Vertriebskanäle im Retail Banking


Seminararbeit, 2009

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vertriebskanäle im Retail Banking
2.1 Der stationäre Vertrieb
2.1.1 Die klassische Bankfiliale
2.1.2 SB-Filiale
2.1.3 Kompetenzcenter
2.1.4 Innovative Filialkonzepte der Zukunft
2.2 Der mobile Vertrieb
2.2.1 Bankaußendienst
2.2.2 Fahrbare Filiale
2.2.3 Container Filiale
2.2.4 Mobile SB-Geräte
2.3 Der Direktvertrieb
2.3.1 Telefon-Banking / Call-Center
2.3.2 Internet
2.3.3 Mobile-Banking
2.3.4 VideoBanking

3. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Übersicht der Vertriebskanäle Quelle: Uwe C. Swoboda, Retail-Banking und Private Banking, 3.Auflage, Frankfurt/Main, 2004,

Abbildung 2: Zweigstellenbestand Quelle: Deutsche Bundesbank, Bankstellenbericht 2008 (Anlage 5) http://www.bundesbank.de/download/bankenaufsicht/pdf/bankste llenbericht08.pdf [Zugriff: 18.08.2009]

Abbildung 3: Entwicklung der Filialen Quelle: Deutsche Bundesbank, Bankstellenbericht 2008 (Anlage 5) http://www.bundesbank.de/download/bankenaufsicht/pdf/bankste llenbericht08.pdf [Zugriff: 18.08.2009]

Abbildung 4: Applikation S-Finanzstatus Quelle: Starfinanz GmbH http://www.sparkassemobile.de http://www.sparkassemobile.de/#S-Finanzstatus/1 http://www.sparkassemobile.de/#S-Finanzstatus/2 http://www.sparkassemobile.de/#S-Finanzstatus/3 [Zugriff: 18.08.2009]

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

In den 90er Jahren zogen sich viele deutsche Filialbanken aus dem für sie unattrakti­ven Massenkundengeschäft, dem Retail Banking, zurück. Gründe hierfür waren die stark wachsenden Erträge im Investmentbereich, das höhere Kreditvolumen bei Un­ternehmenskunden und Provisionserlöse durch neue Geschäftsfelder wie z. B. Ver­mögensverwaltung oder Corporate Finance Produkte. Aufgrund von negativen Bör­senentwicklungen, Wirtschaftflaute und Finanzkrise haben die Banken das Ge­schäftsfeld Retail Banking als stabile Ertragsquelle wiederentdeckt.

Neue Telekommunikationstechnologien haben den Wettbewerbsdruck radikal ver­schärft. Non- und Near-Banks dringen sehr schnell und vor allem preis- und kosten­günstiger in die Märkte. Gleichzeitig hat sich auch das Kundenverhalten stark geän­dert. Der klassische Kundentyp hatte stets ein auf Vertrauen und persönlicher Bin­dung basierendes Kaufverhalten und war dadurch leichter berechenbar. In der Be­völkerung setzt sich jedoch immer mehr der „Hybride" Kunde durch und bereitet dem Handel und auch den Banken schweres Kopfzerbrechen. "Hybride" Kunden entwi­ckeln keine Bindung zu Ihrem Anbieter und wechseln auch wegen geringster Diffe­renzbeträge ihre Einkaufsquelle. Diese Kunden legen wenig Wert auf einen persönli­chen Kontakt, kaufen gerne im Internet und dort auch von ständig wechselnden Quellen. „Hybride" Kunden nutzen viele Informationsquellen, bilden sich ihr Endurteil aber trotzdem oft spontan.

Diese Marktentwicklung hat dazugeführt, dass bei den deutschen Retail Banken ein Umdenken erforderlich ist und dass sie die bisherigen Vertriebsstrategien gravierend ändern müssen.

Die vorliegende Studienarbeit gibt einen Überblick über die möglichen Vertriebskanä­le einer Retail Bank. Es wird erklärt, was sich genau hinter jedem Vertriebsweg ver­birgt, welche neuen Vertriebsformen es in der Zukunft geben und was aus den klas­sischen Vertriebswegen wird.

2. Die Vertriebskanäle im Retail Banking

Die verschiedenen Vertriebskanäle stellen grundsätzlich den Absatzweg dar, mit dem die Banken den Kunden erreichen - und ihn mit bedarfsgerechten Bankdienst­leistungen versorgen.[1]

Die Filiale ist für alle Banken der klassische, traditionelle Vertriebsweg. Durch den technologischen Fortschritt, den Wandel im Kundenverhalten und durch den immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck sind die Banken gezwungen, neue, teilweise innovative Vertriebsstrategien zu entwickeln, um den Kunden mit bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen zu versorgen.

Diese verschiedenen Vertriebskanäle können in folgende drei Hauptbereiche aufge­teilt werden:

- Stationärer Vertrieb
Kundenbedarf wird am Ort des Anbieters erfüllt
- Mobiler Vertrieb
Kundenbedarf wird am Ort des Kunden erfüllt
- Direkter Vertrieb
Kundenbedarf wird an beliebigem Ort erfüllt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Übersicht der Vertriebskanäle

2.1 Der stationäre Vertrieb

Der Unterschied zu den zwei weiteren Hauptbereichen besteht darin, dass der Kun­de seinen Bedarf an Bankdienstleistungen und -produkten am Ort des Anbieters er­füllt. Zu Vertriebsform zählt unter anderem der traditionellste aller Vertriebskanäle im Retail Banking - die Bankfiliale.

2.1.1 Die klassische Bankfiliale

Die Boomzeit der Filiale geht auf das Ende der Sechziger Jahre zurück, als vor allem die großen Unternehmen von der direkten Lohnauszahlung auf Überweisungen um­stellten und somit der bargeldlose Zahlungsverkehr seinen Anfang nahm.[2] Die Ent­scheidung der Kunden für eine bestimmte Bank wurde in aller Regel durch deren gu­te Erreichbarkeit beeinflusst. Somit war das wichtigste Ziel der Geschäftstellen die Schaffung einer räumlichen Nähe und ein persönlicher Kontakt zum Kunden.

Nachdem die Bankfiliale über einen langen Zeitraum den einzigen ernsthaften Ver­triebsweg im Retail Banking repräsentierte, erlebte das Filialgeschäft in den letzten Jahren eine stürmische Zeit.[3] Klassische Filialen haben das Problem dauerhaft profi­tabel zu sein. Kosten für Immobilien, Mitarbeiter etc. stellen einen hohen Fixkosten­block dar, der unabhängig von der Vertriebsleistung bzw. vom Ertrag dauerhaft an­fällt. Diese Kostenproblematik und die fortschreitende Technologisierung führten da­zu, dass Mitte der 90er Jahre eine Phase des Filialabbaus begann (s. Abbildung 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Entwicklung der Zweigstellen

Wirft man heute einen Blick in die Filialen, so hat sich zwar optisch einiges getan, je­doch gleicht das Grundprinzip einer klassischen Bankfiliale auch heute noch dem Grundprinzip der siebziger Jahre.[4] Die kostenintensive Vollservice-Zweigstelle mit ih­rem breiten und tiefen Leistungsangebot ist immer noch die am weitesten verbreitete Filialart.

[...]


[1] Vgl. Grill/Perczyski (2009), S.19

[2] Vgl. Duttenhöfer/Keller/Haag (2004) S. 193

[3] Vgl. Keck/Hahn (2006) S. 184

[4] Vgl. Duttenhöfer/Keller/Haag (2004) S. 193

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Vertriebskanäle im Retail Banking
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management  (Frankfurt School of Finance & Management)
Veranstaltung
Bankbetriebswirt
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V164427
ISBN (eBook)
9783640796076
ISBN (Buch)
9783640795819
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vertriebskanal, Retail Banking, Filiale, Vertriebswege, Absatzwege, Bankfiliale, multi channel, mobiler Vertrieb, stationärer Vertrieb, Telefonbanking, Mobile Banking
Arbeit zitieren
Frank Dettling (Autor), 2009, Vertriebskanäle im Retail Banking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164427

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