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Was ist eine historische Quelle?

Wie geht man mit einer historischen Quelle um?

Titel: Was ist eine historische Quelle?

Referat (Ausarbeitung) , 2007 , 5 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Florian Rübener (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Historische Quellen sind die Grundlage unserer Kenntnisse über Vergangenes. Sie können entweder in der Form von „Überresten“ existieren oder aber als „Traditionen“. Unter „Überresten“ versteht man Quellen, die uns durch ihre bloße Existenz Anhaltspunkte über die Vergangenheit geben. Dazu zählen u.a. Bauwerke, Kunstgegenstände, Artefakte und Skulpturen. Unter „Traditionen“ allerdings versteht man Quellen, die eine Darstellung der Vergangenheit durch Augenzeugen vornehmen. Diese Darstellungen können sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form vorliegen. Solche sog. Zeugnisse der Vergangenheit können zum Beispiel Urkunden, Briefe, Biographien, Tagebücher aber auch Reden, Filme und Tonbandaufnahmen sein.
Eine Quelle ist ein Objekt aus der Vergangenheit oder ein Zeugnis, das die Vergangenheit betrifft, auf das Historiker sich stützen, wenn sie ihre eigene Beschreibung dieser Vergangenheit schaffen.1
Neben solchen greifbaren Quellen können aber auch Tatsachen wie z.b. überlieferte Bräuche oder Sprachen als Quelle dienen. Eine weitere Unterscheidung muss zwischen sog. Primärquellen (direkte Quellen) und Sekundärquellen (indirekte Quellen) gemacht werden. Als sekundäre Quelle bezeichnet man die sinngemäße Wiedergabe einer anderen Quelle. Eine primäre Quelle könnte z.b. eine Rede sein, die Mitschrift eines Anwesenden bei dieser Rede wäre eine sekundäre Quelle. Allerdings ist es möglich, dass der Mitschreibende bestimmte inhaltliche Punke der Rede falsch wiedergibt oder Aspekte die ihm unwichtig erschienen weggelassen hat, deshalb ist für jeden Historiker ein kritischer Umgang mit Quellen erforderlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Arbeitsauftrag zur Sitzung am 11.05.2007

2. Arbeitsauftrag zur Sitzung am 18.05.2007

Zielsetzung & Themen

Die vorliegenden Arbeitsaufträge dienen der praktischen Einübung historischer Arbeitsmethoden, insbesondere der Quellenkritik sowie der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit historischer Fachliteratur. Das primäre Ziel ist es, ein methodisches Verständnis für den Umgang mit Primär- und Sekundärquellen zu entwickeln und dieses anhand einer Rezension des Werkes von Jost Dülffer über den Ost-West-Konflikt anzuwenden.

  • Definition und Klassifizierung historischer Quellen
  • Methodik der Quellenkritik und Kontextualisierung
  • Analyse und Rezension geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur
  • Untersuchung des Ost-West-Konflikts 1945–1991
  • Strukturelle und inhaltliche Bewertung historischer Überblicksdarstellungen

Auszug aus dem Buch

Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1991

Nach dieser kurzen einleitenden Darstellung geht Dülffer zum eigentlichen Thema über, dem Ost-West-Konflikt. Dabei vermeidet er den Begriff des „Kalten Krieges“, da dieser den ständigen Wandel zwischen den, wie Dülffer sie nennt, „Blöcken“ vernachlässigen würde. Vielmehr müsse man von einem „Ost-West-Gegensatz“ sprechen, der jedoch dreimal tatsächlich drohte in einem Krieg zu münden. Diese drei Phasen waren laut Dülffer einmal die Krise um die Berlin-Blockade 1948/49, die Kuba-Krise 1962 und der Streit um die Mittelstreckenraketen von 1972 – 1982/83. Nur während dieser drei Phasen könne man tatsächlich von einem „Kalten Krieg“ sprechen.

Die Entstehung des Konfliktes wird von Dülffer ausführlich dargestellt. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges, über die Gründung der NATO und Anfänge einer europäischen Einigung bis hin zur Verschuldung des Ostblockes wird jeder Aspekt erwähnt, inhaltliche Lücken gibt es keine. Das Ende dieser Epoche wird laut Dülffer mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 markiert. Nach dem Wegfall des „[...] Symbols für die physische Trennung in Europa [...]“ setzte ein tief greifender Wandel für die politischen Strukturen ein, so Dülffer. Das letzte Kapitel des Buches befasst sich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und deren Umwandlung in eine Vielzahl alter und neuer Staaten, die sich am westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell orientieren. Dülffer sieht dabei die Ursachen für das Scheitern des osteuropäischen Realsozialismus bereits in seiner Gründungsphase angelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Arbeitsauftrag zur Sitzung am 11.05.2007: Dieser Abschnitt definiert die Grundlagen der historischen Quellenarbeit, unterscheidet zwischen Überresten und Traditionen sowie Primär- und Sekundärquellen und betont die Notwendigkeit kritischer Quellenprüfung.

2. Arbeitsauftrag zur Sitzung am 18.05.2007: Hier erfolgt eine rezensierende Analyse des Werkes von Jost Dülffer zum Ost-West-Konflikt, wobei die Struktur des Buches, der methodische Ansatz des Autors und die historische Einordnung des Forschungsstandes diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Historische Quellen, Quellenkritik, Primärquellen, Sekundärquellen, Ost-West-Konflikt, Kalter Krieg, Jost Dülffer, Geschichtswissenschaft, historische Methoden, Ost-West-Gegensatz, Sowjetunion, Realsozialismus, Forschungsstand, Bibliographie, Zeitgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesen Arbeitsunterlagen grundsätzlich?

Die Unterlagen dienen der Vorbereitung auf ein Proseminar und behandeln grundlegende historische Arbeitstechniken, namentlich den Umgang mit Quellen und die Rezension historischer Fachliteratur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Quellenarten, Kriterien der historischen Quellenkritik sowie die Analyse der globalen politischen Konfrontation zwischen Ost und West zwischen 1945 und 1991.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Studierenden zu befähigen, historische Dokumente methodisch fundiert einzuordnen und wissenschaftliche Überblicksdarstellungen kritisch zu rezensieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der historischen Quellenkritik (äußere und innere Kritik) sowie auf der methodischen Rezension von Sekundärliteratur unter Berücksichtigung des Forschungsstandes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Quellenarbeit und eine detaillierte Inhalts- und Qualitätsanalyse des Buches von Jost Dülffer über den Ost-West-Konflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Quellenkritik, Ost-West-Konflikt, historische Methoden, Forschungskontext und Zeitgeschichte bestimmt.

Warum unterscheidet Dülffer zwischen "Ost-West-Gegensatz" und "Kaltem Krieg"?

Dülffer vermeidet den Begriff "Kalter Krieg" als dauerhafte Bezeichnung, um den ständigen Wandel zwischen den Machtblöcken nicht zu verkürzen; er reserviert den Begriff stattdessen für drei spezifische krisenhafte Phasen.

Welche Kriterien muss eine Quelle laut dem Text zwingend erfüllen, um wissenschaftlich genutzt zu werden?

Neben der Prüfung der Verständlichkeit müssen Herstellungskontext, Echtheit, Relevanz für das Thema sowie die Vertrauenswürdigkeit der Interpretation kritisch hinterfragt werden.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist eine historische Quelle?
Untertitel
Wie geht man mit einer historischen Quelle um?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die Krise des leeren Stuhls in der EWG 1965/66
Note
1,2
Autor
Florian Rübener (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
5
Katalognummer
V163972
ISBN (eBook)
9783640786138
ISBN (Buch)
9783640786220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Rübener (Autor:in), 2007, Was ist eine historische Quelle?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163972
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  5  Seiten
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