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Erziehungsberatung in der frühen Kindheit - Methoden zur Stärkung der Erziehungskompetenz

Título: Erziehungsberatung in der frühen Kindheit - Methoden zur Stärkung der Erziehungskompetenz

Tesis (Bachelor) , 2010 , 53 Páginas

Autor:in: Annika Schenck-Mwandaro (Autor)

Pedagogía - Educación familiar
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In der vorliegenden Bachelorarbeit wird der Frage nachgegangen, mit welchen Methoden die Erziehungskompetenz von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern gestärkt werden kann.
Warum aber ist es gerade in der jetzigen Zeit wichtiger denn je, die Fähigkeit zu einer kompetenten Erziehung zu fördern? Nicht nur die zahlreichen Fälle von Kindesvernach-lässigung und Kindesverwahrlosung, sondern vor allem die zunehmende Verunsicherung vieler Eltern, hervorgerufen durch zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen, könnten darauf eine Antwort geben.
Eltern sind der Schlüssel für alle Erziehungsprozesse und ihnen wird heute eine enorme Verantwortung hinsichtlich der optimalen Entwicklung ihrer Kinder zugewiesen. Viele Eltern fühlen sich den gesellschaftlichen Anforderungen nicht gewachsen, zweifeln an ihrer eigenen Kompetenz und empfinden ihre Elternschaft als zunehmend schwierig und negativ belastet. (vgl. Henry-Huthmacher, 2010, S. 8)
Um den heutigen Erziehungsansprüchen gerecht zu werden, brauchen Eltern Unterstützung, denn nur starke Eltern können auch starke Kinder erziehen. Wie und mit welchen Methoden Eltern bei ihrer Aufgabe begleitet werden können, untersucht die vorliegende Arbeit.
Um die Thematik zu vertiefen wird zunächst der Begriff der Erziehungskompetenz genauer beleuchtet.
Im darauf folgenden Kapitel erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Thematik, inwiefern sich Eltern und Familie in einem Wandel befinden. Dazu werden sowohl die gesellschaftlichen als auch die psychologischen Veränderungen näher beschrieben. Im weiteren Verlauf wird der Frage nachgegangen, ob die viel zitierte „Erziehungskatastrophe“ wirklich existiert.
Im Anschluss daran wird die Erziehung in der frühen Kindheit erläutert. Dazu gehören die Erziehungsaufgaben, die gängigen Regulationsstörungen, die Bindungstheorie sowie eine Beschreibung der unterschiedlichen Erziehungsstile. Auch der Prozess der Elternwerdung wird hier thematisiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit

1.2 Begriffsdefinition Erziehungskompetenz

2 Familie im Wandel

2.1 Gesellschaftliche und psychologische Veränderungen der Elternrolle

2.2 Gibt es die „Erziehungskatastrophe“?

3 Erziehung in der frühen Kindheit

3.1 „Die Geburt der Eltern“

3.2 Erziehungsaufgaben

3.3 Regulationsstörungen

3.4 Bindungstheorie

3.5 Erziehungsstile

4 Erziehungsberatung in der frühen Kindheit

4.1 Neue Ansprüche an die Erziehungsberatung

4.2 Methoden

4.2.1 Entwicklungspsychologische Beratung

4.2.1.1 Grundsätze

4.2.1.2 Ziele

4.2.1.3 Vorgehensweise

4.2.1.4 Der systemische Ansatz

4.2.3 Marte Meo

4.2.3.1 Grundsätze

4.2.3.2 Ziele

4.2.3.3 Vorgehensweise

4.2.4 Das Steep-Programm

4.2.5 Schreiambulanzen

5 Die praktische Umsetzung an dem fiktiven Beispiel des exzessiven Schreiens

5.1 Ausgangssituation

5.2 Der Beratungsprozess

5.3 Fazit

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Methoden zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern. Das primäre Ziel ist es, Beratungsansätze aufzuzeigen, die Eltern dabei unterstützen, den modernen Herausforderungen der Kindererziehung kompetent zu begegnen, die Bindung zu ihren Kindern zu festigen und angemessen auf kindliche Bedürfnisse in der frühen Kindheit zu reagieren.

  • Wandel der Familienstrukturen und der Elternrolle
  • Bindungstheorie und Erziehungsstile als Grundlage frühkindlicher Erziehung
  • Methoden der Erziehungsberatung (u.a. entwicklungspsychologische Beratung, Marte Meo, STEEP)
  • Praktische Anwendung von Beratungsmethoden am Beispiel exzessiven Schreiens

Auszug aus dem Buch

3.4 Bindungstheorie

Die Bindungstheorie untersucht das menschliche Bedürfnis nach engen und gefühlvollen sozialen Beziehungen zu anderen Menschen. Sie wurde von dem britischen Kinderpsychiater John Bowlby und der kanadischen Psychologin Mary Ainsworth entwickelt. Die Bindungstheorie setzt sich mit dem Aufbau und der Veränderung enger Beziehungen im Laufe eines menschlichen Lebens auseinander, beschäftigt sich aber auch mit den Folgen einer defizitären Bindungsentwicklung.

Bindung bezeichnet eine enge emotionale Beziehung oder auch ein imaginäres Band zwischen zwei Menschen. Das Neugeborene entwickelt diese spezielle Beziehung entweder zu seinen Eltern oder anderen relevanten Bezugspersonen, mit denen das Kind den intensivsten Kontakt in seinen ersten Lebensmonaten hatte.

Das Bindungsverhalten ist genetisch vorgeprägt und bei allen Kindern nachweisbar. Soziale Erfahrungen entscheiden darüber, wie und an wen sich ein Kind bindet. Konkretes Bindungsverhalten, wie zum Beispiel Lächeln, Schreien, Festklammern etc. wird bei Wunsch nach Nähe oder in Notsituationen aktiviert. Wenn die Bindungswünsche abgewiesen werden, verstärkt sich das bindungssuchende Verhalten. Wenn ein Kind also ängstlich, müde oder unsicher ist, wird das Bindungsverhalten aktiv und das Kind sucht die Nähe zu seiner Bindungsperson. Zeitgleich ist dann das Explorationssystem inaktiv, das heißt, das Kind erkundet seine Umwelt nicht. Bindungs- und Explorationssystem stehen miteinander in einem Gleichgewicht, sind voneinander abhängig, denn nur ein sicher gebundenes Kind kann neugierig seine Umgebung erkunden. Für eine gelungene kognitive und soziale Entwicklung ist ein optimales Gleichgewicht zwischen Bindungs- und Explorationsverhalten unerlässlich.

Durch die individuellen Unterschiede in der Eltern-Kind-Interaktion werden im Kind die sogenannten „inner working models“ gebildet. Diese Modelle beinhalten die individuellen frühen Bindungserfahrungen sowie die daraus abgeleiteten Beziehungserwartungen. Sie dienen dazu, das Verhalten der Bindungsperson zu interpretieren und ihr Verhalten vorherzusagen. Im Verlauf der psychischen Entwicklung werden diese relativ stabil repräsentiert und haben weitreichende Auswirkungen auch auf alle späteren sozialen Beziehungen. (vgl. Jungmann/Reichenbach, 2009, S. 15ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit vor und definiert den Begriff der Erziehungskompetenz im Kontext moderner elterlicher Anforderungen.

2 Familie im Wandel: Das Kapitel analysiert die gesellschaftlichen und psychologischen Veränderungen der Elternrolle und hinterfragt kritisch die Debatte um eine „Erziehungskatastrophe“.

3 Erziehung in der frühen Kindheit: Hier werden grundlegende Aspekte der frühen Kindheit beleuchtet, wie der Elternwerdungsprozess, Regulationsstörungen, Bindungstheorie und verschiedene Erziehungsstile.

4 Erziehungsberatung in der frühen Kindheit: Dieses Kapitel stellt verschiedene professionelle Methoden der Erziehungsberatung vor, darunter die entwicklungspsychologische Beratung, das Marte-Meo-Konzept und das STEEP-Programm.

5 Die praktische Umsetzung an dem fiktiven Beispiel des exzessiven Schreiens: An einem Fallbeispiel wird der praktische Beratungsprozess von der Ausgangssituation bis zum Fazit dargestellt, um die Methoden konkret anzuwenden.

6 Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Schwierigkeiten der Erziehung in einer wettbewerbsorientierten Multioptionsgesellschaft und betont die Notwendigkeit von Sicherheit und Verständnis für Eltern.

Schlüsselwörter

Erziehungskompetenz, Familie im Wandel, Erziehungsberatung, frühe Kindheit, Bindungstheorie, Regulationsstörungen, exzessives Schreien, Entwicklungspsychologische Beratung, Marte Meo, STEEP-Programm, Elternrolle, Erziehungsstile, Eltern-Kind-Interaktion, Familienbett, Frühinterventionsprogramm

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an moderne Eltern und untersucht, mit welchen Methoden die Erziehungskompetenz von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern effektiv gestärkt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen der gesellschaftliche Wandel der Elternrolle, Grundlagen der frühkindlichen Erziehung wie Bindungstheorie, sowie verschiedene Beratungskonzepte zur Unterstützung von Familien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie professionelle Beratung Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe begleiten kann, um die Erziehungskompetenz zu fördern und eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Literatur sowie die Darstellung einer fiktiven Fallstudie, um verschiedene Beratungsansätze in der Praxis zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Erziehung, stellt spezifische Beratungsverfahren wie Marte Meo oder das STEEP-Programm vor und führt diese anhand eines Praxisbeispiels zum exzessiven Schreien aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erziehungskompetenz, Bindungstheorie, Regulationsstörungen, Familienberatung sowie die verschiedenen vorgestellten Interventionsmethoden.

Wie unterscheidet sich die Marte Meo-Methode von anderen Ansätzen?

Marte Meo ist eine ressourcenorientierte Elternbildung, die nach dem Motto „Zeigen, nicht erklären“ mittels Videoanalysen die Eltern befähigt, kindliche Signale besser zu verstehen, ohne dabei zu therapieren.

Welche Rolle spielt das 24-Stunden-Protokoll im Beratungsprozess?

Das Protokoll dient als objektive Datenbasis, um den Tagesablauf des Säuglings strukturiert zu erfassen, Schreiphasen zu analysieren und den Eltern dabei zu helfen, den Blick auch auf positive Momente zu richten.

Warum betont die Autorin die Bedeutung des Familienbetts?

Das Familienbett wird als Maßnahme zur Förderung der kindlichen Nähe und Sicherheit genannt, besonders bei unruhigen Babys, die viel Körperkontakt benötigen, um sich zu beruhigen.

Final del extracto de 53 páginas  - subir

Detalles

Título
Erziehungsberatung in der frühen Kindheit - Methoden zur Stärkung der Erziehungskompetenz
Universidad
University of Hagen
Autor
Annika Schenck-Mwandaro (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
53
No. de catálogo
V164543
ISBN (Ebook)
9783640798988
ISBN (Libro)
9783640799268
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erziehung Erziehungskompetenz Erziehungsberatung frühe Kindheit frühe Hilfen Marte Meo Erziehungskatastrophe Familie im Wandel STEEP Regulationsstörungen Bindungstheorie Schreiambulanz Schreien Eltern Geburt der Eltern Elternrolle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Schenck-Mwandaro (Autor), 2010, Erziehungsberatung in der frühen Kindheit - Methoden zur Stärkung der Erziehungskompetenz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164543
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