mit tiefen Einschnitten einher, die ganz sicher für viele Unternehmen und auch für die beteiligten Interessengruppen zunächst nicht als positiv zu bewerten sind.

Bei genauerer Betrachtung kann jedoch eine Unternehmenskrise auch als Chance begriffen werden. Es besteht die Möglichkeit alte, verkrustete Strukturen aufzubrechen, lange bestehenden Ballast abzuwerfen, hemmende Verhaltensweisen abzulegen und somit ein neues, nach vorne gerichtetes Unternehmen zu schaffen.

Neben der existierenden Gefahr des Scheiterns und der damit einhergehenden Vernichtung des Krisenunternehmens, eröffnet sich demnach für das betroffene Unternehmen - eben genau durch die Krise - die Chance für einen Neuanfang. Interessanter Weise steht in der chinesischen Schrift das Symbol für „Krise“ gleichzeitig für „Chance“. Ausnahmesituationen eröffnen folglich immer auch Möglichkeiten zu positiven Veränderungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Lage, die Insolvenzentwicklung in Deutschland und die besondere Bedeutung des Mittelstands.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Definition des Mittelstands, die Ursachen und Verläufe von Unternehmenskrisen sowie grundlegende Begriffe des Krisenmanagements und der Sanierung erörtert.

3 Sanierung und Restrukturierung zur Bewältigung der operativen Krise: Dieser Hauptteil beschreibt konkrete operative und finanzielle Maßnahmen, von der Liquiditätssicherung bis hin zur strategischen Neuausrichtung.

4 Die Unternehmenskrise als Chance: Das abschließende Kapitel beleuchtet die positiven Aspekte einer Krise als Impulsgeber für notwendige Veränderungen und strategische Neuanfänge.

Schlüsselwörter

Mittelstand, Unternehmenskrise, Krisenmanagement, Sanierung, Restrukturierung, Turnaround, Liquiditätssicherung, Insolvenz, operative Krise, strategische Krise, Kostenmanagement, Eigenkapital, Fremdkapital, Produkt-Markt-Strategie, Kostensenkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bewältigung von Unternehmenskrisen im deutschen Mittelstand durch den gezielten Einsatz von Sanierungs- und Restrukturierungsinstrumenten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Krisenanalyse, die kurzfristige Liquiditätssicherung, die finanzielle Sanierung durch Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen sowie die strategische Restrukturierung der Ertragssituation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mittelständische Unternehmen durch geeignete Maßnahmen kurzfristig insolvenzgefährdende Zustände abwenden und mittelfristig wieder rentabel werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die systematische Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Sanierungskonzepte und Instrumente, ergänzt durch Praxisbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Maßnahmen wie Kostensenkungsprogramme, Factoring, Kapitalmaßnahmen sowie die Anwendung der Produkt-Markt-Matrix zur strategischen Neuausrichtung detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mittelstand, Sanierung, Restrukturierung, Liquidität, Krisenmanagement, Kostensenkung und Strategieanpassung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen operativer und strategischer Sanierung eine Rolle?

Sie hilft dabei, zwischen der notwendigen Sofort-Rettung durch Liquidität (operativ) und der langfristigen Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit (strategisch) zu differenzieren.

Welche Rolle spielt die Einbindung der Mitarbeiter bei Kostensenkungen?

Sie ist essentiell, um Widerstände abzubauen, wertvolles Know-how zu nutzen und die für den Erfolg notwendige Arbeitsmoral und Akzeptanz für Veränderungsprozesse zu erhalten.

Warum wird das Thema Insolvenz in der Arbeit als Chance betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass der Krisendruck festgefahrene Strukturen aufbricht und somit den Weg für notwendige, aber zuvor blockierte Erneuerungen und Innovationen freimacht.

Welche Instrumente werden zur Verbesserung der Liquidität genannt?

Zu den genannten Instrumenten zählen unter anderem Kostensenkungen, optimiertes Working Capital Management, Factoring sowie die Stundung von Forderungen durch Kreditinstitute.

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Details

Titel
Sanierung und Restrukturierung im deutschen Mittelstand
Untertitel
Instrumente und Maßnahmen zur Bewältigung der operativen Krise
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt  (Fakultät Betriebswirtschaft)
Veranstaltung
Unternehmensführung
Note
1,0
Autor
Andreas Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
92
Katalognummer
V163728
ISBN (eBook)
9783640813773
ISBN (Buch)
9783640813704
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sanierung Restrukturierung Mittelstand Sanierungsmaßnahmen Unternehmenskrise operative Krise Krisenbewältigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Wagner (Autor:in), 2010, Sanierung und Restrukturierung im deutschen Mittelstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163728
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Leseprobe aus  92  Seiten
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