Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Journalism, Journalism Professions

Frauen in Medienberufen: Theoretische und praktische Genderforschung und der internationale Vergleich

Title: Frauen in Medienberufen: Theoretische und praktische Genderforschung und der internationale Vergleich

Seminar Paper , 1999 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diana von Webel (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Einleitung:

Ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seit die Vereinten Nationen das Jahr und kurz darauf das Jahrzehnt der Frau ausriefen. Millionen Frauen, aber auch Männer haben sich seitdem für die Gleichstellung der Geschlechter stark gemacht. Sie haben in 25 Jahren vieles erreicht, aber eine tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern auf der ganzen Welt in allen Lebensbereichen liegt trotzdem noch in weiter Ferne, ist pessimistisch betrachtet vielleicht sogar eine Utopie.

Diese Arbeit befaßt sich mit der Situation von Frauen in Medienberufen. Innerhalb dieses weiten Feldes liegt der Fokus auf der international vergleichenden Forschung. Letztere soll hier auf ihre Tauglichkeit in der theoretischen und praktischen Genderforschung untersucht werden.

In den Diskussionen über Strategien zur Verbesserung der Situation von Frauen wurde immer wieder die wichtige Stellung der Medien betont. Zweifelsohne prägt die Darstellung von Frauen in den Medien die Einstellung der Menschen zu Frauenfragen und das Frauenbild in der Gesellschaft entscheidend mit. Viele Studien ergaben, das Frauen in Medien und Werbung alles andere als „real“ und wünschenswert dargestellt werden. Ein naheliegender Schluß lautet: Um ein günstigeres Frauenbild in den Medien zu erreichen, müßten mehr Frauen für Medieninhalte verantwortlich sein. Natürlich sind diese direkten kausalen Zusammenhänge stark vereinfachend, denn ein paar Redakteurinnen mehr werden genausowenig von heute auf morgen über Jahrzehnte gewachsene Strukturen verändern, wie neue Medieninhalte eingefahrene Rollenbilder plötzlich über den Haufen werfen . Aber es geht auch nicht um einen revolutionären Umsturz, sondern die kontinuierliche Verbesserung der Lage der Frauen - und irgendwo muß frau ja einen Anfang machen. Da sich aber gezeigt hat, daß Quoten allein nicht viel bringen, daß die „Unterdrückungs“-Mechanismen gegen Frauen sehr subtil sind, wurde immer weiter gesucht nach Zusammenhängen zwischen Geschlecht und - im Fall der Journalistinnen - Teil- und Einflußnahme an der Produktion von Medieninhalten.

Da vor der Praxis bekanntlich die Theorie - und letztere in der deutschen Frauen- und Genderforschung meist zu kurz - kommt, habe ich zunächst die verschiedenen, recht komplexen Ansätze komprimiert und den jeweiligen Bezug zur kommunikationswissenschaftlichen Genderforschung hergestellt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Genderforschung: Theorie und Praxis

2.1 Begriffe

2.2 Entwicklung verschiedener Theorieansätze

3. Frauen in Medienberufen: Status Quo auf drei Kontinenten

3.1 Journalistinnen in den U.S.A.

3.2 Journalistinnen in Asien: Japan und Korea

3.2.1 Japan

3.2.2 Korea

3.3 Journalistinnen in Europa: Dänemark, Deutschland, Italien und Spanien

3.3.1 Fragestellungen

3.3.2 Ergebnisse

4. Internationaler Vergleich: Chancen und Probleme

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Situation von Frauen in Medienberufen unter besonderer Berücksichtigung internationaler Vergleichsperspektiven. Ziel ist es, die Tauglichkeit verschiedener Forschungsansätze zur Analyse von Gendering-Prozessen im Journalismus kritisch zu beleuchten und zu prüfen, inwieweit internationale Vergleiche zur theoretischen und praktischen Genderforschung beitragen können.

  • Theoretische Grundlagen der kommunikationswissenschaftlichen Genderforschung
  • Status quo der Repräsentation von Journalistinnen in den U.S.A., Asien und Europa
  • Analyse von Gendering-Mechanismen und horizontaler sowie vertikaler Segregation
  • Chancen und methodische Probleme international vergleichender Forschung
  • Wechselwirkungen zwischen theoretischen Ansätzen und empirischer Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Journalistinnen in den U.S.A.

Das Land mit den zahlreichsten, prominentesten und wohl auch wegweisenden Forschungsergebnissen auf dem Gebiet Gendering sind ohne Frage die U.S.A. Aus diesem Grund sollen sie hier auch nur in aller Kürze abgehandelt werden, denn wer sich näher für die Situation der U.S.-amerikanischen Journalistinnen interessiert, muß keine langwierigen Recherchen betreiben.

