Kontrastive Analyse der Augmentativbildungen Deutsch - Spanisch


Hausarbeit, 2010

16 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Augmentativbildung im Deutschen durch Komposita
2.1. Augmentativkomposita mittels Substantiven
2.2. Augmentativkomposita mittels Adjektiven

3. Augmentativbildung im Deutschen durch Prafigierung
3.1. Heimische augmentativ Prafixe bei Substantiven
3.1.1. Das Prafix erz
3.1.2. Das Prafix haupt
3.1.3. Das Prafix un
3.1.4. Das Prafix ur
3.2. Heimische augmentativ Prafixe bei Adjektiven
3.2.1. Das Prafix erz
3.2.2. Das Prafix ur
3.3. Lehnprafixe zur Augmentation
3.3.1. Das Prafix hyper
3.3.2. Das Prafix super

4. Augmentativbildung im Spanischen
4.1. Heimische augmentativ Suffixe
4.1.1. Das Suffix-azo/a
4.1.2. Das Suffix-on/a
4.1.3. Das Suffix-ote/a

5. Fazit

6. Bibliografie

7. Anhang

1. Einleitung

Augmentativbildungen haben als primare Funktion, die jeweilige Basis oder das Grundwort zu vergroBern oder zu intensivieren. Hierbei konnen sie je „nach Basislexem positiv steigernd oder eine negative Wertung ausdrucken“ ( Ruf 1996, S. 64). Ihre kommunikative Funktion besteht darin in einer Aussage uber das Gesagte hinaus Informationen uber die Haltung des Sprechers zum Gesagten bzw. zum Gesprachspartner zu geben.

Die Augmentativbildung wird im Spanischen und Deutschen jeweils durch unterschiedliche Wortbildungsverfahren realisiert. So wird im Spanischen die Intensivierung mittels einiger heimischen Augmentativsuffixe ausgedruckt. Im Deutschen hingegen geschieht dies einerseits durch die Derivation mit einigen wenigen heimischen Augmentativprafixen oder andererseits mittels der Bildung von Komposita, die zu einem Teil aus einem Steigerungsglied bestehen. Die einzelnen Realisierungsvarianten der Augmenativbildung des Deutschen und des europaischen Spanisches werden im Folgenden naher beschrieben und bilden den Schwerpunkt dieser Arbeit.

Der erste Teil der Arbeit widmet sich der deutschen Augmentativbildung durch die Bildung von Komposita. Da die Bildung von Augmentativkomposita mittels Substantiven und Adjektiven im Deutschen am produktivsten ist und alle anderen Wortarten eine untergeordnete Rolle spielen, werden im zweiten Kapitel lediglich diese beiden Varianten behandelt. Weiterhin ist zu berucksichtigen, dass jeweils ausschlieBlich die produktivsten Steigerungsglieder und -varianten beschrieben werden. Das darauffolgende Kapitel beschaftigt sich mit der Augmentativbildung durch Prafigierung im Deutschen. In diesen beiden Kapiteln wird die substantivische und adjektivische Derivation gesondert betrachtet und beschrieben. Im letzten Teil des dritten Kapitels wird zudem noch auf die Lehnprafixe super- und hyper-, welche im Deutschen der Augmentation dienen, eingegangen. Fur weitere Ausfuhrungen in Bezug auf Lehnprafixe im Deutschen vergleiche Ruf 1996. Aufgrund der schwierigen Literaturlage bezuglich der Lehnprafixe im Spanischen nehme ich an, dass diese nicht von groBer Bedeutung fur die Augmentation sind. Aus diesem Grand werden sie im Rahmen dieser Arbeit nicht berucksichtigt. Es sei an dieser Stelle anzumerken, dass in den jeweiligen Kapitel lediglich eine Auswahl besonders gebrauchiger Moglichkeiten innerhalb der Sprachsysteme vorgestellt wird und fur weitere Ausfuhrungen die jeweiligen Anmerkungen zu berucksichtigen sind. Nachdem die Augmentativbildungen im Deutschen naher beschrieben wurden, widmet sich das vierte Kapitel der Augmentation im Spanischen. Da im spanischen Sprachgebrauch die Steigerung nur durch die Suffigierung ausgedruckt wird, werden in diesem Kapitel nur die noch heute produktiven spanischen Suffixe -azo/a, - on/a und -ote/a berucksichtig. Allgemein ist festzuhalten, dass die wissenschaftliche Literatur zu der Augmentativbildung im Spanischen sehr begrenzt ist. So liegt momentan noch keine Monographie vor, die sich speziell und ausschlieBlich der spanischen Augmentation widmet. Im Spanischen verwendete Lehnprafixe konnten im Rahmen dieser Arbeit nicht behandelt werden. Fur weitere Ausfuhrungen diesbezuglich siehe Thiele 1996, Seite 167f.. Zudem stellt nur das europaische Spanisch den Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit dar. Auf Abweichungen im Gebrauch oder Verwendung in Bezug auf das lateinamerikanische Spanisch wurde keine Rucksicht genommen. Die deutsche Ubersetzung der zur Illustration verwendeten spanischen Beispiele findet sich im Anhang. Der Schlussteil wird einen kurzen Einblick in die Schwierigkeiten fur Deutschlerner im Umgang mit der Augmentativbildung geben.

2. Augmentativbildung im Deutschen durch Komposita

2.1. Augmentativkomposita mittels Substantiven

Anders als in der Sprachfamilie der romanischen Sprachen verfugt das Deutsche nicht uber Augmentativsuffixe. Somit muss das Deutsche auf andere Sprachmittel zuruckgreifen, um die VergroBerung und / oder die Intensivierung zum Ausdruck zu bringen. Im System der deutschen Wortbildung existieren verschiedene Substantive, die eine augmentative Funktion realisieren (vgl. Lohde 2006, S. 64). Diese substantivischen Erstglieder vergroBern und / oder intensivieren auf unterschiedliche Art und Weise den Inhalt des Grundwortes. Das Zweitglied kann hierbei sowohl ein Substantiv als auch ein Adjektiv sein, vergleiche hierzu: Saukalte - saublod, Herzenslust - herzensgut. Uber die denotative Bedeutung hinaus kann mittels der Steigerungsglieder eine bestimmte Konnotation ausgelost werden, welche sich je nach Verwendungssituation andern kann (vgl. Pittner 1991, S. 229).

Augmentativkomposita mit dem Erstglied Riese(n)- sind im deutschen Sprachgebrauch hochst produktiv. Das freie Grundmorphem Riese hat in augmentativer Anwendung eine „emotional wertende (...) Konnotation ,sehr groB, hochgradig’“ (Lohde 2006, S. 64). Daruber hinaus findet das Erstglied Riese(n)- in verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen und im Sport in Form von neutralen Fachbegriffen Verwendung. Weitere haufig verwendete substantivische positiv konnotierte Erstglieder sind: Bombe(n)-, Spitze(n)-, Hollen(n)-, Heide(n)- und Pfund(s)-. Mit den verschiedenen Erstgliedern konnen unterschiedliche Sprecherperspektiven und Intensivierungsgrade gekennzeichnet werden. So wird durch das Steigerungsglied Bombe(n)- eine positive Uberraschung seitens des Sprechers markiert. Das Erstglied Spitze(n)-, welches vorrangig in publizistischen Texten zu finden ist, steht im augmentativen Gebrauch fur ,ausgezeichnet, erstklassig’ (vgl. Wellmann 1975, S. 144f.). Daruber hinaus gelten unter anderem Traum-, Klasse-, Lieblings- und Pracht- als weitere positiv wertende Steigerungsglieder. Vergleiche fur weiterfuhrende Ausfuhrungen Fleischer / Barz 1995, Seite 102.

Neben den positiv wertenden substantivischen Erstgliedern verfugt das Deutsche uber eine Reihe von Steigerungsgliedern, die in der Anwendung eine negative / pejorative Konnotation mit sich tragen. Holle-, Heiden-, Mord- und Tod- zahlen zu dieser Kategorie von Erstgliedern, mit denen sich auf unterschiedliche Art und Weise die negative Sprechereinstellung ausdrucken lasst. Das Grundwort wird auf abwertende Weise verstarkt. Besonders produktiv erweisen sich im Bereich der negativ konnotierten Augmentativbildungen „Tier-, Korper- und gewisse Sachbezeichnungen, deren Gebrauch vor allem im uberaus expressiven Schimpfworterbereich nachweisbar ist“ (Lohde 2006, S. 65). Vergleiche hierzu: Hundewetter, Arschkalte, Mistkerl und Drecksarbeit.

Neben diesen starken emotionalen kompositionellen Augmentativa existieren eine Reihe weniger stark emotionalisierte Augmentativkomposita, welche universell verwendbarer sind. Charakteristisch sind die „metaphorisch gebrauchten Erstglieder wie Herz(ens)- (...), Jahrhundert- “ (Fleischer / Barz 1995, S. 101).

Abzugrenzen von den bisher beschriebenen augmentativen Wortbildungskonstruktionen sind die beiden Erstglieder Haupt- und Grund- (vgl. Lohde 1996, S. 65). Beide Steigerungsglieder haben die augmentative Funktion dem Zweitglied die Zusatzbedeutung ,besonders wichtig, wesentlich’ hinzuzufugen. Trotz auftretender distributioneller Unterschiede, werden diese beiden Erstglieder oftmals synonym verwendet. So tendiert Haupt- „zum Gebrauch mit Personen- und Sachbenennungen, Grund- dagegen wird bevorzugt mit Abstrakta kombiniert“ (Fleischer / Barz 1995, S. 101). Des Weiteren kommt es zu semantischen Differenzierungen, da Grund- in augmentativer Verwendung das Wesentliche einer Sache, eines Umstandes hervorhebt. Dagegen wird mittels des Erstgliedes Haupt- vorrangig die Bedeutsamkeit, die Wichtigkeit akzentuiert (vgl. Lohde 1996, S. 65f.). Die beiden kompositionellen Erstglieder mussen daher differenziert betrachtet werden und je nach Sprachsituation ausgewahlt werden, vergleiche hierzu: Grundbegriff - Hauptbegriff, Grundbedeutung - Hauptbedeutung.

Die beschriebenen Augmentativbildungen sind vorrangig in der gesprochenen Sprache anzusiedeln. Besonders charakteristisch sind diese Bildungen innerhalb der saloppen Umgangssprache und des Bereiches der Medien (vgl. Lohde 1996, S. 66). Die dargestellten substantivischen Erstglieder bilden lediglich eine Auswahl der vorhandenen Moglichkeiten innerhalb der deutschen Sprache, um Augmentativkomposita mittels Substantive zu bilden. Jedes substantivische Steigerungsglied ist unterschiedlich produktiv, tragt eine Konnotation mit sich und markiert auf unterschiedlicher Art und Weise die Sprecherabsichten. Eine ausfuhrliche Auflistung der unterschiedlichen Steigerungsglieder bietet das Lexikon zur Wortbildung der deutschen Sprache (Augmentation und Diminution) von Samson Karbelaschwili aus dem Jahr 2001.

2.2. Augmentativkomposita mittels Adjektiven

Im folgenden Teil sollen die Augmentativbildungen naher beschreiben werden, in denen ein Adjektiv die steigernde Funktion ubernimmt. Innerhalb eines Augmentativkomposita konnen Adjektive sowohl als Erstglied wie auch als Zweitglied auftreten. Die adjektivischen Steigerungsglieder gehen dabei mit verschiedenen Wortarten eine Verbindung ein. Wie bereits bei den substantivischen Steigerungsglieder wird mit Hilfe des Adjektives das jeweilige Bezugswort auf unterschiedliche Art und Weise verstarkt und / oder intensiviert. Die Bildung von Augmentativkomposita mittels Adjektiven ist im Deutschen weniger produktiv als die Bildung mittels substantivischer Steigerungsglieder. An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass einige substantivische kompositionelle Erstglieder in augmentativer Verwendung auch eine Verbindung mit Adjektiven eingehen konnen, um diese dann auf unterschiedliche Art und Weise zu verstarken. Vergleiche fur weitere Ausfuhrungen hierfur Fleischer / Barz 1995, Seite 230f. und Lohde 1996, Seite 162f..

