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Reorganisation kommunaler Sozialverwaltung

Title: Reorganisation kommunaler Sozialverwaltung

Seminar Paper , 2000 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dr. Andre Röhl (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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Die kommunale Sozialverwaltung in Deutschland befindet sich über fünfzig Jahre nach Gründung der Bundesrepublik in einem tiefgreifenden Wandel. Sie ist damit Teil eines Prozesses, der die gesamten kommunalen Verwaltungsstrukturen erfasst hat und auf eine Vielzahl von Problemlagen zurückzuführen ist.
Im folgenden soll dieser Reorganisationsprozess der kommunalen Sozialverwaltung hinsichtlich der Notwendigkeiten, Ausprägungen und Probleme näher beleuchtet werden. Dabei wird die Sozialverwaltung nicht als isolierter Bestandteil der kommunalen Verwaltung betrachtet, sondern vielmehr in Beziehung gesetzt zu den allgemeinen Verwaltungsreformprozessen oder zu Problemen und Zukunft des Sozialstaates.

Zunächst werden diesem weiten Verständnis folgend einige Probleme und ihre Auswirkungen auf die kommunale Sozialverwaltung dargestellt. Im Anschluss daran wird mit der Schilderung von Entstehung und Grundlagen des Neuen Steuerungsmodells und des Programms ,,Moderner Staat - moderne Verwaltung" auf aktuelle Reorganisationsprozesse der Verwaltung eingegangen. Im darauf folgenden Abschnitt wird dann die Bedeutung dieser Entwicklungen für die Praxis der kommunale Sozialverwaltung verdeutlicht, bevor in einer Zusammenfassung daraus Schlussfolgerungen für den weiteren Verlauf dieser Reorganisationsprozesse gezogen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen für den Reorganisationsbedarf kommunaler Sozialverwaltung

3. Das Neue Steuerungsmodell als Grundlage der aktuellen Verwaltungsreform

4. Die Übertragung des Neuen Steuerungsmodells auf die kommunale Sozialverwaltung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert den Reorganisationsbedarf und die laufenden Veränderungsprozesse in der kommunalen Sozialverwaltung vor dem Hintergrund aktueller Verwaltungsreformen und der Krise des Sozialstaates. Ziel ist es, die Auswirkungen betriebswirtschaftlicher Steuerungselemente auf die soziale Praxis zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen.

  • Die Krise des Sozialstaates und ihre Folgen für die kommunale Ebene
  • Grundlagen und Elemente des Neuen Steuerungsmodells in der Verwaltung
  • Die Anwendung von Benchmarking und interkommunalen Vergleichen
  • Flexible Hilfeplanung im Verhältnis zwischen Verwaltung und Bürger
  • Herausforderungen durch Ressourcenknappheit und neue Steuerungsansätze

Auszug aus dem Buch

4. Die Übertragung des Neuen Steuerungsmodells auf die kommunale Sozialverwaltung

Elemente des Neuen Steuerungsmodells haben in vielfältiger Weise in die kommunale Sozialverwaltung Einzug gehalten. So führte das neue Verständnis von der dienstleistenden und an marktwirtschaftlichen Wettbewerbskriterien ausgerichteten Verwaltung u.a. zu neuen Produktdefinitionen. Die Sozialhilfe beispielsweise erscheint nicht mehr als „Hilfe zum Lebensunterhalt”, sondern als „Hilfe zur Überwindung der Sozialhilfebedürftigkeit”, während aus der „Zahl der Bezieher von Hilfe zum Lebensunterhalt” nun die „Zahl der Personen, denen aus der Sozialhilfebedürftigkeit heraus geholfen wird” werden soll.

Weitaus tiefgreifendere Veränderungen folgen jedoch dem neuen Verhältnis der Kommunen untereinander, welches in der Zukunft von marktwirtschaftlichem Wettbewerb bestimmt werden soll, um somit die Qualität des Verwaltungshandelns zu bestimmen und zu verbessern. Wettbewerb wird dabei als der wichtigste Auslöser für Leistungssteigerung und Innovation betrachtet. Außerdem soll das Vertrauen der Bürger in Effizienz und Effektivität des Verwaltungshandelns gestärkt werden, um so die Arbeit der Verwaltung zusätzlich zu legitimieren.

Grundsätzlich sind für die kommunale Verwaltung drei verschiedene Wettbewerbsformen denkbar: 1. der öffentliche Wettbewerb mit privaten Anbietern; 2. der interne Wettbewerb bezogen auf die verschiedenen Dienststellen der Verwaltung; 3. der interkommunale Leistungsvergleich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den tiefgreifenden Wandel der kommunalen Sozialverwaltung und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise vor.

2. Ursachen für den Reorganisationsbedarf kommunaler Sozialverwaltung: Das Kapitel analysiert die komplexen Gründe für Reformen, insbesondere die Auswirkungen der Sozialstaatskrise, gesellschaftliche Veränderungen und finanzielle Engpässe der Kommunen.

3. Das Neue Steuerungsmodell als Grundlage der aktuellen Verwaltungsreform: Hier werden die Entstehung, die Kernelemente und das Reformprogramm „Moderner Staat - moderne Verwaltung” als Instrumente zur Haushaltskonsolidierung dargestellt.

4. Die Übertragung des Neuen Steuerungsmodells auf die kommunale Sozialverwaltung: Dieser Abschnitt beleuchtet die praktische Umsetzung von Wettbewerbsformen, Benchmarking und die veränderte Hilfeplanung im Sozialamt.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Messbarkeit sozialer Leistungen und die Notwendigkeit einer ausgewogenen Reformpolitik, die den Kern sozialer Aufgaben nicht aus den Augen verliert.

Schlüsselwörter

Kommunale Sozialverwaltung, Verwaltungsreform, Neues Steuerungsmodell, Sozialstaat, Benchmarking, Hilfeplanung, Kostenfaktor, Effizienz, Haushaltskonsolidierung, Verwaltungsmanagement, interkommunaler Wettbewerb, Dienstleistungsorientierung, Sozialhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Reorganisation der kommunalen Sozialverwaltung in Deutschland vor dem Hintergrund veränderter politischer und finanzieller Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die Krise des Sozialstaates, das Neue Steuerungsmodell, das Instrument des Benchmarkings sowie die Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien in sozialen Dienstleistungsbereichen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie effektiv und angemessen die Übertragung betriebswirtschaftlicher Steuerungsmodelle auf den sozialen Bereich ist und welche Risiken dabei für die Qualität der sozialen Unterstützung entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung einschlägiger Fachliteratur, Verwaltungsberichte und Reformkonzepte, um die Reorganisationsprozesse systematisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Ursachen des Veränderungsbedarfs, den Grundlagen des Neuen Steuerungsmodells, der spezifischen Übertragung auf die Sozialverwaltung (z.B. durch Benchmarking) und den Auswirkungen auf die Hilfeplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sozialverwaltung, Verwaltungsreform, Neues Steuerungsmodell, Benchmarking und kommunale Haushaltskonsolidierung.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Kennzahlen im Sozialbereich?

Der Autor äußert Skepsis gegenüber einer rein kennzahlenbasierten Steuerung, da diese der komplexen sozialen Realität nicht gerecht wird und das Risiko einer Reduzierung sozialer Aufgaben auf reine Kostenfaktoren birgt.

Welche Rolle spielt die „Hilfeplanung” im neuen Verwaltungsmodell?

Die Hilfeplanung wird als Chance für ein flexibleres Verwaltungshandeln gesehen, das stärker an den Fähigkeiten der Betroffenen ansetzt, jedoch durch den zeitlichen und finanziellen Druck des Neuen Steuerungsmodells gefährdet sein könnte.

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Details

Title
Reorganisation kommunaler Sozialverwaltung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Verwaltungswissenschaft)
Course
Kommunale Sozialverwaltung
Grade
1,7
Author
Dr. Andre Röhl (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V1638
ISBN (eBook)
9783638110136
Language
German
Tags
NSM Sozialstaat Kommunen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Andre Röhl (Author), 2000, Reorganisation kommunaler Sozialverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1638
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