Geschlechterverhältnisse im europäischen Kontext


Seminararbeit, 2005

9 Seiten

Boris Meder (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einführung zur Thematik

2) Einleitung

3) Empfehlungen für verstärkte Mitbestimmung in Europa

4) Konkrete Maßnahmen

5) Perspektiven für die Zukunft

6) „Abschließende Worte“

7) Literatur-/Quellenverzeichnis

1) Einführung zur Thematik

Im Rahmen des Proseminars „Geschlechterverhältnisse und Demokratie“ beschäftigte

ich mich in dem von mir gehaltenen Referat am 2.12.2004 mit dem Aspekt „Politische Partizipation“ anhand eines Auszuges der Quelle „Geschlechterdemokratie im europäischen Kontext.“ Die Verfasserin des Artikels „Die Konzepte der Europäischen Union zur Förderung der politischen Beteiligung von Frauen“ ist Dr. rer. soc. Beate Hoecker, Lehrbeauftragte an der Universität Hannover am Institut für Politische Wissenschaft.

Die Schwerpunkte meines Referates und der vorliegenden Ausarbeitung beziehen sich neben einer kurzen Einleitung auf Empfehlungen, Maßnahmen und Perspektiven zu geschlechtsdemokratischen Ansätzen auf europäischer Ebene.

Die systematische Vorgehensweise innerhalb der Hausarbeit mit der schriftlichen Ausarbeitung der oben genannten Unterpunkte wird deutlich herausgestellt; mit dem Verweis auf die aktuelle Lage und den darauf folgenden Vorschlägen für zukünftiges Handeln wird die zeitlich korrekte Reihenfolge der Themenschwerpunkte beachtet (Verweis auf Gegenwärtiges und Zukünftiges).

Abgeschlossen wird die Hausarbeit durch mein persönliches Statement und der damit verbundenen Reflexion über die Thematik.

einigen wenigen statistisch erfassbaren Beispielen auf höchster politischer Ebene festhalten: Neben Angela Merkel (CDU) als Fraktions- und Parteivorsitzende der Christdemokraten in Deutschland, zudem mit Ambitionen auf das Amt der Bundeskanzlerin bei der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2006, kann ambivalent hierzu ihr Pedant in Frankreich genannt werden, nämlich die Vorsitzende der Gaullisten, Michelle Alliot-Marie. Einen Schritt weiter auf der „Karriereleiter“ befindet sich die Finnin Tarja Halonen, welche im Februar 2000 zur Staatspräsidentin in Finnland gewählt wurde. Die aus Irland stammende Fidelma O’Kelly Macken wurde Ende 1999 am Europäischen Gerichtshof als Richterin eingesetzt. Exemplarisch an diesen vier genannten Beispielen zu Frauen in höheren politischen Ämtern ist die „Erstmaligkeit“, das „jeweils zum ersten Mal eine Frau das entsprechende Amt übernahm[1].

Im Zeitalter von Koedukation, Gleichheit der Frau in Beruf und Alltag und dem emanzipatorischen Einsatz vieler Frauen (und Männer) in den letzten Jahrzehnten fällt die „Ausbeute“ für die Frauen in tragenden politischen Rollen europaweit eher dürftig aus. Häufig fällt in diesem Zusammenhang das Stichwort „unfinished democracies[2] “, also Demokratien, die in ihrer praktischen Ausführung ihren tieferen Sinn- und Wesengehalt nicht komplett ausfüllen und somit als unfertig angesehen werden müssen.

Hingewiesen werden muss bei diesem Fall im verfassungsgemäßen Kontext auf deutscher Rechtsebene auf Artikel 3, Absatz 3 des GG, das niemand auch aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt werden darf und ebenso rechtlich gesehen nach Artikel 33, Absatz 2jede(r) Staatsbürger(in) das Recht hat, öffentliche Ämter zu bekleiden [3].

Auch in der Erklärung der Menschenrechte der Generalversammlung der Vereinten Nationen von 1948 wird explizit im „Verbot für Diskriminierung[4] “ und der „Gleichberechtigung in Ehe und Familie[5] “ auf die Gleichstellung der Frau hingewiesen.

Aufgrund dieser von mir herangeführten Beispiele wird deutlich, dass die rechtlichen Grundlagen manifestiert sind, die es Frauen ermöglichen, theoretisch solche Ämter auszufüllen, dies in der Realitätjedoch nicht in dem gewünschten Maße praktiziert wird.

Regelmäßige Diskussionen über ein Defizitproblem im Bezug auf die Ausübung von Demokratie in der EU schließt nicht ein „In - Frage - Stellen“ der geschlechterdemokratischen Defizite mit ein, obwohl seit einigen Jahren konkrete empirische Daten und Auswertungen zu diesem Problem vorliegen und die einzelnen Organe der EU dies auch erkannt haben, der Förderungsprozess und die praktischen Umsetzungenjedoch nur schleppend voranschreiten[6].

3) Empfehlungen für verstärkte Mitbestimmung in Europa

Zunächst lässt sich einleitend anfügen, dass die Vorstellung von Konzepten und Verbesserungsvorschlägen zu dieser Thematik das primäre Anliegen der Geschlechter­demokratie in den Staaten der Europäischen Union ist. (Mit der persönlichen Anmerkung, dies natürlich in den Nicht - EU -Staaten und auch in Ländern der anderen Kontinente zu verfolgen, dortjedoch wie in Afrika oder im Nahen Osten die Mitbestimmungsmöglichkeiten auf politischer Ebene für Frauen teilweise auf rechtlicher Ebene noch nicht konstituiert sind und dieser Aspekt erst einmal verwirklicht werden muss.)

Seit Mitte der 90er Jahre geschah ein sich zuvor entwickelnder Prozess des „Umdenkens“ innerhalb der EU: Man kam zu der Einsicht, dass bei einem zu geringen Frauenanteil in den Parlamenten die demokratische Entwicklung insgesamt in Europa und der Globalisierungsprozess in der EU und auch weltweit behindert und verzögert wird.

1994 formulierte man mit dem „Ziel der ausgewogenen Mitwirkung von Frauen und Männern am Entscheidungsprozess[7] “ eine konkrete politische Handhabung und theoretisch fundierte Richtlinie.

Der Aspekt der gleichberechtigten Mitwirkung muss als ein unbedingter Bestandteil

[...]


[1] Einleitung

Geschlechterdemokratie in Europa lässt sich in seiner effektiven Durchsetzung an

[2] http://www.bpb.de/publikationen/F6ETTA.0.0.Geschlechterdemokratie im europ%E4ischen Kontext.html, (S.1, Zeile 6)

[3] http://www.bpb.de/pulikationen/F6ETTA Geschlechterdemokratie_im_europ%E4ischen_Kontext.html (S. 2, Zeile4)

[4] siehe Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

[5] Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Artikel4

[6] Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Artikel 5 (als Zusatzprotokoll vom 22.11.1984 hinzu gefügt)

[7] http://www.bpb.de/publikationen/F6ETTA.0.0.Geschlechterdemokratie im europ%E4ischen Kontext.html (S.2, Z.14 ff.)

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Geschlechterverhältnisse im europäischen Kontext
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Autor
Jahr
2005
Seiten
9
Katalognummer
V165303
ISBN (eBook)
9783640887101
ISBN (Buch)
9783640887040
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ausarbeitung, geschlechterverhältnisse, kontext
Arbeit zitieren
Boris Meder (Autor), 2005, Geschlechterverhältnisse im europäischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165303

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