Das Islambild in den deutschen Printmedien am Beispiel des Mohammedkarikaturenstreits


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Europa und der Islam
2.1 Entwicklung der Beziehungen zwischen der islamischen Welt und Europa
2.2 Das Islambild in den deutschen Printmedien
2.3 Stilisierung eines Kulturkampfes und Rolle der Medien

3. Der Karikaturenstreit
3.1 Islamische Beziehung zum Bild und Verbot der Prophetenbeleidigung
3.2 Politischer Kontext in Dänemark und Auslöser des Karikaturenstreits
3.3 Reaktionen von Muslimen
3.4 Reaktionen in der europäischen Öffentlichkeit

4. Empirischer Forschungsstand zum Islambild der dt. Presse im Karikaturenstreit
4.1 Der Karikaturenstreit in den deutschen Printmedien
4.2 Hahn/ Gloede/ Schroeder (2007): Germany: After-Effects on World Cup, Pope,
Mozart and Madonna
4.3 Piasecki (2008): „Das Schaufenster des Schreckens in den Tagen des Zorns“
4.4 Jäger (2009): Pressefreiheit und Rassismus. Der Karikaturenstreit in der deutschen Presse. Ergebnisse einer Diskursanalyse
4.5 Zusammenfassung und Diskussion

5. Resümee und Ausblick

Literatur

Internetquellen

1. Einleitung

Am 30. September 2005 veröffentlichte die dänische Zeitung Jyllands-Posten zwölf Karikaturen des Propheten Mohammed[1]. Dies löste eine Welle der Empörung in der muslimischen Welt aus und in Europa setzte eine heftige Debatte über die Meinungsfreiheit ein.[2] In einigen arabischen Ländern wurde zum Boykott dänischer Waren aufgerufen, in zahlreichen europäischen Zeitungen wurden die Karikaturen als Plädoyer für die Pressefreiheit Anfang 2006 ebenfalls abgedruckt. In vielen islamischen Ländern eskalierte die Gewalt: Es kam es zu Angriffen auf europäische Botschaften und bei gewalttätigen Ausschreitungen starben zahlreiche Menschen.[3] Der Konflikt weitete sich zu einem regelrechten Karikaturenstreit aus, der weltweit in den Medien thematisiert wurde. Auch die deutschen Printmedien widmeten sich intensiv diesem Thema.

Die Berichterstattung über den Islam in den deutschen Massenmedien wurde immer wieder stark kritisiert, da sie die muslimische Religion meist auf den Fundamentalismus reduzieren, im Zusammenhang mit Gewalt nennen und diese Phänomene aus dem sozialen und politischen Kontext gerissen darstellen (Hoffmann 2004, 38f). Der negativ geprägte Mediendiskurs über den Islam wird Hafez zufolge punktuell durch Strömungsunterschiede durchbrochen, die zu einer kurzfristigen Öffnung der Medien für differenziertere Islambilder führen (2009, 106). Auch den Streit über die Mohammedkarikaturen bezeichnet er als eine solche „Strömungsdebatte“. Ziel dieser Arbeit ist es, das Islambild in den deutschen Medien am Beispiel der Darstellung des Karikaturenstreits in der deutschen Presse zu untersuchen. Dazu werden drei empirische Studien zu diesem Thema herangezogen und ihre Ergebnisse bezüglich des in den untersuchten Printmedien präsentierten Islambilds miteinander verglichen.

Dazu soll zuerst als Hintergrund der Kontroverse das Verhältnis zwischen Europa und dem Islam thematisiert werden (Kapitel 2). Dabei wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Beziehungen zwischen der islamischen Welt[4] und Europa gegeben, auf das Islambild in den deutschen Printmedien, die Stilisierung eines Kampfes der Kulturen und die Rolle der Medien bei dieser eingegangen. Im Anschluss daran wird der Karikaturenstreit dargestellt (Kapitel 3), wobei die islamische Beziehung zum Bild und das Verbot der

Prophetenbeleidigung, sowie der politische Kontext in Dänemark und der Auslöser des Karikaturenstreits dargestellt werden. Im dritten und vierten Abschnitt des Kapitels werden die Reaktionen von Muslimen und in der europäischen Öffentlichkeit auf die Veröffentlichung der Karikaturen und ihre Folgen betrachtet. Im vierten Kapitel werden drei empirische Studien vorgestellt und miteinander verglichen, die sich mit der Darstellung des Karikaturenstreits in der deutschen Presse beschäftigen. Dabei liegt der Fokus auf dem dabei präsentierten Islambild. Ein Resümee und ein Ausblick runden die Arbeit ab.

