Persönlicher Zwischenbericht eines Comenius-Theaterprojektes zum Thema "Fremd sein, Freund sein 1939, 2009 und 2050" des Theodor-Fliedner-Gymnasiums der EKiR (TFG) und seiner Partnerschulen in den Niederlanden, Polen und Israel nach einem Projektjahr. Es werden der Weg zur Findung der Projektidee und der Verlauf des Projektes selbst nachgezeichnet sowie einige Konsequenzen daraus für das interkulturelle Lernen im Projekt und am TFG aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Hintergründe und Motive für das Projekt
2. Projektverlauf – geplant, realisiert
3. Zwischenergebnis nach einem Projektjahr: Beobachtungen und Merkpunkte
Zielsetzung & Themen
Das Projekt verfolgt das Ziel, ein nachhaltiges Netzwerk zwischen den beteiligten Schulen aus Deutschland, Polen, den Niederlanden und Israel aufzubauen, um interkulturelle Bildungsarbeit langfristig zu qualifizieren und den Jugendlichen auch nach dem Schulabschluss einen Austausch zu ermöglichen.
- Entwicklung und Aufführung internationaler Theaterstücke zum Thema "Fremd sein, Freund sein".
- Methodische Auseinandersetzung mit Zeitdimensionen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) durch verschiedene Medien.
- Etablierung eines dauerhaften schulübergreifenden Austauschs und Netzwerks.
- Förderung interkulturellen Lernens durch Aktion und Reflexion in internationalen Gruppen.
- Dokumentation und Evaluation des Lernprozesses durch gemeinsame Projekte und öffentliche Auftritte.
Auszug aus dem Buch
2. Projektverlauf – geplant, realisiert
Dank einer intensiven Kommunikation zwischen den beteiligten Lehrern in Nimwegen, Dzialdowo und Düsseldorf konnten wir schon vor dem offiziellen Programmstart am 1.8. einige Fragen klären, die laut Antrag erst beim ersten Projekttreffen besprochen werden sollten. So haben wir uns z.B. recht früh gemäß gemeinsamer Kriterien (der Film sollte möglichst aktuell sein und in möglichst vielen Übersetzungen vorliegen) auf den von allen zu guckenden Film einigen können. „Der Junge im gestreiften Pyjama“ wurde gewählt da er (im Vergleich zu „Schindlers Liste) aktuell war, in 3 der 4 Sprachen vorlag und im Vergleich zu „Der Pianist“ weniger offene Gewalt enthielt. Inhaltlich bietet die Beziehung zwischen den beiden Kindern am Stacheldrahtzaun natürlich auch viel Stoff über Fremd sein, Freund sein, Grenzen und Grenzüberschreitungen, … nach zu denken, was auch an allen drei Schulen im September/Oktober geschah. Die jeweiligen Treffen wurden mit kleinen Protokollnotizen und Fotos dokumentiert und den anderen Gruppen zur Verfügung gestellt.
Nach dem symbolischen Start des Projektes am 1. September 2009 stellte sich schnell heraus, dass wir unserem Plan weit voraus waren und der Wunsch, die Schüler aktiv an dem Projekt zu beteiligen, von diesen auch geteilt und eingefordert wurde. Deshalb änderten wir den Plan dahin gehend, dass am ersten Treffen im November in Nimwegen nicht nur 2 Lehrer, sondern auch 5 Schüler teilnehmen sollten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hintergründe und Motive für das Projekt: Der Autor erläutert die Entstehung des internationalen Projekts am Theodor-Fliedner-Gymnasium aus dem Bedürfnis heraus, bestehende Partnerschaften durch gemeinsame kulturelle Aktivitäten zu beleben und zu vernetzen.
2. Projektverlauf – geplant, realisiert: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Umsetzung, inklusive der Filmauswahl, der Planung der Schülertreffen und der Herausforderungen bei der Entwicklung der Theater-Performances im internationalen Kontext.
3. Zwischenergebnis nach einem Projektjahr: Beobachtungen und Merkpunkte: Hier werden das hohe Engagement der Beteiligten sowie pädagogische Erkenntnisse über interkulturelles Lernen und die Dynamik der Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern reflektiert.
Schlüsselwörter
COMENIUS-Projekt, interkulturelles Lernen, Schüleraustausch, Theaterpädagogik, Netzwerkbildung, Theodor-Fliedner-Gymnasium, Fremd sein, Freund sein, europäische Bildungsarbeit, Reflexion, Projektmanagement, internationale Begegnung, Medienkompetenz, Schulentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem vorliegenden Projektbericht?
Der Bericht dokumentiert den Zwischenstand eines internationalen Comenius-Projekts, bei dem Schulen aus vier Ländern durch Theaterarbeit und persönlichen Austausch interkulturelle Bildung fördern.
Welche Schulen sind an dem Projekt beteiligt?
Es sind das Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf, eine Schule in Yifat (Israel), eine Schule in Dzialdowo (Polen) sowie eine Schule in Nimwegen (Niederlande).
Was ist das zentrale Forschungsziel des Autors?
Das Ziel ist der Aufbau eines dauerhaften Netzwerks zwischen den Schulen und Jugendlichen, um interkulturelle Bildungsarbeit nachhaltig zu qualifizieren und zu etablieren.
Welche Methode wird zur inhaltlichen Auseinandersetzung genutzt?
Die Schulen nutzen das Medium Film (z. B. "Der Junge im gestreiften Pyjama") als thematische Vorlage, um darauf aufbauend gemeinsam Szenen für ein Theaterstück zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beschreibt den zeitlichen Ablauf der Projekttreffen, die Anpassung der Pläne aufgrund von Schülerwünschen und die Reflexion über die Gruppendynamik während der Arbeit.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie interkulturelles Lernen, internationale Kooperation, schulisches Theaterprojekt und Netzwerkbildung charakterisieren.
Warum war die Zusammenarbeit mit der israelischen Schule besonders?
Die Schule in Israel wurde durch kirchliche Gelder finanziert, nahm an den Höhepunkten wie dem Kirchentag teil und trug durch den Wunsch nach einer Gedenkstättenbesuch eine historische Komponente bei.
Welche Schwierigkeiten traten in der kollegialen Zusammenarbeit auf?
Durch Teilzeitbeschäftigung mehrerer beteiligter Lehrkräfte kam es zu Herausforderungen bei der Kontinuität in der Leitungsgruppe während der verschiedenen Projekttreffen.
Wie wurde mit Sprachbarrieren zwischen den Schülern umgegangen?
Die Kommunikation erfolgte meist auf Englisch, wobei die Devise "Aktion in internationalen Gruppen, Reflexion in nationalen Gruppen" angewandt wurde, um allen eine Beteiligung zu ermöglichen.
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- Alfons Scholten (Author), 2010, Fremd sein – Freund sein zwischen 1939, 2009 und 2050, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164025