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Die Frau in der Mode. Überlegungen im Anschluss an Georg Simmel.

Title: Die Frau in der Mode. Überlegungen im Anschluss an Georg Simmel.

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva-Christiane Schwippert (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Mode ist ein Kulturphänomen und ein interdisziplinäres Thema, sie wird allerdings oft als eher unwichtig und unwissenschaftlich abgetan. Die Perspektivenvielfalt jedoch umfasst psychologische, soziologische, allgemein anthropologische und philosophische Bereiche. Mode ist eine Alltäglichkeit, die Simmel kulturphilosophisch und soziologisch beleuchtet.
In dieser Hausarbeit soll aufzeigt werden, wie sich Simmel mit dem Thema Mode auseinandersetzt. Welche anthropologischen Voraussetzungen bringen den Menschen dazu, sich einer ständig wechselnden Mode anzupassen oder sich durch sie hervorzuheben. Hierzu stehen seine beiden Texte ''Philosophie der Mode“ (1905) sowie der ''Psychologie der Mode“ (1895) im Zentrum. Es wird u.a. der Frage nachgegangen, was kann mit modischer Bekleidung erreicht werden, wer gibt Mode vor und wie zufällig ist sie.
Bezug nehmend auf den Titel wird besonders die Frau in der Mode erörtert. Wie ordnet Simmel das modische Verhalten der Frau ein? Hier soll auch der Unterschied zu dem Interesse des Mannes an der Mode aufgezeigt werden. Wie begründet Simmel seine Behauptung, dass Frauen eine größere Vorliebe für Mode haben als Männer? Zu dieser Klärung soll ein kurzer Exkurs über die Stellung der Frau und ihrer Geschlechterrolle im kulturphilosophischen Kontext dienen. Die Textgrundlage bietet hier Simmels Essay „Zur Psychologie der Frauen“ (1890).
Als Abschluss der Hausarbeit werden mögliche differierende Ansichten seiner Thesen zur Gegenwart erläutert und ebenfalls die Position der Frau in der Mode, wie sie sich heute darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Georg Simmel:

Mode als philosophisches Thema

2. Zu Simmels Bestimmung der Mode

2.1. Zwischen Nachahmen und Differenzieren

2.1.1 Wem ahmen wir nach?

2.1.2 Wer macht Mode?

2.2 Schmuck, Scham oder Schutz

2.3 Der Reiz der Mode - Das Neue

2.4 Die Frau in der Mode

2.5 ...und der Mann

3. Simmels Frauenbild – ein Exkurs

3.1 Die Frau in der Mode bis heute

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Mode aus kulturphilosophischer und soziologischer Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der Schriften von Georg Simmel. Ziel ist es, die anthropologischen Grundlagen der Mode sowie die spezifische Position der Frau im Modewandel zu analysieren und kritisch mit modernen Ansätzen zu vergleichen.

  • Philosophische Einordnung der Mode nach Georg Simmel
  • Die Spannung zwischen individuellem Differenzieren und sozialer Nachahmung
  • Analyse der Geschlechterrollen im kulturphilosophischen Kontext
  • Vergleich historischer Modetheorien mit gegenwärtigen Entwicklungen

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Frau in der Mode

Eine eher einheitliche Betrachtungsweise, wie sich die Mode auf beide Geschlechter auswirkt, lässt sich in vielen soziologischen Abhandlungen finden. Die kulturphilosophischen Einstellungen der beiden Geschlechter zur Mode weisen hingegen große Differenzen auf.

Wesentlich empfänglicher für aufkommende Modeneuheiten ist die Frau, so Simmel. Dies resultiere aus ihrer schwächeren sozialen Position heraus, die sie dazu veranlasse, sich an vorgegebenen Sitten und Traditionen zu binden. Sie ahme also eher nach, als sich zu individualisieren. Die Frau verkörpere die Schwache. Im Gegensatz dazu sieht Simmel im Mann den Stärkeren, der sich durch die Einhaltung an Traditionen, an der „Ausführung seiner exceptionellen Kräfte“, eher behindert fühle. Der Brauch, als fester Untergrund auf dem sich die Frauen bewegen, gibt ihnen dennoch die Möglichkeit sich individuell abzuheben; sich im gesicherten Rahmen herausstellen zu können. Simmel begründet die Neigung der Frau sich innerhalb von vorgegebenen Konventionen wohler zu fühlen damit, dass sich ihr in der Gesellschaft gegen Ende des 19. Jahrhunderts kaum Entfaltungsmöglichkeiten boten, die sich außerhalb des häuslichen Bereichs befanden. Allgemein akzeptiert und anerkannt war nur ihre traditionelle Tätigkeit in der Kinderbetreuung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Georg Simmel: Einführung in die Person Georg Simmel als philosophischer Zeitdiagnostiker und Etablierung der Mode als ernstzunehmendes interdisziplinäres Kulturphänomen.

2. Zu Simmels Bestimmung der Mode: Detaillierte Untersuchung des dualistischen Charakters der Mode, die zwischen sozialer Anpassung und dem Bedürfnis nach individueller Unterscheidung oszilliert.

3. Simmels Frauenbild – ein Exkurs: Erörterung der psychologischen Merkmale der Frau nach Simmel, um die Ursachen für ihr intensiveres Modeverhalten im historischen Kontext zu beleuchten.

4. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Aktualität Simmelscher Thesen und Reflexion über die Transformation der Mode im 21. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Georg Simmel, Mode, Kulturphilosophie, Soziologie, Nachahmung, Differenzierung, Geschlechterrolle, Sozialisierung, Anthropologie, Zeitdiagnose, Individualismus, Distinktion, Ästhetisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Mode auf Basis der philosophischen und soziologischen Schriften von Georg Simmel, insbesondere hinsichtlich ihrer Funktion für das menschliche Dasein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen der Dualismus zwischen Nachahmung und Differenzierung, die anthropologischen Wurzeln des Modewandels sowie die geschlechtsspezifische Rezeption von Mode.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung, wie Simmel das modische Verhalten begründet und warum insbesondere die Frau historisch eine stärkere Hinwendung zur Mode zeigte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte, kulturphilosophische Analyse der Originalessays von Simmel, ergänzt durch komplementäre Ansätze zeitgenössischer Soziologen wie René König und Thorstein Veblen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Mode durch Simmel (Nachahmen versus Abheben), Motive wie Scham oder Schmuck und die spezifische Analyse der Rolle der Frau im historischen und modernen Kontext.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kulturphänomen, soziale Distinktion, Zeitdiagnose, geschlechtsspezifisches Modeverhalten und den dualistischen Antrieb des Menschen beschreiben.

Wie unterscheidet sich laut Simmel das Modeverhalten von Mann und Frau?

Simmel sieht die Frau aufgrund ihrer historischen sozialen Schwäche eher in der Rolle der Nachahmung innerhalb vorgegebener Konventionen, während der Mann sich durch seine berufliche Rolle und ein nüchterneres Auftreten auszeichnet.

Inwiefern sind die Thesen von Georg Simmel laut der Autorin heute noch aktuell?

Obwohl sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Position der Frau stark verändert haben, sieht die Autorin die grundlegenden anthropologischen Prinzipien der Distinktion und des sozialen Dualismus als weiterhin gültig an.

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Details

Title
Die Frau in der Mode. Überlegungen im Anschluss an Georg Simmel.
College
University of Hagen
Course
Kulturphilosophie
Grade
1,0
Author
Eva-Christiane Schwippert (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V164579
ISBN (eBook)
9783640797424
ISBN (Book)
9783640797073
Language
German
Tags
Georg Simmel Mode Philosophie Kulturphilosophie Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva-Christiane Schwippert (Author), 2010, Die Frau in der Mode. Überlegungen im Anschluss an Georg Simmel., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164579
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