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Medienethik in der Schnittstelle von Film und christlicher Religion

Eine Analyse zu Thomas Hausmanningers „Kritik der medienethischen Vernunft: die ethische Diskussion über den Film in Deutschland im 20. Jahrhundert”.

Title: Medienethik in der Schnittstelle von Film und christlicher Religion

Term Paper , 2008 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Efler (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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„Gut sein ist edel. Aber anderen zeigen, wie gut sie sein sollten, wirkt edler und macht nicht soviel Mühe“, hat der amerikanische Schriftsteller Mark Twain über Ethik gesagt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Medienethik und zwar im Speziellen mit Thomas Hausmanningers Kritik der medienethischen Vernunft: Die ethische Diskussion über den Film in Deutschland im 20. Jahrhundert in der Auflage von 1992.
Hausmanninger bietet in seinem Werk einen Überblick über die Filmgeschichte sowie über die Diskurse zum Thema Film in vier ausgewählten Epochen. Die Diskussion leitet über zu seiner ethischen Theorieidee, die er wiederum in vier Bausteinen der modernitätsgerechten Medienethik auf eine Anwendbarkeit hinterfragt. Hierbei gilt gerade das Fundament der christlichen Ethik, auf das er sich bezieht, als umstritten und wird einer genauen Prüfung unterzogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Einleitung

2 Die Vorgeschichte

2.1 Die Entstehung des Films

2.1.1 Das Projekt der Moderne

2.2 Die Kinoreformbewegung

3 Die Medienethik Hausmanningers

3.1 Die Grundsätze und Anforderungen

3.2 Die Vorgehensweise

3.2.1 Die christliche Ethik und das Menschenbild

3.2.2 Der Rahmenethos

3.2.3 Die kritische Reflexion

3.3 Die Bausteine der modernitätsgerechten Medienethik

3.3.1 Die Strukturethik

3.3.2 Die Unterhaltungsethik

3.3.3 Die Inhaltsethik

3.3.4 Die Institutionsethik

3.3.5 Die kritische Reflexion

4 Das Fazit

5 Das Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und kritisiert den medienethischen Ansatz von Thomas Hausmanninger („Kritik der medienethischen Vernunft“). Das primäre Ziel ist die Offenlegung seiner Methodik, um die theoretische Konsistenz, die wissenschaftliche Fundierung sowie die praktische Anwendbarkeit seiner konstruierten Bausteine einer kritischen Gesamtanalyse zu unterziehen.

  • Kritische Analyse des medienethischen Theorieentwurfs von Thomas Hausmanninger.
  • Untersuchung der Verknüpfung von christlicher Ethik, Anthropologie und dem Projekt der Moderne.
  • Bewertung der vier medienethischen Bausteine (Strukturethik, Unterhaltungsethik, Inhaltsethik, Institutionsethik).
  • Diskussion der wissenschaftlichen Stringenz und des Steuerungspotenzials des gewählten Ansatzes.
  • Reflexion über das Verhältnis von Medienethik, Staat und kirchlichen Institutionen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die christliche Ethik und das Menschenbild

Hausmanninger beginnt die Abhandlung zu seiner Medienethik mit der Erklärung, dass das Projekt der Moderne bereits in der deutschen Gesetzgebung verwirklicht sei. Er weist darauf hin, dass der ethische Bereich entsprechenden Rückstand auf zu holen habe. Um eben das zu erreichen, benötigt er selbst ein Wertesystem, auf das er sich berufen kann. Denn Medienethik „bedarf eines grundsätzlichen Fundaments, in dem die zentralen Prinzipien fixiert und die generellen Optionen getroffen werden.“

Hausmanninger steht in einer langen Tradition von Theologen im Feld der Ethik. Dem Usus gemäß gebraucht er christliche Ethik als Axiomatik für die Konstruktion. Er begründet dies mit der Tatsache, dass christliche Ethik als funktionierendes Ethikkonzept der Moderne gerecht werde. Anhand der christlichen Ethik wird zu Beginn ein Personbegriff entwickelt. „Erst wenn prinzipiell festgelegt ist, wie der Mensch zu verstehen ist, kann auch eine ihm adäquate Ethik argumentativ begründet werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk Hausmanningers ein, erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit und formuliert das Ziel, die theoretische Fundierung des medienethischen Entwurfs kritisch zu hinterfragen.

2 Die Vorgeschichte: In diesem Kapitel werden die geschichtlichen Filmentwicklungen sowie die Kinoreformbewegung analysiert, die für Hausmanningers Vorstufe zur Film-Ethik von Bedeutung sind.

3 Die Medienethik Hausmanningers: Dieses zentrale Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen und die vier medienethischen Bausteine (Strukturethik, Unterhaltungsethik, Inhaltsethik, Institutionsethik) und unterzieht diese einer kritischen Reflexion.

4 Das Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Hausmanningers medienethischer Entwurf aufgrund mangelnder Konsistenz und einer zu starken ideologischen Ausrichtung nicht überzeugt.

5 Das Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Medienethik, Thomas Hausmanninger, Film, Projekt der Moderne, Christliche Ethik, Personenwürde, Strukturethik, Unterhaltungsethik, Inhaltsethik, Institutionsethik, Metaethik, Diskurs, Autonomie, Anthropologie, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Ausarbeitung und Analyse des Werkes „Kritik der medienethischen Vernunft“ von Thomas Hausmanninger, insbesondere dessen medienethischen Ansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung einer medienethischen Vernunft, die Rolle der christlichen Ethik in der Moderne sowie die Anwendung dieser Prinzipien auf das Medium Film.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Offenlegung der Methodik Hausmanningers, um mögliche Problemfelder in seiner Argumentation aufzudecken und die Wissenschaftlichkeit sowie das Steuerungspotenzial seiner Theorie zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Analyse und den Abgleich mit den theoretischen Prämissen von Hausmanninger sowie ergänzenden philosophischen und soziologischen Theorien (z.B. Habermas, Kant, Gehlen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Hausmanningers Grundsätze, sein Verständnis des Menschenbildes, der Rahmenethos sowie seine vier Bausteine der Medienethik detailliert analysiert und kritisch reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienethik, Moderne, christliche Ethik, Personenwürde, strukturelle, inhaltliche und institutionelle Aspekte der Ethik sowie die kritische Reflexion.

Wie bewertet der Autor Hausmanningers Umgang mit Kants kategorischem Imperativ?

Die Arbeit bewertet die Adaption von Kants Imperativ als fragwürdig, da Hausmanninger diesen in einen theologischen Subjektbegriff einbindet und damit den ursprünglichen philosophischen Gehalt für seine Zwecke instrumentalisiert.

Inwiefern beeinflusst Hausmanningers theologischer Hintergrund seinen medienethischen Entwurf?

Hausmanninger versucht, die Theologie als Grundlage der Ethik zu etablieren, wobei die Beurteilung des Mediums Film lediglich als Mittel zum Zweck dient, um diese religiöse Legitimation in der modernen Gesellschaft zu stärken.

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Details

Title
Medienethik in der Schnittstelle von Film und christlicher Religion
Subtitle
Eine Analyse zu Thomas Hausmanningers „Kritik der medienethischen Vernunft: die ethische Diskussion über den Film in Deutschland im 20. Jahrhundert”.
College
University of Siegen
Course
Medienethik
Grade
1,3
Author
Daniel Efler (Author)
Publication Year
2008
Pages
31
Catalog Number
V165022
ISBN (eBook)
9783640803620
Language
German
Tags
Hausmanninger Ethik Medien Medienethik Kritik der medienethischen Vernunft Film in Deutschland deutscher Film Film und Religion christliche Ethik Filmethik filmische Ethik Ethik und Film Rahmenethos Kinoreform Kinoreformbewegung Projekt der Moderne Thomas Hausmanninger Strukturethik Unterhaltungsethik Inhaltsethik Institutionsethik Medien und Religion Kritik Ethik Boethius Kant
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Efler (Author), 2008, Medienethik in der Schnittstelle von Film und christlicher Religion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165022
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