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Corporate Goverance Umsetzung in Sparkassen und Landesbaken

Titel: Corporate Goverance Umsetzung in Sparkassen und Landesbaken

Seminararbeit , 2010 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.Sc. Christian Ott (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Diskussion um verantwortungsvolle Unternehmensführung von Banken hat spätestens mit der Subprime-Krise im Jahr 2007 und den Schieflagen einiger Institute stark an Bedeu-tung gewonnen. In diesem Zusammenhang wiegt die besondere Bedeutung der Banken und ihrer Aufgaben schwer. Hier gab es ebenfalls im Bereich der öffentlich-rechtlichen Kreditin-stitute Probleme. Dabei müssen nicht nur die direkt beteiligten Landesbanken die Verant-wortung übernehmen. Auch wenn die Sparkassen nicht direkt beteiligt waren und sich ihr Geschäftsmodell in der Krise als stabil erwiesen hat, muss die Frage gestellt werden, warum sie als Miteigentümer der Landesbanken die Geschäfte mit den undurchsichtigen Kreditver-briefungen nicht verhindert haben bzw. verhindern konnten. Eine funktionierende Corporate Governance soll genau das durch Transparenz und Zusammenwirken von Führungs- und Kontrollorgan verhindern. Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stand der Umsetzung im Bereich Corporate Governance von Landesbanken und Sparkassen zu beleuchten und Lücken und Diskussionsbedarf aufzuzeigen.
Dazu wird zunächst das nötige theoretische Fundament gelegt. Als erste theoretische Grundlage wird die Prinzipal-Agent-Theorie diskutiert. Anschließend werden nach der Klä-rung des Begriffs Corporate Governance bestehende Kodifizierungen kurz erläutert und zum Abschluss des Kapitels die Strukturen im Sparkassensektor dargelegt. Daraufhin wird die Umsetzung der Corporate Governance (CG) bei Landesbanken und Sparkassen diskutiert. Hier wird speziell auf die möglichen Principal-Agent-Konflikte eingegangen und diese in Be-zug dazu auf die Besonderheiten im öffentlichen Sektor erörtert. Eine besondere Würdigung soll der Verwaltungsrat der Sparkassen erfahren, bevor eine kritische Betrachtung stattfindet und in der Schlussbetrachtung die Ergebnisse zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

3. CG-Strukturen in Sparkassen und Landesbanken

3.1. Sparkassen

3.2. Landesbanken

4. Kritische Würdigung

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Stand der Corporate Governance (CG) bei Landesbanken und Sparkassen. Das Hauptziel besteht darin, die bestehenden Strukturen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit zu beleuchten, mögliche Principal-Agent-Konflikte zu identifizieren und Lücken sowie Diskussionsbedarf in der Umsetzung verantwortungsvoller Unternehmensführung innerhalb des öffentlich-rechtlichen Sektors aufzuzeigen.

  • Analyse der Principal-Agent-Theorie als theoretisches Fundament.
  • Untersuchung der Corporate Governance Strukturen in Sparkassen und Landesbanken.
  • Bewertung des Einflusses politischer Akteure auf die Unternehmenskontrolle.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Transparenz, Selbstregulierung und Risikomanagement.
  • Diskussion der Eignung und Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Auszug aus dem Buch

4. Kritische Würdigung

Für öffentliche Unternehmen ergeben sich nach Budäus besondere Schwierigkeiten in der Corporate Governance, die er unter Organisations- und Strukturproblemen, Kompetenzdefiziten der Politiker, einem wenig operablen Zielsystem, Transparenz- und Informationsproblemen, Problemen bei Aufsicht und Kontrolle und dem Fehlen von Sanktionsmöglichkeiten zusammenfasst. Diese Punkte können für den Sektor der öffentlichen Kreditinstitute bestätigt werden. Organisations- und Strukturprobleme zeigen sich bei den Landesbanken sehr deutlich. Verschiedene Rechtsformen und Strukturen sowie der unterschiedliche Umgang mit CG machen die Institute recht undurchsichtig. Der DCGK wird mit dem Argument zurückgewiesen oder mit Einschränkungen angenommen, dass er für öffentliche Unternehmen nicht anwendbar sei. Jedoch wird der PCGK, der für öffentliche Unternehmen empfohlen wird nicht diskutiert. Aus diesem fehlenden Bewusstsein lassen sich auch die Transparenz und Informationsprobleme sowie die Probleme bei Aufsicht und Kontrolle ableiten.

Diese Probleme zeigten sich symptomatisch in den Subprime-Engagements, mit der sich die BayernLB, die LBBW, die West LB, die HSH Nordbank und die inzwischen in die LBBW eingegliederte Sachsen LB mit unübersichtlichen Risiken belasteten, die nicht zu ihrem Geschäftsmodell und dem öffentlichen Auftrag passen. Das Bedenkliche am Verhalten der Landesbanken dabei ist, dass sie sich nicht nur in einer Grauzone bewegten, sondern sich bei genauer juristischer Betrachtung rechtswidrig verhielten. Hier spielen auch Kompetenzprobleme der Politiker eine Rolle, die sich empirisch bestätigen. Hau und Thum konnten einen Zusammenhang zwischen der fehlenden Kompetenz der Mitglieder von Kontrollorganen und den Verlusten während der Finanzkrise bei öffentlichen Banken feststellen. Diese Betrachtungen sind auch auf Sparkassen übertragbar. Auch wenn sie nicht an diesen Geschäften beteiligt waren, tragen sie als Miteigentümer der Landesbanken Verantwortung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz einer verantwortungsvollen Unternehmensführung für Banken nach der Subprime-Krise und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.

2. Theoretische Grundlagen: Hier wird die Principal-Agent-Problematik theoretisch hergeleitet und der Begriff Corporate Governance sowie bestehende Kodifizierungen in Deutschland diskutiert.

3. CG-Strukturen in Sparkassen und Landesbanken: Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Organisationsstrukturen der Sparkassen und Landesbanken sowie deren Umgang mit Corporate-Governance-Regelungen anhand konkreter Beispiele.

4. Kritische Würdigung: Der Autor hinterfragt die Wirksamkeit der aktuellen Strukturen, identifiziert Interessenkonflikte durch politischen Einfluss und kritisiert die fehlende Bereitschaft zur aktiven CG-Diskussion.

Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont den dringenden Reformbedarf bei Strukturen und Gesetzesgrundlagen und hinterfragt die Rolle des Bürgers als kontrollierender Instanz.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Sparkassen, Landesbanken, Principal-Agent-Theorie, Finanzkrise, Öffentlicher Auftrag, Transparenz, Risikomanagement, DCGK, PCGK, Aufsichtsrat, Politische Einflussnahme, Selbstregulierung, Bankenregulierung, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Umsetzung und Wirksamkeit von Corporate-Governance-Strukturen bei öffentlichen Kreditinstituten, insbesondere bei Sparkassen und Landesbanken in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Principal-Agent-Problematik, die Rolle des öffentlichen Auftrags, die Auswirkungen politischer Einflussnahme auf die Unternehmenskontrolle sowie die Transparenz und Nachhaltigkeit der Führungsorgane.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, den aktuellen Stand der Corporate-Governance-Umsetzung bei Landesbanken und Sparkassen zu beleuchten und den bestehenden Lücken sowie den Diskussionsbedarf kritisch aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine strukturierte Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen mit der empirischen Bestandsaufnahme von Satzungen, Kodizes und Berichten der betroffenen Banken verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die organisatorischen Strukturen der Sparkassen und Landesbanken, vergleicht deren Umgang mit gängigen Corporate-Governance-Kodizes und bewertet die Risiken durch Interessenkonflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über die Begriffe Corporate Governance, Sparkassen, Landesbanken, Principal-Agent-Theorie und Finanzkrise charakterisieren.

Warum wird der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) oft abgelehnt?

Viele der untersuchten Institute lehnen den DCGK mit der Begründung ab, dass er für öffentlich-rechtliche Institutionen aufgrund ihrer speziellen Struktur und ihres öffentlichen Auftrags nicht vollständig umsetzbar sei.

Welche Rolle spielt die Politik bei diesen Banken?

Politiker besetzen oft Funktionen in den Verwaltungsräten, was laut der Arbeit zu Kompetenzdefiziten und Interessenkonflikten führen kann, da das Amt meist als Nebentätigkeit zur Unterstützung politischer Ziele ausgeübt wird.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Corporate Goverance Umsetzung in Sparkassen und Landesbaken
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Banking and Finance
Note
1,7
Autor
B.Sc. Christian Ott (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V165061
ISBN (eBook)
9783640805198
ISBN (Buch)
9783640805280
Sprache
Deutsch
Schlagworte
corporate goverance umsetzung sparkassen landesbaken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Christian Ott (Autor:in), 2010, Corporate Goverance Umsetzung in Sparkassen und Landesbaken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165061
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Leseprobe aus  25  Seiten
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