Grundlage dieser Arbeit bildet das Thema „Personengesellschaften im Recht der Doppelbesteuerungsabkommen“. Steuerfälle auf nationaler aber auch auf internationaler Ebene bergen oft ein erhöhtes Konfliktrisiko und führen immer wieder zu komplexen Fragestellungen. Nicht nur das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Steuerparteien wie zB heimische und ausländische Steuerverwaltungen führen zu Komplexität, sondern vor allem die unterschiedlichen steuerlichen und rechtlichen Auslegungen der einzelnen Staaten können immer wieder konfliktauslösend sein
Inhaltsverzeichnis
1 Personengesellschaften im Recht des DBA
1.1 Definition – Personengesellschaft
1.2 Transparente vs. Intransparente PG
1.3 Doppelbesteuerung und nationales Steuerrecht
1.4 Abkommensrecht - Abkommensberechtigung bei PG
1.4.1 Abkommensrechtliche Behandlung
1.4.2 Abkommensrechtliches Prüfungsschema
1.4.3 Abkommensberechtigung bei Personengesellschaften
1.4.4 Abkommensrechtliche Verteilungsnormen
2 Personengesellschaften – Problembereiche
2.1 Zurechnungs- und Qualifikationskonflikte
2.1.1 Zurechnungskonflikte
2.1.2 Qualifikationskonflikte
2.1.2.1 Die Wirkung von Qualifikationskonflikten
2.2 Methoden zur Vermeidung der DB
2.2.1 Freistellungsmethode
2.2.2 Anrechnungsmethode
2.2.3 Beispiele - Methodenartikel auf Ebene der PG
2.2.4 Beispiele – Methodenartikel bei Zurechnungskonflikten
2.3 Exkurs - Diskriminierungsverbote
2.3.1 Abkommensrechtliche Diskriminierungsverbote
2.3.2 Begriff – Betriebsstättendiskriminierung
3 OECD-Musterabkommen
3.1 Überblick über die Abschnitte des OECD-MA
4 Der OECD Partnership-Report
4.1 Prämissen des OECD-Reports
4.2 Kritik des OECD-Reports
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit den komplexen steuerlichen Herausforderungen bei der Behandlung von Personengesellschaften im Kontext internationaler Doppelbesteuerungsabkommen. Das primäre Ziel ist die Analyse der Zurechnungs- und Qualifikationsproblematiken, die entstehen, wenn Vertragsstaaten unterschiedliche Besteuerungskonzepte (transparent vs. intransparent) verfolgen, sowie die Darstellung von Lösungsansätzen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.
- Grundlagen und steuerliche Einordnung von Personengesellschaften
- Abkommensberechtigung von Personengesellschaften und deren Gesellschaftern
- Analyse von Zurechnungs- und Qualifikationskonflikten
- Methoden zur Vermeidung von Doppelbesteuerung (Freistellung vs. Anrechnung)
- Bedeutung und Kritik des OECD-Partnership-Reports
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition – Personengesellschaft
Personengesellschaften werden als Vereinbarungen bezeichnet, welche zwischen zwei oder mehreren Personen stattfinden, wobei insbesondere eine Absicht der Gewinnerzielung im Vordergrund steht, welche die beteiligten Personen versuchen durch gemeinsames organisatorisches Zusammenwirken zu erreichen. Der Zusammenschluss erfolgt einerseits durch Willensbildung und andererseits durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages. Durch den Gesellschaftsvertrag entsteht kein gegenseitiger Leistungsaustausch sondern lediglich ein gemeinschaftliches erbringen von Leistungen durch gemeinsame Interessen.7
Zusammenfassung der Kapitel
1 Personengesellschaften im Recht des DBA: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der steuerlichen Behandlung von Personengesellschaften, die Unterschiede zwischen Transparenz und Intransparenz sowie die grundlegende Abkommensberechtigung.
2 Personengesellschaften – Problembereiche: Hier werden komplexe Zurechnungs- und Qualifikationskonflikte zwischen Vertragsstaaten analysiert und die verschiedenen Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, inklusive praktischer Anwendungsbeispiele, detailliert dargestellt.
3 OECD-Musterabkommen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Struktur und Zielsetzung des OECD-Musterabkommens sowie dessen zentrale Bedeutung für die internationale Steuerpraxis.
4 Der OECD Partnership-Report: Das Kapitel befasst sich mit den Ansätzen des OECD-Partnership-Reports zur Lösung der durch Personengesellschaften entstehenden Steuerkonflikte und übt kritische Reflexion an den vorgeschlagenen Prämissen.
Schlüsselwörter
Personengesellschaft, Doppelbesteuerungsabkommen, DBA, Transparenz, Intransparenz, Steuerkonflikt, Qualifikationskonflikt, Zurechnungskonflikt, OECD-Musterabkommen, Freistellungsmethode, Anrechnungsmethode, Methodenartikel, Abkommensberechtigung, Diskriminierungsverbot, Betriebsstätte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung von Personengesellschaften im internationalen Steuerrecht, insbesondere im Kontext von Doppelbesteuerungsabkommen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die steuerliche Transparenz, die Abkommensberechtigung von Personengesellschaften sowie Zurechnungs- und Qualifikationskonflikte bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Problematik aufzuzeigen, die entsteht, wenn Staaten Personengesellschaften unterschiedlich besteuern, und darzulegen, wie diese Konflikte durch Abkommensrecht und OECD-Richtlinien gelöst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Steuergesetze, OECD-Kommentare und der Auswertung praxisrelevanter Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Personengesellschaften, die Analyse abkommensrechtlicher Prüfungsschemata, die Darstellung von Zurechnungs- und Qualifikationskonflikten sowie die Anwendung des Methodenartikels des OECD-Musterabkommens.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Personengesellschaft, Doppelbesteuerungsabkommen, Qualifikationskonflikt und Transparenzprinzip maßgeblich charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Behandlung von transparenten und intransparenten Personengesellschaften?
Bei transparenten Personengesellschaften wird der Gewinn auf Ebene der Gesellschafter besteuert, während bei intransparenten Gesellschaften die Personengesellschaft selbst als Steuersubjekt fungiert.
Was ist die Kernaussage des OECD-Partnership-Reports bezüglich dieser Problematik?
Der Report bietet Handlungsanleitungen für häufig auftretende Probleme zwischen Vertragsstaaten, um eine einheitliche und praxisbezogene steuerliche Behandlung in Streitfällen zu fördern.
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- Mag. Kerstin Jakobitsch (Author), 2008, Probleme der Behandlung von Personengesellschaften im Recht der Doppelbesteuerungsabkommen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164467