Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Bank, Börse, Versicherung

Eingangspraktikum - Überblick über eine Berufsgenossenschaft

Titel: Eingangspraktikum - Überblick über eine Berufsgenossenschaft

Praktikumsbericht / -arbeit , 2005 , 40 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Evelyn Barz (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Die gesetzliche UV ist Teil eines Sozialsystems, das in der Bundesrepublik Deutschland wohnenden Personen eine möglichst umfassende Absicherung bei besonderen Notlagen des Lebens gibt. Das Sozialleistungssystem besteht aus den Bereichen SV, zu der auch die UV (neben Renten-, Pflege-, Krankenversicherung und Arbeitsförderung) gehört, der Sozialversorgung und der Sozialhilfe. Deren gemeinsame gesetzliche Grundlage bildet das heutige SGB.

Im Laufe der Geschichte wurden zahlreiche Versuche der öffentlich- und privatrechtlichen Gesetzgebung unternommen, um dem sozialen Bedürfnis nach Schutz während der Arbeit Verletzter nachzukommen. Die privatrechtlich begründete Haftung des Unternehmers für Unfallverletzungen in seinen Diensten stehender Personen war im früheren Recht entweder nicht vorhanden oder auf widerrechtliches und schuld haftes Herbeiführen beschränkt. Bereits um 1854 kam jedoch der Gedanke der Solidargemeinschaft unter den Bergarbeitern Preußens auf. Diese gründeten Knappschaften, um die zurückgelassenen Witwen und Waisen nach dem Tod des Ehemanns als Ernährer der Familie finanziell abzusichern. Der Gedanke der Solidargemeinschaft zog sich durch noch zahlreiche andere Berufszweige und durch die Jahrhunderte.

Doch erst am 06.07.1884 wurde das erste UV-Gesetz unter Bismarck verabschiedet. Auch wurden fachlich gegliederte BGen gegründet sowie die Verpflichtung des Arbeitgebers bei der Aufbringung der Kosten. Die gesetzliche UV wurde somit zur Haftpflichtablösung des Arbeitgebers, sobald ein Versicherungsfall der Arbeitnehmer und die damit verbundenen Behandlungs- und Entschädigungskosten eintrat.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften als Sozialleistungsträger

2.1. Selbstverwaltung

2.2. Aufgaben der gewerblichen Berufsgenossenschaften

3. Die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie

3.1. Die einzelnen Abteilungen und deren Funktionen

3.1.1. Prävention

3.1.2. Rehabilitation und Entschädigung

3.1.2.1. Der Arbeitsunfall

3.1.2.2. Die Berufskrankheit

3.1.2.3. Heilbehandlung

3.1.2.4. Geldleistungen

3.1.3. Regress

3.1.4. Mitglieds- und Beitragabteilung

3.1.5. EDV-Abteilung

3.2. Die italienische Verbindungsstelle

4. Ausblick in die Entwicklung der Berufsgenossenschaften

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient als Praxisbericht über ein Eingangs-Praxisprojekt bei der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie. Ziel ist es, die organisatorische Struktur und die Aufgabenbereiche einer gewerblichen Berufsgenossenschaft als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sowie deren Kernprozesse in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und Entschädigung praxisnah darzustellen.

  • Struktur und Selbstverwaltung der gewerblichen Berufsgenossenschaften
  • Kernaufgaben: Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Prozesse der Rehabilitation und medizinischen Heilbehandlung
  • Finanzierungsmechanismen und Beitragsberechnung

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Die Prävention

Ein gut organisierter Arbeitsschutz ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Produktivität und Qualität der Produkte hängen entscheidend von Gesundheit und Motivation der Beschäftigten ab. Die BG Chemie fördert und unterstützt daher die Eingliederung des Arbeitsschutzes in die betrieblichen Abläufe, vor allem durch Vorschläge und Hilfsmittel. Sie veröffentlicht den „Wegweiser Sicherheit und Gesundheitsschutz“ und führt Beratungen vor Ort durch TAPen bzw. (bei kleineren Mitgliedsunternehmen) Revisionsingenieure durch. Jedes der rund 13 000 Mitgliedsunternehmen findet in ihnen einen persönlichen und qualifizierten Ansprechpartner in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Als Arbeitsschutzmanager kann die TAP / der Revisionsingenieur bei speziellen Fragestellungen den Kontakt zu verschiedenen berufsgenossenschaftlichen Fachabteilungen herstellen, besonders den Referaten zu Grundlagen der Prävention. Auch können externe Fachleute und Sachverständige hinzugezogen werden. Revisionsingenieure haben zusätzlich eine Ausbildung als Messingenieur abgelegt.

