"Redigieren der Moderne"

Zu Lyotards Konzept der Postmoderne


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

21 Seiten, Note: 1,00


Leseprobe

Inhalt

1. Argumentum

2. Einführendes

3. Der Begriff der <Postmoderne> vor und nach Lyotard

4. Was beinhaltet das Programm der Moderne bzw. der Postmoderne

5. Die Moderne und ihre Legitimationsmodeheidie Krise

6. Die Postmoderne und ihre Legitimationsmodelle: die Revision

7. Die Sprachspiele

8. Heterogenität -Inkommensurabilität -Totalitätsprinzip- Differenz

9. Wissenschaft und Wissen

10. Fazit

11. Bibliographie

1. Argumentum

Jean-François Lyotard (1924-1998) prägte den Begriff der < Postmoderne >. Durch sein viel diskutiertes Buch La Condition Postmoderne rückte er diesen Begriff ins Zentrum einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Debatte, die auch in den Medien breit rezipiert wurde. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff der Postmoderne zur reinen Plattitüde. Die vorliegende Arbeit will nun aber dem von Lyotard gemeinten Sinn von <postmodern> auf den Grund gehen - ganz im Sinne Lyotards, der sich in einem 1988 in Bern gehaltenen Vortrag wie folgt äußerte:

„Ich habe bekanntlich selbst den Terminus postmodern verwendet. Das war eine etwas provokative Art und Weise, die Debatte über die Erkenntnis ins volle Licht zu rücken. Die Postmoderne ist keine neue Epoche, sondern das Redigieren einiger Charakterzüge, die die Moderne für sich in Anspruch genommen hat[1], vor allem aber ihre Anmaßung, ihre Legitimation auf das Projekt zu gründen, die ganze Menschheit durch die Wissenschaft und die Technik zu emanzipieren..“[2]

Der Bogen wird sich folgend über die gedankliche Genese Lyotards als Grundlage, seine Bedeutung in der Postmoderne-Diskussion als Folge, über die Aspekte einer postmodernen Wissenschaft nach Lyotard hin zu Überlegungen im Hinblick auf eine mögliche Soziologie der Postmoderne spannen.

Außerdem sollen einleitend die Begriffe < Moderne > und < Postmoderne > gegeneinander gestellt werden, um eine Sensibilität gegenüber dem Problem zu erzeugen. Um überhaupt zu verstehen, wogegen sich die postmodernen Denker richten, ist es nötig danach zu fragen, was die Moderne überhaupt ist. Dies wird Gegenstand eines weiteren Abschnittes sein.

Was macht die Postmoderne aus, Lyotards Auffassung nach, und wie lässt sich das Prädikat „postmodern“ im sozialen Feld einordnen? Warum braucht die Postmoderne das paralogische Legitimationsmodell für das Wissen? Die folgenden Abschnitte werden versuchen, Lyotards Argumentationslinie aus der Textnähe zu rekonstruieren.

2. Einführendes

In jüngeren Jahren befasste sich Lyotard mit der Phänomenologie und publizierte 1954 eine Schrift darüber, die dann zum philosophisch-analytischen Standardwerk wurde. Parallel interessierte er sich für den Marxismus. Damals gehörte er zu der linksradikalen Gruppe „Socialisme ou barbarie“(dt. Sozialismus oder Barbarei), aber in der Mitte der 60er Jahre schwand dieses Interesse. Von politischen Themen schwenkte er zu solchen der avantgardistischen Kunst. Auch S. Freud aufgreifend, publizierte er über „Libido-Ökonomie“. Seit Anfang der 70er Jahren zeigte er großes Interesse für soziologische und kulturwissenschaftliche Arbeiten aus den USA und in diesem Zusammenhang auch für die Sprachphilosophie: Von da an propagiert er die „Postmoderne“.

Das Auftakt-Buch dieser Phase war Das Postmoderne Wissen (1979), das er selbst als Gelegenheitsschrift qualifiziert. Ihr folgten zahlreiche kleinere Arbeiten zu dieser Problematik, inzwischen in Sammelbändchen nachgedruckt. Ein Band erläutert, dem Titel zufolge, „die Postmoderne für Kinder“. Ein anderer, der Aufschluss über Orientierungen in seinem Konzept der Postmoderne bietet, ist Immaterialität und Postmoderne (1985). Die höchste Eigenbewertung aber gibt der Autor in seinem Buch Der Widerstreit (1983).

Lyotards La condition postmoderne ist zuallererst der Versuch einer Diagnose seiner Zeit. Es ist ein Bericht(!) über den Wandel der Wissensformen und ihre Legitimation in den höchstentwickelten Ländern Ende der 70er Jahre.

In der Einleitung[3] enthüllt er die meisten Einsichten und Thesen, die dann im späteren Verlauf seines Diskurses über die Postmoderne ausführlich und rekursiv aufgegriffen werden. Diese Art „Distillierung“ im einleitenden Kapitel lässt sich auf insgesamt sechs Punkte zusammenfassen:

1. das allgemeine Fragenkomplex kreist um das Thema: „die Lage des Wissens in den höchstentwickelten Gesellschaften.“ [4]

2. die Lage des Wissens heute[5] ist postmodern, d.h. es wird geschichtsphilosophisch perspektiviert, indem die moderne Zeit für abgeschlossen und von der postmodernen Epoche verdrängt und überholt erklärt wird.

3. Der Terminus < postmodern > wird bei Lyotard nicht in seinem geläufigen Gebrauch akzeptiert/übernommen, sondern er dient eher als Ausgangspunkt und Folie in einer Neudefinition und Neubelegung, die die „Krise der Erzählungen“ (crise des récits) und deren Legitimation problematisieren sollen. Unter dem Prädikat < postmodern > versteht man, so Lyotard, „den Zustand der Kultur nach den Transformationen, weiche die Regel der Spiele der Wissenschaft, der Literatur und der Künste seit dem Ende des 19. Jahrhunderts getroffen haben.“[6] Für das allgemeine Verständnis von Lyotards Konzept ist deshalb textadäquat und empfehlenswert, sich nicht an der Verwendung in der Architektur zu orientieren, sondern postmodern als „nach­neuzeitlich“ zu übersetzen.

Die Moderne charakterisiert sich durch die Wissenschaft (sie sucht die Wahrheit) und die Institutionen, die den sozialen Band kontrollieren (sie suchen die Gerechtigkeit). Diese legitimieren ihre Handlungen mit Bezug auf eine „große Erzählung“ oder „Metadiskurs“:

„Wenn dieser Metadiskurs explizit auf diese oder jene große Erzählung zurückgreift wie die Dialektik des Geistes, die Hermeneutik des Sinns, die Emanzipation des vernünftigen oder arbeitenden Subjekts , so beschließt man, <modern> jene Wissenschaft zu nennen, die sich auf ihn bezieht, um ihn zu legitimieren.“[7]

Für Lyotard sind die „Meta-Erzählungen“, auf die sich sowohl Wissenschaft als auch der soziale Band, d.h. sowohl die Wahrheit als auch die Gerechtigkeit beziehen, unglaubwürdig geworden. Gerade diese Unglaubwürdigkeit ist der postmoderne Kontext. Die unter dem 3. Punkt angeführten Transformationen bringt Lyotard in Beziehung zu dem, was er die bereits erwähnte „Krise der Erzählungen“ (crise des récits) nennt. Wissenschaft steht von Anfang an in einem kritischen Verhältnis zu den Erzählungen. Wenn sie aber den Anspruch hat, etwas Wahres zu sagen, muss sie in irgendeiner Weise ihre Spielregeln legitimieren, d.h. auf einem Metadiskurs basieren. Wenn dieser Metadiskurs auf eine „große Erzählung“ zurückgreift, beispielweise auf die Emanzipation des vernünftigen oder arbeitenden Subjekts, dann nennt ihn der französische Philosoph modern. Postmodern ist dagegen, extrem vereinfachend gesagt, die Skepsis gegenüber diesen großen Erzählungen der Aufklärung oder der Geschichtsphilosophie.

5. Die Krise der Metaerzählungen wird in der Verlust der narrativen Funktion sichtbar:

„Die narrative Funktion verliert ihre Funktoren, den großen Heroen, die großen Gefahren, die großen Irrfahrten und das große Ziel.“[8]

Diese Entitäten, die von den großen Narrativen getragen wurden, zerstreuen sich in Wolken von verschiedensten sprachlichen Elementen, die „nur mosaikartig zur Institution führen - das ist der lokale Determinismus“. [9]

6. In der postmodernen Epoche scheint es Lyotard drei mögliche Legitimationskriterien in der Wissenschaft zu existieren: Performativität als das de facto dominierende Legitimationskriterium (die Kriterien der Technik, denen zufolge alles durch die Input/Output-Matrix verwaltet wird und in deren Rahmen die Elemente eines Prozesses kommensurabel sind und die Effizienzsteigerung als Ziel gesetzt wird), Konsensus als das Legitimationskriterium, das durch offene Diskussion[10] gewonnen wird, und Paralogie als Widerspruch, „differend“, Inkommensurabilität der Elemente und Innovation der Erfinder. Dieses letzte, paralogische Legitimationskriterium wird von Lyotard weiterhin in seiner Argumentation unterstützt, währen die ersten zwei Kriterien eher unterminiert werden.

Die Spezifizierung der Legitimationskriterien führt Lyotard zu der folgenden kritischen Frage:

„Ist eine Legitimation des sozialen Bandes, ist eine gerechte Gesellschaft gemäß einem der wissenschaftlichen Aktivität analogen Paradoxen praktikabel?“[11]

In einer anderen Formulierung: Ist die Legitimation des sozialen Bandes auf Basis von Paralogie, Differend und Dissens möglich?

Lyotard analysiert die Wissenschaft und das Soziale hauptsächlich in ihrem Legitimierungspotential. Die Schlüsselbegriffe sind bei ihm also <Wissenschaft>, <Soziales>, <Postmoderne> und <Legitimation>. Das Komplex dieser vier Elemente wird dann bei ihm durch die Sprachspiele perzipiert. Hauptsächlich durch Wittgensteins Spätwerk inspiriert, postuliert Lyotard bereits in der Einleitung , dass die Sprache als eine Serie von Unterschieden und inkommensurablen Elementen, als „Sprachspiele“ zu betrachten sei:

„So hängt die kommende Gesellschaft weniger von einer Newtonschen Anthropologie (wie der Strukturalismus oder die Systemtheorie) und viele eher von einer Pragmatik der Sprachspiele.“ [12]

Was Lyotard darunter versteht, werde ich in einem separaten Abschnitt näher erörtern. Was genau sind die „großen Legitimationserzählungen“, die in der Moderne gleichzeitig die Wissenschaft und das Soziale legitimiert haben? Wie werden nun diese Gedanken des einleitenden Kapitels im restlichen Text weiter ausgearbeitet?

3. Der Begriff der <Postmoderne> vor und nach Lyotard

<Postmodern> ist ein Attribut, das viel gescholten und belächelt wurde: „This word has no meaning. Use it as often as possible“ [13], so raten Kritiker ironisch.

Der Begriff der Postmoderne ist nicht nur bezüglich seiner Definition, sondern auch bezüglich seiner Geschichte nicht einfach zu fassen. Wesentliche Gedanken dazu entwickelten sich in der studentischen Gegenkultur der 60er Jahre, auch wenn der Begriff selbst dort noch nicht auftauchte: Es ging um Freiheit von institutionellen Zwängen, um Körperlichkeit und Sexualität, um politisches Engagement. Wenig später sprach man in der Architektur erstmals von Postmoderne (z.B. Bauten von Charles Jencks) und meinte damit einen Stil, der im Wesentlichen eklektizistisch war, sich Details über Funktion setzte und ironische Anspielungen auf bereits existierende Bauwerke machte.

War „Postmoderne“ ursprünglich das Signalwort einer gegen den Funktionalismus gerichteten Architektur, so artikuliert sich inzwischen längst in allen Künsten und Geisteswissenschaften ein psychosoziales, „postmodernes“ Zeitbewusstsein, das zunächst von USA ausging, Mit dem Erscheinen von Lyotards Das postmoderne Wissen in Paris, so wird in den zeitgenössischen Artikeln argumentiert, hatte die US-amerikanische Postmoderne-Debatte Westeuropa erreicht. Als Auftragsarbeit für den Rat der Universitäten bei der Regierung von Quebec entstanden, versammelt sie wesentliche Ideologeme postmodernen Denkens, wobei sich bei Lyotard die spätbürgerliche Krisenreflexion seit Nietzsche und die Reaktion auf neue technologische Entwicklungen in der modernen kapitalistischen Gesellschaft, vor allem die Medien und Computertechnologien, verbinden.

Sein Buch brachte schließlich weltweites Aufsehen und das Etikett „Postmoderne“. Es wurde 1982 ins Deutsche und 1984 ins Englische übersetzt. Gleichzeitig hat es starke Kritik hauptsächlich von der Seite der Habermas-Schüler bekommen. Obwohl er unter den Postmodernisten eine entscheidende Rolle gespielt hat, wurde seine Theorie oft nicht für besonders originelle oder tief gehalten.[14]

4. Was beinhaltet das Programm der Moderne bzw. der Postmoderne?

Die beiden Strömungen, Moderne und Postmoderne sind nicht als historische Periodisierung zu verstehen, sie verkörpern Programme. Die Kritiker der Moderne (auch Lyotard) betrachten den Fortschritts- und Emanzipationsgedanken der Aufklärung durch die Erfahrungen in den letzten beiden blutigen Jahrhunderten als gescheitert und ziehen daraus den Schluss, „die Idee eines selbstbestimmten, autonomen Subjekts aufzugeben. Die Philosophen, die man der Moderne zurechnet, halten hingegen an das Programm der Aufklärung fest.“[15]

Postmoderne ist als „Revision der Moderne“[16] zu betrachten. Versteht sich beispielsweise Adornos Werk explizit als Theorie der Moderne, so erhebt Lyotards Condition postmoderne schon im Titel den Anspruch, das Programm des Postmodernismus mitzuformulieren. Der Kristallisationspunkt der Postmoderne sei „der Affekt gegen das Allgemeine“[17], „eine radikale Pluralität“[18], die jeden übergreifenden Konsens, jeden Entwurf gesamtgesellschaftlicher Perspektiven hintertreibe, wie er für Moderne und ihr Streben nach „Singularität und Universalität“[19] charakteristisch sei.

Die deutschen Theoretiker der Moderne (z.B. Adorno, Habermas, Rohrmoser u.a.) sind sich in der Bestimmung dessen, was das Programm der Moderne beinhaltet, einig:

„Das Programm der Moderne war die Herstellung eines Zustandes totaler Transparenz und totaler Herrschaft über alle die Existenz des Menschen individuell und kollektiv bestimmenden Bedingungen.Es ging um die Verwirklichung des großen Autonomiepostulats der Aufklärung: absolute, uneingeschränkte Selbstbestimmung und Verwirklichung der Bedürfnisse. Intendiert war, was man eine Entkontingentisierung des Daseins nennen kann."[20]

Das Zentrum des Programms der Moderne ist also die Entwicklungsmöglichkeit des Subjekts zu einem autonomen und zugleich sozialisierten Individuum, dass seine Bedürfnisse und Neigungen im Rahmen des gesellschaftlichen Normgefüges artikulieren kann. Es geht grundsätzlich um allerlei Verkörperungen der Subjektivität, so Habermas[21], wie beispielsweise die abstrakte Subjektivität des cartesianischen „Cogito ergo sum“, das absolute Selbstbewusstsein bei Kant.

Die Vertreter der Gegenposition, die „Abschied von der Moderne“ nehmen wollten, in Frankreich- durch die Vertreter der Postmoderne und in Deutschland durch die „Neo- Konservativen“[22] - vertreten hingegen die These vom überforderten Subjekt und der Unzulänglichkeit aufklärerischer Theorien:

„Der neue Konservativismus [man lese „Die Postmoderne“] ist ein Versuch, der neuen Erfahrung totaler Kontingenz gerecht zu werden. Seine Wiederkehr liegt in der Natur der Sache, weil dem progressiven Theorienpotential die Kategorien fehlen, um der individuellen und kollektiven Kontingenzerfahrung gerecht zu werden. Der philosophische Neokonservativismus ist kein geschichtswidriger Anschlag und keine Verschwörung, sondern ein durch die Krise der Moderne erzwungener Versuch, Theorien zu entwickeln, die es dem Menschen erlauben, sich zu der Realität faktischer Kontingenz zu erhalten.“[23]

Für die Theoretiker der Postmoderne ist die Erfahrung der Kontingenz gleichbedeutend mit dem „ Ende der Utopie“.

Die postmoderne Richtung reagiert auf das Problemfeld der Moderne - das Bedürfnis nach Autonomie, die sich gegen die „Kolonialisierung der Lebenswelt“ behaupten sollte, - wenngleich die Übermacht der Strukturen und Systeme gegenüber dem Subjekt immer schon eingestanden hat und die „Ordnung der Dinge“ (Foucault) den emphatischen Begriff des Subjekts in seine Schranken weist.

Wolfgang Welsch hat in seinem Überblick über die Vielzahl der Postmoderne­Konzepte die beiden Grundvarianten herausgearbeitet:

[...]


[1] Meine Hervorhebung.

[2] Hier zitiert nach Geu, Andi, Jean-François Lyotard Philosophie und Postmoderne, in: Zeitschrift für Soziologie, Bern 2000, S. 1.

[3] Lyotard, J.F. : Das postmoderne Wissen, Wien, 1999, S. 13-17.

[4] Lyotard, J.F.: a.a.O., S. 13.

[5] Gemeint wird hier natürlich die Gegenwart von Lyotards Fragestellung.

[6] Lyotard, a.a.O., S. 13.

[7] Lyotard, a.a.O., S. 13f.

[8] Lyotard, J.F., a.a.O. S. 14.

[9] Lyotard, J.F., a.a.O., S. 15.

[10] Bereits in der Einleitung wird die Gegenposition zu Habermas Konsensus-Theorie offenkundig.

[11] Lyotard, J.F., a.a.O., S. 16.

[12] Lyotard, J.F., a.a.O., S. 15.

[13] The Independent, 24.12.1987, hier zitiert nach Weik, Elke: Moderne Organisationstheorien 2 .Strukturorientierte Ansätze, Wiesbaden 2003, S.95.

[14] Vgl. Karkama, P.: Lebensphilosophie, Moderne und Postmoderne, in: Buhr, Manfred (Hrsg.): Moderne-Nietzsche- Postmoderne, Berlin, 1990, oder Huyssen, A. : Postmoderne - eine amerikanische Internationale, in: Huyssen, A./ Scherpe, K. (Hrsg.): Postmoderne. Zeichen eines kulturellen Wandels, Reinbeck am Hamburg, 1986. Huyssen z.B.: „In der Literaturkritik geht der Begriff <postmodernism> bis in die fünfziger Jahre zurück.“ Huyssen weist auf die Vorläufer der zeitgenössischen Theoretiker in USA zurück. In dieser Hinsicht ist z.B. Lyotard nur ein späterer Nachfolger der Amerikaner, obgleich er eine zentrale Stellung unter den Postmodernisten einnimmt.

[15] Horster, Detlef: Ist postmodernes Denken modern und modernes Denken postmodern? Zur Vermittler-Rolle Richard Rortys in diesem Wiederspruch, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, H. 10, Jg. 39, 1991, S.1117.

[16] Pauen, Michael: Revision der Moderne: Th.W. Adorno und Jean-François Lyotard, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, H.11, Jg.39, S. 1266.

[17] Honneth, Axel: Der Affekt gegen das Allgemeine. Zu Lyotards Konzept der Postmoderne, in: Merkur 38, 1984, S. 893­902.

[18] Welsch, Wolfgang: Unsere postmoderne Moderne, Weinheim(2), 1988, S.5.

[19] Welsch, Wolfgang: ebd, s. 77.

[20] Rohrmoser, Günther: Religion und Politik in der Krise der Moderne, Graz/Wien/Köln, 1989, S. 22.

[21] Habermas, Jürgen: Der philosophische Diskurs der Moderne, Frankfurt/Main, 1985, S. 29.

[22] Hoster, Detlef: a.a.O., S. 1118.

[23] Rohrmoser, Günther: a.a.O., S. 25.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
"Redigieren der Moderne"
Untertitel
Zu Lyotards Konzept der Postmoderne
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Oberseminar "Theorien der Moderne und Postmoderne" (Master)
Note
1,00
Autor
Jahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V163785
ISBN (eBook)
9783640783007
ISBN (Buch)
9783640783083
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Redigieren, Moderne, Lyotards, Konzept, Postmoderne
Arbeit zitieren
Alina Timofte (Autor), 2008, "Redigieren der Moderne", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163785

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