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Latente Steuern nach BilMoG

Mit vierzehn Beispielen und Buchungssätzen

Title: Latente Steuern nach BilMoG

Diploma Thesis , 2010 , 80 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hans Heinzelmann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wir der Versuch unternommen, die Reputation der alt ehrwürdigen HGB-Rechnungslegung aufzuwerten. Dies möchte das BilMoG erreichen, indem es sich an die IFRS-Rechnungslegung annähert.1 Die Deregulierung bezieht sich auf die einzelnen Entlastungen für einzelkaufmännische Kleinstunternehmen als auch auf die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit.2 Bisher war es vielen Unternehmen möglich, natürlich mit Ausnahme der Konzerngesellschaften, eine Einheitsbilanz aufzustellen. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz waren durch deren Konnexität und durch die damals noch bestehende umgekehrte Maßgeblichkeit nicht derart hoch. Damit war aber auch die Bedeutung der Abgrenzung latenter Steuern in der Vergangenheit nicht hoch.3
Für die Rechnungslegung gibt es nicht nur Neuerungen der einzelnen Bilanzpositionen durch das BilMoG, sondern auch bei den bisher kaum praxisrelevanten latenten Steuern.4
Der Gesetzgeber hat die Anwendung des §274 und §306 HGB der latenten Steuern neu gestaltet. Die wesentlichsten Änderungen liegen in der Klarstellung der Normen sowie der Umstellung vom gewinn- und verlustrechnungs-orientierten Konzept zum bilanzorientierten Konzept.5
Möchte nun der Unternehmer steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen, kann er Abweichungen in der Handels- und Steuerbilanz nicht mehr vermeiden. Damit treten latente Steuern auf, welche bedingt durch den Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit eine deutlich höhere Relevanz entfalten.6
Im Folgenden möchte ich auf die Änderungen und Neuerungen eingehen und anhand der einschlägigen Literatur aufzeigen, wie der Gesetzgeber der Umsetzung nachgekommen ist. Ferner möchte ich die Auswirkungen der Novellierung des HGBs aufzeigen, sowie die einzelnen Problemstellungen beleuchten und anhand von vierzehn Beispielen und Buchungssätzen veranschaulichen.

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1 Vgl. Bieg/Kußmaul/Petersen, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, 2009, S. 1
2 Vgl. §5 Abs. 1 EStG
3 Vgl. Meyer/Loitz/Linder, Latente Steuern, 2. Auflage, 2010, S. 35
4 Vgl. Petersen/Zwirner, BilMoG, 2009, S. 479
5 Vgl. zu §274 HGB Reg-E, S. 67
6 Vgl. Meyer/Loitz/Linder, Latente Steuern, 2. Auflage, 2010, S. 479

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Vorbemerkung

1.2 Latente Steuern als neuer Gedanke?

1.2.1 Die bisherigen Regelungen

1.2.2 Die Änderungen durch das BilMoG

1.2.2.1 Übersicht der Änderungen durch das BilMoG

1.2.2.2 Aufhebung der umgekehrten Maßgeblichkeit

2. Konzept, Zielsetzung und Grundlagen

2.1 Zielsetzung

2.2 Latente Steuern im Rating

2.3 Grundlagen

2.4 Synopse in der einzelgesellschaftlichen Rechnungslegung -HGB a.F., DRS 18, IFRS und HGB

2.5 IFRS als Auslegungshilfe

2.6 Normadressaten nach HGB n.F.

3. Konzepte und Methoden latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss

3.1 Konzepte der Bilanzierung latenter Steuern zum Ansatz in der Bilanz, Erfassungs- und Ermittlungsmethoden

3.1.1 Timing-Konzept

3.1.2 Temporary-Konzept

3.1.2.1 Temporäre Unterschiede

3.1.2.2 Permanente Unterschiede

3.2 Entstehung von aktiven und passiven latenter Steuern mit ausgewählten Problemen

3.2.1 Aktive latente Steuern

3.2.2 Steuerliche Verlustvorträge

3.2.3 Passive latente Steuern

3.2.4 Entstehung latenter Steuern durch das BilMoG mit einzelnen ausgewählten Sachverhalten

3.2.4.1 Herstellkosten

3.2.4.2 Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

3.2.4.3 Bewertung von Vorräten

3.2.4.4 Abschreibungsmethoden

3.2.4.5 Sonderposten mit Rücklageanteil

3.2.4.6 Abzinsung

3.2.4.7 Bewertungsunterschiede

3.3. Bewertung

3.3.1 Allgemeine Bewertungsregeln

3.3.2 Berechnung der Steuerabgrenzung

3.3.3 Anzuwendender Steuersatz

3.3.3.1. Einzelabschluss

3.3.3.2 Konzernabschluss

4. Latente Steuern in der einzelgesellschaftlichen Rechnungslegung

4.1 Würdigung durch § 274 HGB

4.2 Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften §274 HGB i.v.m. § 274a Nr. 5 HGB

5. Latente Steuern im Konzernabschluss

5.1 Würdigung durch § 306 HGB

5.2 Überblick und Entstehung latenter Steuern im Konzernabschluss

5.2.1 Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen

5.2.2 Latente Steuern aus der Schuldenkonsolidierung

5.2.3 Latente Steuern aus der Zwischenergebniseliminierung

5.2.4 Latente Steuern aus der Equity-Methode

6. Buchhalterische Erfassung

6.1 Ansatz in der Bilanz

6.1.1 Abstrakte und konkrete Bilanzierungsfähigkeit

6.1.2 Saldierung von latenten Steuern

6.1.3 Bewertung und Ausweis in der Bilanz

6.2. Bildung und Auflösung in der Gewinn und Verlustrechnung

6.2.1 Erfolgswirksame Erfassung

6.2.2 Erfolgsneutrale Erfassung

6.3 Ausweis im Anhang

6.4 Ausschüttungssperre

7. Spezialprobleme latenter Steuern

7.1 Bei der deutschen Organschaft

7.2 Bei Personengesellschaften

7.2.1 Einfluss Sonderbilanzen

7.2.2 Ergänzungsbilanzen

7.3 Bei der Zinsschranke

7.4 Bei der Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags nach § 7g EStG

8. Anwendungsbereich der durch das BilMoG bewirkten Veränderungen

8.1 Verringerung des Anwendungsbereichs

8.2 Ausdehnung des Anwendungsbereiches

8.3 Erhöhung des Eigenkapitalausweises — folgen in der Bilanzanalyse und dem Rating

8.4 Bilanzpolitik nicht nur für kleine Unternehmen — Saldierungswahlrecht

9. Fazit / Kritik

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) veränderten Rahmenbedingungen für die Bilanzierung latenter Steuern. Ziel ist es, die Umstellung vom bisherigen GuV-orientierten Timing-Konzept auf das bilanzorientierte Temporary-Konzept sowie deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung, die steuerliche Abgrenzung und die Bilanzanalyse im Einzel- und Konzernabschluss darzustellen.

  • Methodische Umstellung der Steuerabgrenzung durch das BilMoG
  • Entstehung und Bewertung aktiver und passiver latenter Steuern
  • Sonderproblematiken wie Organschaft, Zinsschranke und Investitionsabzugsbeträge
  • Auswirkungen der BilMoG-Neuerungen auf Bilanzpolitik und Unternehmensrating
  • Besonderheiten bei der Kapitalkonsolidierung und anderen Konzernkonsolidierungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1 Temporäre Unterschiede

Bei den temporären Unterschieden handelt es sich um zeitliche Differenzen, die sich im Zeitverlauf umkehren. Diese entstehen z. B. wenn Vermögenswerte unterschiedlich abgeschrieben werden.58

Neben den temporären Unterschieden gibt es die quasi-permanenten Differenzen, die auch gleichzeitig temporäre Differenzen sein können, wenn sie bilanzwirksam sind.59 Quasi-permanente Differenzen sind die Fäll, welche sich im Grunde umkehren werden, aber die Auflösung nicht geplant und höchst unwahrscheinlich ist. Die Unterschiede lösen sich meist nicht automatisch im Lauf der Zeit auf, sondern sind von Unternehmerischen Entscheidungen abhängig. Solche Differenzen lösen sich beispielsweise erst mit Liquidation des Unternehmens auf. Dies kann vorkommen, wenn ein Fabrikgebäude in der Handelsbilanz zum Zeitwert und in der Steuerbilanz zum geringeren Buchwert angesetzt wird. Die Differenz löst sich erst beim Verkauf des Fabrikgebäudes auf. Unterstellt man, dass ein Fabrikgebäude im Unternehmen existenzwichtig ist, so würde sich diese Differenz erst bei der Liquidation des Unternehmens auflösen.60

Auf beide Arten der Differenzen dürfen bzw. müssen latente Steuern gebildet werden, abhängig ob es sich um passive (Pflicht) oder aktive (Wahlrecht) latente Steuern handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Intention des BilMoG, die HGB-Rechnungslegung durch Annäherung an IFRS-Standards aufzuwerten und die Bedeutung latenter Steuern zu erhöhen.

2. Konzept, Zielsetzung und Grundlagen: Erläuterung der konzeptionellen Änderungen, der Bedeutung der Steuerquote für das Rating und der rechtlichen Grundlagen nach BilMoG.

3. Konzepte und Methoden latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss: Detaillierte Analyse des Timing- versus Temporary-Konzepts sowie der konkreten Entstehung von Latenzen bei verschiedenen betrieblichen Sachverhalten.

4. Latente Steuern in der einzelgesellschaftlichen Rechnungslegung: Bewertung der Auswirkungen des § 274 HGB und der (begrenzten) Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften.

5. Latente Steuern im Konzernabschluss: Untersuchung der spezifischen Konsolidierungsproblematiken, einschließlich Kapital- und Schuldenkonsolidierung sowie Equity-Methode.

6. Buchhalterische Erfassung: Anleitung zur bilanziellen Umsetzung, zum Ausweis in der GuV sowie zur Behandlung der Ausschüttungssperre.

7. Spezialprobleme latenter Steuern: Analyse komplexer Einzelfälle wie Organschaft, Personengesellschaften, Zinsschranke und Investitionsabzugsbeträge nach § 7g EStG.

8. Anwendungsbereich der durch das BilMoG bewirkten Veränderungen: Überblick über die Verringerung bzw. Ausdehnung des Anwendungsbereichs und die Folgen für die Bilanzpolitik.

9. Fazit / Kritik: Zusammenfassende kritische Würdigung des erreichten Vereinfachungspotenzials und der praktischen Umsetzung des BilMoG.

Schlüsselwörter

BilMoG, Latente Steuern, Temporary-Konzept, Timing-Konzept, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Konzernabschluss, Aktivierungswahlrecht, Steuersatz, Verlustvortrag, Ausschüttungssperre, Bilanzanalyse, Zinsschranke, Organschaft, Kapitalkonsolidierung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Bilanzierung latenter Steuern unter Berücksichtigung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) eingeführten Neuregelungen im deutschen Handelsrecht.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der theoretischen Umstellung vom Timing- zum Temporary-Konzept werden die praktische Umsetzung, der Ausweis in Bilanz und GuV, sowie zahlreiche Spezialfälle wie die Zinsschranke oder Konsolidierungsmaßnahmen thematisiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich durch den Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit und die Umstellung der Ermittlungsmethodik die Relevanz und Komplexität der Steuerabgrenzung für Unternehmen verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse einschlägiger Kommentare, Fachzeitschriften und Gesetzesmaterialien, ergänzt durch anschauliche Fallbeispiele.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung der Entstehung latenter Steuern durch bilanzielle Differenzen, die Bewertungsmethodik sowie die spezifischen Anforderungen im Konzernrechnungswesen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen BilMoG, Temporary-Konzept, Steuerabgrenzung, latente Steuern, Kapitalkonsolidierung und bilanzpolitische Gestaltungsspielräume.

Warum wird die Zinsschranke als Spezialproblem behandelt?

Die Zinsschranke führt zu komplexen Auswirkungen auf das steuerliche EBITDA und Zinsvorträge, deren Abbildung in der latenten Steuerrechnung spezifische Kenntnisse der Gewerbesteuer erfordert.

Wie wirkt sich das BilMoG auf kleine Kapitalgesellschaften aus?

Obwohl kleine Kapitalgesellschaften theoretisch entlastet werden sollten, zeigt die Arbeit, dass die praktische Anwendung und die damit verbundenen Rückstellungsverpflichtungen zu erheblichen Unklarheiten führen.

Welche Rolle spielt die Ausschüttungssperre?

Die Ausschüttungssperre dient dem Gläubigerschutz, indem sie verhindert, dass Unternehmen nicht realisierte Erträge oder aktivierte latente Steuern ausschütten, die keine reale Liquiditätsbasis haben.

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Details

Title
Latente Steuern nach BilMoG
Subtitle
Mit vierzehn Beispielen und Buchungssätzen
College
University of Applied Sciences Worms
Grade
1,3
Author
Hans Heinzelmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
80
Catalog Number
V165461
ISBN (eBook)
9783640827428
ISBN (Book)
9783640827374
Language
German
Tags
Konzernabschluss BilMoG Einzelabschluss latente Steuern Organschaft latente Steuern Personengesellschaften latente Steuern Zinsschranke latente Steuern Investitionsabzugsbetrag latente Steuern Buchungssätze latente Steuern Buchung latente Steuern Buchungssatz latente Steuern Beispiele steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern passive latente Steuern timing-konzept temporary-konzept Umgekehrte Maßgeblichkeit Änderungen BilMoG latente Steuern Rating Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen Latente Steuern aus der Schuldenkonsolidierung Latente Steuern aus der Equity-Methode Latente Steuern aus der Zwischenergebniseliminierung
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Quote paper
Hans Heinzelmann (Author), 2010, Latente Steuern nach BilMoG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165461
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