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Die Bedeutung und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Covenants im Rahmen der Besicherung von Unternehmensfinanzierungen

Title: Die Bedeutung und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Covenants im Rahmen der Besicherung von Unternehmensfinanzierungen

Seminar Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefan Schachner (Author)

Business economics - General
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Es handelt sich um eine Seminararbeit aus dem Fach Corporate Banking im Rahmen des Bankbetriebswirt-Studiums der Frankfurt School of Finance & Management zum Thema "Die Bedeutung und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Covenants im Rahmen der Besicherung von Unternehmensfinanzierungen".

Die Ausführungen sollen einen Überblick über die Erscheinungsformen von Covenants verschaffen. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die in der Praxis verbreitetsten Financial Covenants gelegt. Weiter werden die möglichen Sanktionen bei einem Verstoß der festgelegten Covenants, bis hin zu den Grenzen von Covenants erläutert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Arten von Covenants und deren Ausgestaltungsmöglichkeiten

2.1. General Covenants

2.2. Information Covenants

2.3. Financial Covenants

3. Festlegung von Financial Covenants

4. Sanktionen bei Verletzung von Financial Covenants

5. Covenants in der betrieblichen Praxis

6. Grenzen von Covenants

7. Zusammenfassung, Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Covenants als Instrument des Gläubigerschutzes in Unternehmensfinanzierungen und analysiert, wie diese vertraglichen Nebenabreden ausgestaltet werden können, um Kreditrisiken zu minimieren und eine frühzeitige Krisenerkennung zu ermöglichen.

  • Systematisierung der Covenant-Arten (General, Information und Financial Covenants)
  • Prozesshafte Darstellung der Festlegung von Financial Covenants
  • Analyse von Sanktionsmechanismen bei Verletzung der vertraglichen Vereinbarungen
  • Evaluierung der praktischen Anwendung in mittelständischen Banken
  • Diskussion der Grenzen und rechtlichen Risiken von Covenant-Klauseln

Auszug aus dem Buch

3. Festlegung von Financial Covenants

Der Vorgang zur Festlegung von Financial Covenants kann als eigener Prozess bezeichnet werden. Covenants müssen, um ihre Funktion als Frühwarnsystem optimal einhalten zu können, einige Anforderungen erfüllen. Dazu zählt die Funktionalität, die finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers vollständig und exakt abzubilden. Außerdem sollte eine gewisse Praktikabilität hinsichtlich einer einfachen Berechnung und Überwachung beachtet werden. Die Robustheit gegenüber Manipulationen zählt auch zu den entscheidenden Eigenschaften von Financial Covenants. Aufgrund dessen können Covenants nicht standardmäßig festgelegt werden, vielmehr ist eine individuelle Anpassung an den jeweiligen Kreditnehmer notwendig. Um dies zu erreichen, ist ein umfassender Einblick in das Unternehmen sowie in die Branche erforderlich.

Der Prozess zur Festlegung von Financial Covenants kann in fünf Phasen untergliedert werden:

Branche und Markt analysieren: Hierbei steht die Untersuchung des gesamten Marktumfeldes anhand aktueller und historischer Unternehmens- und Marktdaten im Vordergrund. Zyklizität und Saisonalität in der Branche werden analysiert.

Business Plan prüfen: Im nächsten Schritt wird der Business Plan des Unternehmens detailliert geprüft, insbesondere Annahmen zur Ertragsentwicklung werden hierbei untersucht.

Tilgungsplan aufstellen: Im dritten Schritt wird für die geplante Rückzahlungsdauer ein Tilgungsplan aufgestellt. Das Hauptaugenmerk hierbei muss auf der aus dem Business Plan abgeleiteten Kapitaldienstfähigkeit des Kreditnehmers liegen.

Downside Case erstellen: Nun wird auf Basis des Business Plans ein Szenario erstellt, das auf kritischeren Annahmen in der Geschäftsentwicklung beruht. Dabei wird überprüft, ob der Kreditnehmer seinen Kapitaldienst auch unter Berücksichtigung einer negativen Entwicklung erbringen kann.

Festlegung einzelner Financial Covenants: Auf Basis des vorher erstellten Downside Case werden nun die passenden Covenants ausgewählt. Die Festlegung einzelner Werte, beispielsweise beim Verschuldungsgrad, erfolgt gewöhnlicherweise in einem Korridor zwischen den Annahmen aus dem Business Plan und den Annahmen aus dem Downside Case. So wird erreicht, dass die festgelegten Financial Covenants eingehalten werden können. Auch wird bereits bei Abschluss des Kreditvertrages und der dazugehörigen Covenants eine Anpassung an die Geschäftsentwicklung vereinbart.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Covenants als Instrument des Gläubigerschutzes und erläutert deren wachsende Bedeutung im Kontext der Finanzkrise zur Risikominimierung.

2. Überblick über die Arten von Covenants und deren Ausgestaltungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel klassifiziert Covenants in General, Information und Financial Covenants und stellt deren jeweilige inhaltliche Ausgestaltung sowie typische Unterkategorien dar.

3. Festlegung von Financial Covenants: Hier wird ein fünfstufiger Prozess beschrieben, wie Financial Covenants individuell unter Berücksichtigung von Branchenanalysen und Szenariorechnungen festgelegt werden sollten.

4. Sanktionen bei Verletzung von Financial Covenants: Das Kapitel analysiert die möglichen Konsequenzen bei Vertragsbruch, wie Zinsanpassungen, Nachbesicherungen oder Kündigung, und ordnet deren praktische Anwendung ein.

5. Covenants in der betrieblichen Praxis: Hier wird der Einsatz von Covenants in mittelständischen Genossenschaftsbanken beleuchtet und die praktische Handhabbarkeit sowie Standardisierungsbemühungen diskutiert.

6. Grenzen von Covenants: Dieses Kapitel kritisiert, dass Covenants nicht alle Unternehmensfaktoren abbilden können und weist auf zeitliche Verzögerungen in der Informationsübermittlung hin.

7. Zusammenfassung, Schlussbemerkung: Das Abschlusskapitel resümiert, dass Covenants wertvolle Krisenindikatoren sind, jedoch kein Ersatz für eine solide finanzielle Gesundheit oder dingliche Sicherheiten darstellen.

Schlüsselwörter

Covenants, Unternehmensfinanzierung, Financial Covenants, Gläubigerschutz, Kreditrisiko, Krisenfrüherkennung, Bilanzkennzahlen, Leverage Ratio, Gearing Ratio, EBITDA, Kreditsicherung, Vertragsgestaltung, Bankbetriebswirtschaft, Bonität, Kapitaldienstfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Covenants als Instrument zur Absicherung von Unternehmensfinanzierungen und der Analyse ihrer Ausgestaltungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören die Klassifizierung von Covenant-Arten, der Prozess der Festlegung von Finanzklauseln, Sanktionsmechanismen bei Verstößen sowie die praktischen Grenzen dieses Instruments.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie Covenants als Gläubigerschutzinstrument zur Risikominimierung beitragen und wie sie effizient in Kreditverträge integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bankenpraktischer Verfahren zur Kreditüberwachung und Vertragsgestaltung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Covenant-Arten, die methodische Festlegung von Kennzahlen, die Analyse von Sanktionen bei Verletzung der Klauseln sowie die kritische Betrachtung ihrer Grenzen in der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Covenants, Financial Covenants, Gläubigerschutz, Kreditrisiko und Krisenfrüherkennung charakterisiert.

Warum sind Financial Covenants als Frühwarnsystem geeignet?

Da Financial Covenants auf spezifischen Kennzahlen basieren, können Banken bei einer Verschlechterung dieser Werte frühzeitig auf eine negative Geschäftsentwicklung reagieren, bevor ein Kreditausfall droht.

Welche Rolle spielt die Finanzkrise 2007 für die Verbreitung von Covenants?

Die Finanzkrise führte zu einem stark gestiegenen Risikobewusstsein bei Banken, wodurch Covenants seither wieder verstärkt und in fast jedem Kreditvertrag als zusätzliche Bedingung vereinbart werden.

Warum ist eine individuelle Anpassung der Covenants notwendig?

Standardisierte Klauseln erfassen die spezifischen finanziellen Verhältnisse und Branchenrisiken eines Kreditnehmers oft nicht hinreichend, weshalb eine passgenaue Ausgestaltung für eine effektive Überwachung unerlässlich ist.

Was ist eine "Waiver Fee"?

Eine Waiver Fee ist eine Gebühr, die ein Kreditnehmer an den Gläubiger zahlt, wenn er gegen Covenants verstößt, die Bank aber dennoch auf eine sofortige Kündigung des Kreditvertrages verzichtet.

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Details

Title
Die Bedeutung und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Covenants im Rahmen der Besicherung von Unternehmensfinanzierungen
College
Frankfurt School of Finance & Management
Course
Bankbetriebswirt
Grade
1,7
Author
Stefan Schachner (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V164601
ISBN (eBook)
9783640795741
ISBN (Book)
9783640796021
Language
German
Tags
Bedeutung Ausgestaltungsmöglichkeiten Covenants Rahmen Besicherung Unternehmensfinanzierungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Schachner (Author), 2010, Die Bedeutung und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Covenants im Rahmen der Besicherung von Unternehmensfinanzierungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164601
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