Seit fast drei Jahrzehnten beschäftigen sich amerikanische KommunikationswissenschaftlerInnen kontinuierlich mit dem Thema Frauen in den Medien. Frauen- bzw. Genderforschung genießt dort einen viel höheren Stellenwert als beispielsweise in Deutschland. Nicht zuletzt deshalb verfügen die U.S.A. im Bereich Journalismus als Beruf über eine reiche Datensammlung der Entwicklung des Frauenanteils, der Gehaltsstrukturen, Karrierechancen usw.

Einen ausgezeichneten Überblick über die amerikanische Forschung bis Mitte der 90er Jahre findet sich bei Romy Fröhlich & Christina Holtz-Bacha (1995a), S. 33-63. Die wichtigste Erkenntnisse aus diesen Studien kann man in wenigen Sätzen zusammenfassen: Der Anteil an Frauen in den Medienberufen steigt seit den 70er Jahren stetig (ein gutes Drittel der JournalistInnen sind weiblich). Dennoch sind die Aussichten eher düster: Frauen haben weder die gleichen Aufstiegschancen, sind also wesentlich seltener in Führungspositionen anzufinden, noch verdienen sie genausoviel wie ihre männlichen Kollegen. Darüber hinaus geht die „Feminisierung“ der Medienberufe einher mit Ansehensverlust und sinkenden Gehältern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Geschlechtergleichstellung ein und stellt den Fokus der Arbeit auf die Situation von Frauen in Medienberufen sowie den internationalen Vergleich dar.

2. Genderforschung: Theorie und Praxis: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gender und skizziert die Entwicklung von Forschungsansätzen vom Gleichheits- bis zum Differenzansatz.

3. Frauen in Medienberufen: Status Quo auf drei Kontinenten: Hier erfolgt eine deskriptive Darstellung der Situation von Journalistinnen in den U.S.A., in Asien und in Europa unter Auswertung vorhandener Statistiken und Studien.

4. Internationaler Vergleich: Chancen und Probleme: Dieses Kapitel erörtert die methodischen Vor- und Nachteile sowie die theoretischen Erkenntnismöglichkeiten einer internationalen vergleichenden Perspektive.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der stetigen theoretischen Reflexion für die Forschungspraxis zusammen und plädiert für eine stärkere Verzahnung von Gender-Theorie und empirischer Untersuchung.

Schlüsselwörter

Genderforschung, Journalistinnen, Medienberufe, Gendering, Gleichheitsansatz, Differenzansatz, Journalismusforschung, Internationaler Vergleich, Medienstrukturen, Arbeitsmarkt, Vertikale Segregation, Geschlechterkonstruktion, Kommunikationswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der beruflichen Situation von Frauen in Medienberufen und untersucht, inwiefern internationale Vergleiche bei der Analyse von geschlechtsspezifischen Strukturen im Journalismus helfen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Genderforschung, der statistische Status quo von Journalistinnen in verschiedenen Regionen sowie die kritische Reflexion methodischer Ansätze in der internationalen Vergleichsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Tauglichkeit internationaler Vergleichsstudien für die theoretische und praktische Genderforschung im Kontext des Journalismus.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komprimierte Analyse bestehender theoretischer Konzepte sowie die Auswertung internationaler Studien und statistischer Daten aus dem Bereich der Kommunikationswissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Genderforschung und eine anschließende empirische Bestandsaufnahme der Situation von Journalistinnen in den U.S.A., Japan, Korea und vier europäischen Ländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gendering, Journalistinnen, Medienstrukturen, Geschlechterkonstruktion und internationale Vergleichsperspektive geprägt.

Warum ist der Vergleich zwischen Japan und Korea methodisch schwierig?

Der Vergleich ist aufgrund unzureichenden Zahlenmaterials, mangelnder Informationen zur sozialpolitischen Struktur sowie der Schwierigkeit, Daten aus unterschiedlichen Mediensystemen konsistent zu harmonisieren, herausfordernd.

Welche Rolle spielt der "Differenzansatz" in dieser Untersuchung?

Der Differenzansatz dient als theoretischer Rahmen, um zu untersuchen, ob weibliche Sozialisation und spezifische Lebenserfahrungen zu einer unterschiedlichen Arbeitsweise und einem anderen Blickwinkel im Journalismus führen.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Frauen in Medienberufen: Theoretische und praktische Genderforschung und der internationale Vergleich
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Publizistik)
Course
Seminar: International vergleichende Kommunikationsforschung
Grade
1,7
Author
Diana von Webel (Author)
Publication Year
1999
Pages
29
Catalog Number
V16412
ISBN (eBook)
9783638212748
Language
German
Tags
Frauen Medienberufen Theoretische Genderforschung Vergleich Seminar International Kommunikationsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana von Webel (Author), 1999, Frauen in Medienberufen: Theoretische und praktische Genderforschung und der internationale Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16412
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint