Mehr als zwei Drittel, 67,1% oder einfach 54,94 Millionen Menschen! Alleine diese Zahlen, welche die Internetnutzung in Deutschland darstellen, beschreiben die Wichtigkeit des in unserer Gesellschaft mittlerweile wohl bedeutendsten Mediums der Kommunikation, Interaktion und Informationsverbreitung, das World Wide Web (WWW).
In Zeiten der stetigen Modernisierung unserer schnelllebigen Gesellschaft, rückt eine ausreichende Informationsversorgung immer weiter in den Vordergrund. Entscheidungen werden kaum mehr ohne das vorherige Recherchieren Im Internet getroffen. Ob unterwegs, über das Handy, oder auch während des Fitnesstrainings über den integrierten Fernseher – Informationen werden und müssen immer und an jedem Ort aktuell und direkt sein. Daher verlangt unsere Gesellschaft nach einem immer aktuelleren Informationsfluss, welcher über jedes Geschehen Auskunft gibt. Denn der am besten Informierte, scheint auch meist jener mit den besten Voraussetzungen zu sein. Der Druck auf Informationsanbieter und deren Vertreiber wächst daher stetig an, da die schnellstmögliche Aktualisierung immer mehr in den Vordergrund rückt. Kaum die Tiefe, sondern meist nur die Breite der Informationsversorgug scheint ausschlaggebend.
Der tägliche Blick in die Zeitung weicht immer mehr dem „aktuell informieren“ im Internet. Nicht nur durch das Ausbleiben der normalerweise entstehenden Kosten für den Konsumenten, sondern meist auch aus Gründen der Aktualität. Kaum gedruckt, scheint die mittlerweile konservativ wirkende Zeitung auch schon wieder veraltet zu sein. So kann beobachtet werden wie dieses „alte“ Medium stetig an Lesern verliert, da die Generation derer die mit der Zeitung allmorgendlich den Tag begannen, langsam von der Generation abgelöst wird, welche sich morgens zwischen den größten Schlagzeilen der »BILD-Zeitung« und dem Auf-den-neuesten-Stand-bringen in der „Internet-Community“ bewegt. Der wissenschaftliche Aspekt und die Kontroverse der Texte scheint hier meist unwichtig und weicht der um einiges größeren Nachfrage nach Sensationsjournalismus. Wenn selbst die seriösesten Nachrichtenportale Deutschlands zum Sensationsjournalismus greifen um sich der Leser gewiss zu sein, so sollte hinterfragt werden ob der Kontrollmechanismus durch das Internet vergraben wird.
Im Rahmen dieser Arbeit soll gezeigt werden, wie sich die Zeitung auf ein neues Medium einstellt, welche Akteure auf diesem Markt zu finden sind und welchen Problemen sie gegenüberstehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Anbieter
- Akteure im Online-Journalismus
- Unterscheidung von Nachrichtenportalen
- Automatisierte Nachrichtenportale
- Nicht-Automatisierte Nachrichtenportale / Verlagsseiten
- Online-Zeitung
- Leitmedien
- Nachrichtenportal am Beispiel der »Tagesschau«
- „Der Spiegel“
- Leitmedium »BILD Online«
- Finanzierung
- Paid Content
- Werbung
- Werbearten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Entwicklung des Online-Journalismus in der Bundesrepublik Deutschland, fokussiert auf die veränderte Medienlandschaft und die Herausforderungen, denen Akteure im Internet-Zeitalter gegenüberstehen.
- Entwicklung des Online-Journalismus in Deutschland
- Akteure im Online-Journalismus und ihre Funktionsweise
- Unterscheidung von Nachrichtenportalen und ihre spezifischen Eigenschaften
- Finanzierungsmodelle im Online-Journalismus
- Herausforderungen für die klassische Medienlandschaft im digitalen Zeitalter
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung setzt sich mit der Bedeutung des Internets in unserer Gesellschaft auseinander und betrachtet die Rolle von Informationen in der modernen Welt. Sie beleuchtet die Herausforderungen, die sich durch die steigende Geschwindigkeit der Informationsverbreitung und die Konkurrenz zwischen traditionellen Medien und dem Internet ergeben.
- Anbieter: Dieser Abschnitt behandelt die Entwicklung des Internets als Medium für Journalismus. Er betrachtet das Riepl'sche Gesetz und die anfängliche Skepsis der Verleger gegenüber dem Internet. Zudem werden die unterschiedlichen Akteure im Online-Journalismus, von Nachrichtenportalen bis hin zu privaten Akteuren, beleuchtet. Die Bedeutung von seriösen Verlagen im Online-Journalismus wird hervorgehoben.
- Leitmedien: Hier werden Beispiele von Leitmedien im Online-Journalismus vorgestellt, darunter die »Tagesschau«, »Der Spiegel« und »BILD Online«. Die einzelnen Beispiele werden anhand ihrer spezifischen Merkmale und ihres Einflusses auf die Medienlandschaft näher betrachtet.
- Finanzierung: Der Abschnitt befasst sich mit den Finanzierungsmodellen im Online-Journalismus, wobei insbesondere Paid Content und Werbung im Fokus stehen. Die unterschiedlichen Arten der Werbung im Internet werden ebenfalls beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselthemen Online-Journalismus, Medienlandschaft, Nachrichtenportale, Leitmedien, Sensationsjournalismus, Finanzierung, Paid Content, Werbung, Riepl'sche Gesetz, Internet-Revolution.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat das Internet den Journalismus in Deutschland verändert?
Das Internet hat zu einer Beschleunigung des Informationsflusses geführt, wobei die Aktualität oft wichtiger wird als die Tiefe der Berichterstattung. Klassische Medien wie Zeitungen stehen unter hohem Anpassungsdruck durch Online-Angebote.
Was ist das Riepl’sche Gesetz im Medienkontext?
Das Riepl’sche Gesetz besagt, dass neue, höher entwickelte Medien bestehende Medien niemals vollständig verdrängen, sondern diese zwingen, sich neue Aufgabenbereiche oder Nischen zu suchen.
Was unterscheidet automatisierte von nicht-automatisierten Nachrichtenportalen?
Automatisierte Portale nutzen Algorithmen zur Nachrichtensammlung, während nicht-automatisierte Portale (wie Verlagsseiten) auf redaktionelle Auswahl und journalistische Aufbereitung setzen.
Welche Finanzierungsmodelle gibt es für Online-Journalismus?
Die wichtigsten Modelle sind Paid Content (bezahlte Inhalte) und verschiedene Formen der Online-Werbung, um die Kosten der redaktionellen Arbeit zu decken.
Warum greifen seriöse Nachrichtenportale zu Sensationsjournalismus?
Durch den hohen Wettbewerbsdruck im Netz und die Jagd nach Klickzahlen nutzen auch seriöse Anbieter teilweise Elemente des Sensationsjournalismus, um die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen.
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- David Müller (Author), 2010, Mediensysteme der BRD , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165192