Unter den adjektivischen Erstgliedern mit augmentativer Verwendung erweist sich hoch- als sehr produktiv. In Bezug auf das Zweitglied zeigt es sich als sehr variabel. So kann es sowohl Verbindungen mit Simplizia, Derivate und Partizipien sowie mit nichtnativen Adjektiven eingehen (vgl. Lohde 1996, S. 163). Vergleiche hierzu: hochmodern, hochbegabt, hocherfreut und hochgewachsen. Ferner sind einige Augmentativkomposita mit der Superlativform hochst- moglich. Ein weiteres hoch produktives Steigerungsglied ist voll- mit der augmentativen Bedeutung ,vollstandig, in vollen Umfang’. Daruber hinaus gelten unter anderen bitter-, hell-, tief- und ober- als weitere adjektivische Erstglieder mit augmentativer Funktion. Vergleiche fur weitere Ausfuhrungen hierfur Fleischer / Barz 1995, Seite 232.

Die steigernde Bedeutung lasst sich neben den bereits beschriebenen adjektivischen Erstgliedern ebenfalls durch einige bestimmte Zweitglieder ausdrucken. Besonders eignen sich fur die Bildung von Augmentativkomposita, die zugleich als freie Adjektive vorkommenden Zweitglieder -reich, -stark, -voll und -intensiv, sowie das weniger produktive -schwer (vgl. Lohde 1996, S. 164). Diese kompositionellen Zweitglieder verstarken oder steigern allerdings keine Adjektive, „sondern [drucken] das hohe MaB einer substantivischen GroBe [aus]“ (Fleischer / Barz 1995, S. 232). Abzugrenzen sei hier das Zweitglied -intensiv, da es mit unter noch die Notwendigkeit unterstreicht. Die Bestimmungsworter sind meistens einfache und komplexe Substantive, wobei es sich sowohl um heimische als auch entlehnte Substantive handeln kann. Viele der adjektivischen Zweitglieder mit augmentativen Gebrauch konkurrieren miteinander, sind aber nur sehr bedingt austauschbar. Vergleiche fur weitere Ausfuhrungen hierzu Lohde 1996, Seite 164f..

3. Augmentativbildung im Deutschen durch Prafigierung

Neben der Moglichkeit der Augmentativkomposita verfugt das Deutsche uber ein weiteres Mittel die Steigerung auszudrucken. So besitzt die deutsche Sprache einige heimische Prafixe, „die ausschlieBlich augmentieren, z.B. erz- (...), als auch solche, die uberwiegend andere Modelle realisieren und nur sporadisch auch zur Augmentation herangezogen werden, (...) z.B. un-“ (Donalis 2006, S. 40). Die meisten augmentativ Prafixe leiten sowohl Substantive wie auch Adjektive gleichermaBen ab. Eine Ausnahme bildet hierbei lediglich das Prafix un-, welches ausschlieBlich Substantive augmentieren kann und Adjektive lediglich negieren. Im folgenden Abschnitt sollen die wichtigsten Prafixe mit augmentativer Funktion fur Substantive und Adjektive im Einzelnen naher beschreiben werden.

3.1. Heimische augmentativ Prafixe bei Substantiven

3.1.1. Das Prafix erz-

Das Prafix erz- hat im modernen Sprachgebrauch in Verbindung mit Substantiven ausschlieBlich die Funktion der Verstarkung. Es tritt vorwiegend vor Personenbezeichnungen, „denen dadurch eine gewohnliche pejorative Konnotation verliehen wird“ (Wellmann 1975, S. 141). Vergleiche hierzu: Erzlump, Erzgauner und Erzlugner. In Verbindungen mit Sachbezeichnungen tritt das Prafix erz- nicht und mit wertenden Abstrakta nur sehr vereinzelt auf (vgl. Fleischer / Barz 1995, S. 200). Synonymische Konkurrenzformen finden sich vornehmlich in Zusammenhang mit den Personenbezeichnungen und bilden Kompositabildungen mit dem Adjektiv ober- (vgl. Lohde 1996, S. 146).

3.1.2. Das Prafix haupt-

Das mittlerweile eigenstandig gebrauchte Prafix haupt- hat seinen Ursprung in dem freien Grundmorphem Haupt und erweist sich als auBerordentlich produktiv (vgl. Lohde 1996, S. 147). In augmentativer Verwendung verleiht es der Basis die Zusatzbedeutung ,bedeutungsvoll, sehr wichtig’. Haupt- tritt vorrangig bei Sach- und Begriffsbezeichnungen auf. Die Ausgangsworter fur die jeweiligen Derivate konnen sowohl Simplex, Derivate oder Kompositionen sein: Hauptziel, Hauptgebaude, Hauptverkehrsstrafie (vgl. ebenda). Als antonymische Form werden vielfach Bildungen mit neben- verwendet, weiterhin kann das Prafix teilweise durch das Synonym grund- ausgedruckt werden (vgl. Fleischer / Barz 1995, S. 201).

3.1.3. Das Prafix un-

Das Negationsprafix un- hat in Verbindung mit Mengenbezeichnungen und Zahlbegriffen eine verstarkende Funktion. Dem Grundwort wird durch das Prafix die Zusatzbedeutung das ,Unuberschaubare’ beigefugt (vgl. Fleischer / Barz 1995, S. 203). Vergleiche hierzu: Unsumme.

3.1.4. Das Prafix ur-

Das Prafix ur- wird, wie bereits das Negationsprafix un-, nur gelegentlich zur Realisierung der Augmentation herangezogen. Da es sich vorrangig mit Derivaten verbindet, um diese dann zu verstarken, ist es nicht sehr produktiv (vgl. Lohde 1996. S. 149). Vergleiche hierzu: UrgemUtlichkeit.

3.2. Heimische augmentativ Prafixe bei Adjektiven

3.2.1. Das Prafix erz-

In Verwendung mit Adjektiven tritt das Prafix erz- seltener auf als bei der Substantivderivation. Als Basen konnen sowohl heimische wie auch Fremdadjektive verwendet werden. Oftmals handelt es sich vorwiegend um Adjektive mit negativer Wertung, welche durch die Augmentation im pejorativen Sinne verstarkt werden (vgl. Fleischer / Barz 1995 S. 232; Lohde 1996, S. 208). Synonymische Konkurrenzformen stellen die „kompositionelle[n] Erstglieder, die verstarkend wirken wie z.B. sau- und bitter-„ dar (Lohde 1996, S. 208). Jedoch ist der Austausch bei gleicher Basis nur begrenzt moglich, vergleiche hierzu: erzfrech - saufrech (ebenda).

3.2.2. Das Prafix ur-

Die Hauptfunktion des adjektivischen ur- ist die Verstarkung, wobei in diesem Fall die Produktivitat weit groBer ist als bei der Substantivderivation. Als Basen fur die Adjektivderivation werden groBtenteils Derivate und seltener auch Simplizia verwendet: urgemutlich, urgesund (vgl. Lohde 1996, S. 211). Wenn die Adjektive steigerungsfahig sind, konkurriert das Prafix synonymisch mit den kompositionellen Erstgliedern hoch-, grund- und kern-, (Lohde 1996, S. 212).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Kontrastive Analyse der Augmentativbildungen Deutsch - Spanisch
Hochschule
Universität Leipzig  (Herder-Institut)
Note
1.3
Autor
Jahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V164476
ISBN (eBook)
9783640795574
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch als Fremdsprache, Wortbildung, Augmentativbildung
Arbeit zitieren
Wiebke Krestin (Autor), 2010, Kontrastive Analyse der Augmentativbildungen Deutsch - Spanisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164476

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