Im Laufe dieser Arbeit wird ermittelt, was unter Serialität bzw. Serie verstanden wird, ob man die Serie an sich, de facto genau definieren kann und welcher Merkmale man sich bei dieser Analyse der Serie bedienen vermag. Insbesondere wird hier auf die intraseriale Kohärenz und ihre Bedeutung eingegangen. Diese wird genauer an beispielhaften wiederkehrenden Komponenten der US-amerikanischen Serie DEXTER erörtert und dargestellt. Abschließend wird die daraus resultierende Wirkung auf die Zuschauer aufgefächert und die Frage beantwortet, inwiefern die Notwendigkeit besteht jede Folge einer Serie zu kennen, um einen Gesamtzusammenhang einzelner Ereignisse zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist unter Serialität bzw. Serie zu verstehen?
2.1. Die Unterscheidung von series und serials
2.2. Stilmittel zur Erzeugung von Serialität
3. DEXTER
4. Intraseriale Kohärenz in DEXTER
5. Fazit – intraseriale Kohärenz als Bindemittel zwischen Serie und Zuschauer
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Serialität in audiovisuellen Medien und analysiert, wie die sogenannte intraseriale Kohärenz zur Zuschauerbindung beiträgt. Anhand der US-amerikanischen Serie DEXTER wird erforscht, inwieweit die Kenntnis vorangegangener Episoden notwendig ist, um narrative Zusammenhänge und die Entwicklung der Hauptfigur in einer Fortsetzungsserie zu verstehen.
- Definition und theoretische Einordnung von Serialität und Serien
- Differenzierung zwischen Episodenserien (series) und Fortsetzungsserien (serials)
- Analyse der narrativen Struktur und Handlungsbögen in DEXTER
- Bedeutung der intraserialen Kohärenz für die Zuschauerbindung
- Untersuchung von Stilmitteln (wie Cliffhanger, Rückblicke und wiederkehrende Motive)
Auszug aus dem Buch
Intraseriale Kohärenz in DEXTER
Intraseriale Kohärenz, im Allgemeinen, meint den „Grad“ der Kontinuität. Dieser sagt aus, zu welcher Serienform eine Serie eher tendiert: Je höher die intraseriale Kohärenz, desto mehr tendiert eine hybride Serie, eine Fortsetzungsserie zu sein.
Bei dieser Analyse von Dexter, sind der Handlungsbogen und seine Spannweite von besonderer Bedeutung. Wird eine Geschichte nur eine Episode lang erzählt, oder erstreckt sich die Handlung über mehrere Episoden oder gar Staffeln? Welche Wirkung hat das auf den Zuschauer? Muss er alle Folgen einer Serie gesehen haben, um alle neuen Ereignisse zu verstehen? Diese Fragen werden sich im Laufe der Analyse der Serie DEXTER aufklären.
Um sich dieser Fragestellung zu nähern, sollte vorerst der Handlungsbogen der Serie DEXTER aufgeschlüsselt werden. Dabei sollte man die Handlung innerhalb einer Episode, mehrerer Episoden, einer Staffel und gar Staffel-übergreifend im Blick haben. Wenn man sich dabei vorerst allein auf die Erzählung der Serie konzentriert, wird man feststellen, dass es mehrere Erzählstrukturen gibt. Man entdeckt zum einen den voice over Narrator, Dexter. Dieser erzählt seine Geschichte, aus seinem Blickwinkel (Fokalisierung). Darüber hinaus sieht der Zuschauer aber auch das Leben der anderen Charaktere, ohne dabei aus Dexters Blickwinkel zu beobachten. Dies sind zwei verschiedene Arten von Erzählung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Begriff der intraserialen Kohärenz zu definieren und dessen Bedeutung am Beispiel der Serie DEXTER zu untersuchen.
2. Was ist unter Serialität bzw. Serie zu verstehen?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Serien und erarbeitet eine Minimaldefinition, um den Begriff für die weitere Analyse einzugrenzen.
2.1. Die Unterscheidung von series und serials: Hier wird die zentrale Differenzierung zwischen in sich abgeschlossenen Episodenserien und fortlaufenden Serien (serials) sowie deren hybride Formen dargelegt.
2.2. Stilmittel zur Erzeugung von Serialität: Das Kapitel beschreibt typische narrative und formale Mittel wie Intros, Cliffhanger und Rückblicke, die zur Herstellung von Kontinuität dienen.
3. DEXTER: Eine Einführung in die Serie DEXTER sowie die Charakterisierung des Protagonisten Dexter Morgan, seines "Codes" und seines sozialen Umfelds.
4. Intraseriale Kohärenz in DEXTER: Eine detaillierte Analyse der Handlungsbögen und Erzählstrukturen der Serie, die verdeutlicht, wie diese zur Seriellität beitragen.
5. Fazit – intraseriale Kohärenz als Bindemittel zwischen Serie und Zuschauer: Das Fazit fasst zusammen, dass die intraseriale Kohärenz massgeblich für die Bindung der Zuschauer verantwortlich ist und das Verständnis der Serie die Kenntnis vergangener Episoden voraussetzt.
Schlüsselwörter
Serialität, Serie, Fortsetzungsserie, Episodenserie, intraseriale Kohärenz, DEXTER, Narration, Handlungsbogen, Kontinuität, Zuschauerbindung, Fernsehserie, Cliffhanger, Stammensemble, Narratologie, Medienanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Konzept der Serialität in Fernsehserien und wie durch erzählerische Kontinuität eine Bindung zwischen Serie und Publikum hergestellt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Seriellität, die Unterscheidung zwischen Episoden- und Fortsetzungsserien sowie die Analyse von wiederkehrenden Mustern in narrativen Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob eine Notwendigkeit besteht, alle Folgen einer Serie zu kennen, um den Gesamtzusammenhang und die erzählerische Kohärenz zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die narrative Analyse von Fernsehtexten, basierend auf medienwissenschaftlichen Ansätzen zur Definition und Struktur von Serien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Abgrenzung von Serienformaten, der Erläuterung von Stilmitteln und der praktischen Fallstudie der Serie DEXTER hinsichtlich ihrer Handlungsbögen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie intraseriale Kohärenz, Serialität, Handlungsbogen, Kontinuität und Zuschauerbindung definiert.
Welche Rolle spielt Dexter Morgan in der Analyse?
Dexter dient als konkretes Fallbeispiel, um zu zeigen, wie durch seinen spezifischen "Code", sein Ritual und seine Maske als Forensiker eine hohe intraseriale Kohärenz erzeugt wird.
Warum ist das Wissen über vorherige Episoden bei DEXTER so wichtig?
Die Analyse verdeutlicht, dass Zuschauer ohne Vorwissen zwar Teilaspekte verstehen können, aber die tieferen Zusammenhänge, wie etwa das Verhältnis zu Nebencharakteren oder langfristige Entwicklungen, erst durch die Kenntnis vorangegangener Ereignisse vollständig erfassbar sind.
- Arbeit zitieren
- Rebecca Czakalla (Autor:in), 2010, Die Serialität eines Serienkillers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164324