Folgende Referate zu den wesentlichen, die chemische Industrie betreffenden Sachgebieten, sind im Bereich Prävention eingerichtet: Gefahrstoffe, Betriebssicherheit, Grundlagen; Gesundheitsschutz, Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie; Sicherheitstechnik, Chemieanlagen / Verfahren, Maschinen; Vorschriften und Regeln.

Die Beratung stimmt sich im Wesentlichen an die im Betrieb vorhandenen Gefährdungen ab. Sie kann telefonisch oder auch vor Ort erfolgen. Für eine schnelle und qualifizierte Auskunft wurde ein Telefondienst eingerichtet. Schwerpunkt der Beratungen ist eine praxisgerechte Umsetzung von Vorschriften und Regeln im Betrieb.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung der gesetzlichen Unfallversicherung von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur heutigen Einbettung in das Sozialgesetzbuch.

2. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften als Sozialleistungsträger: Erläutert die Rolle der Berufsgenossenschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit demokratischer Selbstverwaltung und deren Gliederung nach Branchen.

3. Die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie: Detaillierte Darstellung der internen Struktur und der funktionalen Abteilungen der BG Chemie, inklusive Prävention, Rehabilitation, Entschädigung und Finanzverwaltung.

4. Ausblick in die Entwicklung der Berufsgenossenschaften: Analysiert zukünftige Herausforderungen durch Globalisierung und Strukturwandel sowie die Notwendigkeit von Strategien zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung.

Schlüsselwörter

Berufsgenossenschaft, BG Chemie, gesetzliche Unfallversicherung, Prävention, Arbeitsschutz, Rehabilitation, Heilbehandlung, Arbeitsunfall, Berufskrankheit, Sozialgesetzbuch, Beitragsberechnung, Selbstverwaltung, Gefahrtarif, Entschädigung, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Funktionsweise und Organisation der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie) als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die gesetzliche Unfallversicherung, das Prinzip der Selbstverwaltung, präventive Maßnahmen im Arbeitsschutz sowie die Prozesse der Rehabilitation und Entschädigung bei Versicherungsfällen.

Welches Ziel verfolgt der Praxisbericht?

Das Ziel ist die Darstellung der täglichen Arbeit und der administrativen Struktur der BG Chemie während des Praxisprojekts sowie die Vermittlung eines tieferen Verständnisses für die Aufgaben eines Sozialversicherungsträgers.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen praxisorientierten Bericht, der auf internen Unternehmensdaten, dem Sozialgesetzbuch (SGB VII) sowie bestehender Fachliteratur zur Unfallversicherung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Berufsgenossenschaften als Sozialleistungsträger, die detaillierte Beschreibung der Abteilungsfunktionen bei der BG Chemie und eine Analyse der Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Typische Begriffe sind Berufsgenossenschaft, Unfallversicherung, Arbeitssicherheit, Rehabilitation, Beitragssystematik und Präventionsmanagement.

Wie wird bei der BG Chemie zwischen Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten unterschieden?

Die Arbeit definiert Arbeitsunfälle als zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper wirkende Ereignisse und Berufskrankheiten als durch die Arbeit verursachte Gesundheitsschäden, die gemäß der Berufskrankheiten-Verordnung als solche anerkannt sind.

Wie setzt sich der Beitrag eines Mitgliedsunternehmens bei der BG Chemie zusammen?

Der Beitrag basiert auf dem Gefahrtarif, der die spezifischen Risiken des jeweiligen Wirtschaftszweigs berücksichtigt, ergänzt um Umlagefaktoren, Nachlass- oder Zuschlagsregelungen sowie weitere Umlagen wie für Insolvenzgeld.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eingangspraktikum - Überblick über eine Berufsgenossenschaft
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Hennef
Note
1,0
Autor
Evelyn Barz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
40
Katalognummer
V164386
ISBN (eBook)
9783640798087
ISBN (Buch)
9783640798223
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eingangspraktikum Berufsgenossenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Evelyn Barz (Autor:in), 2005, Eingangspraktikum - Überblick über eine Berufsgenossenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164386
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  40  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum