Amokläufer in der Schule - Was bewegt junge Menschen zum Töten und wie kann die Schule entgegenwirken?


Examensarbeit, 2010

99 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Statistische Übersicht zur Tötungsdelinquenz
2.1 Definition Tötungsdelinquenz
2.1.1 Delinquenz
2.1.2 Tötung
2.1.3. Tötungsdelinquenz
2.2 Statistische Übersicht zur Tötungsdelinquenz von Jugendlichen in Deutschland
2.3 Statistische Übersicht internationaler School Shootings
2.4 Forschungsergebnisse zur Waffennutzung an deutschen Schulen

3. Psychische Vorerkrankungen von Amokläufern
3.1 Psychopathische Täter
3.2 Psychotische Täter
3.2.1 Schizophrenie
3.3 Traumatisierte Täter
3.3.1 Posttraumatische Belastungsstörung
3.4 Die Rolle der Phantasie

4. Fallbeispiele
4.1 Columbine High School, Littleton in Colorado
4.1.1 Eric Harris
4.1.2 Dylan Klebold
4.1.3 Fallbeispiel Phantasie: Eric Harris
4.1.4 Fallbeispiel Phantasie: Dylan Klebold
4.2 Red Lake Senior High School, Red Lake in Minnesota
4.2.1 Jeffrey Weise
4.3 Johann Gutenberg-Gymnasium, Erfurt/Thüringen
4.3.1 Robert Steinhäuser
4.3.2 Fallbeispiel Phantasie: Robert Steinhäuser

5. Exkurs Massenmedien

6. Zwischenfazit

7. Prävention von School Schootings
7.1 „Threat Management" - Bedrohungsmanagement
7.1.1 Ablaufplan zum Bedrohungsmanagement
7.2 Jeder kann ein School Shooting verhindern
7.2.1 Rolle der Schüler
7.2.2 Rolle der Lehrer
7.2.3 Rolle der Schule
7.2.4 Rolle der Eltern
7.3 Gewaltpräventionsprogramm: „Lebenslust mit Lars und Lisa"
7.4 Hilfestellung zur Thematisierung von School Shootings in der Klasse

8. Resümee

9. Nachwort

10. Quellenangaben

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1 : Opferverteilung bei School Shootings 1974 - 2006 (Robertz/Wickenhäuser, 2007)

Abbildung 2: Entstehung der individuellen Vorstellung von Realität Robertz, 2004)

Abbildung 3: Skizze zum Tathergang (Bericht der „Kommission Gutenberg­Gymnasium“, S. 59)

Abbildung 4: Skizze zum Tathergang (Bericht der „Kommission Gutenberg­Gymnasium“, S. 72)

Abbildung 5: Skizze zum Tathergang (Bericht der „Kommission Gutenberg­Gymnasium“, S. 80)

Abbildung 6: Skizze zum Tathergang (Bericht der „Kommission Gutenberg­Gymnasium“, S. 86)

Abbildung 7: Skizze zum Tathergang (Bericht der „Kommission Gutenberg­Gymnasium“, S. 92)

It would be cool to kill people“

(Barry Loukaitis, 14 Jahre)[1]

1. Einleitung

Jeder kennt die Bilder der Columbine High School in Littleton. Verletzte Schülerinnen und Schüler[2] stürzen sich aus dem Fenster. Panik steht ihnen ins Gesicht geschrieben. In den letzten zehn Jahren kam es weltweit zu knapp 70 solcher Taten. Jedes Mal nach so einer Tat stellen sich die gleichen Fragen auf die bisher, so scheint es zumindest noch nicht ausreichend Antwort gegeben werden konnte. Da ich mich während des Amoklaufs von Winnenden gerade im Blockpraktikum befand, habe ich gesehen, wie hilflos man in solchen Situationen ist. Lehrer wie Schüler waren geschockt und eine Aufarbeitung der Tat fand de facto nicht statt. Eine gezielte, altersgerechte Aufarbeitung halte ich allerdings für unabdingbar.

Bevor es aber hier zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema kommt, muss erst einmal eine genaue Begriffsklärung stattfinden.

In den Massenmedien werden die multiplen Tötungen in Schulen gerne als „Blutbad" oder „Schulmassaker" deklariert. Da es aber wichtig ist, eine genaue Begrifflichkeit zu beachten, sollten solche reißerischen Formulierungen, vermieden werden. Um eine genaue Bezeichnung von multiplen Tötungen durch Jugendliche[3] an Schulen zu finden, ist es sinnvoll, etablierte und bereits definierte Begriffe für Mehrfachtötungen aufzugreifen. Das „Analysezentrum für Gewaltverbrechen" des FBI hat folgende Definition für Massenmord aufgestellt: „Die Tötung von drei oder mehr Personen zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ohne das Eintreten einer „Abkühlphase“[4] zwischen den einzelnen Taten.“ Dennoch gibt es noch einige Unterschiede zu den Tötungen an Schulen. Wie
später gezeigt wird, werden vergleichsweise selten drei oder mehr Opfer getötet. Typische Fallsammlung von Massenmorden beinhalten aber auch meist erwachsene Täter, die zufällige Passanten oder Familienmitglieder getötet haben. In den seltensten Fällen wurden Massenmorde an Schulen verübt. Bei den für die Arbeit relevanten Tötungen wurde die Schule jedoch bewusst als Tatort ausgesucht. Somit ist der Begriff Massenmord nicht trennscharf genug, um die Geschehnisse an den Schulen zu beschreiben. [5]

Der vor allem massenmedial häufig benutzte Bergriff des Amoklaufs wird folgendermaßen definiert:

- den grundsätzlich allein agierenden Einzeltäter,
- der anscheinend wahllos und gezielt agiert,
- und zwar mittels Waffen, Sprengmitteln, gefährlicher Werkzeuge oder anderer außergewöhnlicher Gewaltanwendung,
- der eine zunächst nicht bestimmbare Zahl von Menschen verletzt oder tötet oder
- durch sein Verhalten zumindest die Verletzung oder Tötung erwartbar macht und auch seine eigene Tötung zumindest vorbereitet.[6]

Auch diese Definition stimmt nicht voll mit den Taten überein, da beispielsweise bei dem Angriff auf die Columbine High School in Littleton zwei Täter zusammen agierten. Bis auf diesen Punkt trifft Harnischmachers Definition allen anderen Punkten zu. Dennoch fehlt ihm ein wichtiger Punkt, den die folgende Definition aufgreift, den Tatort Schule.

Eine präzisere Definition für die Tötungen ist der angloamerikanischen Begriff „school shooting[7] ". Der Begriff School Shooting umschreibt gleichzeitig den Ort, als auch die in der Mehrzahl der Fälle benutzte Schusswaffe. School Shooting hat sich als Definition für die Tötungen an Schulen inzwischen durchgesetzt. Laut Definition versteht man darunter folgendes:

„Unter School Shooting versteht man ein auf einen kurzen Zeitraum beschränktes Ereignis, bei dem mindestens eine Person durch eine Schusswaffe[8] auf dem Gelände einer Bildungseinrichtung getötet oder schwer verletzt wird. Unter School werden im amerikanischen Raum hierbei alle Institutionen von der Grundschule bis hin zur Universität verstanden. Bei den Tätern handelt es sich um Schüler, suspendierte oder ehemalige Schüler, sowie Personen, die gewisse negative Assoziationen mit der Bildungseinrichtung verbinden. Da Schulen als Ort der Sicherheit gesehen werden, werden solche Ereignisse als besonders traumatisch erlebt. Die Opfer sind Schüler, Lehrer und administrative Angestellte der Schule. Es soll dabei nicht eine bestimme Person getötet werden, sondern so viele wie möglich. Die Opfer werden hier vom Täter nicht als Individuum wahrgenommen, sondern nur in ihrer sozialen Rolle als Angehörige der Institution Schule. Der Vorfall endet meist mit dem Tod des Täters (Suizid). Die Taten werden langfristig vorbereitet und in der Regel vorher angekündigt“[9]

Bei School Shootings handelt es sich nicht um die Tötung eines einzelnen Menschen, die durch einen heftigen Konflikt oder überbordende Emotionen nur zufällig an einer Schule geschehen ist. School Shootings umschreibt daher nicht den Schusswaffengebrauch an Schulen, der aus Streitereien beispielsweise zwischen rivalisierenden Jugendbanden[10] resultiert, da die Taten nicht zwangsläufig in der Schule passieren mussten.

Wie bereits erläutert, werden die School Shootings in der Öffentlichkeit auch als „Amoklauf" oder „Massenmord" bezeichnet. Aus wissenschaftlicher Sicht sind diese Formulierungen nachgewiesenermaßen zu ungenau. School Shootings können allenfalls als ungewöhnliche Unterkategorie von Amokläufen und Massenmorden verstanden werden. Exakte Formulierungen spezieller Wissenschaftler wie „vorsätzliche Massentötung an Schulen“ oder „zielgerichtete, tödliche Gewalt an Schulen“ erachte ich allerdings zu sperrig, um sie fortlaufend in der Arbeit zu benutzen.[11]

In der folgenden Arbeit werden die Tötungen an Schulen also mit dem Begriff School Shooting beschrieben.

Da eine genaue Untersuchung eines School Shootings nicht in ein paar Tagen erledigt werden kann, wurden die wahren Hintergründe der Taten nur selten öffentlich bekannt. Daher soll die Arbeit aufzeigen, welche Hintergründe hinter School Shootings stehen können.

Zuletzt war immer wieder davon zu lesen, dass Jugendliche in Deutschland gewalttätiger werden. Eine statistische Übersicht über die Tötungsdelinquenz wird auf diesen Punkt hin betrachtet. Nach der Begriffsklärung wird die Tötungsdelinquenz von Jugendlichen in Deutschland untersucht und eine statistische Übersicht von internationalen School Shootings betrachtet.

Die Gefahr eines School Shootings hängt auch davon ab, wie einfach Jugendliche in den Besitz von Waffen kommen. Daher wird die Waffennutzung an deutschen Schulen ebenfalls betrachtet.

In dem nachfolgendem Abschnitt werden die psychischen Vorerkrankungen von School Shootern näher betrachtet. Dabei wird sich auf die Ergebnisse von Peter Langman (2009) bezogen.

Als weiterer möglicher Auslöser wird anschließend die Rolle der Phantasie näher erläutert.

In Punkt 4 wird zunächst der Tatablauf der School Shootings von Littleton, Red Lake und Erfurt beschrieben. Daraufhin wird das Leben der Täter betrachtet. Sie werden auf ihre psychischen Vorerkrankungen und die Rolle ihrer Phantasie hin untersucht. Auf die neueren deutschen School Shootings wird aufgrund der noch geringen Literatur nicht eingegangen. Da die Forschung in den USA weiter fortgeschritten ist als in Deutschland, werden auch amerikanische School Shootings herangezogen.

Die aktuelle Diskussion über die Rolle der Massenmedien wird in einem Exkurs kurz angerissen.

Ein Zwischenfazit fasst das bisherige Zusammen, bevor im Folgenden Präventionsmaßnahmen für die Schule vorgestellt werden.

Zunächst wird das „Threat Management" vorgestellt, bevor dargelegt wird, wie Schüler, Lehrer, Eltern und die Schule präventiv handeln können. Das Gewaltpräventionsprogramm „Lebenslust mit Lars und Lisa" und eine Hilfestellung zur Thematisierung von School Shootings in der Klasse werden ebenfalls aufgezeigt.

Abschließend wird in einem Resümee die Arbeit noch einmal zusammengefasst.

2. Statistische Übersicht zur Tötungsdelinquenz

In der öffentlichen Meinung haben sich durch die Massenmedien und politischen Äußerungen zwei Meinungen über die Tötungsdelinquenz von Jugendlichen manifestiert.

1. In den letzen zwei Jahrzehnten sind Gewalt und Morde durch Jugendliche ein ständig wachsendes Problem
2. Die USA sind dabei ein schlechtes Vorbild. Daher sollte man sich von ihrer gewalthaltigen Kultur distanzieren.
Gibt es aber tatsächlich eine Zunahme der Tötungsdelinquenz durch Jugendliche? Oder wir unser Eindruck vielleicht zu sehr von den Massenmedien und den politischen Statements geleitet.

2.1 Definition Tötungsdelinquenz

Bevor die statistische Tötungsdelinquenz betrachtet wird, wird der Begriff zum besseren Verständnis definiert.

2.1.1 Delinquenz

Delinquenz bezeichnet eine Verhaltensweise, die mit den geltenden Normen und Werten nicht übereinstimmt (lat.: delinquere = sich verfehlen, Übeltäterei. In der lateinischen Rechtssprache gleichbedeutend mit: „den richtigen Weg verlassen", "den Weg des Rechts verlassen").[12]

2.1.2 Tötung

Es gibt mehrere Unterscheidungen einer Tötung im deutschen Strafgesetzbuch (StGB). (O Infobox). Da die Begriffe „Mord" und „Totschlag" eng mit ihrer juristischen Definition verbunden sind, wird im Folgenden der Begriff der Tötung verwendet. Von der komplexen Abwägung von Vorsatz und Motiv einer Tötung hängt in Deutschland vor allem das Strafmaß ab.[13]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3. Tötungsdelinquenz

Tötungsdelinquenz wird also im Folgenden für jegliche Art der Tötung eines oder mehrerer anderer Menschen verwendet.

2.2 Statistische Übersicht zur Tötungsdelinquenz von Jugendlichen in Deutschland

Zur Überprüfung der Aussage, die von Jugendlichen verübten Tötungen in den letzten zwei Jahrzehnten hätte zugenommen, wird die polizeiliche Kriminalstatistik

Deutschlands (PKS)[14] herangezogen. Die nachfolgend aufgeführten Daten sind dieser Statistik entnommen. Die Statistik gibt Aufschluss über die von der Polizei bearbeiteten, rechtswidrigen Taten, im speziellen die Straftaten gegen das Leben. Darin wird die Tatverdächtigenbelastungszahl der deutschen Tatverdächtigen insgesamt aufgeführt. Der Anteil der 8 - 21-jährigen wurde hier verkürzt dargestellt. Zu beachten ist, dass diese Statistik ausschließlich Informationen über das Hellfeld gibt. Das Hellfeld beinhaltet alle Taten, die den Strafverfolgungsbehörden durch eigene Ermittlungen oder Anzeigen bekannt sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[15]

Tabelle 1 : Tatverdächtigenbelastungszahl der deutschen Tatverdächtigen -insgesamt- ab 8

Jahren (Daten aus PKS-Studie, 2009)

Unter Berücksichtigung der Prozentzahl der Kinder, Jugendlichen und Heranachsenden an der Gesamtbevölkerung kommt man zu dem Schluss, dass die Zunahme von Gewalttaten nicht, wie öffentlich vermutet wird, zunimmt. Vielmehr nimmt die generelle Tötungskriminalität bei Jugendlichen und Heranwachsenden in den letzten 15 Jahren kontinuierlich und deutlich wahrnehmbar ab. Bei Betrachtung vergleichbarer Daten aus den USA kann man eine ähnliche Tendenz erkennen.[16]

2.3 Statistische Übersicht internationaler School Shootings

Zwar existieren keine offiziellen Statistiken zu School Shootings, aber da sie immer von einer großen Medienberichterstattung begleitet werden, haben Robertz/Wickenhäuser anhand von Zeitungs- und Onlinearchiven, Polizeiberichten und Urteilen eine Auflistung von School Shootings erstellt. Das erste ihnen bekannte School Shooting datiert demnach vom 20. Dezember 1974 aus Olean, New York. Während in den ersten zehn Jahren ihrer Auflistung „nur" neun School Shootings verzeichnet sind, zählen sie in den letzten zehn Jahren (gemessen bis zum 01. Januar 2007) insgesamt 66. Neben dem insgesamt deutlichen Anstieg fällt vor allem die starke Zunahme nach 1999 auf, dem Jahr des School Shooting an der Columbine High School in Littleton.[17] Anzumerken ist, dass Taten mit anschließender hoher Medienpräsenz vermehrt zu Nachahmungen geführt haben. Besonders beim Jahrestag des School Shootings an der Columbine High School häufen sich durchgeführte, geplante oder angedrohte Nachahmungstaten.[18] Daher erfordert der April mit den kurz aufeinander folgenden Jahrestagen von Columbine (20. April) und Erfurt (26. April) erhöhte Aufmerksamkeit. In den Sommermonaten Juni bis September kommen School Shootings relativ selten vor. Unter Berücksichtigung der langen Sommerferien verwundert dies aber nicht. Seit 2002 ist die Zahl der School Shootings aber wieder leicht rückläufig. Zurückzuführen ist die Verbesserung, der im Vorfeld verhinderten Taten auf die Aufmerksamkeit von Schule, Schülern, Eltern und Polizei.

Bei allen 99 von Robertz/Wickenhäuser aufgelisteten School Shootings wurden 130 Menschen getötet und 314 Menschen verletzt. Das ergibt 1,3 Tote und 3,2 Verletzte bei jedem School Shooting. Bei vollem Respekt vor den Opfern wurden die Zahlen der Toten und Verletzten in Nachkommastellen angegeben, um die drei verheerendsten School Shootings von Columbine, Red Lake und Erfurt in Relation zu den anderen School Shootings setzen zu können.

Auch wenn jede einzelne Tötung eines Menschen tragisch ist, sind diese drei „großen" School Shootings Ausnahmeerscheinungen, was die Opferzahlen betrifft (O Abbildung 1). Das durchschnittliche Alter der Täter lag bei etwa 16 Jahren.

Zwei Drittel aller Taten wurden von Jugendlichen zwischen 14 - 17 Jahren durchgeführt. Dabei waren 96% der School Shooter männlich und 4% waren weiblich. Dies entspricht der prozentualen Verteilung von Jungen und Mädchen bei generellen Tötungsdelikten in dieser Altersklasse.

Anzahl derToten bei allen 99 nachgewiesenen School Shootings:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Opferverteilung bei School Shootings 1974 - 2006 (Robertz/Wickenhäuser, 2007)

2.4 Forschungsergebnisse zur Waffennutzung an deutschen Schulen

Ein Großteil der verübten School Shootings fand in den USA und in Deutschland mit Hilfe von Schusswaffen statt. Das deutsche Waffengesetz ist schärfer als das amerikanische, dennoch scheinen auch in Deutschland Jugendliche an Waffen zu gelangen. Daher stellt sich die Frage, wie oft Schüler während ihrer Schulzeit mit Waffen in Berührung kommen?

Folgende ernstzunehmende Ergebnisse erhielten Leithäuser/Meng (2003)[19] bei einer Umfrage an Bremer Schulen, bei der Insgesamt 4.000 Schüler der Sekundarstufe befragt wurden:

- 4% waren schon einmal Opfer von Waffengewalt.
- 8% trugen gelegentlich oder ständig Waffen bei sich.
- 8% dieser Jugendlichen waren im Besitz „echter" Handfeuerwaffen.

Auch wenn die Zahlen nicht besonders hoch erscheinen, so bedeuten sie, dass in jeder Klasse mindestens ein Schüler ist, der gelegentlich oder ständig Waffen, meist Messer, bei sich trägt. Dennoch ist der Zugang zu Schusswaffen für Jugendliche mit genügender Ausdauer auch in Deutschland kein Problem. Die Erfahrungen mit schweren Gewalttaten hat gezeigt, dass die Jugendlichen sich Waffen über Internethandel und -auktionen, Geschäftsverkauf, Straßenverkauf, Diebstahl oder aus dem Waffenschrank der Verwandten oder Bekannten besorgt haben.[20]

Allein die Möglichkeit, in Waffenbesitz zu gelangen, macht aber aus Jugendlichen noch keine School Shooter. Der Waffenbesitz ermöglicht ihnen nur, die geplante Tat durchzuführen. Nach Ursachen fernab der Meinung der Massenmedien wird im nächsten Kapitel gesucht.

3. Psychische Vorerkrankungen von Amokläufern

Eine tief greifende Untersuchung der School Shooter ist nötig, um ihr Taten verstehen zu können. Peter Langman, Psychotherapeut und Psychiater, und Frank Robertz, Leiter des Instituts für Gewaltprävention und angewandte Kriminologie (IGaK), haben sich intensiv mit den School Shootern auseinandergesetzt. Dabei wurde neben ihrer Biographie auch ihre psychische Konstitution untersucht. Nach Untersuchungen mehrerer amerikanischer School Shootings kommt Peter Langman zum Schluss, dass jugendliche School Shooter an schweren psychischen Störungen leiden.[21] Die von ihm untersuchten Täter, wie auch die verhinderten Täter lassen sich in die Gruppen der psychopathischen, der psychotischen oder der traumatisierten Täter einordnen.

In dem Ansatz von Frank Robertz spielt die Phantasie eine tragende Rolle bei der Realisierung von School Shootings. Bevor im Kapitel 5 vier ausgewählte Täter auf diese Punkte hin betrachtet werden, sollen im folgenden Kapitel die drei psychischen Störungen, wie auch das Konzept der Phantasie nach Robertz vorgestellt werden.

3.1 Psychopathische Täter

Die erste Gruppe, die vorgestellt wird, sind die psychopathischen Täter. Die Psychopathie beschreibt „Persönlichkeitsstörungen, die sich - ohne Anzeichen für intellektuelle Defizite - in relativ überdauernden, von sozial geprägten Erwartungen und Normen abweichenden und das Zusammenleben erschwerenden Affekten, Einstellungen und Verhaltensweisen äußern.“[22] Im deutschen und englischsprachigen Bereich gibt es unterschiedliche Definitionen der Psychopathie. Im deutschsprachigen Raum steht die Psychopathie für „nichtkrankhafte Abweichungen von einer uns vorschwebenden Durchschnittsbreite von Persönlichkeiten, unter denen die Betroffenen und/oder ihre Umgebung leiden“[23] Diese Abweichungen können sich nach Kurt Schneider[24]

Psychiater, in Geltungsbedürfnis, erhöhter Reizbarkeit, Selbstunsicherheit, Hypothymie[25], Hyperthymie[26], euphorische oder traurig-deprimierte Stimmungslagen bzw. in Stimmungslabilität, Hypochondrien, Verschrobenheiten und Perversionen äußern. Als Ursachen der Psychopathie gelten angeborene Eigenschaften - in seltenen Fällen auch hirnorganische Störungen - in Wechselwirkung mit Lebenserfahrungen oder einschneidenden Ereignissen.[27] Im englischsprachigen Bereich steht die Psychopathie dagegen für nahezu ausschließlich konstitutionell bedingte moralische Anfälligkeiten, die sich hauptsächlich in antisozialem Verhalten und Neigungen zu sozialen Delikten äußern.

Psychopathen können weiter durch eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen definiert werden. Zum einen sind Psychopathen extrem narzisstisch.[28] Dass heißt, sie fühlen sich anderen Menschen gegenüber überlegen (Egoismus) und verfolgen ihre Interessen, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu nehmen (Egozentrik). Da sie aber die eigene Person auch als ungenügend empfinden können, entwerfen solche Narzissten ein übersteigertes Selbstbild. (^Kompensatorischer Narzissmus).[29]

Weitere Kennzeichen sind mangelnde Empathiefähigkeit[30] und ein Mangel an sozialer Verantwortung.[31] Der vorherrschende Mangel an Moral führt dazu, dass sie keinen Sinn dafür haben, was traditionell als „gut" und „böse" gilt.[32] Daraus ergeben sich ein Mangel an Einsicht, Furcht-, Reue- und Schuldgefühlen als Folgeerscheinungen. Psychopathen sind quasi Menschen ohne Gewissen. Sie tun, was sie tun müssen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. In wissenschaftlichen Diagnosen werden diese Mangelerscheinungen als antisoziale Persönlichkeitsstörung zusammengefasst. Das bedeutet, die Person verhält sich antigesellschaftlich, sie respektiert weder die Regeln, Sitten noch den Anstand der Gesellschaft.[33] Eine weitere Auffälligkeit ist ein Problem mit der Aggressionskontrolle. Psychopathen reagieren extrem wütend, falls ihre Wünsche nicht erfüllt werden. Schon normaler Alltagsärger kann zur Rage führen und durch den Mangel an Empathie und Moral kann die Wut gefährliche Züge annehmen. [34] Psychopathen sind aber dennoch in der Lage, andere Menschen für sich zu gewinnen. Das durch den Narzissmus geprägte selbstsichere Auftreten lässt sie oftmals charmant, charismatisch und nett wirken. Vielen Psychopathen gelingt es trotz ihrer Krankheit, gezielt einen guten Eindruck zu machen.[35] Auch wenn Sadismus kein notwendiges Kriterium für Psychopathie ist, kam er bei den von Peter Langman untersuchten Jugendlichen in allen Fällen vor.[36] Entscheidend für Sadismus ist die Empfindung von Befriedigung und Lust, wenn man anderen Menschen Leid zufügt. Die Macht über andere soll die innere Leere übertönen. Daher leiden Sadisten oft unter Bigotterie und Intoleranz. Sie halten ganze Bevölkerungsgruppen für minderwertig, denen sie sich feindselig gegenüber stellen.

3.2 Psychotische Täter

Laien haben oftmals ein völlig falsches Bild von Menschen mit Psychosen. Sie stellen sich Selbstgespräche führende oder verwahrloste Personen vor, die an Straßenecken rumlungern und jeden Bezug zur Realität verloren haben.[37] Die folgende Definition soll helfen zu verstehen, was in Menschen vorgeht, die unter einer Psychose leiden.

Die Psychose wurde als Bezeichnung für eine breite Klasse schwerer Affekt-, Denk-, Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen in der Psychiatrie des 19. Jahrhunderts eingeführt. Die Störungen beinhalten, die für den Außenstehenden

“unverständlichen »abnormen« Erlebnis- und Verhaltensweisen, mit der teilweisen oder allgemeinen Unfähigkeit, den objektiven Gehalt von Erfahrungen und subjektive Erlebnisweisen auseinanderzuhalten, mit fehlender Einsicht in die Störung, mit Beeinträchtigungen der Kommunikationsfähigkeit und sozialen Anpassung sowie (in extremen Fällen) mit einer Desintegration der gesamten Persönlichkeit.“[38]

Die Symptome können sowohl im Verlauf eines länger andauernden Prozesses, als auch kurzfristig mit zunehmender Schwere auftreten. Psychosen gelten als Folgen erkennbarer Organ- bzw. Hirnveränderungen oder werden auf körperliche Ursachen zurückgeführt. Dabei unterscheidet man zwischen exogenen und endogenen Psychosen. Als exogene Psychose (exogenous psychosis) gelten durch Organ- oder Hirnveränderung bedingte psychotische Störungen. Psychotische Störungen ohne erkennbare organische Grundlagen werden hingegen als endogene Psychose (endogenous psychosis) bezeichnet, ohne eine Verursachung durch körperliche Veränderungen generell auszuschließen.[39]

„Nach traditionellen Klassifikationsversuchen zählen zu den endogenen Psychosen vor allem Störungen aus dem manisch­depressiven Formenkreis (von Hyperaktivität bis Niedergeschlagenheit schwankende Stimmungslagen; Affektive Störung, bipolare Störung), psychotische Depression (anhaltende tiefe Niedergeschlagenheit und Inaktivität; Depression) sowie die verschiedenen Arten und Formen der Schizophrenie (tiefgreifende Denkbeeinträchtigungen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, mangelnde Einfühlung, Stimmungslabilität) sowie Größenwahn bzw. Verfolgungswahn und verwandte paranoide Zustandsbilder ( Persönlichkeitsstörung, Psychotische Störung, Wahn).“[40]

Da die psychotischen Symptome nicht immer konstant auftreten, gelingt es Betroffenen teilweise ihre psychotischen Störungen zu verbergen.[41] Neuere Klassifikationsansätze haben mit Hilfe multivariater Verfahren fünf Hauptsyndrome ermittelt, mit deren Hilfe Einzelfälle und Schwere der jeweiligen Symptomkombination beschrieben werden können:

1. Handlungszerfall (disorganized hyperactivity) mit den Symptomen der Übererregtheit, Wahrnehmungs-, Denk- und motorischen Störungen, Tendenzen zu Größenwahnideen;
2. psychotische Depressionen (psychotic depressions) mit allgemeiner Ängstlichkeit, Phobien, Zwängen, Funktionsschwächen, Inaktivität;
3. Persönlichkeitszerfall (schizophrenic disorganization) mit den Symptomen Apathie, Funktionsverlangsamung, Auffassungsstörungen in allen Sinnesbereichen, Desorientiertheit;
4. paranoide Züge (paranoid processes) mit Fehlwahrnehmungen, Halluzinationen, Größenwahn-, Verfolgungs- und/oder Zwangsideen;
5. aggressiv-paranoide Züge (hostile paranoid behavior) mit Symptomen der Angriffs- und Streitsucht, Verfolgungsideen.[42]

Auf den Punkt 3. Persönlichkeitszerfall (Schizophrenie) wird im Folgenden noch näher eingegangen, da es für die Betrachtung der jugendlichen School Shooter von Wichtigkeit ist, dieses Krankheitsbild zu verstehen.

3.2.1 Schizophrenie

Schizophrenie zählt wie oben bereits erwähnt, zu der Gruppe der endogenen Psychosen, „deren Grundsymptome auf ein Nichtzusammenpassen, auf eine »Spaltung« des Denkens und Handelns hindeuten“[43] Störungen aus dem Formenkreis der Schizophrenie äußern sich nach E. Bleuler (1911), Psychiater, in schwerwiegenden Beeinträchtigungen des Denkens einschließlich der Sprache. [44] Das kann sich beispielsweise in „übertriebenem Symboldenken, Begriffskontaminationen, Zerfahrenheit, Konzentrationsstörungen (primäre Symptome), in Beziehungs- und Verfolgungsideen (Wahn), vorwiegend akustischen Halluzinationen, zeitweiligen Verstimmungen, Ängsten oder inadäquaten Affekten (sekundäre Symptome), bei akuten Formen meist ohne nachfolgende (mit geistiger Behinderung bzw. Demenz vergleichbare) intellektuelle Beeinträchtigungen, bei chronischen gelegentlich mit Anzeichen herabgesetzter intellektueller Leistungsfähigkeit in umschriebenen Bereichen und affektiven Veränderungen (schizophrener Defekt, Defizienz)“ zeigen.[45]

Schizophrenie entwickelt sich oftmals in einem durch Schübe gekennzeichneten Verlauf (mit Rückbildungen in den Zwischenphasen), in dem Affektveränderungen, Veränderungen des Selbstgefühls und der Sichtweise bestimmter Umweltgegebenheiten immer deutlicher hervortreten.

Akute Formen werden hinsichtlich der Heilungschancen günstiger beurteilt als chronische, in Schüben verlaufende. Neben unterschiedlichen Verlaufsformen (z.B. akut - chronisch) erlauben die jeweils dominanten Symptome, die Unterscheidung folgender Typen von Schizophrenie:

(a) Desorganisierter Typ (disorganized type): Sprach- und Verhaltens­desorganisation in Zusammenhang mit flachen oder unangemessenen Affekten. Die Kriterien des katatonen Typus werden nicht erfüllt;
(b) Katatoner Typ (catatonic type): ausgeprägte psychomotorische Störungen, die zusammen mit mindestens zwei der folgenden Symptome auftreten: motorische Immobilität, exzessive motorische Aktivität, extremer Negativismus oder Mutismus, eigentümliche Bewegungen (Posieren, Stereotypien, Manierismen, Grimassen schneiden) und oder Echolalie[46] bzw. Echopraxie[47] ;
(c) Paranoider Typ (paranoid type): ein oder mehrere Wahnsysteme, akustische Halluzinationen;
(d) Undifferenzierter Typ (indifferentiated type): Das Auftreten von mindestens zwei Symptomen, die unter (a), (b) und (c) genannt wurden, so dass eine eindeutige Zuordnung zu anderen Typen nicht möglich ist;
(d) Residualer Typ (residual type): Eindeutigkeit des Vorliegens einer Störung durch Negativsymptomatik und zweier oder mehrerer Symptome in abgeschwächter Form.

Momentaner Wahn, Halluzinationen, desorganisierte Sprache und katatones bzw. desorganisiertes Verhalten treten dabei aber nicht auf.[48]

Männern und Frauen sind gleich häufig von Schizophrenie betroffen. Dabei tritt sie mit größter Gesamthäufigkeit zwischen 16 und Mitte 30 Jahren auf. Die Ursachen der Schizophrenie sind bis heute Gegenstand kontroverser Debatten. Allerdings wird vermutet, dass vererbte Dispositionen, somatische Faktoren wie z.B. Stoffwechsel- und Körperenzymstörungen, Autoimmunstörungen oder hormonelle Störungen ausschlaggebend sind.[49]

Akute psychotische Episoden werden in der Regel in einer Klinik behandelt. Im Gegensatz dazu werden spätere Rückfälle meist mit Hilfe psychosozialer Maßnahmen und gezielter psychologischer Intervention im privaten Umfeld behandelt. Neuere Untersuchungen arbeiten mit Erfolg an einer Kombination aus fein dosierter medikamentöser Behandlungen und psychosozialen Maßnahmen. Zu den psychosozialen Maßnahmen zählen eindeutige Kommunikation mit dem Patienten und seinen Angehörigen über Behandlungsziele und Prognosen, die Schaffung eines möglichst entspannten, übersichtlichen und reizarmen Behandlungsmilieus mit konstanten Bezugspersonen, ein Aufbau realistischer, positiver Zukunftserwartungen und systematisches Training sozialer Fertigkeiten.[50]

3.3 Traumatisierte Täter

Als letztes diagnostiziert Langman die traumatisierten Täter als eigene Gruppe von School Shootern.[51]

Bei einem Trauma unterscheidet man zwischen der medizinische Bezeichnung, dem Trauma für Körperverletzungen und damit verbundene Schädigungen (z.B. Schädeltrauma, Unfallschock) und der psychologischen Bezeichnung, der „psychischen Störung durch emotionale Ursachen (beispielsweise Geburtstrauma; Folgen der frühkindlichen Trennung von der Mutter und alle Arten seelischer Erschütterung durch tiefgreifende, schockartig wirkende Erfahrungen)[52] “.

Synonym für die psychologische Bezeichnung wird auch das „seelisches Trauma" verwendet.[53]

Traumata bei Kindern können von unterschiedlichen Faktoren ausgelöst werden. So können sexueller Missbrauch, Gewalt oder der ständige Wechsel der Bezugspersonen (Wechsel der Pflegefamilien) Auslöser für eine posttraumatische Belastungsstörung sein.[54] Die Definition einer posttraumatischen Belastungsstörung wird im folgenden Unterpunkt gegeben.

3.3.1 Posttraumatische Belastungsstörung

Bei posttraumatischen Belastungsstörungen treten anhaltende intensive Gefühle der Angst, Hilflosigkeit oder des Entsetzens auf, die aus Erfahrungen mit schwer belastenden Ereignissen oder deren Beobachtung als Zeuge resultieren. Die auslösenden Ereignisse, wie oben bereits kurz angeführt, haben in der Regel mit schweren Verletzungen, Tod oder massiven Bedrohungen der physischen Integrität zu tun (z.B. Naturkatastrophen, Explosionen, Überfälle, Unfälle, Brände, Vergewaltigungen, Folterungen, Erfahrungen in einem Konzentrationslager, Kriegshandlungen, usw.). Durch Wiederbelebungen der traumatischen Erfahrung in Erinnerungen, Träumen oder halluzinationsartigen Erlebnissen können sich posttraumatische Belastungsstörungen äußern. Betroffene versuchen daraufhin die Reize, die mit dem traumatischen Ereignis zusammenhängen, zu vermeiden oder von Gedanken und Aktivitäten, die mit dem Ereignis zusammenhängen, Abstand zu nehmen.

[...]


[1] Äußerung des Täters von Lake Michigan im Vorfeld seiner Tat

[2] In der Folge wird unter Berücksichtigung des Leseflusses nur noch das generische Maskulinum verwendet, ohne jegliche Abwertung des weiblichen Geschlechts.

[3] Da der Begriff Jugend je nach kultureller Sichtweise, biologischer Entwicklung oder Wandel der Sichtweise der Epochen keine allgemeingültige trennscharfe Altergrenze umschreibt, werden in der folgenden Arbeit Kinder, Jugendliche und Heranwachsende zwischen 10 und unter 24 Jahren als Jugendliche bezeichnet

[4] Abkühlphase: Eine emotional-kognitive Beruhigung und Ablenkung des Täters. Die Abkühlphase dient demnach als Unterscheidung, ob es sich bei den Tötungen um abgeschlossene/einzelne Tatverläufe handelt, die nicht direkt aufeinander folgen oder um Tötungen als eine Handlung.

[5] Robertz, Frank (2004), S. 17

[6] Harnischmacher, Robert (2007), S. 452ff.

[7] Im Folgenden wird der US-amerikanische Terminus nach den Rechtschreibung als deutsches Substantiv (School Shooting) verwendet.

[8] Hier besitzt die Definition eine einzige Unschärfe, da die Täter auch andere Waffen zur Tötung einsetzen können.

[9] Aus: http://www.kriminologie.uni-hamburg.de/wiki/index.php/School Shooting [Stand vom 02.03.2010]

[10] So genannte „Gang Shooting Spree“ kommen vor allem in sozial schwach strukturierten Stadtteilen der USA häufig vor.

[11] http://dejure.org/gesetze/StGB_____ (Stand vom 08.03.2010)

[12] http://www.bka.de/pks/zeitreihen/pdf/t40 dtvi tvbz.pdf,

[13] Bsp.: U10 = unter 10 Jahren

[14] Robertz, Frank/Wickenhäuser, Ruben (2007), S. 13f.

[15] Eric Harris (18 Jahre) und Dylan Klebold (17 Jahre) greifen die Columbine High School am 20. April 1999 an. Mit 13 Toten und 24 Verletzten ist es das bis zu dieser Zeit größte und medienträchtigste School Shooting.

[16] So fanden genau einen Monat, ein Jahr und zwei Jahre später School Shootings statt, die sich explizit auf Columbine bezogen

[17] Aus: Langmann, Peter (2009), S. 47

[18] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), О Psychopathie, S. 353

[19] Ebd., S. 352

[20]

[21] Aus: Fröhlich, Werner (2002), О Psychopathie, S. 352

[22] Aus: Narzissmus = Übersteigerte Selbstbezogenheit bzw. Selbstliebe (Autoerotizismus). In psychoanalytischer Sichtweise eine Frühphase der psychosexuellen Entwicklung, in der das »Selbst«, die eigene Person, Sexualobjekt ist. [aus: Fröhlich, Werner (2002), S. 309]

[23]

[24]

[25] Aus: Fröhlich, Werner (2002), О Psychose, S. 356

[26] Aus: Fröhlich, Werner (2002), О Psychose, S. 356

[27] Ebd., S, 357

[28] Vgl. Langman, Peter (2009), S. 97

[29] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), О Psychose, S, 357

[30] Ebd., О Schizophrenie, S, 386

[31] Vgl. Bleuler, E. (1911)

[32] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), О Schizophrenie, S, 386

[33] Echolalie = Beschränkung der Sprache auf das Nachsprechen vorgesagter Wörter

[34] Echopraxie = zwanghaftes, automatisches Nachahmen und Wiederholen von vorgezeigten Handlungen und Bewegungen

[35] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), О Schizophrenie, S, 387

[36] Ebd,

[37] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), О Schizophrenie, S, 387

[38] Vgl. Langman, Peter (2009), S. 178

[39] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), О Trauma, S, 447

[40] Ebd., S. 447

[41] Vgl. Langman, Peter (2009), S. 178

[42] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), Psychose, S, 357

[43] Ebd., Schizophrenie, S, 386

[44] Vgl. Bleuler, E. (1911)

[45] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), Schizophrenie, S, 386

[46] Echolalie = Beschränkung der Sprache auf das Nachsprechen vorgesagter Wörter

[47] Echopraxie = zwanghaftes, automatisches Nachahmen und Wiederholen von vorgezeigten Handlungen und Bewegungen

[48] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), Schizophrenie, S, 387

[49] Ebd,

[50] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), Schizophrenie, S, 387

[51] Vgl. Langman, Peter (2009), S. 178

[52] Vgl. Fröhlich, Werner (2002), Trauma, S, 447

[53] Ebd., S. 447

[54] Vgl. Langman, Peter (2009), S. 178

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten

Details

Titel
Amokläufer in der Schule - Was bewegt junge Menschen zum Töten und wie kann die Schule entgegenwirken?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
99
Katalognummer
V164512
ISBN (eBook)
9783640795659
ISBN (Buch)
9783640795932
Dateigröße
911 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
School Shooting, Littleton, Columbine High School, Erfurt, Robert Steinhäuser, Prävention, Threat Management, Red Lake, Dylan Klebold, Eric Harris, Jeffrey Weise, Amoklauf, Schulattentat, Schule, Peter Langman
Arbeit zitieren
Stefan Mergel (Autor), 2010, Amokläufer in der Schule - Was bewegt junge Menschen zum Töten und wie kann die Schule entgegenwirken?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164512

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