Diese Arbeit untersucht Auswirkungen des ePA auf das
Identitätsmanagement. Dazu beschreibt Kapitel 2 relevante Begriffe und
gesetzliche Rahmenbedingungen. Kapitel 3 stellt Anforderungen an den ePA in Verbindung mit dem Identitätsmanagement sowie ausgewählte Lösungsansätze dar. Am Beispiel des Onlinewebshops wird in Kapitel 4 eine mögliche Anwendung des neuen Personalausweises in der Praxis aufgezeigt. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf der gegenseitigen Authentifizierung. Kapitel 5 stellt Grenzen und Potentiale des ePA in Verbindung mit Identitätsmanagement dar. Kapitel 6 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und schließt mit einem Fazit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit
2. Erläuterung grundlegender Begriffe
2.1 Identitätsmanagement
2.2 Elektronische Identifikatoren (eIDs)
2.3 Der elektronische Personalausweis
2.3.1 Aufbau und Daten
2.3.2 Anwendungsbereiche
2.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3. Anforderungen und Lösungen an den ePA in Verbindung mit dem IDM
3.1 Ausgewählte Anforderungen
3.1.1 Sicherheit
3.1.2 Keine Erstellung anbieterübergreifender Nutzerprofile
3.1.3 Beweisbarkeit einzelner Attribute
3.1.4 Transparenz der Identitäten
3.1.5 Standardisierung
3.1.6 Transparenz der Anwendung
3.1.7 Nutzerfreundlichkeit
3.2 Ausgewählte Lösungsansätze
3.2.1 Sicherheit
3.2.2 Keine Erstellung anbieterübergreifender Nutzerprofile
3.2.3 Beweisbarkeit einzelner Attribute
3.2.4 Transparenz der Identitäten
3.2.5 Standardisierung
3.2.6 Transparenz der Anwendung
3.2.7 Nutzerfreundlichkeit
4. Ablauf einer Onlinebestellung mit gegenseitiger Authentifizierung
4.1 Voraussetzungen
4.2 Ablauf der Bestellung mit gegenseitiger Authentifizierung
5. Grenzen und Potentiale des ePA in Verbindung mit IDM
5.1 Ausgewählte Grenzen
5.1.1 Datenschutz und Datensicherheit
5.1.2 Steuerung der Dienstanbieter problematisch
5.1.3 Fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung
5.1.4 Verlust der Anonymität bis hin zum Rausschmiss
5.1.5 Ausgrenzung
5.2 Ausgewählte Potentiale
5.2.1 Datenschutz und Datensicherheit
5.2.2 eCommerce und eGovernment
5.2.3 Fälschungssicherheit und Terrorabwehr
5.2.4 Kinder- und Jugendschutz
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des elektronischen Personalausweises (ePA) auf das Identitätsmanagement. Sie verfolgt dabei die zentrale Forschungsfrage, wie die technischen Funktionen des ePA dazu beitragen können, eine sichere digitale Identität zu gewährleisten, und welche gesellschaftlichen sowie sicherheitstechnischen Herausforderungen, Chancen und Risiken mit seiner Einführung verbunden sind.
- Grundlagen des Identitätsmanagements und elektronische Identifikatoren.
- Aufbau, Funktionen und rechtliche Rahmenbedingungen des neuen Personalausweises.
- Anforderungen an ein sicheres Identitätsmanagement sowie technische Lösungsansätze.
- Praktische Anwendung des ePA am Beispiel eines Online-Bestellprozesses mit gegenseitiger Authentifizierung.
- Diskussion der Grenzen und Potentiale in Bezug auf Datenschutz, Sicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz.
Auszug aus dem Buch
2.1 Identitätsmanagement
Identitätsmanagement (IDM) im Sinne von Identitätsverwaltung findet ohne die Unterstützung von Computern durch die Ausgestaltung unserer Rollen im täglichen Leben statt. Ein Mensch kann mehrere Identitäten haben: Student, Angestellter, Vater, Vorgesetzter. Menschen geben sich je nach Situation anders, verraten nicht jedem gleich viel über sich und verwalten damit ihre Identität.
Im Folgenden werden Komponenten näher beschrieben, die erforderlich sind, um IDM in Verbindung mit eIDs (elektronische Identifikatoren) betreiben zu können. (vgl. Sorge et al. 2008 S. 337ff) Ausgangspunkt der Betrachtung ist der Nutzer, der durch eine Menge von Attributen beschrieben werden kann. Das können z.B. Name, Geburtsdatum und Haarfarbe aber auch Vorlieben und Gewohnheiten sein. Teilmengen dieser Attribute bilden eine partielle Identität. Diese kann durch Pseudonyme identifiziert werden. Die vollständige Vereinigung dieser Attribute bildet die vollständige Identität.
Angenommen, der Inhaber eines ePA - als Beispiel für eine eID-Lösung – möchte sich gegenüber einem Dritten – also einem Dienstanbieter – identifizieren, dazu aber nicht mehr Attribute preisgeben als erforderlich: Die dazu erforderliche Verwaltung von Pseudonymen und partiellen Identitäten heißt IDM. Jugendschutzsysteme benötigen zum Beispiel nur das Attribut „Alter“ bzw. die Information, ob ein Nutzer über 18 Jahre alt ist oder nicht.
Der Chip des ePA wird von einem Lesegerät ausgelesen. Das setzt voraus, dass das Lesegerät an einen Rechner angeschlossen ist, der unter der Kontrolle des Nutzers sein kann – aber nicht muss. Chip, Lesegerät und Rechner bilden damit die Anwenderseite. Über ein Rechnernetz, wie z.B. das Internet, wird eine Verbindung zu weiteren Komponenten hergestellt. Als derzeit gängige Anwendung des IDMs ist das Single Sign On zu nennen. Der Nutzer identifiziert sich dabei einmalig und kann dann verschiedene Dienste nutzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in die Thematik des neuen elektronischen Personalausweises ein und erläutert den Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit.
2. Erläuterung grundlegender Begriffe: Hier werden zentrale Konzepte wie Identitätsmanagement, elektronische Identifikatoren und die spezifischen Funktionen des ePA definiert.
3. Anforderungen und Lösungen an den ePA in Verbindung mit dem IDM: Dieses Kapitel analysiert technische Anforderungen an den ePA und stellt konkrete Sicherheitsmechanismen und Lösungsansätze vor.
4. Ablauf einer Onlinebestellung mit gegenseitiger Authentifizierung: Am Beispiel einer Online-Bestellung wird der praktische Prozess der gegenseitigen Authentifizierung zwischen Nutzer und Dienstanbieter illustriert.
5. Grenzen und Potentiale des ePA in Verbindung mit IDM: Das Kapitel diskutiert kritisch die Sicherheitsrisiken sowie die gesellschaftlichen Chancen und den Nutzen des ePA für eCommerce und eGovernment.
6. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und ein Fazit über die gesellschaftliche Bedeutung sowie die zukünftigen Herausforderungen des elektronischen Ausweises gezogen.
Schlüsselwörter
Elektronischer Personalausweis, ePA, Identitätsmanagement, IDM, elektronische Identifikatoren, Authentifizierung, Datenschutz, Datensicherheit, eGovernment, eCommerce, Pseudonymisierung, Biometrie, Personalausweisgesetz, digitale Identität, Authentizität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem elektronischen Personalausweis (ePA) und dessen Einfluss auf moderne Identitätsmanagement-Systeme bei der Nutzung digitaler Dienste.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den technischen Funktionen des Ausweises, den Sicherheitsmechanismen, der praktischen Anwendung im Online-Handel und der kritischen Auseinandersetzung mit datenschutzrechtlichen Aspekten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Auswirkungen des ePA auf das Identitätsmanagement zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit er ein sicheres und vertrauenswürdiges Instrument für digitale Transaktionen darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer strukturierten Darstellung von Konzepten, ergänzt durch ein Praxisbeispiel eines Online-Bestellprozesses.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse von Sicherheitsanforderungen, die Darstellung von Lösungsansätzen sowie die detaillierte Betrachtung von Grenzen und Potentialen des ePA.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Identitätsmanagement, ePA, Authentifizierung, Datenschutz, eGovernment und eCommerce.
Welche Rolle spielt der Faktor Mensch in der Arbeit?
Die Autorin betont, dass trotz technischer Sicherheit die Akzeptanz in der Bevölkerung entscheidend ist, da Ängste vor digitaler Überwachung und die Komplexität der Bedienung die Nutzung hemmen können.
Warum ist die gegenseitige Authentifizierung so wichtig?
Sie schafft Vertrauen auf beiden Seiten: Der Nutzer kann sicher sein, bei einem zertifizierten Anbieter zu bestellen, während der Anbieter die Identität des Nutzers verlässlich verifizieren kann.
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- Franziska Rascher (Author), 2010, Der elektronische Personalausweis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165283