2. Europa und der Islam

Zu einem besseren Verständnis des Karikaturenstreits und dessen medialer Darstellung, ist es notwendig, sich mit dem Verhältnis Europas zum Islam auseinanderzusetzen. Dazu sollen in diesem Kapitel die Beziehungen zwischen den europäischen und den islamischen Ländern kurz skizziert werden. Im Anschluss daran wird das von diesen beeinflusste Bild des Islam in den deutschen Printmedien dargestellt. Im dritten Abschnitt wird auf die Stilisierung eines Kampfes der Kulturen und die Rolle, die die Medien bei dieser spielen, eingegangen.

2.1 Entwicklung der Beziehungen zwischen der islamischen Welt und Europa

Die Beziehungen zwischen Europa und der islamischen Welt,[5] in die sich auch das deutsche Verhältnis zum Islam strukturell einschreibt, sind durch konfliktreiche Ereignisse in der Vergangenheit geprägt (Hoffmann 2004, 41). Als der Islam Anfang des 7. Jh. auf der Arabischen Halbinsel entstand, war bereits ein Großteil Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens christianisiert. Die rasante Expansion der neuen Religion, die ebenso wie das Christentum einen universalen Wahrheitsanspruch vertritt und nun in Konkurrenz zu diesem trat, war für das christliche Europa ein Schock (Naumann 2009, 20f, 25f). Das islamische Großreich,[6] das fast tausend Jahre lang bestehen blieb, entwickelte sich zu einem permanenten Angstgegner der unterlegenen europäischen Mächte. Durch die arabische Eroberung der Iberischen Halbinsel (711-719) und die Kreuzzüge im 11. bis 13. Jh., die später aus europäischer Perspektive als Ausdruck eines großen weltgeschichtlichen Streits zwischen

Christentum und Islam gedeutet wurden, kam es zu einem verstärkten Kulturkontakt (Ebd., 28).[7] Die Europäer profitierten zwar vom Austausch mit der hoch entwickelten arabisch­islamischen Zivilisation, dieser Aspekt hatte jedoch keinen prägenden Einfluss auf das europäische Islambild (Ebd., 27f).[8] Die Kreuzzüge und die Türkenkriege[9] führten dagegen laut Edward Said zu einem dauerhaften Trauma Europas und zur Entstehung eines tief verwurzelten Feindbilds des Islam (Hoffmann 2004, 41f).

Mit dem Aufstieg Europas zur Weltmacht ab dem 16. Jh. setzte ein Wandel der durch eine Angst- und Bedrohungsmetaphorik geprägten europäischen Perspektive des Islam ein und machte zunehmend der Gewissheit der europäischen Überlegenheit Platz (Naumann 2009, 31). Im 18. und 19. Jh. verbreitete sich im Zuge der Kolonialisierung der Arabischen Welt ein exotisch-romantisches Orientbild in Europa (Hoffmann 2004, 42).[10] Dieses wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jh. jedoch, aufgrund islamistischer Terroranschläge und einer als bedrohlich empfundenen zunehmenden Präsenz von Muslimen in Europa, von alten Ängsten und Ablehnung des Islam wieder verdrängt (Naumann 2009, 34). Aktuelle Ereignisse wie die islamistischen Attentate vom 11. September 2001, die Anschläge in Madrid (März 2004) und London (Juli 2005) verstärkten das tief verwurzelte Feindbild, wobei sich der Schwerpunkt von der Opposition zwischen Christentum und Islam hin zum Gegensatz Säkularisierung und Aufklärung vs. religiös geprägte islamische Gesellschaft verschoben hat (Hoffmann 2004, 42f).

2.2 Das Islambild in den deutschen Printmedien

Nach dieser Darstellung der konfliktreichen Beziehungen zwischen Europa und der islamischen Welt ist es nicht verwunderlich, dass in den deutschen Printmedien eine problemorientierte und negative Darstellung des Islams dominiert (Schenk 2009, 38). Hafez formuliert die historische Verankerung des europäischen Islambildes folgendermaßen:

„Der Islam hat im Westen seit 1400 Jahren eine schlechte Presse, und die moderne Mediengesellschaft hat mit dieser Tradition nicht gebrochen, sondern sie revitalisiert die alte Vorstellung vom Orient-Okzident-Gegensatz in der Gegenwart ständig.“ (Hafez 2009, 100).

Die Themenvielfalt der Beiträge zum Islam ist in der deutschen Presse stark reduziert und diese bleiben meist auf die Berichterstattung zu Großereignissen wie Kriegen, Revolutionen und Krisen mit internationaler Dimension in muslimischen Ländern bzw. mit Bezug zu dieser Religion beschränkt (Schenk 2009, 38í).[11] Nach den Terroranschlägen vom 11. September wurde der Fokus der Artikel über den Islam noch eingeschränkter. Dieser wird hauptsächlich im politischen Bereich thematisiert, häufig mit Terrorismus in Verbindung gebracht und Muslime werden vorwiegend negativ beschrieben (Ebd., 40). Immer wieder auftauchende Stereotypen sind die postulierte muslimische Gewaltbereitschaft und Bedrohung des „Westens“[12] und die Rückständigkeit muslimischer Länder. Verbreitet sind in der deutschen Presse auch die Annahme einer Untrennbarkeit von Politik und Religion im Islam und einer religiösen Irrationalität, sowie die Gleichsetzung von politischem Islam mit radikalem Fundamentalismus und Extremismus (Hafez 2009, 102).

Das Medienbild des Islam ist temporären Schwankungen unterlegen. So existieren auch innerhalb politisierter Phasen des Islambildes Zeiten der Öffnung, in denen die Versäumnisse des etablierten Mediendiskurses aufgedeckt werden (Ebd., 103, 106). Diese verändern das in der deutschen Gesellschaft verankerte Gewaltbild des Islam jedoch nicht grundlegend. Hafez zufolge handelte es sich bei der Affäre um Salman Rushdie, der Kontroverse um die deutsche Orientalistin Annemarie Schimmel und auch beim Mohammedkarikaturenstreit um solche kurzfristigen Öffnungen der Medien für differenziertere Islambilder (Ebd., 106). Inwieweit in der deutschen Presse ein nuancierteres Bild des Islam im Diskurs über die Karikaturen des Propheten dargestellt wird, soll im vierten Kapitel untersucht werden.

2.3 Stilisierung eines Kulturkampfes und Rolle der Medien

Das in den deutschen Medien präsentierte Islambild wurde neben dem Einfluss des islamistischen Fundamentalismus durch westliches Kulturkampfdenken zugespitzt (Ebd., 114). In der europäischen Wahrnehmung wird die muslimische Religion als Gegenbild zur eigenen Identität und christlichen Werten konstruiert (Naumann 2009, 20). Autoren wie Bernard Lewis[13], Bassam Tibi[14] und Samuel Huntington[15] schreiben einen unvereinbaren

Gegensatz zwischen dem Westen und dem Islam fest (Zagala 2007, 59ff; Schulze 2007, 46). In seinem Buch A clash of civilizations postuliert Huntington, dass das 21. Jh. vom Kampf zwischen Kulturen geprägt sein wird, wobei vor allem der westliche und der islamische Kulturkreis aufeinanderprallen werden. Er geht von einer grundsätzlichen Unvereinbarkeit westlicher Werte wie Menschenrechte und Demokratie mit der Religion des Islam aus und bescheinigt letzterem eine besondere Aggressivität (Hoffmann 2004, 50).

Huntingtons Theorie wurde seit ihrer Publikation von Wissenschaftlern mehrheitlich kritisiert und viele seiner Thesen wurden widerlegt. [16] Dennoch wird das Bild eines Kampfes der Kulturen seitdem in den europäischen Medien immer wieder aufgegriffen und taucht auch im Kontext des Karikaturenstreits in der deutschen Presse wiederholt auf.[17] Die Medien haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung anderer Kulturen, Länder und Religionen (Zagala 2007, 28). Sie spiegeln das in der Gesellschaft vorhandene Bild des Islam nicht nur wider, sondern prägen dieses stark mit. Experten kritisieren, dass die deutschen Medien Huntingtons Kampf der Kulturen kommunikativ konstruieren und werfen ihnen vor, für die Entstehung eines Feindbild des Islam mit verantwortlich zu sein (Hafez 2009, 105, Hoffmann 2004, 40). Im vierten Kapitel dieser Arbeit wird analysiert, inwiefern das Bild des Kulturkampfes im Diskurs deutscher Printmedien über den Karikaturenstreit präsent ist.

3. Der Karikaturenstreit

Im dritten Kapitel soll nun der Streit über die Mohammedkarikaturen dargestellt werden. Als Hintergrund werden zuerst die islamische Beziehung zum Bild und das Verbot der Prophetenbeleidigung betrachtet, bevor der politische Kontext in Dänemark und der Auslöser des Karikaturenstreits dargelegt werden. In Abschnitt drei und vier wird auf die muslimischen und europäischen Reaktionen auf diesen eingegangen.

3.1 Islamische Beziehung zum Bild und Verbot der Prophetenbeleidigung

Die drastischen Reaktionen auf die Veröffentlichung der Mohammedkarikaturen wurden oft mit einem Bilderverbot im Islam begründet, gegen das diese verstoßen würden. Im Koran lässt sich dieses jedoch kaum belegen (Rosiny 2007, 106). In den Hadithen, der Überlieferung über Aussprüche und Handlungen des Propheten, wird vor der ablenkenden Wirkung von Bildern auf den Betenden und ihrer Unreinheit gewarnt. Es wird befunden, dass sie als Luxusgegenstände nicht dem Ideal der Bescheidenheit entsprechen und dass die Gefahr besteht, durch die Schaffung von Bildern dem Schöpfer nachzueifern zu wollen (Naef 2007, 21, 23). Trotz diesen Prinzipien sind seit dem 13. Jh. Bilder des Propheten Mohammed nachgewiesen und ab dem 19. Jh. entwickelte sich dieser zu einem beliebten Motiv der Volkskunst in muslimischen Ländern (Ebd., 132). Der Streit um die Mohammedkarikaturen hat somit weniger mit einer strikten Auslegung des Bilderverbots zu tun. Es verletzt jedoch das im Koran festgeschriebene strenge Verbot den Propheten zu beleidigen (Rosiny 2007, 107). Die Verunglimpfung Mohammeds bildet somit den theologischen Kern des Skandals um die Karikaturen des Propheten.[18]

3.2 Politischer Kontext in Dänemark und Auslöser des Karikaturenstreits

Die Mohammedkarikaturen wurden zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, in dem aufgrund der islamistischen Attentate in den USA und Europa (vgl. Abschnitt 2.1), sowie der Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo Van Gogh im November 2004 eine besonders angespannten Atmosphäre zwischen dem „Westen“ und Muslimen sowohl in Europa als auch ihren Herkunftsländern herrschte (Bassets 2008, 91). In diesem Kontext kam es in Dänemark zu Spannungen zwischen muslimischen Einwanderern und der lokalen Bevölkerung (Sifaoui 2006, 42). Die rechtsliberale Regierung von Fogh Rasmussen setzte gleichzeitig mit Unterstützung der rechtsextremen Dänischen Volkspartei eine Verschärfung der Einwanderungs- und Einbürgerungsgesetze durch. Viele dänische Muslime fühlten sich dadurch diskriminiert, was wiederum den Islamisten zusätzlichen Zulauf verschaffte (Ebd., 42). In einem Klima gegenseitigen Misstrauens kam es zu einer verstärkten Selbstzensur von Politikern und Journalisten im Bezug auf den Islam und Islamismus.

Nachdem bekannt wurde, dass ein Kinderbuchautor keinen Illustrator für sein neues Buch über das Leben Mohammeds gefunden hatte, gab der Feuilletonredakteur der größten dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten[19] Karikaturen des Propheten in Auftrag, um herauszufinden, „wie weit die Selbstzensur in der dänischen Öffentlichkeit geht“.[20]

[...]


[1] Es existieren zahlreiche unterschiedliche Schreibweisen des Namens des Propheten. In dieser Arbeit wird jedoch durchgängig die deutsche Form „Mohammed“ verwendet.

[2] Perlentaucher.de. Das Kulturmagazin (02.02.2006): Der Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau. www.perlentaucher.de/artikel/2886.html

[3] Ebd.

[4] Darunter werden in dieser Arbeit Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung verstanden.

[5] Es existiert genauso wenig „ein“ Europa, wie eine einheitliche islamische Welt. So ist z.B. das Verhältnis der muslimischen osteuropäischen Länder zum Islam ein anderes als das der skandinavischen oder westeuropäischen, genauso wie die Beziehungen Indonesiens zu Europa sich von denen der Länder des Nahen Ostens unterscheiden. Im Rahmen dieser Arbeit ist jedoch keine detaillierte Darstellung dieser Unterschiede möglich und zum Verständnis des Karikaturenstreites ist ein allgemeiner Überblick der islamisch-europäischen Beziehungen ausreichend.

[6] Diese reichte zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung unter der Herrschaft der Umayyaden (661-750) vom Indus im Osten bis zu den Pyrenäen im Westen.

[7] Unter Historikern besteht jedoch heute ein Konsens darüber, dass es sich beim Mythos vom großen Streit zwischen Christentum und Islam um eine neuzeitliche Erfindung Europas handelt (Naumann 2009, 28).

[8] Der Einfluss der arabisch-islamischen Zivilisation auf die europäische Kunst, Wissenschaft und Philosophie wird bis heute häufig unterbewertet und das Mittelalter, in dem diese Zivilisation ihre Blütezeit hatte, als Zeit der geistigen Stagnation beschrieben (Lange 2009, 37).

[9] Mit diesem Begriff werden die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und dem christlichen Europa bezeichnet, die vom 15. bis 19. Jh. stattfanden.

[10] Der Orient wurde in zahlreichen literarischen Werken von Autoren wie Nerval, Flaubert und Gautier mystifiziert.

[11] Dies lässt sich u.a. mit der undifferenzierteren Darstellung fremder Länder, bzw. Religionen und dem hohen Nachrichtenwert von Konflikten erklären (zu Einflussfaktoren auf die Medienproduktion vgl. Hafez 2009, 107­114)

[12] Unter „Westen“, „westliche Welt“ oder „Okzident“ werden meist Europa und Nordamerika verstanden. Diese Begriffe sind aufgrund ihrer ethnozentrischen Perspektive problematisch, sie werden in der vorliegenden Arbeit jedoch so übernommen, wie sie in der Literatur verwendet werden.

[13] Vgl. Lewis’ Artikel The Roots of Muslim Rage (1990).

[14] Vgl. Tibis’ Buch Krieg der Zivilisationen. Politik und Religion zwischen Vernunft und Fundamentalismus (1995).

[15] Vgl. Huntingtons Artikel The Clash of Civilizations? (1993) und sein Buch The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order (1996).

[16] Vgl. dazu z.B. Hoffmann 2004, 51-55.

[17] Auf diese Thematik wird im Kapitel 3 noch genauer eingegangen.

[18] Die Beleidigung Mohammeds als Epileptiker, Gewalt- oder Sexbesessener mit dem Ziel, ihn als falschen Propheten zu entlarven, hat seit der Entstehung des Islams bei christlichen Kritikern Tradition (Lange 2009, 50ff).

[19] Die Zeitung hat eine Auflagenhöhe von ca. 150 000 Exemplaren bei einer Bevölkerungszahl von ca. 5,5 Millionen (Risto/ Eide 2007, 9).

[20] Zit. n. Perlentaucher.de. Das Kulturmagazin (02.02.2006): Der Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau. www.perlentaucher.de/artikel/2886.html

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Details

Titel
Das Islambild in den deutschen Printmedien am Beispiel des Mohammedkarikaturenstreits
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Interkulturelle Kommunikation/ Interkulturelle Kompetenz)
Veranstaltung
Kultur, Konflikt, Gewalt
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V164538
ISBN (eBook)
9783640798780
ISBN (Buch)
9783640798568
Dateigröße
473 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islambild, Printmedien, Karikaturenstreit, Mohammed
Arbeit zitieren
Susanne Held (Autor), 2010, Das Islambild in den deutschen Printmedien am Beispiel des Mohammedkarikaturenstreits, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164538

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