Ausgangslage dieser Arbeit bilden die Begriffe „Inside-Out und Outside-In Segmentierung“, welche unter den Themenbereich der strategischen Segmentierung fallen. Im Laufe der Studienzeit wurde der Begriff „Segmentierung“ sehr oft erwähnt, wobei hier anzumerken ist, dass die traditionelle Marktsegmentierung mit der strategischen Segmentierung keinesfalls gleichzusetzen ist. Die Marktsegmentierung ist vor allem für Marketingstrategien von großer
Bedeutung, wobei im Rahmen der strategischen Segmentierung – welche der Marktsegmentierung vorausgeht – das gesamte Geschäftsfeld in einzelne sogenannte Teilbereiche zerlegt wird. Das Ziel der strategischen Segmentierung liegt jedoch in der Entwicklung wirksamer und erfolgreicher Wettbewerbsstrategien.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Inside-Out Segmentierung
1.1 Produkt/Markt Matrix nach Ansoff
1.2 Zusammenfassen der Produkt/Markt-Kombination in Geschäftsfelder
1.3 Traditionelle Definition von Geschäftsfeldern
1.4 Geschäftsfeldabgrenzung traditioneller Inside-Out Methode
1.5 Zusammenfassende Darstellung
2 Outside-In Segmentierung
2.1 Dreidimensionale Geschäftsfeldabgrenzung nach Abell
2.2 Zeitgemäße Definition von Geschäftsfeldern
2.3 Geschäftsfeldabgrenzung nach Outside-In Methode
2.4 Zusammenfassende Darstellung
3 Gegenüberstellung beider Ansätze
4 Praxisausschnitt zu dieser Thematik
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen der produktorientierten "Inside-Out"-Segmentierung und der marktorientierten "Outside-In"-Segmentierung, um aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre strategische Wettbewerbsfähigkeit durch eine bedarfsgerechte Geschäftsfeldabgrenzung steigern können.
- Vergleich von Inside-Out vs. Outside-In Segmentierungsansätzen
- Analyse der Produkt/Markt-Matrix nach Ansoff
- Erläuterung der dreidimensionalen Geschäftsfeldabgrenzung nach Abell
- Identifikation der Problematik der "strategischen Kurzsichtigkeit"
- Praxisbeispiele für erfolgreiche vs. gescheiterte Marktsegmentierung
Auszug aus dem Buch
1.1 Produkt/Markt Matrix nach Ansoff
Wie bereits erwähnt, lieferte Ansoff den ersten Grundbaustein, an den sich Unternehmen im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung, orientieren konnten. Die Produkt/Markt-Matrix gilt somit als das Erste vorherrschende strategische Denkschema, welches sich vor allem mit Fragen beschäftigt – „WAS“ also welches Produkt „WEM“ bzw. welchen Markt angeboten werden soll. Durch die Kombination von Produkten und Märkten, lassen sich in weiterer Folge vier Grundstrategien ableiten. Diese vier Strategien werden als Marktdurchdringung, Produktentwicklung, Marktdurchdringung und Diversifikation bezeichnet, welche im Folgenden genauer erläutert werden.
Bei der Marktdurchdringungsstrategie werden gegenwärtige Produkte auf den bisherigen Märkten angeboten. Diese Strategie konzentriert sich vor allem darauf, ein Wachstum über eine Marktsteigerung herbeizuführen. Der Marktanteil soll demnach – mit den bereits vorhandenen Produkten und Märkten – vergrößert werden.
Im Rahmen der Marktentwicklungsstrategie, sollen neue Märkte für bereits vorhandene Produkte gefunden werden. Ein Unternehmen versucht bei dieser Vorgehensweise neue Märkte zu finden, indem bereits bestehende Produkte abgesetzt werden können.
Die Produktentwicklungsstrategie auch Produktinnovation genannt, beschäftigt sich mit der Einführung neuer Produkte auf den bereits bestehenden Märkten. Man versucht das Unternehmenswachstum zu sichern, in dem neue, innovative Erzeugnisse in bereits bestehende Märkte eingeführt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die strategische Segmentierung ein und grenzt diese von der klassischen Marktsegmentierung ab, während sie die Relevanz der "Inside-Out" und "Outside-In" Perspektiven für die Unternehmensstrategie hervorhebt.
1 Inside-Out Segmentierung: Dieses Kapitel erläutert die produktorientierte Sichtweise anhand der Ansoff-Matrix und diskutiert deren Vorteile sowie die Gefahr der "strategischen Kurzsichtigkeit".
2 Outside-In Segmentierung: Hier wird der marktorientierte Ansatz vorgestellt, insbesondere der dreidimensionale Bezugsrahmen nach Abell, der Kundenbedürfnisse und Technologien in den Mittelpunkt stellt.
3 Gegenüberstellung beider Ansätze: Das Kapitel vergleicht die zwei Vorgehensweisen und bewertet die Überlegenheit der Outside-In-Methodik für moderne, dynamische Marktanforderungen.
4 Praxisausschnitt zu dieser Thematik: Anhand von Unternehmensbeispielen (u.a. Eisenbahngesellschaften, Polaroid, ERCO) wird illustriert, wie eine fehlerhafte oder erfolgreiche Marktdefinition den unternehmerischen Erfolg beeinflusst.
Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, strategische Segmentierung an Technologie- und Bedarfsdimensionen auszurichten, um langfristig im Wettbewerb zu bestehen.
Schlüsselwörter
Strategische Segmentierung, Inside-Out, Outside-In, Ansoff-Matrix, Abell-Modell, Geschäftsfelder, Wettbewerbsstrategie, Kundenbedürfnisse, Produktentwicklung, Diversifikation, Marktdurchdringung, strategische Kurzsichtigkeit, Unternehmensführung, Marktbearbeitung, Erfolgspotenziale.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zwei unterschiedlichen Ansätzen der strategischen Segmentierung von Geschäftsfeldern: Inside-Out und Outside-In.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die methodische Abgrenzung von Geschäftsfeldern, die Orientierung an Produkt/Markt-Kombinationen sowie die Ausrichtung an Kundenbedürfnissen und technologischen Entwicklungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen der Outside-In-Segmentierung gegenüber der traditionellen Inside-Out-Sichtweise aufzuzeigen, um Unternehmen vor strategischer Kurzsichtigkeit zu bewahren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um existierende theoretische Konzepte (wie Ansoff und Abell) gegenüberzustellen und durch Praxisbeispiele zu verifizieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des produktorientierten Ansoff-Ansatzes, des marktorientierten Abell-Ansatzes, deren direkten Vergleich und die Anwendung in der Unternehmenspraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Strategische Segmentierung, Ansoff-Matrix, Abell-Modell, Kundenbedürfnisse und Wettbewerbsstrategie sind die zentralen Begriffe.
Wie definiert Abell Geschäftsfelder im Gegensatz zu Ansoff?
Während Ansoff primär von Produkten und Märkten ausgeht, erweitert Abell den Ansatz um eine dritte Dimension, indem er Kundenbedürfnisse, Kundengruppen und technologische Varianten integriert.
Was bedeutet der Begriff "strategische Kurzsichtigkeit"?
Er beschreibt das Risiko, wenn Unternehmen sich nur auf ihre aktuellen Produkte und Märkte konzentrieren und dadurch technologische Veränderungen oder neue Kundenbedürfnisse übersehen.
Welches Beispiel wird für eine erfolgreiche Umstellung genannt?
Das Unternehmen ERCO wird angeführt, da es seine Definition von "Lampen und Leuchten" (produktorientiert) auf "optimale Ausleuchtung" (bedarfs- bzw. funktionsorientiert) umstellte.
- Quote paper
- Mag. Kerstin Jakobitsch (Author), 2008, Inside-Out vs. Outside-In Segmentierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164464