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"2001: A Space Odyssey" – Das Motiv der Reise in Stanley Kubricks Science-fiction-Film

Titel: "2001: A Space Odyssey" – Das Motiv der Reise in Stanley Kubricks Science-fiction-Film

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1996 , 45 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Claudia Zimny (Autor:in)

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Jeder hat schon einmal in irgendeiner Form eine Reise angetreten, sei es eine Erholungsreise, eine Abenteuerreise, eine Pilgerreise oder eine Bildungsreise. Die wachsende Tourismusbranche zeigt, dass die Zahl der Reisenden (oft zu immer exotischeren Zielen) Jahr für Jahr zunimmt. Warum birgt die Vorstellung, für eine gewisse Zeit aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen, eine Faszination, der man sich nur schwer entziehen kann?
Der amerikanische Regisseur Stanley Kubrick griff 1968 *das* klassische Motiv der Reise, die Odyssee, wieder auf und setze es mit seinem Science fiction Film "2001: A Space Odyssey" in den modernen Kontext der Weltraumfahrt. In der vorliegenden Arbeit soll an Hand von "2001" die Darstellung der "Reise" als Symbol für den Lebens- oder Entwicklungsweg des Menschen analysiert werden. Das Ziel der Arbeit ist, die bleibende Faszination am Thema der Reise (und zu reisen) zu ergründen, die eng verbunden ist mit dem Phänomen, dass Kubricks Science fiction Film auch nach fast 30 Jahren nichts von seiner Aussagekraft eingebüßt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

I. EINLEITUNG: DAS ZIEL DIESER ARBEIT

II. INHALTSANGABE

III. VORBEMERKUNGEN ZUR ANALYSE

IV. ANALYSE DES FILMS 2001

V. ZUSAMMENFASSUNG – EIN FILM OHNE BOTSCHAFT?

VI. SCHLUSSBETRACHTUNGEN – 2001 ALS ZEITLOSER KOMMENTAR ZUR „PHANTASTISCHEN REISE“ DES LEBENS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Stanley Kubricks Science-Fiction-Film „2001: A Space Odyssey“ (1968) und untersucht das darin zentrale Motiv der Reise als Symbol für den Lebens- oder Entwicklungsweg des Menschen. Ziel ist es, die anhaltende Faszination dieses Werkes zu ergründen, indem die symbolische Bedeutung der Filmsprache sowie die nicht-lineare, visuell-assoziative Erzählstruktur beleuchtet werden.

  • Die Darstellung des Menschen als „missing link“ der Evolution.
  • Die zyklische Struktur des Films und die Bedeutung des Monolithen.
  • Das Verhältnis zwischen Schöpfer (Mensch) und Werkzeug (Technik/KI).
  • Der Verfall zwischenmenschlicher Sprache und Kommunikation durch Technisierung.
  • Die mythologische Einordnung der Reise und die Suche nach dem eigenen Ich.

Auszug aus dem Buch

Die visuelle Ambivalenz des Monolithen

Der Monolith verschwindet so geheimnisvoll, wie er gekommen ist. Er muss aber einen entscheidenden Einfluss gehabt haben, dokumentiert durch eine kurze Zwischeneinblendung des magical alignment zu Beginn der nun folgenden „bone smashing scene“ [Geduld 41]. Bei der Suche nach Nahrung hat einer der Primaten, den Clarke [11] als Moonwatcher vorstellt, eine Eingebung: Er beginnt mit den ringsum liegenden Knochen zu spielen. Das „Spiel“ gewinnt an Leidenschaft, je mehr er mit einem großen Beinknochen auf die Skelettreste einschlägt. Schließlich zertrümmert er mit einem weit ausholenden Hieb den Kopf des Skeletts und wirft den Knochen triumphierend in die Luft. Kubrick hebt die Szene noch kontrapunktiv hervor: Je vehementer Moonwatcher auf das Skelett einschlägt, desto deutlicher wird es durch die Zeitlupe dokumentiert. Kurze Zwischeneinblendungen eines zu Boden stürzenden Tapirs erklären die symbolische Tragweite von Moonwatchers Tat: Er erkennt, dass die Knochen ihm als (Jagd-)Waffe dienen können. Kubrick „kommentiert“ die Szene mit Richard Strauss’ Also sprach Zarathustra, das man schon im Vorspann gehört hat.

Parallel zu Moonwatchers wachsender Selbstsicherheit im Umgang mit dem Knochen entwickelt sich die Melodie, nach einer an Götterdämmerung erinnernden Einleitung, von dunklen (afrikanischen?) Trommeln zu hellen Fanfaren und erhält so ihre Funktion als Motiv für die Entwicklung des Menschen. Eine zynische Kombination, die suggeriert, dass ein Akt der Gewalt den Weg zum von Nietzsche propagierten „Übermenschen“ ebnet, dass Entwicklung nur durch Aggression möglich ist, Evolution eine Revolution voraussetzt. Durch das Zarathustra-Motiv unterstreicht Kubrick die Aufforderung an den Zuschauer, sich von der verbalen Wahrnehmung zu lösen und seine assoziativen Fähigkeiten auch bei der musikalischen „Untermalung“ zu schärfen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: DAS ZIEL DIESER ARBEIT: Einführung in das Reise-Motiv als komplexes Symbol in der Literatur und Zielsetzung der Analyse unter Einbeziehung des Science-Fiction-Films.

II. INHALTSANGABE: Detaillierte Rekapitulation der vier Handlungsabschnitte des Films, von der afrikanischen Steppe über das Mond-Unternehmen bis zur Ankunft am Jupiter.

III. VORBEMERKUNGEN ZUR ANALYSE: Reflexion über die antagonistische Rezeption des Films und Kubricks bewussten Bruch mit konventionellen Erzählmustern und linearer Kausalität.

IV. ANALYSE DES FILMS 2001: Tiefgehende Untersuchung der wiederkehrenden Motive wie Knochen, Werkzeug, Sprache und das „magical alignment“ in den verschiedenen Filmsequenzen.

V. ZUSAMMENFASSUNG – EIN FILM OHNE BOTSCHAFT?: Untersuchung der gesellschaftskritischen Aspekte des Films und Einordnung in den Kontext der westlichen Zivilisation und technologischer Regression.

VI. SCHLUSSBETRACHTUNGEN – 2001 ALS ZEITLOSER KOMMENTAR ZUR „PHANTASTISCHEN REISE“ DES LEBENS: Zusammenfassendes Fazit über 2001 als mythologische Dokumentation und die Bedeutung der individuellen Sinnsuche im Kontext des eigenen Ichs.

Schlüsselwörter

Stanley Kubrick, 2001: A Space Odyssey, Reise-Motiv, Evolution, Monolith, Technologie, Mensch-Maschine-Verhältnis, Arthur C. Clarke, Symbolik, Film-Analyse, KI, Bewusstsein, Sternenkind, Mythologie, Korruption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Stanley Kubricks Film „2001: A Space Odyssey“ unter dem Aspekt des Reisemotivs als Symbol für die menschliche Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Evolution des Menschen, das ambivalente Verhältnis zur Technik, die Rolle der Sprache und die zyklische Struktur menschlicher Existenz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die zeitlose Aussagekraft und die komplexen Symbolgehalte des Films durch eine detaillierte Analyse der non-verbalen Erzählweise freizulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die den Film als assoziatives, symbolgeladenes Werk interpretiert und durch Literaturvergleiche und philosophische Kontexte ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Szenenanalyse, die Untersuchung des „Themenkreises“ (Nahrung, Sprache, Knochen, Artefakte) und die kritische Beleuchtung der Mensch-Maschine-Beziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen Evolution, Monolith, Werkzeuggebrauch, technische Regression, mythologische Reise und die Symbolik des „Sternenkindes“.

Welche Bedeutung kommt dem „Louis-seize-Zimmer“ im Film zu?

Das Zimmer dient als Mikrokosmos menschlicher Zivilisation, in dem Bowman symbolisch mit seiner Vergangenheit und der archaischen Ordnung bricht.

Warum wird der Computer HAL 9000 im Film als menschlicher wahrgenommen als die Astronauten?

Der Film zeigt die technologische Regression der Menschen, während HAL durch seine Programmierung und seine Interaktionsweise, trotz fehlender Intelligenz, eine paradoxe „Menschlichkeit“ und Hybris entfaltet.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"2001: A Space Odyssey" – Das Motiv der Reise in Stanley Kubricks Science-fiction-Film
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Fachbereich 3 – Sprach- und Literaturwissenschaften, Fach Anglistik/Amerikanistik)
Veranstaltung
"The Blue Highways: Reisen durch beide Amerika im 20. Jahrhundert", WS 1995/96
Note
2,0
Autor
Claudia Zimny (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1996
Seiten
45
Katalognummer
V163816
ISBN (eBook)
9783640788934
ISBN (Buch)
9783640788781
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Film 2001 Kubrick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Zimny (Autor:in), 1996, "2001: A Space Odyssey" – Das Motiv der Reise in Stanley Kubricks Science-fiction-Film, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163816
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Leseprobe aus  45  Seiten
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