Teil I Notwendiges Basiswissen
Was ist Franchising?
Die Definition von „Der Deutsche-Franchise-Verband e.V.“ (www.franchiseverband.com) ist extrem umfangreich. Deshalb hier eine Kurzversion:
„Franchising ist ein Vertriebssystem mit rechtlich selbständigen Unternehmern, bestehend aus dem Franchisegeber und dem Franchisenehmer. Der Franchisegeber stellt die Geschäftsidee und sein Wissen –zum Teil in konkreten Vorgaben und Vorleistungen- für die Realisierung gegen Entgelt zur Verfügung. Der Franchisenehmer übernimmt diese Vorleistungen und setzt sie –ergänzt durch seine eigenen Leistungen- um.“
Auf dem Portal des Verbandes gibt es im Prinzip alle Informationen die Franchisegeber und –nehmer benötigen, wenn sie sich mit dem Thema beschäftigen. Außerdem können zusätzliche Informationen direkt abgerufen oder gegen Portogebühren bestellt werden.
Besonders interessant der „Informationsflyer Ethikkodex“. Hier sind u. a. 57 Fragen aufgeführt, die ein zukünftiger Franchisenehmer an den Geber stellen sollte, um die Qualität des Angebotes, der Zusammenarbeit und des Vertrages zu prüfen.
Im Franchising wird unterschieden nach Dienstleistungsfranchising, Vertriebsfranchising und Produktfranchising.
Inhaltsverzeichnis
Teil I Notwendiges Basiswissen
Was ist Franchising?
Was von Franchisenehmern zu beachten ist
Die Kosten
Das Internet bietet Hilfe
Voraussetzungen, die man selbst mitbringen sollte
Teil II Die Vor- und Nachteile im Überblick
II a Die Vorteile des Franchisenehmers
II b Die Nachteile des Franchisenehmers
II c Die Vorteile des Franchisegebers
II d Die Nachteile des Franchisegebers
Zielsetzung und Themen der Publikation
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über das Franchise-System zu geben, um angehenden Franchisenehmern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für ihre Existenzgründung zu bieten. Dabei wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen Franchising eine geeignete Alternative zur klassischen Selbstständigkeit darstellt und welche Risiken sowie Chancen für beide Vertragsparteien bestehen.
- Grundlagen und Definition des Franchisings
- Wichtige Prüfschritte für Franchisenehmer
- Detaillierte Gegenüberstellung von Vorteilen und Nachteilen
- Analyse der Kostenstrukturen und finanziellen Verpflichtungen
- Voraussetzungen und Selbstreflexion für Existenzgründer
Auszug aus dem Buch
II a Die Vorteile des Franchisenehmers
Generell kann davon ausgegangen werden, dass bewährte Franchisekonzepte ein hohes Maß an Sicherheit bei der Existenzgründung bieten. Der entscheidende Vorteil für den Franchisenehmer ist die deutliche Minderung des Risikos, weil er auf den Erfahrungen des Franchisegebers und –wenn vorhanden- den bereits vorhandenen Franchisenehmern aufgebauen kann. Im Einzelnen:
• Deutlich verringertes Risiko gegenüber der „normalen“ Existenzgründung. • Geringerer Finanzbedarf. • Leichtere Kreditzusagen von den Banken. • Beratung bei der Wahl des Standortes. • Aktive Hilfe und Unterstützung beim Geschäftsaufbau. • Unterstützung bei der Einrichtung und Gestaltung der Geschäftseinrichtung. • (Fach-)Ausbildung durch den Franchisegeber. • Ausbildung der Mitarbeiter durch den Geber. • Ständige Weiter- und Fortbildung durch den Geber. • Im Normalfall umfangreiches und detailliertes Handbuch mit Handlungsanweisungen für viele Geschäftsvorfälle. • Deutlich kürzere Vorlauf- bzw. Planungszeiten für die Geschäftsgründung. • Das Know-how für den Geschäftsaufbau und die Geschäftsführung wird geliefert. • Testphase entfällt, weil sich das Geschäftskonzept bereits bewährt hat. • Praxiserprobte Arbeitsabläufe. • Permanente Aktualisierung der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Daten. • Durch Betriebsvergleiche Kontrolle der eigenen Effizienz. • Erleichterung der „Verwaltungsaufgaben“. • Reduzierung der betriebswirtschaftlichen Arbeiten. • Bessere Einkaufsbedingungen. • Im Normalfall Gebietsschutz. • Der größte Teil der Marketingleistungen wird gestellt. • Wenn die Marke bereits in der Region bekannt ist, vom Start an ein positives Image. • Partizipation an überregionalen Werbemaßnahmen.
Zusammenfassung der Kapitel
Teil I Notwendiges Basiswissen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Franchisings, unterscheidet verschiedene Systemarten wie Dienstleistungs- und Produktfranchising und gibt praktische Ratschläge für die Prüfung von Franchiseangeboten.
Teil II Die Vor- und Nachteile im Überblick: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse der Chancen und Risiken sowohl für Franchisenehmer als auch für Franchisegeber, um die beidseitige Win-Win-Situation oder potenzielle Konfliktpunkte zu verdeutlichen.
Schlüsselwörter
Franchising, Franchisegeber, Franchisenehmer, Existenzgründung, Geschäftskonzept, Dienstleistungsfranchising, Produktfranchising, Master-Franchise, Ethikkodex, Vertragsprüfung, Risikoanalyse, Selbstständigkeit, Umsatzbeteiligung, Markteintritt, Betriebswirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen strukturierten Überblick über das Franchising als Vertriebssystem und beleuchtet kritisch die Vor- und Nachteile einer Gründung auf Basis eines bestehenden Geschäftskonzepts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Franchise-Systems, der rechtlichen und qualitativen Prüfung von Angeboten sowie der detaillierten Abwägung der unternehmerischen Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Existenzgründern durch eine fundierte Informationsgrundlage dabei zu helfen, zu entscheiden, ob ein Franchise-Modell für ihre persönliche und finanzielle Situation geeignet ist.
Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?
Der Autor wählt einen praxisorientierten, deskriptiven Ansatz, der auf Branchenstandards (wie denen des Franchise-Verbandes) und betriebswirtschaftlichen Erfahrungswerten basiert.
Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Basiswissen (Definitionen, Kosten, Internet-Recherche) und eine explizite Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile für beide Vertragspartner.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Franchisenehmer, Franchisegeber, Geschäftskonzept, Risiko, Existenzgründung, Ethikkodex und Umsatzbeteiligung.
Wie erkenne ich seriöse Franchise-Angebote?
Der Autor empfiehlt, auf die Mitgliedschaft im Deutschen Franchise-Verband e.V. zu achten, den Ethikkodex prüfen zu lassen und Verträge vor Unterschrift zwingend durch einen spezialisierten Rechtsanwalt kontrollieren zu lassen.
Was ist beim Kostenvergleich verschiedener Franchisegeber zu beachten?
Da es keine einheitlichen Verträge gibt, sollten Eintrittsgebühren und laufende monatliche Kosten sorgfältig verglichen werden, wobei auch das Preis-Leistungs-Verhältnis der angebotenen Leistungen entscheidend ist.
Welche Voraussetzungen sollte ich als angehender Gründer mitbringen?
Neben finanziellen Mitteln und Fachwissen sind laut Autor besonders Teamfähigkeit, die Bereitschaft zur harten Arbeit in der Gründungsphase und die Unterstützung durch das familiäre Umfeld essenziell.
- Quote paper
- Hans-Jürgen Borchardt (Author), 2011, Franchising - Die Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164133