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Das Judenspanische als Zeugnis der Sprachentwicklung "im Asyl"

Titel: Das Judenspanische als Zeugnis der Sprachentwicklung "im Asyl"

Hausarbeit , 2010 , 18 Seiten

Autor:in: Viktoriya Solod (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einführung
I. Die Geschichte der spanischen Juden nach der Vertreibung 1492
II. Die sephardische Sprache
1. Die Bezeichnung
2. Die Sprachkenntnisse der sephardischen Juden
3. Die allgemeine Charakteristik der Sprache
4. Das Ladino
5. Die Besonderheiten der Schrift und Orthographie
6. Der Sprachausbau durch Sprachmischung
6.1. Der Einfluss des Französischen und des Italienischen
Schlussfolgerungen
Literatur

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

I. Die Geschichte der spanischen Juden nach der Vertreibung 1492

II. Die sephardische Sprache

1. Die Bezeichnung

2. Die Sprachkenntnisse der sephardischen Juden

3. Die allgemeine Charakteristik der Sprache

4. Das Ladino

5. Die Besonderheiten der Schrift und Orthographie

6. Der Sprachausbau durch Sprachmischung

6.1. Der Einfluss des Französischen und des Italienischen

Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und linguistischen Merkmale des Judenspanischen nach der Vertreibung der sephardischen Juden aus Spanien im Jahr 1492. Das zentrale Ziel ist es, die Rolle dieser Sprache in der romanischen Sprachforschung als einzigartiges Zeugnis für Überlebensfähigkeit und Anpassung unter dem Einfluss verschiedener Kontakt- und Gastlandsprachen aufzuzeigen.

  • Historische Vertreibung und Ansiedlung der Sephardim im Osmanischen Reich und Italien
  • Differenzierung zwischen den Varietäten Ladino und Djudezmo
  • Orthographische Besonderheiten und der Einfluss hebräischer Schrifttraditionen
  • Linguistische Analyse von Sprachmischung, Lehnwörtern und Fremdeinflüssen
  • Entwicklung des modernen Judenspanischen und dessen aktueller Status

Auszug aus dem Buch

4. Das Ladino

Das Ladino entwickelte sich aus der jüdischen Bibelübersetzungstradition. Diese Tradition bestimmt eine außerordentliche Treue zum Original, die oft solch erstaunliche Formen annahm, dass die Verständlichkeit des Endproduktes beträchtlich litt. Das fremdartige Erscheinungsbild kommt durch streng befolgte Vorgehensweise zustande.

Übersetzt wurde grundsätzlich Wort für Wort, d.h. die hebräische Wortfolge sollte exakt widerspiegelt werden. Da die hebräische Syntax aber von der der romanischen Sprachen stark unterscheidet, verliert die Endfassung besonders bei langen zusammengesetzten Sätzen den kompletten Sinn: לא עת ־ בא עת־ בית יהוה .A. de casa de hora venir de tiempo no

Außerdem fehlten oft die Artikeln oder sie wurden nach den hebräischen Determinationsregeln vor Demonstrativpronomina und attributiven Adjektiven wiederholt: הכהו הגדול grande el sacerdote el

Die wörtliche Übersetzung setzt auch voraus, dass nur die Wortsemantik und nicht die des kompletten Satzes beachtet wird. So wurden nur bestimmte Wortbedeutungen und nicht alle, die diesem Wort eventuell zugrunde lagen und in dem jeweiligen Zusammenhang gerade wirksam waren, einem Wort festgeschrieben. Zum Beispiel, das hebräische Wort נפש (neffesch) bedeutet 1) Hauch, Atem, Duft, Wohlgeruch; 2) Gemüt, Herz; 3) lebendiges Wesen; 4) die Seele eines Toten bzw. jemand Totes. Im folgenden Satz wurde es aber mir Seele übersetzt, obwohl es aus dem Zusammenhang klar ist, dass an dieser Stelle Unreines bzw. Totes gemeint wurde: אם יגע טמא־־ נפש בכל־־ אלה היטמא .enconado sera si estos todos en alma de enconado tocare si

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Hier wird der historische Kontext der Vertreibung dargelegt und die Forschungsfrage zur linguistischen Bedeutung des Judenspanischen sowie dessen heutiger Gefährdungsstatus formuliert.

I. Die Geschichte der spanischen Juden nach der Vertreibung 1492: Dieses Kapitel beschreibt die Fluchtwege der Sephardim nach der Vertreibung aus Spanien und ihre Ansiedlung in verschiedenen Regionen des Osmanischen Reiches sowie Italien.

II. Die sephardische Sprache: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bezeichnung, den Sprachkenntnissen der Sprecher und der allgemeinen Charakteristik des Judenspanischen.

1. Die Bezeichnung: Erläuterung der verschiedenen Termini wie Judenspanisch, Hakitia, Djudezmo und Ladino sowie deren unterschiedliche Verwendung.

2. Die Sprachkenntnisse der sephardischen Juden: Analyse der Rolle des Hebräischen und Aramäischen als heilige Sprachen gegenüber dem alltäglichen Volgare.

3. Die allgemeine Charakteristik der Sprache: Beschreibung des archaischen Charakters und der dialektalen Ausprägungen des Judenspanischen.

4. Das Ladino: Untersuchung der Entstehung des Ladino aus der wörtlichen Bibelübersetzungstradition und deren linguistische Auswirkungen.

5. Die Besonderheiten der Schrift und Orthographie: Analyse der Verwendung hebräischer Schriftzeichen für eine romanische Sprache und die Konsequenzen der Orthographieregeln.

6. Der Sprachausbau durch Sprachmischung: Darstellung der Aufnahme von Lehnwörtern aus den jeweiligen Gastländern, insbesondere Türkisch und Griechisch.

6.1. Der Einfluss des Französischen und des Italienischen: Untersuchung der spezifischen morphologischen und lexikalischen Einflüsse dieser beiden Sprachen auf das Judenspanische.

Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere der Rolle der Sprachmischung für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Sprache.

Schlüsselwörter

Judenspanisch, Sephardim, Ladino, Djudezmo, Romanische Sprachforschung, Sprachmischung, Sprachkontakt, Vertreibung 1492, Osmanisches Reich, Lehnwörter, Hebräische Schrift, Lingua franca, Sprachwandel, Sephardische Kultur, Dialektologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte und der sprachlichen Entwicklung des Judenspanischen nach der Vertreibung der Sephardim aus Spanien im Jahr 1492.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Migrationsgeschichte, die Unterschiede zwischen den Varietäten Ladino und Djudezmo, der Einfluss hebräischer Schrifttraditionen sowie die sprachliche Interferenz mit verschiedenen Gastlandsprachen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu beweisen, dass das Judenspanische ein bedeutendes, eigenständiges Zeugnis der romanischen Sprachgeschichte darstellt, das seine Überlebensfähigkeit unter widrigen Bedingungen bewiesen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-linguistische Analyse, die auf der Auswertung primärer Quellen, existierender Literatur zur Sprachgeschichte sowie dem Vergleich linguistischer Daten beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Vertreibung, eine detaillierte sprachwissenschaftliche Beschreibung der Varietäten, Analysen zur Orthographie sowie eine Untersuchung des Wortschatzes unter dem Einfluss von Französisch, Italienisch und Türkisch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sephardim, Judenspanisch, Sprachmischung, Ladino, Djudezmo und linguistischer Wandel charakterisiert.

Warum wird im Ladino oft "Wort für Wort" übersetzt?

Dies beruht auf der spezifischen Tradition der religiösen Bibelübersetzung, bei der eine außerordentliche Treue zum hebräischen Originaltext angestrebt wurde, oft zulasten der Syntax der Zielsprache.

Welchen Einfluss hatte das Französische auf das Judenspanische?

Das Französische durchdrang das Judenspanische besonders in der modernen journalistischen Prosa und im Wortschatz, was durch das Wirken von Institutionen wie der Alliance Israélite Universelle begünstigt wurde.

Was unterscheidet das Djudezmo vom Ladino?

Während Ladino häufig die religiöse, konservative und wörtlich an das Hebräische angelehnte Sprache bezeichnet, repräsentiert Djudezmo die lebendige Alltagssprache, die stärker durch Einflüsse aus den jeweiligen Gastländern geprägt wurde.

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Details

Titel
Das Judenspanische als Zeugnis der Sprachentwicklung "im Asyl"
Hochschule
Universität Trier
Autor
Viktoriya Solod (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V164716
ISBN (eBook)
9783640797615
ISBN (Buch)
9783640797660
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Judenspanische judeoespanol judenspanische Sprachentwicklung Djudezmo Ladino Sepharden sephardische Sprache Sephardim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Viktoriya Solod (Autor:in), 2010, Das Judenspanische als Zeugnis der Sprachentwicklung "im Asyl", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164716
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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