Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

Der Sprachtest „Delfin 4“

Analyse des Screeningverfahrens „Besuch im Zoo“

Title: Der Sprachtest „Delfin 4“

Presentation (Elaboration) , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Olga Hock (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Screening oder auch Siebverfahren gehören wie Tests zu den sogenannten standardisierten Verfahren. Im Gegensatz zu informellen Verfahren wurden Screenings und Test in der Durchführung, Protokollierung und Auswertung vereinheitlicht und in ihrer Messgüte überprüft. Die Ermittlung der Kompetenz eines Kindes erfolgt bei Screenings durch die Festlegung eines kritischen Grenzwertes, der zwischen Kindern „mit“ oder „ohne“ Risiko entscheidet. Bei Tests wird zwar die Kompetenz des Kindes in Bezug auf die jeweilige Altersgruppe auf einer Normskala eingeordnet, jedoch wird keine Grenze definiert, die ein Kind unterschreiten muss, um als „Risikokind“ zu gelten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist ein diagnostisches Screeningverfahren?

2. Genaue Beschreibung von Delfin 4

3. Besuch im Zoo

3.1. Theoretisches Hintergrund von Delfin 4 – Stufe 1 Besuch im Zoo

3.2. Handlungsanweisungen ausführen

3.3. Kunstwörter nachsprechen

3.4. Bild beschreiben

3.5. Sätze nachsprechen

4. Kritische Auseinandersetzung mit Delfin 4

4.1. Das Material

4.2. Das Verfahren

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem standardisierten Screeningverfahren "Delfin 4" auseinander, das zur Feststellung von Sprachförderbedarf bei Vierjährigen in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit das Verfahren tatsächlich geeignet ist, die individuelle Sprachkompetenz dieser Altersgruppe valide zu erfassen und ob die gewählte Methodik der komplexen Sprachentwicklung bei Kindern gerecht wird.

  • Grundlagen diagnostischer Screeningverfahren und ihre Abgrenzung zu anderen Methoden.
  • Detaillierte Vorstellung des "Delfin 4"-Verfahrens, insbesondere der ersten Stufe "Besuch im Zoo".
  • Analyse der theoretischen Hintergründe und der einzelnen Aufgabenbereiche des Screenings.
  • Kritische Reflexion der Materialgestaltung und des zeitlichen sowie administrativen Aufwands.
  • Diskussion über die Validität des Verfahrens im Hinblick auf individuelle Sprachentwicklungsprozesse und externe Faktoren wie den Migrationshintergrund.

Auszug aus dem Buch

3.2. Handlungsanweisungen ausführen

Mit dieser Aufgabenstellung wird erfasst, inwieweit ein Kind in der Lage ist, zu erkennen, welche mehr oder minder komplexe Handlungsabfolge ein Satz repräsentiert. Es geht also um sprachliche Verstehensleistungen (Satzgedächtnis).

Ehlich führt an, dass Vierjährige schon vielfältige Voraussetzungen besitzen, um komplexere sprachliche Handlungsmuster erfassen und vollziehen zu können. So ist von ihnen zu erwarten, dass sie normgerechte Mehrwort-Sätze sowie (einfache) Haupt-Nebensatz-Konstruktionen, die Mehrfachaufträge enthalten, verstehen und auch ausführen können. Allerdings setzt das voraus, dass Vierjährige die Inhalte, welche die Satzkonstruktionen transportieren, auch wirklich entschlüsseln können. Um das zu gewährleisten, sind die Handlungsanweisungen direkt auf den Zooplan und seine Motive bezogen. Damit wird den Kindern ein „Sinnrahmen“ geboten, der es ihnen erleichtert, die Satzinhalte zu begreifen.

Wenn Vierjährige Schwierigkeiten haben, diese Aufgabe auszuführen, kann das auf verschiedene Sprachentwicklungsprobleme verweisen. Neben (nicht selten miteinander verquickten) semantischen und morphosyntaktischen Problemen kann dadurch auch die mangelnde Funktionstüchtigkeit des sprachverarbeitenden Arbeitsgedächtnisses (Verstehen semantischer Informationen auf dem Wort- und Satzlevel) angezeigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Seminars und der Zielsetzung der Arbeit, die sich auf das Screeningverfahren "Besuch im Zoo" innerhalb von Delfin 4 konzentriert.

1. Was ist ein diagnostisches Screeningverfahren?: Erläuterung der Merkmale standardisierter Verfahren im Gegensatz zu informellen Methoden und deren Zielsetzung hinsichtlich kritischer Grenzwerte.

2. Genaue Beschreibung von Delfin 4: Überblick über das zweistufige Verfahren zur Sprachstandsfeststellung bei 4-Jährigen im Auftrag des Landes NRW.

3. Besuch im Zoo: Einführung in die ökonomische Gruppentestung mittels eines brettspielähnlichen Rahmens zur Identifizierung von Sprachentwicklungsrisiken.

3.1. Theoretisches Hintergrund von Delfin 4 – Stufe 1 Besuch im Zoo: Begründung der Eignung des Alters von vier Jahren basierend auf der Plateauphase der Sprachentwicklung.

3.2. Handlungsanweisungen ausführen: Analyse der Überprüfung von sprachlichen Verstehensleistungen und des Arbeitsgedächtnisses durch Mehrfachaufträge.

3.3. Kunstwörter nachsprechen: Untersuchung der Kapazität des phonologischen Arbeitsgedächtnisses mittels unbekannter lexikalischer Einheiten.

3.4. Bild beschreiben: Erläuterung der Überprüfung kommunikativer Fähigkeiten und der Strukturierungsleistung bei der Bildbeschreibung.

3.5. Sätze nachsprechen: Bewertung der grammatischen Kenntnissysteme durch die Reproduktion unterschiedlich komplexer Satzstrukturen.

4. Kritische Auseinandersetzung mit Delfin 4: Prüfung der Eignung des Materials und der psychologischen Angemessenheit der Spielsituation für Kleinkinder.

4.1. Das Material: Kritik an den künstlichen Spielsituationen und der Qualität der Instruktionen sowie des zeitlichen Rahmens.

4.2. Das Verfahren: Diskussion über die mangelnde Berücksichtigung individueller Entwicklungsverläufe und die unzureichende Einbindung der Eltern.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass das Verfahren aufgrund der Variabilität des Spracherwerbs nicht geeignet ist, den Entwicklungsstand vierjähriger Kinder valide zu messen.

Schlüsselwörter

Delfin 4, Sprachstandsfeststellung, Screeningverfahren, Sprachförderung, Sprachentwicklung, phonologisches Arbeitsgedächtnis, Satzgedächtnis, Kompetenzdiagnostik, Kleinkindpädagogik, Sprachverstehen, Bildbeschreibung, pädagogische Diagnostik, Nordrhein-Westfalen, Spracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Analyse des standardisierten Sprachscreening-Verfahrens "Delfin 4", das in Nordrhein-Westfalen bei vierjährigen Kindern zur Ermittlung von Sprachförderbedarf eingesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die diagnostischen Grundlagen von Screenings, die Beschreibung der einzelnen Aufgabenbereiche (wie Handlungsanweisungen, Kunstwörter, Bildbeschreibung und Satzwiederholung) sowie die kritische Reflexion des Verfahrens bezüglich Material, Durchführung und pädagogischer Validität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob "Delfin 4" tatsächlich valide Erkenntnisse über die individuelle Sprachentwicklung eines Kindes liefern kann oder ob das Verfahren den komplexen Realitäten des Spracherwerbs nicht gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Vorstellung der Methode (Literaturarbeit) und kombiniert diese mit einer kritisch-analytischen Auswertung, die auf forschungsbasierten Argumenten und erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund und die spezifischen vier Testbereiche von "Besuch im Zoo" (Stufe 1 von Delfin 4) detailliert vorgestellt und anschließend kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Delfin 4, Sprachstandsfeststellung, Spracherwerb, phonologisches Arbeitsgedächtnis, pädagogische Diagnostik und individuelle Entwicklungsverläufe.

Warum wird die Spielsituation in der Arbeit als künstlich bezeichnet?

Die Autorin argumentiert, dass es keine echte soziale Interaktion gibt, da die Kinder lediglich Anweisungen eines Erwachsenen befolgen müssen, was einer natürlichen Spielsituation widerspricht.

Welche Konsequenzen zieht die Autorin bezüglich der Ergebnisse von Delfin 4?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein schlechtes Abschneiden bei diesem Screening nicht automatisch auf Sprachentwicklungsprobleme hinweist, da das Verfahren individuelle Unterschiede und Faktoren wie den Migrationshintergrund nicht hinreichend berücksichtigt.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Der Sprachtest „Delfin 4“
Subtitle
Analyse des Screeningverfahrens „Besuch im Zoo“
College
University of Münster
Grade
1,3
Author
Olga Hock (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V164095
ISBN (eBook)
9783640806140
ISBN (Book)
9783640806706
Language
German
Tags
sprachtest analyse screeningverfahrens zoo“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olga Hock (Author), 2008, Der Sprachtest „Delfin 4“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164095
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint