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Die Begriffe Vernunft, Wissenschaft und Philosophie bei Thomas Hobbes

Title: Die Begriffe Vernunft, Wissenschaft und Philosophie bei Thomas Hobbes

Seminar Paper , 1998 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anja Meisner (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Die Grundlage einer jeden Staatsform ist der Mensch. Aus diesem Grund ist jeder Philosoph, der im Gedankenexperiment einen neuen Staat konstruieren möchte, gefordert, zuerst den Menschen und seine Natur zu erforschen. Gegenstand dieser Arbeit soll Thomas Hobbes’ Vorstellung vom Menschen und speziell sein Konzept der Vernunft und Wissenschaft sein.
Zuerst wird man bei Hobbes in sein Werk mit dem Titel „Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates“ schauen, um etwas über dieses Thema zu erfahren, da es die endgültige Fassung seiner politischen Philosophie enthält. Dennoch wird sich diese Arbeit (auch unter Verwendung weiterer Primärliteratur) auf die Beschreibung von Hobbes Begriff der Vernunft und Wissenschaft konzentrieren, ohne näher auf sein wichtigstes Werk einzugehen.
Ein philosophisches Konzept kann niemals vom gesellschaftlichen Hintergrund, auf dem es entstand, getrennt werden. Deshalb beschäftigen sich die ersten Kapitel der Hausarbeit ausführlich mit Hobbes’ Biografie, den geschichtlichen Entwicklungen, den geistesgeschichtlichen Hintergründen und Hobbes’ Werk, was ein Grundverständnis für ihn, die Art und Weise seines Denkens und den ihm erschlossenen Entwicklungsstand der Gesellschaft entwickeln sollte.
Neben der Beschäftigung mit den Begriffen der Vernunft, Wissenschaft und Philosophie wird man auf den folgenden Seiten auch Darstellungen zur hobbesschen Anthropologie finden, die insofern ausschlaggebend sind, als dass sie Hobbes’ Verständnis der oben genannten Begriffe dem Leser zugänglicher machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hobbes und die Hintergründe seiner Philosophie

2.1. Biographische Daten zu Hobbes

2.2. Geschichtliche Hintergründe

2.3. Geistesgeschichtliche Hintergründe

2.4. Hobbes’ Werk

3. Hobbes’ Anthropologisches Konzept

4. Zu den Begriffen Vernunft, Wissenschaft und Philosophie

4.1. Vernunft

4.2. Wissenschaft und Philosophie

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das anthropologische Konzept von Thomas Hobbes sowie dessen spezifisches Verständnis von Vernunft und Wissenschaft vor dem Hintergrund seiner Zeit. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Hobbes durch sein Menschenbild und die Definition dieser Begriffe die Notwendigkeit eines souveränen Staates zur Vermeidung des "Krieges aller gegen alle" begründet.

  • Biografische und geschichtliche Kontextualisierung der Philosophie von Hobbes
  • Analyse des anthropologischen Konzepts als Grundlage der Staatstheorie
  • Untersuchung von Vernunft als Rechenoperation und Voraussetzung für Sprache
  • Definition und Zielsetzung von Wissenschaft und Philosophie als Werkzeuge zur Naturbeherrschung

Auszug aus dem Buch

4.1. Vernunft

Für Thomas Hobbes ist Vernunft, wenn man sie als Vermögen des Geistes betrachtet, eine Form des Rechnens. Dabei werden durch Addition Teile zusammengefügt und durch Subtraktion Teile vom Ganzen abgezogen. Eine Folgerung aus diesen Operationen ergibt einen Begriff. Die Multiplikation und Division brauchen nicht näher genannt werden, da sie Abwandlungen der zuvor genannten Verfahrensweisen sind.

Aber nicht nur in der Mathematik wird die Addition und Subtraktion angewendet, sondern auch in der Logik, wo Wörter zusammengesetzt werden, dann Sätze ergeben, die zusammengefügt wiederum Schlüsse ergeben, und diese wiederum Beweise. Selbst Politiker, die durch das Zusammensetzen von Verträgen die Obliegenheiten der Menschen bestimmen, addieren diese Verträge und bilden damit einen Begriff, das gewisser Weise nun veränderte Leben der Menschen.

Wo Addition und Subtraktion Anwendung findet, ist auch die Vernunft anwendbar. Fallen die beiden Rechenoperationen allerdings weg, ist auch die Vernunft unanwendbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, Thomas Hobbes' Menschenbild sowie sein Konzept von Vernunft und Wissenschaft zu erforschen, wobei der Leviathan als Referenzwerk dient.

2. Hobbes und die Hintergründe seiner Philosophie: Das Kapitel bietet einen Überblick über Hobbes’ Lebensweg, die politischen und geistesgeschichtlichen Umstände seiner Zeit sowie einen Abriss seiner wichtigsten Werke.

3. Hobbes’ Anthropologisches Konzept: Hier wird dargelegt, wie Hobbes den Menschen als von Natur aus nach Macht strebendes Wesen begreift, dessen Verhalten im Naturzustand zum Konflikt führt und einen künstlichen Staat notwendig macht.

4. Zu den Begriffen Vernunft, Wissenschaft und Philosophie: Dieses Kapitel definiert Vernunft als eine Art Rechenvorgang und erläutert Wissenschaft als zweckgerichtetes Werkzeug zur Erzeugung von Wirkungen und zur Beherrschung der Natur.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Kernargumente zur Staatstheorie, zum Machtstreben des Menschen und zur Bedeutung von Sprache, Vernunft und Wissenschaft im hobbesianischen System.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Vernunft, Wissenschaft, Philosophie, Leviathan, Anthropologie, Naturzustand, Machtstreben, Staatsphilosophie, Sprache, Rationalismus, Gesellschaftsvertrag, Bürgerkrieg, Selbsterhaltung, Rechenoperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die philosophischen Begriffe Vernunft, Wissenschaft und Philosophie bei Thomas Hobbes und setzt diese in Bezug zu seinem anthropologischen Menschenbild.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Einordnung von Hobbes, sein Konzept des Naturzustands, die Theorie des Machtstrebens und die Definition von Vernunft als "Rechnen".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hobbes ausgehend von einer spezifischen Anthropologie die Notwendigkeit eines souveränen Staates legitimiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Primär- und ausgewählter Sekundärliteratur, um Hobbes' Konzepte in ihrem historischen und inhaltlichen Kontext zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Einbettung, das anthropologische Menschenbild sowie die detaillierte Untersuchung der Begriffe Vernunft, Wissenschaft und Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Thomas Hobbes und dem Leviathan vor allem Vernunft, Wissenschaft, Machtstreben, Naturzustand und Gesellschaftsvertrag.

Warum betrachtet Hobbes den Menschen als "Bewegungsmaschine"?

Für Hobbes sind Menschen triebgesteuerte Wesen, deren Handeln durch physikalische Bewegungsgesetze bestimmt wird, was ihr rastloses Streben nach Macht erklärt.

Welche Rolle spielt die Sprache bei Hobbes?

Die Sprache ist das Privileg des Menschen, das ihn von Tieren unterscheidet; sie ist die Voraussetzung für das Zählen, für vernünftiges Denken und somit für die Wissenschaft.

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Details

Title
Die Begriffe Vernunft, Wissenschaft und Philosophie bei Thomas Hobbes
College
University of Potsdam  (Politische Theorie)
Course
Thomas Hobbes und John Locke
Grade
1,3
Author
Anja Meisner (Author)
Publication Year
1998
Pages
20
Catalog Number
V164756
ISBN (eBook)
9783640799701
ISBN (Book)
9783640799954
Language
German
Tags
Hobbes Leviathan Gesellschaftsvertrag homo homini lupus Naturzustand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Meisner (Author), 1998, Die Begriffe Vernunft, Wissenschaft und Philosophie bei Thomas Hobbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164756
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