Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Beziehungen und Familie

Die innerfamiliale Arbeitsteilung 1950 bis heute

Titel: Die innerfamiliale Arbeitsteilung 1950 bis heute

Seminararbeit , 2002 , 37 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Paula Reichert (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In unseren Tagen ist es eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Frauen emanzipiert sind. Sie
sind nicht mehr damit zufrieden einfach „nur“ für den Haushalt zuständig zu sein. Immer mehr
Frauen wollen erwerbstätig sein und tun dies auch. Aber hat sich deswegen auch ihre Beteiligung
und die ihrer Männer an der Hausarbeit verändert? Wenn man sich Statistiken über das zeitliche
Ausmaß der Hausarbeit anschaut, dann sieht man, dass Frauen durch ihren Beruf eine doppelte
Last tragen, denn sie verbringen noch fast immer soviel Zeit mit Hausarbeiten wie vorher. Auch
ihre Männer haben ihre Gewohnheit nicht aufgegeben sich von ihrer Frau bedienen zu lassen.
Aber es ist nicht nur die Schuld der Männer, dass Frauen heute eine Doppelbelastung tragen
müssen. Selbst Politiker erkennen immer mehr die Probleme von Familien, und dass die
traditionelle Arbeitsteilung, zwar eine effektive ist, aber nicht alle Beteiligten glücklich macht. In
dieser Hausarbeit möchte ich die Einstellung von Männern und Frauen zur innerfamilialen
Arbeitsteilung heute, und in den letzten 50 Jahren untersuchen. Für ein besseres Verständnis ist
es auch wichtig, die rechtliche Situation und die Situation in den Betrieben zu betrachten. Aber
auch die gesellschaftlichen Werte wirken sich auf verschiedene Bereiche im Leben von Partnern
aus. Im folgenden Kapitel möchte ich beschreiben, wie die Familie und die innerfamiliale
Arbeitsteilung von Männern und Frauen in den 50er bis 60er Jahren gesehen wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Sind Frauen heute tatsächlich emanzipiert? (S. 4)

2. Innerfamiliale Arbeitsteilung in den 50er bis 60er Jahren (S. 4-5)

2.1. Wie uneheliche Lebensgemeinschaften aufgenommen wurden (S. 5)

2.2. Die gesellschaftliche Situation (S. 5)

2.3. Die traditionelle Arbeitsteilung (S. 5-6)

2.4. Die Beteiligung der Männer an der Hausarbeit (S. 6-7)

2.4.1. Die Beteiligung der Männer an der Familienarbeit (S. 7-8)

2.5. Die Erwerbsarbeit (S. 8-9)

2.6. Zusammenfassung der innerfamilialen Arbeitsteilung in den 50er bis 60er Jahren (S. 9-10)

3. Die innerfamiliale Arbeitsteilung in den 70er bis 90er Jahren (S. 10)

3.1. Das traditionelle Drei-Phasen-Schema für Frauen (S. 10-11)

3.2. Mutterschaft und Vaterschaft (S. 11)

3.2.1. Mutterschaft (S. 11)

3.2.2 Vaterschaft (S. 12-13)

3.3. Die Beteiligung an der Hausarbeit (S. 13)

3.3.1. Die Beteiligung der Frauen an der Hausarbeit (S. 13-15)

3.3.2. Die Beteiligung der Männer an der Hausarbeit (S. 15-16)

3.4. Die Berufstätigkeit von Frauen und Männern (S. 16)

3.4.1. Die Berufstätigkeit von Frauen (S. 16-18)

3.4.2. Teilzeitarbeit (S. 18-19)

3.4.3. Die Reservearmeetheorie (S. 19)

3.4.4. Die Berufstätigkeit von Männern (S. 19-20)

3.5. Strategien zur Konfliktreduktion (S. 21-22)

3.5.1. Objektive Präventiv-Strategien (S. 22)

3.5.2 Intersubjektive Präventiv-Strategien (S. 22)

3.5.3 Subjektive Präventiv-Strategien (S. 22)

3.5.4. Objektive Akut-Strategien (S. 22-23)

3.5.5. Intersubjektive Akut Strategien (S. 23)

3.5.6. Subjektive Akut-Strategien (S. 23)

4. Die momentane Situation der innerfamilialen Arbeitsteilung (S. 23)

4.1. Die rechtliche Situation (S. 23-24)

4.1.1. Teilzeitarbeit (S. 24-25)

4.1.2. Erziehungsurlaub (S. 25-26)

4.1.3. Erziehungsgeld (S. 26)

4.2. „Die erlernte Hilflosigkeit der Männer“ (S. 26-28)

4.3. Das Ehegattensplitting (S. 28-29)

4.4. Die Möglichkeiten für Paare Kinder und Beruf egalitär zu vereinbaren und die Vorteile und Nachteile, die dabei entstehen können (S. 29)

4.4.1. Jobsharing (S. 29-30)

4.4.2. Teilzeitarbeit (S. 30-31)

4.4.3. Telearbeit und flexible Arbeitszeiten (S. 31)

4.5. Der Hausmann und die neuen Väter (S. 31-32)

4.6. Die Meinung der jungen Generation (S. 32-33)

4.7. Kinderbetreuungsmöglichkeiten (S. 33-34)

5. Fazit: Was sich noch ändern muss, damit eine egalitäre Rollenteilung in der Familie zur Realität wird (S. 34)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der innerfamilialen Arbeitsteilung in den letzten 50 Jahren und analysiert, warum trotz formaler Emanzipation die ungleiche Verteilung von Haus- und Familienarbeit weiterhin fortbesteht.

  • Historische Entwicklung der traditionellen Rollenbilder seit den 1950er Jahren.
  • Analyse der Geschlechterrollen in Bezug auf Erwerbstätigkeit und Hausarbeit.
  • Untersuchung von Konfliktreduktionsstrategien innerhalb von Partnerschaften.
  • Einfluss rechtlicher Rahmenbedingungen wie Erziehungsgeld, Ehegattensplitting und Teilzeitgesetze.
  • Perspektiven der jungen Generation und Hürden bei der Realisierung einer egalitären Rollenteilung.

Auszug aus dem Buch

Die traditionelle Arbeitsteilung

So sicher wie es war, dass sie heiraten werden und Kinder bekommen, so sicher war es auch, dass der Mann der Familienernährer ist und die Frau für den Haushalt und die Kinder verantwortlich ist. Diese Arbeitsteilung war für die Männer selbstverständlich, sie wurde von einigen Männer sogar als naturgegeben empfunden. Alle anderen Familienformen waren in den 50er Jahren unakzeptabel. Aus der Sicht der Menschen, hat die Frau besondere Kompetenzen, die Kinder zu versorgen und zu erziehen und den Haushalt zu führen; ein Mann kann diese Kompetenzen nicht haben. Aber dafür, können sich die Männer besonders gut als Familienernährer behaupten, z.B. deswegen, weil sie mehr Kraft als Frauen haben. Eine Erwerbstätigkeit der Frau, während sie Kinder zu Hause hatte, war unvorstellbar. Es war eine allgemein anerkannte Tatsache, dass es für Kinder schädlich ist, wenn sie nicht von ihrer Mutter beaufsichtigt und erzogen werden.

Dies untermauerte noch zusätzlich, eine in Deutschland in den 50er Jahren durchgeführte soziologische Untersuchung „Kinder erwerbstätiger Mütter“ (9, S.29, f). Die Kinder dieser Frauen wurden als „arme“ vernachlässigte „Schlüsselkinder“ dargestellt. Der Autor dieser Studie behauptete, „ dass bei diesen ‚sogenannten Müttern’ das liebe Ich immer wichtiger ist als die Interessen von Mann und Kind“. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass die Frau nicht nur allein zuständig für die Kinder ist, sondern sie ist auch die „Dienerin des Mannes. Für einen Mann aus dieser Zeit sieht das dann so aus: „In meiner Vorstellung von Ehe war die Frau – entschuldigen Sie, wenn ich das sage – mehr Dienerin des Mannes. Ja. Das hab’ ich in Anspruch genommen. (...)“ (2, S.16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Sind Frauen heute tatsächlich emanzipiert? (S. 4): Einleitung in die Problematik der Doppelbelastung durch den fortbestehenden Trend zur traditionellen Hausarbeit trotz gestiegener Erwerbsbeteiligung von Frauen.

2. Innerfamiliale Arbeitsteilung in den 50er bis 60er Jahren (S. 4-5): Historische Analyse der traditionellen Rollenverteilung, in der der Mann als alleiniger Familienernährer und die Frau als für den Haushalt zuständige "Dienerin" fungierte.

3. Die innerfamiliale Arbeitsteilung in den 70er bis 90er Jahren (S. 10): Untersuchung des Wandels in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, insbesondere der Rolle des Drei-Phasen-Modells und der nur schleppenden Veränderung in der väterlichen Beteiligung.

4. Die momentane Situation der innerfamilialen Arbeitsteilung (S. 23): Analyse aktueller rechtlicher Rahmenbedingungen wie Teilzeitgesetz, Erziehungsurlaub und Ehegattensplitting sowie deren Auswirkungen auf die gelebte Realität in Familien.

5. Fazit: Was sich noch ändern muss, damit eine egalitäre Rollenteilung in der Familie zur Realität wird (S. 34): Zusammenfassende Forderungen zur politischen und gesellschaftlichen Veränderung, um eine echte partnerschaftliche Gleichstellung zu erreichen.

Schlüsselwörter

Innerfamiliale Arbeitsteilung, Emanzipation, Doppelbelastung, Rollenverteilung, Familienernährer, Erziehungsurlaub, Ehegattensplitting, Hausarbeit, Geschlechterrollen, Teilzeitarbeit, Kinderbetreuung, Gleichberechtigung, Erziehungsgeld, Familietypen, Traditionelle Rollenbilder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderung und die Beständigkeit der innerfamilialen Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen im Zeitraum von 1950 bis heute.

Welches zentrale Ziel verfolgt die Autorin?

Das primäre Ziel ist es, den Ursachen auf den Grund zu gehen, warum trotz gesellschaftlicher Fortschritte weiterhin eine ungleiche Belastung zwischen den Geschlechtern bei Haus- und Familienarbeit besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die soziologische Untersuchungen, Zeitbudgetstudien und rechtliche Rahmenbedingungen aus dem entsprechenden Zeitraum auswertet.

Was sind die thematischen Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der 50er/60er Jahre, den sozio-kulturellen Wandel in den 70er bis 90er Jahren, sowie die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und Konfliktlösungsstrategien in Partnerschaften.

Welche Rolle spielt die gesetzliche Situation?

Gesetzliche Instrumente wie das Ehegattensplitting, der Erziehungsurlaub und das Teilzeitrecht werden als Faktoren analysiert, die einerseits Gleichstellung fördern sollen, andererseits aber in der Praxis oft traditionelle Strukturen konservieren.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Väter?

Die Autorin stellt fest, dass die Väterrolle zwar an Bedeutung gewinnt ("neue Väter"), die tatsächliche Entlastung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung aber häufig hinter den Absichten zurückbleibt.

Was ist unter der "erlernten Hilflosigkeit der Männer" zu verstehen?

Dieses Konzept beschreibt ein Verhalten, bei dem Männer durch mangelnde Beteiligung oder bewusstes Versagen im Haushalt die Frau dazu bringen, die Arbeit aus Eigenantrieb selbst zu übernehmen.

Warum ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf laut der Studie schwierig?

Die Studie identifiziert mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Vorurteile gegenüber Teilzeitkräften als zentrale Hindernisse, die vor allem Frauen vor die Wahl zwischen Karriere und Familie stellen.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die innerfamiliale Arbeitsteilung 1950 bis heute
Hochschule
Universität Augsburg  (FB Soziologie)
Veranstaltung
Proseminar Familiensoziologie
Note
1,7
Autor
Paula Reichert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
37
Katalognummer
V16455
ISBN (eBook)
9783638213103
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitsteilung Proseminar Familiensoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paula Reichert (Autor:in), 2002, Die innerfamiliale Arbeitsteilung 1950 bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16455
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  37  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum