Ausführlicher Unterrichtsentwurf zum ersten beratenden Unterrichtsbesuch im Fach Sport (Klasse 1)

Koordinationsschulung "Zoorallye"


Unterrichtsentwurf, 2010

16 Seiten

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1 Didaktische Planung
1.1 Analyse der Sache und des Inhalts
1.1.1 Definition koordinativer Fähigkeiten
1.1.2 Koordinationsschulung nach Roth
1.2 Analyse fachdidaktischer Aspekte
1.2.1 Fachdidaktische Aufarbeitung der Sachanalyse
1.3.2 Bedeutsamkeit der Koordinationsschulung im Primarbereich
1.3.3 Bezug zum Bildungsplan

2 Einordnung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit

3 Kompetenzen- Kriterien- Indikatoren

4 Lernszenario vordenken

5 Verlaufsplanung

6 Literaturverzeichnis

1 Didaktische Planung

1.1 Analyse der Sache und des Inhalts

1.1.1 Definition koordinativer Fähigkeiten

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Koordination oder koordinative Fähigkeiten sehr umfassend und undifferenziert verwendet. In diesem Zusammenhang werden diese Termini in den verschiedensten sportlichen Bereichen genutzt und je nach Kontext spezifiziert wie etwa die Ballkoordination oder Laufkoordination. Dadurch ergeben sich unter sportwissenschaftlichen Aspekten einige Abgrenzungs- und Definitionsschwierigkeiten. Was genau gehört zu koordinativen Fähigkeiten und vor allem, unter sportpädagogischer Sichtweise, wie kann ein so komplexes und vielseitiges Gebiet gezielt trainiert werden?

Weinick definiert den Begriff folgendermaßen: „Koordinative Fähigkeiten sind Fähigkeiten, die primär koordinativ, d.h. durch die Prozesse der Bewegungssteuerung und -regelung bestimmt werden. Sie befähigen den Sportler, motorische Aktionen in vorhersehbaren und unvorhersehbaren Situationen sicher und ökonomisch zu beherrschen und sportliche Bewegungen relativ schnell zu erlernen[1] “. Blume strukturiert zusätzlich bestimmte Bereiche die als Unterkategorien koordinativer Fähigkeiten zu verstehen sind. Dazu gehören die Differenzierungsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit und Rhythmisierungsfähigkeit.[2] Hierbei ergibt sich allerdings die Frage, wo der jeweilige Bereich anfängt beziehungsweise der andere aufhört. Diese Problematik liegt in der Natur der koordinativen Fähigkeiten an sich. Sie lassen sich nicht als isolierten Bereich betrachten und stellen ebenso wenig eine eindimensionale Fähigkeit dar. Einen Lösungsansatz dazu bietet der aufgabenorientierte Ansatz von Neumaier[3]. Nach Neumaier enthält jede Bewegungsaufgabe koordinative Anforderungen die er folgendermaßen strukturiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Roth, K. & Winter, R. (1994): Entwicklung koordinativer Fähigkeiten. In: Baur, J., Bös, K. & Singer , R. (Hrsg.). Motorische Entwicklung. Ein Handbuch. Schorndorf: Hofmann, S. 195

Diese Strukturierung, die sich aus Betrachtungen einzelner Aufgabenanforderungen ergeben, bildet die Grundlage für die Koordinationsschulung nach Roth.

1.1.2 Koordinationsschulung nach Roth

Roth versuchte auf Basis des aufgabenorientierten Ansatzes nach Neumaier eine Formel zu entwickeln, die als Grundlage einer systematischen Koordinationsschulung verwendet werden kann. Die grundlegende Aussage Roths zur Umsetzung ist dabei die, dass „…bei der Vermittlung komplexer Bewegungsformen systematische Vereinfachungsstrategien eingesetzt werden müssen“[4]. Zur Visualisierung dieser Aussage dient die Grundformel zur Koordinationsschulung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Roth, K. & Winter, R. (1994): Entwicklung koordinativer Fähigkeiten. In: Baur, J., Bös, K. & Singer , R. (Hrsg.). Motorische Entwicklung. Ein Handbuch. Schorndorf: Hofmann, S. 197

Die Inhalte der drei Bereiche der Koordinationsschulung stellen sich folgendermaßen dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach Roth sollte für eine effektive Koordinationsschulung die Grundlage immer die oben dargestellte Formel sein. Dabei ist zu beachten, dass immer eine Komponente der Formel konstant, die anderen beiden variabel gehalten werden. Dies ergibt eine Vielzahl von Gestaltungs- und Umsetzungsmöglichkeiten. Grundsätzlich gilt dabei, dass der Kreativität und Vielfalt bei der Koordinationsschulung keine Grenzen gesetzt sind und sich dadurch tolle Möglichkeiten für altersgerechte und zugleich effektive Unterrichtsgestaltungen ergeben.

1.2 Analyse fachdidaktischer Aspekte

1.2.1 Fachdidaktische Aufarbeitung der Sachanalyse

In der dargelegten Unterrichtssequenz wird als wesentliche Basis der fachdidaktischen Aufarbeitung die Grundformel Roths verwendet.

Dabei stellt sich folgende exemplarische Umsetzung dar:

Die Druckbedingung „Belastungsdruck“ ist in dieser Unterrichtssequenz die konstante Komponente. Belastungsdruck bedeutet, dass die SuS die Bewältigung der koordinativen Anforderungen unter konditionellen Belastungsbedingungen ausführen (aerobe Grundlagenausdauer). Dies ist dadurch gegeben, dass die 120 Tierkarten komplett verteilt werden müssen. Im Durchschnitt läuft also jeder Schüler/ jede Schülerin viermal. Beachtet man Hin und Rückweg achtmal. Bei zwei und mehr Durchgängen entsprechend die Vielzahl davon.

Die motorischen Fertigkeiten sind variabel umgesetzt, die koordinativen Anforderungen werden durch verschiedene einfache motorische Fertigkeiten bewältigt.

[...]


[1] Weineck, J.(1997): Optimales Training. Balingen: Spitta, S. 537

[2] Vgl. Roth, K. & Winter, R. (1994): Entwicklung koordinativer Fähigkeiten. In: Baur, J., Bös, K. & Singer , R. (Hrsg.). Motorische Entwicklung. Ein Handbuch. Schorndorf: Hofmann, S. 191- 252

[3] Vgl. ebd.

[4] Vgl. Ebd.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Ausführlicher Unterrichtsentwurf zum ersten beratenden Unterrichtsbesuch im Fach Sport (Klasse 1)
Untertitel
Koordinationsschulung "Zoorallye"
Hochschule
Staatliches Seminar für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt an Förderschulen
Jahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V164387
ISBN (eBook)
9783640806232
ISBN (Buch)
9783640805945
Dateigröße
608 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Koordinationsschulung
Arbeit zitieren
Anonym, 2010, Ausführlicher Unterrichtsentwurf zum ersten beratenden Unterrichtsbesuch im Fach Sport (Klasse 1) , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164387

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