Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Analyse des 24. Gesanges aus Homers "Ilias"

Titel: Analyse des 24. Gesanges aus Homers "Ilias"

Referat (Ausarbeitung) , 2006 , 4 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Florian Rübener (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ilias des Dichters Homer ist ca. 750 v. Chr. entstanden und stellt in epischer Form 51 Tage des, fast 10 Jahre andauernden, trojanischen Krieges dar. Der Krieg selbst gerät jedoch mehr in den Hintergrund der Erzählung, als vordergründiges Thema wird die Auseinandersetzung zwischen Agamemnon, dem Oberfeldherr der Achaier und seinem stärksten Kämpfer Achilles, behandelt.

Szenen und Handlung

Zu Beginn des, nun zu untersuchenden, 24. und somit letzen Gesanges der Ilias, „Hektors Lösung“, zerstreuen sich die Achaier nach der Trauerfeier des von Hektor getöteten Patroklos und begeben sich in ihre Nachtlager. Achilles jedoch findet keine Ruhe und kämpft mit seiner Trauer über den Verlust seines Gefährten „[...]; aber Achilleus weinte, des lieben Gefährten gedenkend, und nicht erfaßte Schlaf ihn [...]“1. Im blinden Zorn spannt er die Leiche des Hektor hinter einen Pferdewagen und schleift sie über den sandigen und staubigen Boden um das Grab des Patroklos herum. Zwar verhindert der Gott Apollo mit einer Art Schutzmantel, dass die Leiche äußeren Schaden nimmt und entstellt wird2, dennoch führt Achilles die Misshandlungen fort.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Szenen und Handlung

2. Die Helden

3. Die Götter

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet eine detaillierte literaturwissenschaftliche Analyse des 24. Gesanges der Ilias von Homer. Im Fokus steht die Untersuchung der zentralen Handlungsstränge, der Charakterentwicklung der Hauptfiguren Achilles und Priamos sowie der intervenierenden Rolle der olympischen Götter in der abschließenden Phase des trojanischen Krieges.

  • Analyse des 24. Gesanges („Hektors Lösung“)
  • Psychologische Charakterisierung von Achilles und Priamos
  • Rolle der Götter als parteiische Akteure
  • Untersuchung von Trauer und Bestattungsriten
  • Wirkung von Waffenruhe und Versöhnung

Auszug aus dem Buch

Die Helden

Im 24. Gesang treten besonders die Charaktere Achilles und Priamos in den Vordergrund des Erzählstranges. Achilles zeichnet sich dabei vor allem durch sein impulsives und stark emotionales Verhalten aus, welches sich auch schon früher in der Ilias beobachten ließ. Wie bei seinem Streit mit Agamemnon zeigt sich Achilles leidenschaftlich und übereilt, er hat seine Gefühle nicht im Griff und schändet aus Wut und Trauer die Leiche des Hektor („So misshandelte dieser im Zorne den göttlichen Hektor.“). Immer wieder wird Achilles von seinen Gefühlen überwältigt und ein emotionaler Ausbruch ist zu beobachten. Als der trauernde und flehende Priamos zu ihm kommt wird Achilles von dessen Trauer angesteckt und bricht in Tränen aus, gemeinsam betrauern die beiden Erzfeinde ihre Verstorbenen:

Beide gedenkend, der eine des männertötenden Hektor weinte bewegt, vor den Füßen niedergebeugt des Achilleus, aber Achilleus weinte um seinen Vater, dann wieder um Patroklos [...]

Eine weitere, deutlich erkennbare, Eigenschaft des Achilles ist seine absolute Hörigkeit seiner göttlichen Mutter Thetis gegenüber. Auf ihre Forderung hin willigt er ein, die Leiche des Hektor gegen ein Lösegeld frei zu geben. Achilles wird in diesem Gesang unter anderem als „Städtezerstörer“ und der „schnelle Achilles“ bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Szenen und Handlung: Dieses Kapitel beschreibt den Ablauf der Ereignisse im 24. Gesang, angefangen bei der Schändung des Leichnams Hektors bis hin zur elftägigen Waffenruhe und der würdevollen Bestattung in Troja.

2. Die Helden: Hier werden die Charaktere Achilles und Priamos analysiert, wobei besonders auf Achilles' Emotionalität und Priamos' gottvertrauendes Handeln in seiner tiefen Trauer eingegangen wird.

3. Die Götter: Dieser Abschnitt beleuchtet die Parteinahme der olympischen Götter, wobei insbesondere Apollos Schutzfunktion und die Vermittlungsrollen von Iris und Hermes hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Ilias, Homer, 24. Gesang, Hektor, Achilles, Priamos, Götter, Trauer, Bestattung, Waffenruhe, Troja, Achaier, Epik, Mythologie, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den abschließenden 24. Gesang von Homers Ilias und beleuchtet die dramatischen Ereignisse um die Rückgabe des Leichnams Hektors.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die menschliche Trauer, das Verhalten von Helden unter extremem emotionalem Druck sowie der Einfluss göttlicher Mächte auf das menschliche Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Charakterdynamik und die erzählerische Struktur des 24. Gesanges „Hektors Lösung“ fundiert aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse auf Basis der Ilias-Übersetzung von Roland Hampe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Handlungsablaufs, die detaillierte Charakterisierung der Hauptfiguren und die Analyse der Götterrollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ilias, Achilles, Priamos, Hektor, Trauer, Waffenruhe und Götterwirken charakterisieren.

Warum schleift Achilles den Leichnam Hektors hinter seinem Wagen her?

Dies ist Ausdruck seiner maßlosen Wut und tiefen Trauer über den Verlust seines Gefährten Patroklos, wobei Achilles seine Gefühle nicht kontrollieren kann.

Wie verhält sich Priamos in seiner Rolle als Bittsteller?

Priamos tritt als würdiger und tief trauernder Vater auf, der trotz seines hohen Alters und der Gefahr durch das Feindlager aufgrund seines Gottvertrauens den Weg zu Achilles auf sich nimmt.

Welche Rolle spielt die Göttin Thetis?

Thetis agiert als entscheidende Vermittlerin zwischen den Göttern und ihrem Sohn Achilles, dessen Handeln sie durch ihre Anweisungen maßgeblich beeinflusst.

Wie wird Hektor im 24. Gesang wahrgenommen, obwohl er bereits tot ist?

Obwohl er nicht mehr aktiv handelt, wird sein Ansehen durch die Trauerreden seiner Familie und die respektvolle Bezeichnung als „göttlicher Hektor“ oder „Hektor der Rossebezähmer“ verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse des 24. Gesanges aus Homers "Ilias"
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Homers Ilias
Note
1,1
Autor
Florian Rübener (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
4
Katalognummer
V163924
ISBN (eBook)
9783640794096
ISBN (Buch)
9783656475200
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Homer Antike Analyse Interpretation Drama
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Rübener (Autor:in), 2006, Analyse des 24. Gesanges aus Homers "Ilias", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163924
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  4  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum