Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

P. – ein Fall für die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd?

Hausarbeit zur Zusatzqualifikation des DKTHR im heilpädagogischen Voltigieren und Reiten

Title: P. – ein Fall für die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd?

Term Paper , 2009 , 22 Pages

Autor:in: Laura Bruckmeier (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit meiner frühen Kindheit gehören Pferde und das Reiten zu den für mich haltgebenden Bestandteilen meines Lebens. Auch ich gehörte zu diesen pferdenärrischen Mädchen, die nur ein Thema kennen: Pferde. Frühes Aufstehen oder schlechtes Wetter hielten mich nicht davon ab, die meiste freie Zeit im Reitstall zu verbringen. Meine Begeisterung für diese faszinierenden Geschöpfe ist und bleibt fest in mir verwurzelt. Sie geben mir Kraft und Selbstsicherheit und sorgen nach einem anstrengenden Tag für die nötige Ruhe und Entspannung. Ein Leben ohne Pferde? Für mich undenkbar!
Als ich zu Beginn meines Sonderpädagogikstudiums das erste Mal bewusst etwas vom Therapeutischen Reiten hörte, bahnte sich damals bereits mein späterer Werdegang an. Denn welch bessere Möglichkeit gibt es für mich, meinen Beruf als Sonderschullehrerin mit meinem Hobby, das Reiten zu verbinden? Schnell war klar, dass ich nach abgeschlossener Berufsausbildung die Ausbildung zur Reitpädagogin beginne.
So suchte ich mir vor Beginn des Grundkurses zur Zusatzqualifikation im Heilpädagogischen Reiten und Voltigieren eine geeignete Praktikumsstelle, bei der ich die beiden geforderten Praktika absolvieren konnte. Da sich in meiner näheren Umgebung keine qualifizierte, vom Kuratorium zertifizierte Reitpädagogin fand, kam schließlich über einen Arbeitskollegen der Kontakt mit Frau H. zustande. Nach einem kurzen Telefonat vereinbarten wir sogleich einen Schnuppertag, an dem wir genauere Details und das weitere Vorgehen besprachen. Von den wöchentlichen Besuchen erwartete ich mir nicht nur Lernfortschritte bezüglich meiner angestrebten Ausbildung in der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd (im Folgenden „HFP“), sondern ebenfalls neue Erkenntnisse und Fördermöglichkeiten im Hinblick auf meine schulische Tätigkeit. Meine Ausbildung als Sonderschullehrerin mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung erleichterte mir schlussendlich auch die Entscheidung, die Arbeit mit dem körperbehinderten P., der sich freundlicherweise für die vorliegende Ausarbeitung zur Verfügung stellte, aufzunehmen. Aufgrund zahlreicher Erfahrungen mit körperbehinderten Kindern und Jugendlichen hatte ich von Anfang an keinerlei Berührungsängste und war hochmotiviert, ihn im Rahmen meiner Praktikumstätigkeit pädagogisch zu fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Hinführung

I. Theoretischer Hintergrund

1. Der Ort der Durchführung: Pferdehof H:

1.1 Die Reitpädagogin

1.2 Die Therapiepferde

2. Fallbeispiel P.

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Spastik als eine Form der frühkindlichen Hirnschädigung

2.1.2 Selbstwertgefühl

2.2 Anamnese

3. Eignung der HFP als Maßnahme

II. Praktische Durchführung der HFP – Einheiten

1. Erste Einschätzung des Jugendlichen

2. Zielformulierung

2.1 Stärkung des Selbstwertgefühls als Fernziel

2.2 Selbstwirksamkeit erleben als Nahziel

3. Darstellung der durchgeführten Reiteinheiten

3.1 Weiterer Verlauf der Planung

4. Diskussion und Kritik der praktischen Arbeit

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die pädagogische Wirksamkeit der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd (HFP) an einem Fallbeispiel eines 17-jährigen Jugendlichen mit spastischer Diplegie. Ziel ist es, zu analysieren, wie durch die Arbeit mit dem Pferd das Selbstwertgefühl und das Erleben von Selbstwirksamkeit trotz körperlicher Beeinträchtigungen gestärkt werden können.

  • Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd (HFP)
  • Stärkung des Selbstwertgefühls bei körperbehinderten Jugendlichen
  • Einfluss von Bewegungsstörungen auf die psychosoziale Entwicklung
  • Praktische Anwendung von Fördermaßnahmen im Reitsetting
  • Bedeutung von Selbstwirksamkeitserfahrungen für die persönliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

3. Darstellung der durchgeführten Reiteinheiten

Anstelle der detaillierten Darstellung einer einzelnen Einheit, wird im Folgenden der Verlauf meiner Tätigkeit, unter Hervorhebung der für die Umsetzung des Nahziels bedeutsamen Momente, beschrieben.

Sofern es die Wetterlage zuließ, verbrachte P. seine „Reitstunde“ am liebsten draußen im Gelände. Um mir zunächst einen Eindruck der Ausgangslage zu verschaffen, griff ich diesen eingefahrenen Usus gerne auf und begann meine Tätigkeit ebenfalls im Freien. Da P. das klappernde Geräusch der Hufeisen auf dem Teer besondere Freude bereitete, suchte ich mir für die ersten Einheiten gezielt geteerte Wege aus, zum einen, um seinem Wunsch zu entsprechen, zum anderen, um möglichst schnell eine gemeinsame Basis mit dem Jugendlichen zu finden.

Aufgrund der Tatsache, dass wir auf unseren Routen gelegentlich auch andere Straßen überqueren mussten, setzte ich bereits hier meine erste Übung zur Erreichung des festgelegten Nahziels an. P. war es gewohnt, dass das Pferd an solch neuralgischen Punkten ohne sein Zutun zum Stehen kam. Um dieser Situation nicht länger ohnmächtig ausgeliefert zu sein, sollte der Jugendliche von nun an selbst seinem Pferd Conny das Kommando zum Anhalten geben, denn „die Erfahrung, […] ein Pferd zum Anhalten oder Loslaufen bewegen zu können, heißt, sich selber wahrnehmen, das eigene Ich stärken“ (GÄNG, 20045, 31). Da P. jedoch aufgrund seiner Behinderung beim Reiten kaum reiterliche Hilfen über seinen Sitz vermitteln kann, musste er eine andere Form der Kommunikation mit dem Pferd finden. Diese Verständigung lief zunächst auf sprachlicher Ebene ab, woran sich wiederum die Überschneidung der einzelnen Entwicklungsbereiche zeigt. Die Frage nach einem passenden Befehl für Conny beantwortete P. sofort mit einem entschlossenen „Haaalt“, woraufhin das Pferd tatsächlich fast schon stehen blieb.

Zusammenfassung der Kapitel

Hinführung: Die Verfasserin beschreibt ihre Motivation für die Arbeit und die Verbindung ihres Studiums der Sonderpädagogik mit dem therapeutischen Reiten.

I. Theoretischer Hintergrund: Es werden der Pferdehof als Einrichtungsort, die Qualifikationen der Reitpädagogin sowie die Therapiepferde vorgestellt.

1. Der Ort der Durchführung: Pferdehof H:: Das Kapitel beschreibt die räumlichen Bedingungen des Hofes und die infrastrukturellen Voraussetzungen für die HFP.

1.1 Die Reitpädagogin: Die professionelle Qualifikation und Erfahrung der Leiterin des Hofes werden erläutert.

1.2 Die Therapiepferde: Dieses Kapitel stellt die Pferde, ihre Eignung für die Therapie und die Ausbildung durch die Familie H. dar.

2. Fallbeispiel P.: Das Kapitel führt in den Klienten P. ein, beleuchtet seine Diagnose und seine Lebensumstände.

2.1 Begriffsdefinitionen: Es werden die für das Verständnis des Falles notwendigen Fachbegriffe definiert.

2.1.1 Spastik als eine Form der frühkindlichen Hirnschädigung: Das Krankheitsbild der infantilen Cerebralparese wird medizinisch und pädagogisch eingeordnet.

2.1.2 Selbstwertgefühl: Auf Basis von Nathaniel Branden wird der Begriff des Selbstwertgefühls theoretisch fundiert.

2.2 Anamnese: Der Lebenslauf des Jugendlichen, seine bisherigen Therapien und seine aktuelle psychische Situation werden dargestellt.

3. Eignung der HFP als Maßnahme: Das Kapitel diskutiert, warum die pädagogische Förderung mit dem Pferd für Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen sinnvoll ist.

II. Praktische Durchführung der HFP – Einheiten: Die Einleitung in den praktischen Teil sowie das Beobachtungsmodell werden vorgestellt.

1. Erste Einschätzung des Jugendlichen: Die motorischen Fähigkeiten und das Verhalten des Klienten werden analysiert.

2. Zielformulierung: Die Ableitung von Förderzielen auf Basis der Anamnese wird beschrieben.

2.1 Stärkung des Selbstwertgefühls als Fernziel: Die Begründung für die Wahl des Selbstwertgefühls als Hauptziel der Förderung.

2.2 Selbstwirksamkeit erleben als Nahziel: Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit als Grundlage für ein stabiles Selbstwertgefühl wird erläutert.

3. Darstellung der durchgeführten Reiteinheiten: Die konkrete Umsetzung der Übungen im Gelände und in der Halle wird dokumentiert.

3.1 Weiterer Verlauf der Planung: Überlegungen zur Fortführung der Therapie nach dem Praktikum werden dargelegt.

4. Diskussion und Kritik der praktischen Arbeit: Die Autorin reflektiert kritisch die Methoden und Ergebnisse ihrer Arbeit.

III. Schlussbetrachtung: Ein abschließendes Resümee der Arbeit und eine Einordnung der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, HFP, Therapeutisches Reiten, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, infantile Cerebralparese, ICP, körperbehinderte Jugendliche, Spastik, motorische Entwicklung, psychische Stabilität, Pädagogik, Fallstudie, Kommunikation, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der heilpädagogischen Förderung eines körperbehinderten Jugendlichen durch die Arbeit mit dem Pferd.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Heilpädagogische Förderung (HFP), die Entwicklung des Selbstwertgefühls bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen und die Auswirkungen einer spastischen Diplegie auf die psychosoziale Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob durch gezielte Übungen mit dem Pferd das Selbstwertgefühl und das Empfinden von Selbstwirksamkeit bei dem 17-jährigen Klienten P. gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine praxisorientierte Fallstudie, die durch eine fundierte theoretische Literaturarbeit gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die praktische Durchführung von Reiteinheiten analysiert, wobei besonders auf den Zuwachs an Selbstwirksamkeit durch eigenständiges Lenken und Anhalten des Pferdes fokussiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind HFP, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, infantile Cerebralparese und Pädagogik.

Warum wurde für den Jugendlichen P. die Einzelförderung gewählt?

Die Einzelförderung entsprach zum einen dem Standard des Hofes und war zum anderen für P. im Hinblick auf den Aufbau eines stabilen Selbstwertgefühls in seinem spezifischen Entwicklungsstadium sinnvoller als eine Gruppentherapie.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Förderung?

Die verbale und nonverbale Kommunikation zwischen Klient und Pferd sowie zwischen Klient und Pädagogin dient als zentrales Medium, um Erfolgserlebnisse zu generieren und das Gefühl von Fremdbestimmung zu reduzieren.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
P. – ein Fall für die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd?
Subtitle
Hausarbeit zur Zusatzqualifikation des DKTHR im heilpädagogischen Voltigieren und Reiten
Author
Laura Bruckmeier (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V164615
ISBN (eBook)
9783640907250
ISBN (Book)
9783640907489
Language
German
Tags
HFP Heilpädagogisches Reiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Bruckmeier (Author), 2009, P. – ein Fall für die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164615
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint