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Satirische und multikulturelle Aspekte in Lee Maracles Shortstory Bertha

Title: Satirische und multikulturelle Aspekte in Lee Maracles Shortstory Bertha

Term Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Meike Julia Schurreit (geb. Greinert) (Author)

American Studies - Literature
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"I am an Indian. I am proud to know who I am and where I originated. I am proud to be a unique creation of the Great Spirit. We are part of Mother Earth…
"We have survived, but survival by itself is not enough. A people must also grow and flourish."
Chief John Snow, These Mountains Are Our Sacred Places
(Toronto: Samuel Stevens, 1977)1
"I am an Indian. I am proud to know who I am…". Dieser kurze Satz aus dem Zitat des Indianerhäuptlings John Snow beschreibt mit wenigen Worten wohl eines der umstrittensten und aktuellsten Probleme des heutigen Kanadas: die Suche der indianischen Urbevölkerung nach ihrer ursprünglichen Identität. Der überhebliche Anspruch vieler weißer Kanadier auf die alleinige Gültig- und Wichtigkeit ihrer Kultur und Lebensweise macht es den häufig an den Rand der Gesellschaft getriebenen Indianern unmöglich, ihr Leben nach ihren eigenen, ursprünglichen Lebensvorstellungen und Werten zu gestalten. In einem Land, das sie einst ihr eigen nennen durften, wird die indianische Minorität immer stärker in die Rolle eines geduldeten Außenseiters gedrängt, die keinen Raum für Identitäts- oder Persönlichkeitsentwicklung lässt. Die Suche nach einer im Laufe der Zeit verloren gegangenen Identität bleibt in den meisten Fällen erfolglos, weil die Verbundenheit und die Erinnerung der indianischen Bevölkerung an die Ursprünge und "Wurzeln" ihres Volkes durch die alle Lebensbereiche umfassende Dominanz der weißen Bevölkerung ‚zertrennt′ worden ist.
Vielleicht erklärt sich gerade aus dieser scheinbaren Erfolglosigkeit die Tatsache, dass nahezu alle indigenen Schriftsteller Kanadas eben diese Suche nach Identität zu einem Hauptkriterium ihrer Werke machen. Indem sie in fiktiver Form den verzweifelten Versuch einer Bevölkerungsgruppe beschreiben, in einer ihr häufig verschlossen gegenüber stehenden Gesellschaft Halt zu fassen, bringen sie indirekt ihren Protest und ihre Abneigung gegenüber der bestehenden kanadischen Gesellschaft zum Ausdruck.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Satire - Definition des Begriffs

Lee Maracle's Shortstory Bertha

Kurze Inhaltsangabe

Verwendung und Absicht satirischer Elemente in der Shortstory Bertha

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Shortstory "Bertha" von Lee Maracle unter dem spezifischen Gesichtspunkt, inwieweit sie als satirische Kurzgeschichte verstanden werden kann. Dabei wird analysiert, mit welchen literarischen Mitteln die Autorin soziale Missstände und die Ausgrenzung der indigenen Bevölkerung Kanadas kritisiert.

  • Definition und theoretische Grundlagen des Satire-Begriffs
  • Analyse der Protagonistin Bertha im Kontext ihrer Identitätssuche
  • Einsatz und Funktion satirischer Stilmittel (Ironie, Verzerrung, Untertreibung)
  • Kritik an kolonialer Missionierung und gesellschaftlicher Marginalisierung
  • Literarische Vermittlung von Protest gegen soziale Ungerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

Verwendung und Absicht satirischer Elemente in der Shortstory ,Bertha‘

Bevor nun die in der Geschichte verwendeten satirischen Stilmittel und ihre Absichten herausgearbeitet werden, ist es notwendig, sich noch differenzierter der Protagonistin Bertha zuzuwenden. Bertha ist, wie bereits erwähnt, eine ältere kanadische Indianerin, die durch die Missionierung ihres Volkes durch die Christen als junges Mädchen den Halt und den Platz in ihrem traditionellen Lebenskreis verloren hat. Verlockt durch große, illusionäre finanzielle Erwartungen, ist sie, wie viele andere junge Indianer, in die Stadt gezogen und hat somit ihr ursprüngliches Leben hinter sich gelassen. Da sich ihre Erwartungen jedoch nicht realisieren lassen und eine Rückkehr in die nicht mehr bestehende, vertraute Gemeinschaft unmöglich ist, sucht Bertha Linderung ihres aussichtslos scheinenden Schicksals im Alkohol. Diese Situation der Protagonistin überrascht nicht, weil sie genau dem Klischee entspricht, das ein jeder, vor allem jeder Weiße, vor Augen hat, wenn er an die heutigen Ureinwohner Amerikas oder Kanadas denkt.

Warum aber wählt Lee Maracle gerade so einen unspektakulären, durchschaubaren Charakter als Protagonistin für ihre Geschichte? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, soll man sich erneut das Ziel satirischer Texte vor Augen rufen: Es scheint Lee Maracle nicht darum gehen, irgendeine fiktive Geschichte zu erzählen, vielmehr legt sie großen Wert darauf, dem Leser anhand eines exemplarischen Schicksals die schwierige, von der Suche nach der eigenen Identität geprägte Situation von vielen in Kanada lebenden Indianern deutlich zu machen. Für den weißen kanadischen Leser fällt eine Identifikation mit Berthas Charakter sicherlich schwer, da er die beschriebene Welt in der Realität nur aus der kontroversen Perspektive wahrnimmt, vergleichbar mit der des weißen Fabrikvorstehers. Hier muss allerdings erwähnt werden, dass es nicht in Lee Maracles Interesse liegen kann, jeden weißen Leser mit dieser Figur gleichzusetzen. Im Gegenteil, das abschreckende, unmenschliche Verhalten dieses Charakters kann auf den weißen kanadischen Leser durchaus positiven Einfluss haben, indem es ihn zwingt, sein eigenes Verhalten gegenüber den kanadischen Ureinwohnern zu überdenken und in bestimmten Situationen für sie Partei zu ergreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Problematik der Suche nach einer ursprünglichen Identität der indigenen Bevölkerung Kanadas angesichts der gesellschaftlichen Dominanz der weißen Mehrheit.

Satire - Definition des Begriffs: Hier wird der theoretische Rahmen für die Satire abgesteckt, indem ihre historische Herkunft, ihre Funktion als literarische Form der Kritik und ihre stilistischen Mittel wie Verzerrung und Ironie definiert werden.

Lee Maracle's Shortstory Bertha: Es folgt eine inhaltliche Zusammenfassung der Kurzgeschichte, die Berthas Leben zwischen Alkoholismus, Isolation und der schmerzhaften Erinnerung an den Verlust ihrer traditionellen Wurzeln beschreibt.

Kurze Inhaltsangabe: Ein kurzer Überblick über die Handlung der Kurzgeschichte.

Verwendung und Absicht satirischer Elemente in der Shortstory Bertha: Dieser zentrale Abschnitt analysiert, wie Maracle durch die Darstellung von Berthas Schicksal und die satirische Überzeichnung der Fabrikumwelt gesellschaftliche Missstände anprangert.

Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Geschichte durch ihre satirischen Elemente erfolgreich zur Reflexion über das Unrecht an indigenen Völkern in Kanada anregt.

Schlüsselwörter

Lee Maracle, Bertha, Satire, indigene Identität, Kanada, Rassismus, Ausgrenzung, Kolonialismus, Literaturanalyse, Ironie, Sozialkritik, Minderheiten, Unterdrückung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kurzgeschichte "Bertha" der kanadischen Autorin Lee Maracle und untersucht deren literarische Gestaltung als Satire.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Identitätssuche indigener Völker, die Folgen kolonialer Missionierung, soziale Marginalisierung und die Verwendung literarischer Mittel zur Gesellschaftskritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lee Maracle durch den Einsatz satirischer Elemente und Ironie auf die prekäre Lebenssituation und die Unterdrückung kanadischer Ureinwohner aufmerksam macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, indem sie zunächst den theoretischen Satire-Begriff definiert und diesen anschließend auf die spezifischen erzählerischen Merkmale der Shortstory anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der Protagonistin Bertha, den Arbeits- und Lebensbedingungen der Ureinwohner sowie der satirischen Darstellung der weißen Fabrikbetreiber und deren ignoranter Haltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lee Maracle, Satire, indigene Identität, gesellschaftliche Ausgrenzung, soziale Missstände und literarische Sozialkritik.

Warum wählt die Autorin eine "unspektakuläre" Protagonistin wie Bertha?

Die Wahl dient dazu, ein exemplarisches Schicksal zu zeichnen, das die Identitätsproblematik vieler indigener Menschen in Kanada realistisch und nachvollziehbar darstellt, anstatt eine rein fiktive Geschichte zu erzählen.

Welche Bedeutung hat das Verhalten des weißen Fabrikvorstehers?

Seine arrogante und inhumane Haltung dient als satirisches Gegenstück, das den weißen Leser provozieren und zur Reflexion über das eigene Verhalten gegenüber indigenen Minderheiten zwingen soll.

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Details

Title
Satirische und multikulturelle Aspekte in Lee Maracles Shortstory Bertha
College
University of Göttingen  (Seminar für Englische Philologie)
Grade
1,0
Author
Meike Julia Schurreit (geb. Greinert) (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V16437
ISBN (eBook)
9783638212953
Language
German
Tags
Satirische Aspekte Maracles Shortstory Bertha
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Meike Julia Schurreit (geb. Greinert) (Author), 2001, Satirische und multikulturelle Aspekte in Lee Maracles Shortstory Bertha, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16437
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